Wie BMWs Kleinwagenmarke MINI nachhaltig werden will

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Copyright Abbildung(en): BMW

BMWs Kleinwagenmarke MINI hat in einer aktuellen Pressemitteilung seine Zukunftsstrategie für die kommenden Jahre vorgestellt. Dabei greift MINI die aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Mobilität, Energiewirtschaft und Klimaschutz auf und zeigt mögliche Lösungen auf. Die Strategie orientiert sich am Kampagnenmotiv BIG LOVE, das die enge Verbundenheit der Marke zu den natürlichen Lebensgrundlagen unseres Planeten, zu den Menschen in ihrer ganzen Vielfalt, zu technologischem Fortschritt und zu profitablem Wachstum als Hersteller von Premium-Automobilen symbolisieren soll, so MINI.

Schon der klassische Mini sei die ideale Antwort auf zeitgemäße Fragen gewesen. Entwickelt in Zeiten der Suez-Ölkrise, war er vor allem ein wirtschaftliches Fahrzeug, das zudem durch eine kreative Raumnutzung nur wenig Verkehrs- und Stellfläche im urbanen Raum beanspruchte. Auf minimaler Grundfläche bot der Mini von damals genügend Platz für vier Personen und ihr Gepäck. Sein eigenwilliges Fahrzeugkonzept verhalf ihm darüber hinaus zu seinem Status als klassenloses Automobil, das überall in der Welt Fans gefunden hat.

Seit mittlerweile 20 Jahren überträgt der moderne MINI als Teil des BMW-Konzerns diese Prinzipien in das Kleinwagen-Premium-Segment. Ein klares Bekenntnis zu Nachhaltigkeit kommt laut BMW in einer kontinuierlichen Reduzierung des CO2-Fußabdrucks pro Fahrzeug über den gesamten Produktlebenszyklus zum Ausdruck. Dies umfasst die Lieferkette und die ausschließliche Nutzung von Ökostrom in der Produktion ebenso wie die für den Beginn der 2030er Jahre geplante vollständig abgeschlossene Elektrifizierung des Modellprogramms und einen stetig wachsenden Anteil an Natur- und Recycling-Materialien in den Fahrzeugen.

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Zur gesellschaftlichen Verantwortung, die MINI laut eigener Aussage übernimmt, gehöre jedoch noch mehr. Als global agierender Anbieter bekenne sich MINI zu gesellschaftlicher Vielfalt und unterstütze Initiativen, die sich für Toleranz und eine offene Gesellschaft einsetzen. Wie sehr sich MINI dem positiven Lebensgefühl von Menschen verpflichtet fühlt, zeigt auch ein weiteres Engagement. Mit dem Startup Accelerator URBAN-X fördert MINI Lösungen, die das Leben dort verbessern, wo die Mehrheit der Menschheit lebt: in den Städten.

Mit neuen Ideen arbeitet MINI an der Gestaltung der urbanen Mobilität von morgen. Neben innovativen Fahrzeugkonzepten wie dem MINI Vision Urbanaut gehören dazu auch neue Entwicklungen auf dem Gebiet der digitalen Dienstleistungen und Produkte. So trägt die User Experience, die mit der Nutzung des Anzeige- und Bediensystems von MINI verbunden ist, zum markentypischen Fahrspaß bei. Durch die nahtlose Integration ihres Smartphones können MINI Kunden auch im Fahrzeug vollständig mit ihrer digitalen Lebenswelt verbunden bleiben. Darüber hinaus entwickelt sich die MINI App zu einer Community-Plattform, die nicht nur die Beziehung zwischen Fahrer und Fahrzeug vertiefen, sondern auch MINI Fans miteinander verbinden soll.

