Wirtschaftsweise: „Es wäre falsch, nur auf die Batterie zu setzen“

Wirtschaftsweise: "Es wäre falsch, nur auf die Batterie zu setzen"

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Die „Wirtschaftsweise“ Veronika Grimm hat dafür geworben, bei den Antrieben der Zukunft für Autos mehrgleisig zu fahren und nicht nur auf die Batterietechnik zu setzen. „Es kommt darauf an, in den nächsten zwei bis drei Jahren den Grundstein zu legen, dass die deutsche Industrie auf den Weltmärkten auch bei der Brennstoffzelle mit im Spiel ist„, sagte Grimm der Deutschen Presse-Agentur. Die deutsche Automobilindustrie müsse bei allen nachhaltigen Antriebstechnologien am Ball bleiben, auch um langfristig eine große Zahl an Jobs in Deutschland zu sichern. „Es wäre industriepolitisch falsch, nur auf die Batterie-Technik zu setzen.

Bereits in einem Interview mit dem „Manager-Magazin“ hatte Grimm Wasserstoff als Antrieb für Autos und Lastwagen auf deutschen Straßen als unentbehrlich eingestuft. „Es ist utopisch zu glauben, dass die batteriegestützte Elektromobilität die alleinige Lösung sein wird„, sagte sie. Zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach europäische Autohersteller nicht mehr auf den Wasserstoff setzen wollen. Die deutsche Automobilindustrie einschließlich Zulieferern sei gut beraten, ihre bereits vorhandenen Fähigkeiten beim Thema Wasserstoff nicht leichtfertig aufzugeben, so Grimm. Langfristig werde die weltweite Nachfrage deutlich steigen.

Besonders im Schwerlastverkehr könne Wasserstoff vergleichsweise früh effizient eingesetzt werden, sagte Grimm. Ziel müsse ein Tankstellennetz sein, von dem später auch der Pkw-Verkehr profitieren könne. In der Schweiz fahren bereits 50 Lastwagen des koreanischen Herstellers Hyundai mit Wasserstoff, bis 2025 sollen es 1600 solcher Fahrzeuge werden. Die CO2-Emissionen im Verkehr seien seit 1990 nicht gesunken, im Lastverkehr sogar gestiegen, so Grimm. Die Elektrifizierung im Schwerlastverkehr gehe aber aufgrund des Reichweiten-Problems nicht über Batterie-Technik.

Die Autoindustrie forscht seit langem an der Brennstoffzelle. Dazu kommt ein Einsatz von E-Fuels – synthetische Kraftstoffe, die mittels Strom aus Wasser und Kohlendioxid produziert werden. Derzeit ist Wasserstoff aber noch knapp und vergleichsweise teuer. Umweltverbände wie der BUND warnen vor Fehlinvestitionen. Hinsichtlich ihrer Energieeffizienz seien Batteriefahrzeuge klar im Vorteil, heißt es dort. Der Freistaat Bayern indes will bis 2023 ein Netz von 100 Wasserstoff-Tankstellen aufbauen und stellt dafür 50 Millionen Euro bereit.

Quelle: zeit.de / manager-magazin.de

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Manchmal frage ich mich schon, wie weise so eine Wirtschaftsweise wirklich ist.
In diesem Forum wurde die Ineffizienz von H2 Antrieben im Pkw Bereich schon hinreichend diskutiert – im LKW Bereich oder als Speichertechnologie bin ich auch für Technologieoffenheit gegenüber Wasserstoff, aber im Pkw Bereich hat sie entweder keine Ahnung von Physik, oder sie hat den falschen Lobbyisten zugehört.
Wahrscheinlich hat sie mit Frau Müller vom VDA gesprochen 😉

„Manchmal frage ich mich schon, wie weise so eine Wirtschaftsweise wirklich ist.“

So weise wie es seine Brötchengeber wollen – Motto „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“.

Nachtrag:

Sorry – es ist ja eine Wirtschaftsweise, also muss es „ihre Brötchengeber“ heißen.

Bei H2 und E-Fuels stehen die großen und finanzstarken Konzerne der Erdöl/-gas-Industrie dahinter und die haben sie eine breite Lobby-Basis geschaffen mit Einfluss in Politik und Universitäten.

Wir können uns also noch eine lange Zeit der „Sabotageversuche“ des rein batterie-elektrischen Antriebes einstellen, denn Geld hat die H2- und E-Fuel-Lobby mehr als genug und je aussichtloser ihr Vorhaben wird desto schwerer werden die Geschütze, die sie auffährt.

Ich bin nicht grundsätzlich gegen Wasserstoff und E-Fuels, aber sie sollten nicht bei Fahrzeugen eingesetzt werden, denn hier macht die Stromverschwendung am wenigsten Sinn, da die Vorteile der batterie-elektrische Technik inzwischen selbst bei den großen Investoren bekannt ist.

Wasserstoff – chemische Industrie, Stahlherstellung, stationäre Stromspeicher mit Abwärmenutzung (z.B. HPS-System, solange Batteriespeicher noch zu teuer sind) u.ä. Anwendungen.

E-Fuels – bei großen Flugzeugen aus Gewichtsgründen und bei großen Schiffen, falls keine anderen energiesparende und umweltfreundliche Möglichkeiten gefunden werden.

Sie sollten das hier auch einmal lesen: „Es gehen Arbeitsplätze verloren, mit denen man eine Familie ernähren kann“Meine Quelle: https://www.xing-news.com/reader/news/articles/4049599?cce=em5e0cbb4d.%3A2A5BMIk1PQ42DP9eFJgCAB&link_position=digest&newsletter_id=75846&toolbar=true&xng_share_origin=email Dort steht: “ Hunderttausende Jobs in Deutschlands Autoindustrie werden mit dem Abschied vom Verbrennungsmotor wegfallen. Inzwischen zeichnet sich ab, wer die großen Verlierer sein werden. Die Unternehmen schulen ihre Mitarbeiter mit großem Aufwand um – was ganz neue Probleme mit sich bringt.“ Ferner sollte Sie aus dem Fenster sehenm um vlt. zu bemerken, wer heute und bis noch sehr lange unsere Welt wirklich bewegt. DIESELMOTOREN. Haben Sie das in Ihren Berechnungen schon berücksichtigt? Nein! Dann sollten Sie bald damit anfangen. Sonst brauchen sie SOFORT Lösungen diese Verbrenner gegen Akkuantrieb zu ersetzen und ich wette, Sie wissen nicht wie das geht.

Ihre Ausführungen in Ehren, aber die Welt hat sich weitergedreht. Wenn Sie aus dem Fenster sehen würden und die Augen wirklich öffnen würden, dann sehen Sie eine Welt die sich gerade vom Fossilen Zeitalter und Ihren Dieselmotoren verabschiedet.

Heute verstehen immer mehr Menschen, dass wir so nicht mehr weitermachen dürfen. Es wäre fatal einfach die vergangenen Fehler zu wiederholen.

Genau dazu drängen uns die vom Aussterben bedrohten Industrien. H2 für den Individualverkehr ist der falsche Weg und führt uns nur wieder in eine neue Sackgasse. Das Märchen vom überschüssigen Grünstrom wird nicht wahrer wenn man es immer wieder zitiert.

Wenn wir etwas lernen sollten aus der Vergangenheit dann das wir achtsamer mit Resourcen umgehen müssen. Das hat nur bedingt etwas mit CO2 zu tun. Und H2 ist und bleibt ein knappes gut. Es reicht gerade aus um Industrie und teilweise das Transportwesen zu dekarbonisieren.

Aber niemals um auch noch die PKWs auf dieser Welt anzutreiben. Mit den direkt angetriebenen BEV steht da ja auch eine viel bessere Lösung bereit. Und sie ist da, sie ist eingeführt und sie ist bewährt. Der einzige Grund für die ganzen H2 Diskussionen sind die oben genannten Lobbys.