MINI war immer die Antwort auf ganz besondere Herausforderungen für die individuelle Mobilität. Und die Bereitschaft, den Status quo zu überdenken, prägt die Marke bis heute“, sagt Bernd Körber, Leiter Marke MINI. „Neben der Elektromobilität wird auch die Erschließung neuer Zielgruppen und Absatzmärkte für die Zukunft von MINI von entscheidender Bedeutung sein.“

Bereits vom Jahr 2023 an präsentiert MINI eine neue Generation von rein elektrisch angetriebenen Modellen. Zwei von Beginn an für rein elektrische Mobilität entwickelte Modelle werden in China produziert. Als lokal produzierender Anbieter bieten sich für den Hersteller optimierte Möglichkeiten, stärker als bisher am dynamischen Wachstum auf dem chinesischen Automobilmarkt teilhaben zu können. Der Nachfolger des aktuellen MINI Countryman wird ebenfalls von 2023 an im BMW Group Werk Leipzig sowohl mit elektrifiziertem Antrieb als auch mit Verbrennungsmotoren gebaut. Alle weiteren MINI Modelle entstehen auch künftig im MINI Werk Oxford. Damit bleibt der traditionsreiche Standort das Herzstück der Produktion und Großbritannien die Heimat der Marke MINI.

Die MINI-Strategie für konsequente Nachhaltigkeit

Das Prinzip, mit weniger mehr zu erreichen, ist Teil der Tradition der Marke. Schon 1959 zeigte der Konstrukteur des Classic Mini, Alec Issigonis, wie effektiv und nachhaltig ein Auto sein kann, das eine Verkehrsfläche von nur wenig mehr als drei Metern Länge benötigt, dabei aber vier Erwachsene und Gepäck von A nach B transportieren kann. Das damals revolutionäre Konstruktionsprinzip mit dem vorn quer angeordneten Vierzylinder-Motor und den weit außen platzierten Rädern führte obendrein zu agilen Fahreigenschaften bei vergleichsweise geringem Kraftstoffverbrauch.

Als Marke der BMW Group bekennt sich auch MINI zu den strategischen Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens. Im Jahr 2020 entwickelte die BMW Group eine eigene Agenda, die das Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015, die globale Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, noch unterschreite. Daher sieht sich das Unternehmen gut darauf vorbereitet, auch die Vorgaben des EU-Programms „Fit for 55“, nach dem ab 2030 der CO2-Ausstoß von Neuwagenflotten um 55 Prozent zu verringern ist, zu erfüllen. Der Beitrag von MINI dazu besteht unter anderem aus einer konsequenten Elektrifizierung des Modellprogramms. Schon zu Beginn der 2030er-Jahre will MINI eine vollelektrische Marke sein.

MINI strebt eine konsequente CO2-Reduzierung über die gesamte Wertschöpfungskette an, einschließlich Produktion und vorgelagerter Lieferkette. Hier plant die BMW Group bis 2030 eine Reduzierung der CO2-Emissionen je Fahrzeug um mindestens 40 Prozent gegenüber 2019. Langfristig hat sich die BMW Group das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 ein klimaneutrales Geschäftsmodell über die gesamte Wertschöpfungskette zu etablieren. Verbindliche Umweltstandards sollen dafür sorgen, dass innerhalb der Lieferkette die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 20 Prozent sinken.

Allein die Tatsache, dass die Lieferanten bei der Produktion von Batteriezellen für Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antrieb ausschließlich Grünstrom verwenden, bedeutet, dass in den kommenden zehn Jahren rund zehn Millionen Tonnen weniger CO2 ausgestoßen werden. MINI setzt bei der Konstruktion der Hochvoltbatterien auf vergleichsweise kleine Energiespeicher, die eine auf die urbane Mobilität angepasste Reichweite sicherstellen und gleichzeitig nicht durch ein übermäßig hohes Gewicht den Stromverbrauch und die Agilität der Fahrzeuge beeinträchtigen sollen. Eine transparente und von der BMW Group kontrollierte Beschaffung sorge dafür, dass beim Abbau der für die Hochvoltbatterien benötigten Rohstoffe Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. Die für elektrisch angetriebene Modelle von MINI entwickelten Hochvoltbatterien zeichnen sich zudem durch eine lange Lebensdauer aus. Nach ihrer Verwendung im Automobil können sie für einen ebenfalls sehr langen Zeitraum als Stationärspeicher für Gebäude eingesetzt werden. Erst danach ist eine Wiederverwertung erforderlich, wobei bereits heute mehr als 90 Prozent der in ihnen enthaltenen Rohstoffe recycelt werden können.

Ebenfalls bis zum Jahr 2030 ist eine Reduzierung der CO2-Emissionen in der Produktion um 80 Prozent je Fahrzeug vorgesehen. Damit sollen die bereits heute erreichten Nachhaltigkeitsstandards in den BMW Group Werken nochmals forciert werden. Bereits jetzt werde jeder MINI bilanziell CO2-neutral gefertigt. Dazu trägt auch der 100-prozentige Einsatz von Ökostrom im MINI-Werk Oxford bei. Ein Teil davon wird vor Ort gewonnen: Auf dem Dach der Produktionsstätte wurde eine der größten Photovoltaikanlagen Großbritanniens installiert. Rund 11.500 Solarzellen mit einer Leistung von rund drei Megawatt erzeugen Strom aus Sonnenenergie und sparen damit etwa 1500 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Außerdem sind in Oxford 18 LNG-betriebene Lastwagen im Einsatz. Sie werden mit Bio-Flüssigerdgas betrieben und tragen so zur weiteren CO2-Minderung im Produktionsablauf bei. Auf dem Gelände des BMW Group Werks Leipzig, in dem von 2023 an der Nachfolger des aktuellen MINI Countryman produziert wird, erzeugen vier Windkraftanlagen Ökostrom für die Fahrzeugfertigung.

Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß je Fahrzeug und gefahrenem Kilometer gegenüber dem Jahr 2019 mindestens halbiert werden. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Elektrifizierung des Antriebs. MINI übernahm bereits frühzeitig eine Pionierfunktion bei der Entwicklung der lokal emissionsfreien Mobilität. Die im Jahr 2009 gestarteten Feldversuche mit einer Testflotte von 600 MINI E erbrachten wichtige Erkenntnisse über den Einsatz eines rein elektrischen Antriebs unter praxisnahen Bedingungen im urbanen Alltagsverkehr.

Mit dem Plug-in-Hybrid-Modell MINI Cooper SE Countryman ALL4 und dem rein elektrisch angetriebenen MINI Cooper SE hat die Marke aktuell zwei Modelle im Angebot, die lokal emissionsfreien Fahrspaß ermöglichen. Wird die Hochvoltbatterie des MINI Cooper SE mit Energie aus dem herkömmlichen EU-Strommix geladen, reduziert sich sein CO2-Fußabdruck im Vergleich zu einem vergleichbaren MINI 3-Türer mit Ottomotor um rund 36 Prozent. Wird ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen genutzt, beträgt die Reduzierung sogar bis zu 70 Prozent.

Jeder sechste MINI ist elektrifiziert

MINI Cooper SE Countryman ALL4 und MINI Cooper SE machen aktuell etwa 15 Prozent des weltweiten Gesamtabsatzes von MINI aus. Dieser Anteil soll sich bis zum Jahr 2027 auf 50 Prozent steigern. Zu Beginn der 2030er-Jahre will MINI ausschließlich rein elektrisch angetriebene Modelle im Programm haben.

Die Entwicklungsingenieure bei MINI finden ständig neue Wege, bei der Materialauswahl eine möglichst umfassende Schonung natürlicher Ressourcen zu berücksichtigen. Zu diesem Zweck wird beispielsweise der Anteil an Sekundärrohstoffen je Fahrzeug schrittweise deutlich erhöht. Im Vergleich zu Primärmaterial lassen sich dadurch die CO2-Emissionen in der Fertigung noch einmal erheblich senken. Unter anderem wird zukünftig in wachsendem Maße Sekundäraluminium genutzt.