Ich sehe nicht, wo sich diese Welt vom Diesel weg bewegt- Im Gegenteil, es werden immer mehr. Mit hohlen Phrasen, bar jeglicher Realität bewegt man nur Subventionen, aber kommt in der Sache „Dekarbonisierung“ keinen Schritt weiter. Kein Mensch, der nur an Individuualverkehr denkt, meint globale Einflüsse auf die Umwelt. Welchen Einfluss soll den der Transport von ca. 1.6 Personen auf das Weltklima dann schon haben. Wer sagt denn dass die Welt in wenigen Jahren so viele PKWs haben wird, wie heute? Was will man mit solchen „Fahrgeräten“ in Metropolen? Die quellen doch heute schon aus allen Nähten. Wenn Sie realitisch sind, so sehen Sie was wirklich los ist. Ca. 90% ALLER Warentransporte erfolgen über den Seeweg. Ist Ihnen das immer noch nicht bewusst? Zugegeben, trotz der immer gtrößerer werden Chargoschiffe, sieht man diese Transportschiene immer weniger gegenüber früheren Zeiten. Die Schiffe brauchen längst Tiefseehäfen und völlig andere Infrastrukturen, oft weit weg vom Land. Aber diese oft fast unbekannte Struktur transportiert die mesiten Waren auf dem gesamten Globus. LKWs? Auch diese Transportbranche boomt weltweit. Warum wohl? Aus den selben Gründen. Autoverkehr? KEIN einziges BEV hat auch nur den Ansatz einer Chance OHNE Kohlenstoff gebaut zu werden. Das sind fahrende Kleinspeicher für Stromenergie. Sonst nichts. Völlig zum Hype subventioniert in gewissen Bereichen auf der Erdkugel. Dort wo immer schon Leute leben, die einen überstrakenHang zu Fahrmaschinen haben. Aber deren Zahl nimmt sofort ab, je mehr Menschen in Städte drängen. Dort nutzt man längst andere Verkehrsmittel und dort wo Individualverkehr gebraucht wird, auf dem „flachen Land“ braucht man keine Akkuautos, weil man dort keine sinnvolle Strominfrastruktur baut. Für lange Strecken mit geringer Autodichte. Die jetzigen Blechlawinen ihrerseits werden zum Auslaufmodell. Bei weit auseinander liegenden Verkahrzeilen hockt sich doch kein normaler Mensch in Autos um lange Strecken zwischen LKWs zu schleichen, In wenigen Jahren resit man mit ultraschnellen Massenverkehrsmitteln, wie Maglevs und überläßte Ruheplätze den Truckern, die warten nötig haben. Diese Ladeplätze werden ein Treppenwitz heutiger Geschichte. Die braucht niemand. Da hocken Leute herum, die individuelle „Steckdosen“ brauchen, damit die Karre überhaupt fährt. Für deren Infrastruktur benötigt man Kraftwerke, die auch dann laufen, wenn gar niemand auch nur einem Meter weit fährt. Das ist so, wie wenn man Dauerstrom nur deswegen braucht, weil Kühlschränge, laufen konnen müssen, wenn deren Inneres zu warm wird. STROMSPEICHER dafür, dass man Netzkraftwerke abschalten kann hat man nicht. Man hat rollende Kleinspeicher zum Fahren. H“ aber eröffnez völlig neue Wege zu Dekarbonisierung und viel neue Anwendungen. https://www.hydrogenfuelnews.com/waste-plastic-hydrogen/8547041/?mc_cid=9e5a6079b8&mc_eid=ed82e1f70e . ………….

Der verlinkte Artikel nur nach Anmeldung bzw. Bezahlung lesbar – ich habe darauf verzichtet.

Das mit den Arbeitsplätzen ist „ein alter Hut“ und zugleich „eine Milchmädchenrechnung“.

Beispiel Kohleverstromung, da werden einige Arbeitsplätze in den Kohlekraftwerken für einige Zeit erhalten und auf der anderen Seite Tausende im Windkraftanlagebau vernichtet.

Beispiel kleinbäuerliche Landwirtschaft früher, viele Leute wurden gebraucht, eigentlich ein Paradies aus Ansicht der „Arbeitsplatz-Befürworter“ – aber es war ein mühsames „Geschäft“ für Diejenigen, die auf den Feldern von morgens bis abends arbeiten mussten.

Nach dem Krieg kam der Wandel auf dem Lande, jetzt gab es neue Arbeitsplätze in die Fabriken und die Leute dort verdienten besser. Kaum einer trauerte den alten Arbeitsplätzen nach.

Jeder neue Zeit lässt alte Arbeitsplätze hinter sich und trotz steigenden Bevölkerungszahlen in Deutschland und Europa haben immer noch die Allermeisten einen Arbeitsplatz bekommen und dieser ist in aller Regel auch noch besser bezahlt als die alten Arbeitsplätze.

Wer sich für so manche Dinge interessiert, darf nicht erwarten dass er wichtige Nachrichten kostenlos bekommt. Der größte Gag ist Ihre Einstellung zu hiesigen Arbeitsplätzen. Wissen Sie wen das am Meisten freut? Die Chinesen. Früher waren es die Japaner. Denen haben wir deutschen Intelligenzbestien ganz Schlüsselindustrie hinterher geschmissen und nicht mal bemerkt was damit angerichtet wurde. Nur weil unsere Autoindusatrie so überstark war, fiel das nicht allzusehr ins Gewicht. Heute, bei der gigantischen Konkurrenz werden wir zu Spielball ohne Bedeutung und Sie wollem ernsthaft, dass man bei uns noch mitmischen wird? Ohne Moos nix los! So sieht es aus. Das Kapital ist flüchtig und die Arbeitsplätze werden mehr. Nur nicht bei uns. Klappt die Autoproduktion bei uns weg so ändern sich ganze Landstriche. Nun Deutschalnd ist aber auch als Agrarland, wie früher nicht gerade ein bedeutender Hit. Ich würde, wenn ist Sie wäre schauen, einem Akkuschlepper zu bekommen. Besser ist ein Pferd für den Pflug. Viel Spass. Wo Sie den Umgang lernen können? Bei den Amishen in den USA. Das Pferd braucht weder Strom noch Akku. Stellen Sie sich nur einmal Niederbayern ohne BMW-Produktion vor? Was tut man dort ohne BMW? Gläser blasen? Käferbäume fällen? Alte Traktionsakku ausschlachten?

Und deswegen wird es Zeit das BMW BEVs wie blöd baut, damit hier nicht demnächst alle in chinesischen BEVs rumfahren. Ist der Zug erst abgefahren, war es das mit BMW. Mit einem H2 PKW kann man nicht sportlich fahren. Siehe Mirai. Das ist eine Sänfte.

Farnsworth

Die „Wirtschaftsweisen“ machen weise Lobby-Arbeit für die Wirtschaft. Wo kämen den die Energie Konzerne hin, wenn jeder Immobilien Besitzer sich eine PV Anlage auf sein Dach setzt und ein BEV damit aufläd ? Dann würden die sich ja emanzipieren und die Gewinne bei den Konzeren einbrechen, was weniger Rendite bei den Shareholder bedeutet.Und weniger Aufsichtsrats Posten für ehemalige Politiker.

Aber die Zahl der PV Anlagen, die auch zum Laden vom BEV genutzt werden, steigt. Und die BEV, die bidirektionales Laden beherrschen, für die Nutzung des Akkus als Hausspeicher, wird auch steigen. Der Sono Sion kann das. Und wenn er gekauft werden kann, werden andere Hersteller nachziehen.

Last edited 3 Monate zuvor by Stefan

Ich würde jedem ein Haus mit PV gönnen, welches man aus Urlaub mitreisen lässt. Das spart extreme Ladesäulen für Kohlestrom, der sogar als Öko-Strom vermarktet wird. Dafür bekommen Sie aus Wunsch sogar ein Zertifikat. Man muss nur fest daran glauben.

Und wie immer fehlt die rationale Begründung – wenn man von Propaganda-Worthülsen wie „Arbeitsplätzen“ absieht – kein Konzern schert sich um Arbeitsplätze.

Scheren Sie sich denn um Arbeitsplätze? Offenbar nur dann, wenn es um IHREN Arbeitsplatz geht. Ferner, Sie haben doch ein Rezept dafür, wie man in der Weltwirtschaft OHNE VERBRENNER auskommt und zwar SOFORT. Sie wollen doch das man schnellstmöglich nur noch Akku-Stromer bauen und nutzen soll. Wo sind die denn, diese „hocheffizienten“ Energielieferranten, die bis dato die ganze Welt der Wirtschaften am Leben erhalten? Zeigen Sie mir doch Ihre genialen Ersatzmaschinen.
Ich sage Ihnen was nun passiert. Diese Maschinen, ohne die die Weltwirtschfat steht, werden in anderen Ländern gebaut. Und Sie dürfen hier etwas mit E-Mobilen spielen.