Außerdem werden Recycling-Materialien unter anderem im Dachhimmel sowie für Polsterstoffe, Sitze, Fußmatten und Fußbodenverkleidungen verwendet. Anstelle von Leder kommen zukünftig Naturfaserstoffe sowie aus recycelten PET-Flaschen gewonnene Kunststoffe zum Einsatz. Recycelte Fischernetze bilden den Rohstoff für Fußmatten. In der Studie MINI Vision Urbanaut wird das Potenzial nachwachsender Rohstoffe besonders umfassend genutzt. Sein gesamter Innenraum ist frei von Leder und Chrom. Stattdessen werden Naturmaterialien wie Kork am Lenkrad und auf Teilen des Bodens und auswechselbare Bezüge aus gestricktem Textil verwendet. Dadurch entsteht auf natürliche Art ein angenehmes Raumklima.

Unterstützung für Initiativen zugunsten von Nachhaltigkeit

Über die Herstellung von Automobilen hinaus verfolgt MINI laut eigener Aussage eine Vielzahl von Aktivitäten, die darauf abzielen, die Lebensqualität und die Nachhaltigkeit im städtischen Umfeld zu steigern. Dazu gehört zum Beispiel die Kooperation von MINI mit der Non-Profit-Organisation Earthwatch Europe in Großbritannien. So, wie im MINI kleiner Raum effizient genutzt wird, so unterstützt MINI das Projekt „Tiny Forest“ der Umweltschützer. MINI hat neben dem Karosseriepresswerk im britischen Swindon auf sehr engem Raum rund 600 Bäume pflanzen lassen, die sich auf völlig natürliche Weise entwickeln dürfen. So werde nicht nur zusätzliches CO2 gebunden, sondern auch Lebensraum für mehr als 500 Tier- und Pflanzenarten geschaffen. Ein weiterer „Tiny Forest“ soll im Jahr 2022 neben dem MINI-Werk Oxford entstehen.

Auf der Plattform MINI VOICES werden darüber hinaus lokale Initiativen vorgestellt, die das Potenzial haben, die Welt zu verändern. Ein Beispiel dafür liefert die von MINI Frankreich vorgestellte Architektin Clarisse Merlet. Sie hat eine Methode entwickelt, um aus nicht mehr verwertbarer Kleidung umweltbewusste Baustoffe zu gewinnen. Ihr in Paris ansässiges Start-up namens FabBRICK produziert Ziegelsteine aus recycelten Textilabfällen. Das ebenfalls auf MINI VOICES präsentierte Schweizer Start-up Umami produziert Mikrogrüns, die in einer sogenannten Aquaponik-Anlage angebaut werden. Die nährstoffreichen Pflanzen bilden gemeinsam mit Fischen und Süßwassergarnelen einen geschlossenen Kreislauf. Dabei wachsen sie ohne künstliche Zusätze heran. Die Mikrogrüns des Startups werden an renommierte Restaurants in Zürich geliefert.

Vielfalt – innerhalb und außerhalb der MINI Organisation

Als internationales Unternehmen werden gesellschaftliche und soziale Verantwortung bei MINI großgeschrieben, so BMW in seiner Mitteilung. Dazu gehöre auch ein klares Bekenntnis zu Diversität im Unternehmen. „We are all different, but pretty good together“ – nach diesem Motto arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus aller Welt bei MINI zusammen. MINI sehe Vielfalt als Stärke. Das Unternehmen zeigt sich überzeugt davon, dass vielfältige Teams kreativer und innovativer sind und damit ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Wettbewerb um neue Märkte, Kunden und qualifizierte Nachwuchstalente.

Diese Haltung ist seit der Gründung 1959 fest in der DNA von MINI verankert. Der Konstrukteur des klassischen Mini, Alec Issigonis, wurde 1906 als Sohn einer aus Bayern stammenden Mutter und eines Briten griechischer Herkunft in der Türkei geboren.