Arbeitsplätze und Wachstum sind kein Selbstzweck. Wenn das dazu führt, das die Menschheit sich den Ast absägt, auf dem sie sitzt, verschwinden Arbeitsplätze ganz auf die natürliche Art. Wie die Arbeitsplätze der Steinmetze auf der Osterinsel, die alle Bäume für die Herstellung und Transport ihrer Statussymbole in Form von “nützlichen“ Steinfiguren verbraucht haben. Die hatten bestimmt auch “Wirtschaftsweise“.

Last edited 3 Monate zuvor by Stefan

OMG! Diesen Beitrag und Aussage muss ich noch mal in 5 Jahren herauskramen.
Auch beim LKW ist reiner Batteriebetrieb für die nächsten Jahre/Jahrzehnt die beste Lösung.

Klar wird H2 Technik in Zukunft wichtig werden, Durch den weiteren Ausbau der regenerativen Energien wird es zwangsweise immer mehr Überschussstrom geben, den man gut zu H2 verwandeln kann. Dann sind aber erstmal die Disziplinen mit H2 und Biofuels zu ersetzen, die nicht mit Batterien ersetzt werden können, wie z.B. die Stahlproduktion und Flugverkehr.

Wenn das dann mal weitestgehend umgesetzt ist, spielt die Effizienz keine große Rolle mehr, weil wir erneuerbare Energien im Überfluss haben und dann ist die Zeit gekommen auch PKW und LKWs mit H2 und Biofuels zu betreiben. Also so in 50 Jahren. Welcher CEO plant so lange? Batterietechnik jetzt und schnell!

Klar wird H2-Technik in Zukunft wichtig werden.

+1

Wenn das dann mal weitestgehend umgesetzt ist, spielt die Effizienz keine große Rolle mehr, weil wir erneuerbare Energien im Überfluss haben und dann ist die Zeit gekommen auch PKW und LKWs mit H2 […] zu betreiben. Also so in 50 Jahren.

Versteh‘ ich ja nicht: Warum sollte jmd. so „dumm“ sein – wenn auch erst in 50 Jahren – eine Technik mit höheren Gesamtkosten (TCO) zu verwenden?

Last edited 3 Monate zuvor by KleinFritzchen

Ja, dass ist richtig, ein Gedankenfehler meinerseits! Es bleibt er Einsatz von H2 und Biofuels bei den nicht elektrifizierbaren Dingen, wie Stahlproduktion, Schiffe oder Flugzeuge,

Warum bauen viele Völker Wasserbecken und Bewässerungssysteme, wo sie doch auch direkt den Regen mit viel tieferen TCO verwenden könnten?
Aus der Energie-Froschperspektive spielt nur der Preis eine Rolle, in der Realität sind Ort und Zeit aber immer auch noch wichtige Parameter.

Die beste Lösung für die nächsten Jahre? Wasserstoff-Elektrisch ja, Aber dazu muss man erst einmal die gesamte Umstellung fertig haben. Nicht nur endlos quasseln. ARBEITEN! Alos in die Hände gespuckt nicht nur gepriedigt.

Es gibt Investoren in Wasserstofftechnologie, die jetzt ihre Felle schwimmen sehen. Sie haben in Politik und Wissenschaft Unterstützer. Die haben sich vorher gemeldet und tun das verstärkt in dieser Phase. Das muss man verstehen und man muss es akzeptieren.

Naja, ich meine wenn man ständig Werbung für „Investieren sie in Wasserstoff. Good bye Tesla“ Werbung eingeblendet bekommt, frage ich mich schon wieviel dieser „Geheimtipp“ wert ist. Wenn das der „heiße Scheiß“ wäre müsste man wohl kaum Werbung dafür machen. Die brauchen Investoren für ihren Rohrkrepierer.