Um das Bewusstsein für alle Dimensionen von Vielfalt im Unternehmen weiter zu stärken und die Unternehmenskultur positiv zu beeinflussen, hat MINI – aufbauend auf der Diversitätsstrategie der BMW Group – das MINI Diversity Programm gestaltet. Für MINI bedeutet das, eine Unternehmenskultur zu leben und zu fördern, in der allen Beschäftigten unabhängig von Herkunft, Identität, Alter, sexueller Orientierung, ob mit Behinderung oder ohne, gleichermaßen Wertschätzung und Respekt entgegengebracht werde. Es gehe darum, ein optimales Arbeitsumfeld in einer offenen, vorurteilsfreien und wertschätzenden Unternehmenskultur zu schaffen.

Durch Trainings, Vorträge und Dialogformate sensibilisiere das Unternehmen seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie seine Führungskräfte für Themen rund um Diversität. Im Berufsalltag bei MINI zeige sich der Fortschritt zur Gleichstellung bereits seit langem auf den Personaltableaus für Abteilungen, Verantwortlichkeiten und Führungspositionen aller Art. Schon heute arbeiten in der Gesamtbelegschaft von MINI mehr Frauen als Männer.

Für eine nachhaltige Frauenförderung in Führungsfunktionen hat sich das Unternehmen Ziele beim Frauenanteil gesetzt. Um diese zu erreichen, hat MINI bestehende Maßnahmen und Programme sorgfältig analysiert und zielgerichtet optimiert. Dazu gehören beispielsweise neue Formate zur gezielten Förderung weiblicher Nachwuchsführungskräfte sowie die Möglichkeit, Führungsfunktionen mit zwei Personen im Tandem zu besetzen (Joint Leadership). Zudem achtet MINI laut eigener Aussage auf einen hohen Frauenanteil in den Nachwuchsförderprogrammen und setzt sich für einen reibungslosen Wiedereinstieg ins Berufsleben nach der Elternzeit ein.

Safety Training für Menschen mit Behinderung

MINI setzt sich auch außerhalb der unternehmenseigenen Organisationstruktur für Offenheit und Vielfalt ein. So erweitert das Unternehmen 2021 beispielsweise die BMW und MINI Driving Experience um ein Safety Training für Menschen mit körperlichen Behinderungen. Mit dem neuen Programm will MINI Menschen mit Behinderung die Freude am Autofahren vermitteln.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Trainingsfahrzeuge so umgerüstet, dass sie zum Beispiel per Hand gesteuert werden können. Dabei können stets beide Hände am Lenkrad bleiben. Zum Gasgeben dient ein zusätzlicher Ring am Lenkrad. Direkt daneben ist ein spezieller Bremshebel angeordnet. Dank dieser Umbauten ist es mit etwas Übung möglich, sogar Fahrzeuge wie den 170 kW / 231 PS starken MINI John Cooper Works souverän und sportlich über das Trainingsgelände zu steuern.

Digitalisierung und Innovationen

Globale Herausforderungen wie Klimawandel und Urbanisierung sieht MINI als Anlass, Innovationen voranzutreiben, die nicht nur das Kundenerlebnis verbessern, sondern vor allem auch positive Auswirkungen für Gesellschaft und Umwelt schaffen sollen. MINI widme sich dem Fortschritt nicht nur mit innovativer Fahrzeugtechnologie, sondern auch mit Aktivitäten auf dem Gebiet des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Im Mittelpunkt stehen dabei Fahrzeugkonzepte für die urbane Mobilität, Technologien für mehr Nachhaltigkeit, digitale Services und Initiativen, die das Leben in der Stadt um neue Impulse bereichern sollen.

Die konsequente Elektrifizierung des Modellprogramms spielt die zentrale Rolle bei der Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit. Das zweite zentrale Zukunftsfeld ist die Digitalisierung. Um urbane Mobilität immer weiter zu verändern und verbessern zu können, entwickelt MINI gemeinsam mit Experten von Critical TechWorks in Lissabon digitale Dienste und Produkte für alle Märkte.