Farnsworth

Frau Grimm kann sich ja mal den ignoranten Herstellern, die nur auf Akkus setzen, als Beraterin anbieten. Dann kann sie ihnen erklären, dass der 3-fache Energiebedarf kein Problem ist, weil der Ausbau der Windenergie völlig unumstritten ist und wir quasi ab übermorgen grünen Überschussstrom in Hülle und Fülle haben. Ja und dass der Preis für eine überkomplexe Technik durch Skaleneffekte einfach magisch unter den einer weniger komplexen Technik sinken wird. Einfach so, toll!

🙂

Es ist unglaublich, diese H2-Lobbyisten werden immer intensiver. Notfalls nimmt man sich die gekaufte Wissenschaft zu Hilfe.

Guten Morgen seid ihr auch schon aufgestanden? Aber offenbar immer noch nicht wach genug….

Die Thematik ist schon lange bekannt, das hat nichts mit aufgestanden zu tun. Es geht um die
Penetranz dieser Lobby.

„Es geht um die [penetrante Desinformation] dieser Lobby,“
… wäre ja mein Vorschlag 🙂

Last edited 3 Monate zuvor by KleinFritzchen

Die „Wasserstoff-Lobbyisten“ werden immer intensiver. Wissen Sie warum? Die befassen sich NICHT nur mit PKWs, sondern mit wichtigen Dingen. Warum bieten Sie nicht Ihre Hilfe an? Offenbar sind Sie zu teuer. Zur Not müssen die H2-Entwickler die so genannte Wissenschaft kaufen. Iregendwer muss ja das Zeug entwickeln. Diese Wasserstoffheinis wollen unbedingt weg von der übermäßigen C-Verbrennung und haben offenbar bis dato die Akku noch immer nicht entdeckt. Die kann man nämlich bis 2038 mit Kohle laden. Atomstrom geht auch. Ökostrom gibt es sogar in Form von ZERTIFIKATEN aus dem Netz. Genaial nicht wahr. Jetzt verstehe ich so richtig, um was es Ihnen geht. Es geht um ÖKO!

Die Frau ist weder Ingenieurin noch Physikerin. Sie hat Volkswirtschaftslehre studiert. Sie beschäftigt sich mit Energiemärkten.

Und es hört sich völlig Lobbygesteuert an. Sie erzählt sich, dass man bei dem Wasserstoff nicht auf dem grünen Wasserstoff warten soll, sondern auch schon mit grauem Wasserstoff starten soll. Das ist völlig fatal. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind größer, alswürde man das Erdgas direkt verwerten.

Anders als bei BEV, die selbst beim heutigen Strommix schon sauberer sind als Verbrennerfahrzeige. Und jährlich sauberer werden. Ich bin gerade erst wieder 270km gefahren mit dem Energiegehalt von 2,7l Diesel. Einfach toll.

Farnsworth

Alle Achtung, welches BEV?

VW E-Up.Tempomat 105. Da der nur mit 35-39 kW an DC lädt bringt schneller fahren zeitlich nichts, außer mehr Verbrauch und mehr Kosten.

Farnsworth

Offenbar haben die Ingenieuere und Physiker vergessen, dass man ZUERST Kenntnisse der globalen Volswirtschaften haben MUSS, BEVOR man an ewas bastelt was noch mehr Erdöl (C) braucht. Oder wissen Sie mit was man Akkus lädt und E-Moble baut? Die Volkswirtschaften dieser Welt hängen am Tropf der C-Wirtschaft und offenbar sind Sie einer der wenigen, die das nicht bemerkt hat. Wie laden Sie den Ihre Stromspeicher? Wie bauen Sie Ihre Wunderautos? Woher nehmen sie all den Segen der E-Wirtschaft? Mit was transportieren Sie die unzähligen Waren? Mit Wunderin aus Fantasien? Wo sind denn Ihre Alternativen. In Worthülsen gepresst? Denken Sie und Ihre Jünger doch ein wenig nach. Was wäre wenn alle die Verbrenner binnen weniger Jahre weg wären. Wenn die gesamte Kohelenstoff-Industrie, die Transportindustrie, die chemische Industrie, der Bergbau, der Strassenbau, die Landwirtschaft, die Hoch- und Tiefbauindustrie durch Ihe Methoden ersetzt werden müssten. Das würde manche BEV-Fans ziemlich „intelligent“ aus der Wäsche schauen. Viel Spass beim Denken! Ihre Lösungen können Sie ja hier präsentieren.

Alles schön und gut. Aber was kann das Produkt E-Auto für seine Umgebung? Ich finde diese Whataboutismen sind solche Nebelbomben. Sollen wir erstmal die Bergwerke elektrifizieren, dann die Landwirtschaft, dann die Transportwirtschaft, dann die Bauwirtschaft und erst dann, ja dann können wir darüber nachdenken, wenn wir mehr als 100% Grünstrom haben, dann können wir anfangen E-Autos zu bauen. Ich sage: Nein. E-Autos sind sexy. Man kann E-Autos verkaufen. Mit E-Autos ist das Bewusstsein aufgekommen, dass wir was tun müssen. Und auf dieser Seite sieht man ständig Nachrichten, dass sich was tut. E-LKWs, E-Baumaschinen,…

Ja, E-Autos müssen mit Grünstrom geladen werden. Für jede Ladesäule muss Ökostrom gekauft werden, was dazu führt dass die EEs weiter ausgebaut werden müssen. Mir ist klar, dass man am Ende den Strommix lädt, der immer grüner wird.

Und wenn diese sogenannte Weise nichtmal in der Lage ist zu berechnen, wie teuer die Infrastruktur für E-Fuels ist und der erhöhte Energie-Aufwand, dann frag ich mich, was daran so weise ist. Es geht darum so viel wie möglich zu elektrifizieren und die Verbrenner immer weiter herunterzufahren.

Kann in Deiner Fantasiewelt denn eine E-Fuel-Infrastruktur innerhalb dieser Zeit hochgezogen werden? Wo kommt denn der Ökostrom dafür her? War würde das kosten? Wäre die Elektrifizierung evtl. günstiger? Mit der EE für 1 E-Fuel betanken Verbrenner (egal ob Auto oder LKW) können 5 E-Fahrzeuge versorgt werden. Das mit dem Denken kommt wie ein Bumerang zurück.

Farnsworth

Haare sträubend!

Als Schankwirtschaftsweise empfehle ich, weiter auf Braunkohle zu setzen,
schon der Jobs wegen. Nur die nächsten 200 Jahre, als Übergang,
bis die Physik endlich einsieht, dass ein Wasserstoff-elektrisches Fahrzeug 3 mal effizienter ist,
als ein BEV (physikalische Umkehrung durch effiziente Lobbyarbeit).

Es wird möglicherweise auf dem Weltmarkt interessierte Märkte geben, in denen Wasserstoff eine Rolle spielt, auch für PKW

insb Hyundai kann beides und hat hervorragende PKW sowohl mit Batterie als auch mit Wasserstoff im Portfolio.

An alle Hybrid und Wasserstoffhasser.
Damit ihr diesem Markt nicht wieder mit normalen Verbrennern bestücken müsst , setzt doch einfach auf den Pferdezug.
Neue Ställe der Autobahn entlang aufstellen. Die können die Böschungen gratis abgrasen.
Daniel soll schon mal weitert im Net herumfuchteln , ob das Dromedar betreffend Wasserspeicher nicht eventuell doch noch weiter käme.

Die H2- und E-Fuel-Fraktion wird nicht eher aufhören bis auch der letzte Invenstor sein Geld zurückzieht, also werde ich weiter ihre Argumente mit Vergnügen „zerpflücken“, was ja nicht schwer ist, denn die Vorteile von batterie-elektrischen Antrieben werden laufend größer.

@Strauss: Stellen sie ruhig Ihre Pro-Stromverschwender-Kegel auf – meine batterie-elektrische Kugel wartet schon darauf diese abzuschießen. Schöner wäre es allerdings, wenn sie keine Papierkegelchen hinstellen würden, die schon von einem leichten Windhauch davon geblasen werden.

Die lautesten unter diesen Hassern dürften per se eigentlich nicht einmal BEV fahren, da der Individualverkehr im Vergleich zum ÖV die reinste Energie- und Ressourcenverschwendung ist. Den Faktor Bewegungsfreiheit möchten sie aber trotzdem nicht hergeben. Schlussendlich geht es immer in die gleiche Richtung: was einem nützt, ist gut, was man nicht braucht oder im Gesamtkontext nicht richtig versteht, ist aus Prinzip schlecht.