Um das Mobilitätserlebnis an den Anforderungen moderner Zielgruppen auszurichten und dabei Trends für den Fahrspaß von morgen zu setzen, arbeitet MINI an mehreren Entwicklungen auf dem Gebiet der digitalen Services und Produkte. Urbane Mobilität soll so mehr und mehr zu einem integrierten Bestandteil des digitalen Lifestyles der Kunden werden. Daher trage auch die User Experience, die mit der Nutzung des Anzeige- und Bediensystems von MINI verbunden ist, zum markentypischen Fahrspaß bei. Durch die nahtlose Integration ihres Smartones können MINI Kunden auch im Fahrzeug vollständig mit ihrer digitalen Lebenswelt verbunden bleiben.

Die MINI App wird sowohl für iOS- wie auch Android-Betriebssysteme angeboten und kann kostenlos per Apple App Store beziehungsweise im Google Play Store vom Nutzer heruntergeladen werden. Sie bietet Informationen zum Fahrzeugzustand, optionale Remote-Funktionen wie das Ver- und Entriegeln der Türen sowie den direkten Kontakt zum MINI Service Partner. Zu den jüngsten Funktionen gehört die transparentere Routenplanung Trip Detail Enhancement. Klickt der Nutzer nach der Zielauswahl auf „Route anzeigen“, kann er die Verkehrslage auf der geplanten Strecke ebenso wie die Entfernung und die Fahrzeit direkt in der MINI App sehen. Die Funktion Fuel Prices ermöglicht es, nach Tankstellen zu suchen und die Kraftstoffpreise bequem zu vergleichen, ohne eine weitere App zu öffnen. Über den Explore MINI Tab bietet die MINI App zunächst in Deutschland, Österreich und Großbritannien regelmäßig relevante und interessante redaktionelle Inhalte rund um Produkte, Services und Werte der Marke MINI. Diese Inhalte können mit anderen Nutzern geteilt werden.

Maßstäbe will MINI auch auf dem Gebiet der Shared Mobility setzen. Über die MINI Sharing App – bequem erreichbar per Link aus der MINI App – lassen sich Familienmitglieder und Freunde einladen, sofern diese ebenfalls über die App verfügen. Möchten Bekannte das Fahrzeug für einen bestimmten Zeitraum nutzen, können sie über die App eine Anfrage an den Besitzer schicken. Diese wird in der Kalenderfunktion der neuen MINI Sharing App angezeigt und kann dort vom Besitzer bestätigt sowie verwaltet werden. Nach der Freigabe kann das Fahrzeug mit dem Smartphone entsperrt, gestartet und verriegelt werden.

Digitale Technologie für eine Community-Plattform

Darüber hinaus nutzt MINI die Möglichkeiten der Digitalisierung zur Stärkung der für die Marke typischen Community-Aktivitäten. Weltweit pflegen MINI Fans einen regen Austausch, der vielfach über Modelle, Fahrzeugsegmente und Ländergrenzen hinausreicht. Zugleich sind sie digitaler Technologie gegenüber aufgeschlossen und nutzen sie für eine lebhafte Kommunikation untereinander. MINI orientiere sich bei der Entwicklung digitaler Services eng an den Interessen dieser Zielgruppen. Die zukünftige Ausbaustufe der MINI App soll daher zu einer Community-Plattform heranwachsen. In diesem digitalen Ökosystem können die Nutzer Dienstleistungen von MINI in Anspruch nehmen und zugleich Kontakt miteinander aufnehmen. Damit wird die MINI App zu einer digitalen Plattform, die sowohl die Beziehung zwischen Fahrer und Fahrzeug vertiefen als auch die Community der MINI Fans stärken soll.