Jedes Jahr einmal nach Peru oder ähnlich reisen macht nichts, Deckmantel Bildung, Hauptsache man hat zu Hause einen kleinen Komposthaufen und wählt Grün.

Bei den Ressourcen magst Du Recht haben. Bei der Energie fahre ich selbst günstiger als der Bahnfernverkehr. 3,33kWh/100Pkm erreicht selbst die Bahn nicht.

Farnsworth

Deine Antwort zeigt einmal mehr, dass Ökonomie vor Ökologie kommt. Solange dies die oberste Maxime ist, geht es doch nur um das Prinzip, dies zu verteidigen, was einem persönlich am besten gefällt und am meisten bringt.
Wenn wir bei der Dekarbonisierung wirklich etwas erreichen wollen, müssten wir diese Denkweise erst einmal stark einschränken.

Wenn das unsere Wirtschaftsweisen sind, dann gute Nacht Deutschland! Ich frage mich, was Frau Prof. Claudia Kempfert wohl zu solch einer lobbyinteressen-gesteuerten Volksverdummung sagen würde…Oder kommt die Dame womöglich aus dem Dunstkreis von Andy b.scheuert?

Wo kaufen Sie eigentlich Ihren Ökostrom zum Akku-Laden? Lobbyfrei natürlich. Von der Sonne, vom Wind aus regionaler Herkunft, so wie Rindfleisch vom Direktvermarkter. Oder kaufen Sie Ihren Strom, verpackt in ein Zertifikat auch vom überregionalen Kohlekonzern? Ich hoffe, sie wohnen nicht im Bereich einer Braunkohlegrube. Außer Sie sind dort beschäftigt.
Vlt. haben Sie dazu eine Meinung? > https://weact.campact.de/petitions/kein-weiteres-dorf-mehr-fur-kohle-fur-klimagerechtigkeit-hier-und-uberall .

Last edited 3 Monate zuvor by Helmuth Meixner

Solange die Politik den Windkraftausbau behindert, solange sollte man den kleinen Stromkunden keine Verwürfe machen, denn was nützt es auf Ökostrom zu pochen, wenn nicht genug da ist.

Der kleine Kunden zahlt 1/4 seines Strompreises für die EEG-Umlage und wozu? – damit die großen Konzerne billigen Strom bekommen, subventioniert vom kleinen Stromabnehmer.

Mein Vorschläge:

1) Die Politik sollte die EEG-Umlage von allen Strombeziehern verlangen, egal ob groß oder klein, aber selbstproduzierten Strom komplett von der EEG-Umlage befreien, auch wenn er an umliegenden Haushalte (z.B. bis zu 100 Personen) verteilt wird – selbstverständlich ohne Bürokratie.

2) Alle Firmen sollten selber Strom für den Eigenbedarf produzieren dürfen, soviel sie wollen und ohne eine Abgabe zu zahlen, denn Wind und Sonne schicken keine Rechnungen, dann würde wohl der Ökostromausbau mächtig in Gang kommen – der Arbeitsplatzzuwachs wäre genug „Abgabe“.

3) Diese Liste darf gerne erweitert werden – einfache Lösungen ohne Formular-Berge bevorzugt.

Im Sommer gibt es genug Oekostrom. Aus Wind und Wasser wird automatisch noch mehr gemacht werden. Nur warten bis die Baerbock mit van der Leyen zusammen spannt.Sprüche machen die Bügerparteine laufend, sie würden oekologisch was tun , aber wenn von den Umweltparteien konkrete Vorschlägen kommen,würgen sie diese ab, mit dem Argument zu teuer für den Otto Normalverbraucher. PV Anlagen werden gefördert und minimal besteuert. Dein Gemüse aus deinem Garten für den Eigengebrauch, kann keiner mit der Goldwaage nachprüfen.
Ein Hemmschuh sind die Ladesäulen Tarife, vor allem bei CCS.

Nach den vielen Vorteilen des Wasserstoff Antriebes beim Schwerverkehr entscheidet nicht allein der der Preis beim Betanken……

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