Auch im Bereich der Individualisierung entstehen durch die Digitalisierung neue Möglichkeiten. In der nächsten Modellgeneration von MINI werde die Instrumententafel im Innenraum Flächen aufweisen, die als digital bespielbare „Leinwände“ vom Kunden über das Bediensystem des Fahrzeugs nach eigenen Wünschen gestaltet werden können. Mithilfe einer Projektion lassen sich auf diesen Oberflächen unterschiedliche Farben und Muster erzeugen. So kann jeder Fahrer sein ganz persönliches Interieur kreieren – je nach individuellem Stil und auf Wunsch immer wieder neu.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Elektromobilität

Die Neuausrichtung des Modellprogramms, der Ausbau der Produktionskapazitäten und die Eroberung neuer Zielgruppen und Märkte stehen im Mittelpunkt der Strategie, mit der MINI als weltweit agierender Autohersteller die Voraussetzungen für profitables Wachstum schaffen will. Damit entwickelt sich MINI zu einer Marke, die in zunehmendem Maße zu einer nachhaltigen Rentabilität der gesamten BMW Group beiträgt. MINI konzentriert sich dabei konsequent auf die Fahrzeugsegmente, Antriebstechnologien und Dienstleistungen der Zukunft.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Elektromobilität, auf einem verstärkten Engagement im Crossover- und im Premium-Kompaktsegment sowie auf der Stärkung der Marktposition in China. Dabei setzt MINI auf die fest in der Tradition der Marke verwurzelte Fähigkeit, Bestehendes neu zu denken, den Satus quo in Frage zu stellen und Herausforderungen als Chance zu begreifen.

Mit Fahrspaß und kreativer Raumnutzung in vielfältiger Ausprägung konnte vor sechs Jahrzehnten schon der Classic Mini unterschiedliche Zielgruppen überzeugen. Vom Mini Van mit erweiterten Transportkapazitäten bis zu den exklusiven Varianten Wolseley Hornet und Riley Elf reichte das Spektrum. Außerdem war nur rund ein Jahr nach dem Debüt des Kleinwagens bereits der Mini Cooper zur Stelle – die Basis für gesteigerten Fahrspaß auf der Straße und spätere Erfolge im Rennsport.

Auch nach dem Relaunch der Marke unter der Regie von BMW und dem Verkaufsstart für den modernen MINI vor 20 Jahren wurden die typischen Merkmale des neuen Premium-Kleinwagens schon bald auf weitere Modellvarianten übertragen. Das aktuelle Produktprogramm im Kleinwagen-Segment umfasst die Modelle MINI 3-Türer, MINI 5-Türer und MINI Cabrio.

Darüber hinaus gelang MINI der erfolgreiche Vorstoß ins Premium-Kompaktsegment. Dort sorgen der ebenso praktische wie extravagante Sechstürer MINI Clubman und der MINI Countryman als robuster Allrounder im populären Crossover-Stil dafür, dass das markentypische Gokart Feeling auch jenseits der urbanen Mobilität erlebbar ist. Darüber hinaus soll dem Bewusstsein der MINI Community für individuellen Stil sowohl aktuell als auch in Zukunft mit attraktiven Editionen und exklusiven Kleinserien Rechnung getragen werden.

Konsequente Elektrifizierung, MINI typischer Fahrspaß

Parallel dazu bereichert das charakteristische MINI Feeling inzwischen auch die Welt der Elektromobilität. Den Weg dazu ebnete ein Plug-in-Hybrid-Modell auf der Basis des MINI Countryman. Allein mit dem MINI Cooper SE Countryman ALL4 entfiel bereits im Jahr 2019 ein Anteil von fünf Prozent des Gesamtabsatzes der Marke auf Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antrieb. Nur wenige Monate später und nach der Einführung des vollelektrischen MINI Cooper SE verdoppelte sich diese Quote auf zehn Prozent aller Neuzulassungen der Marke. Im ersten Halbjahr 2021 stieg der Anteil der elektrifizierten Modelle am weltweiten Gesamtabsatz der britischen Premium-Marke bereits auf über 15 Prozent.

Im Jahr 2023 will MINI das erste Modell einer neuen Generation von rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen präsentieren. Das zukünftige Kern-Portfolio der rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge soll den MINI 3-Türer sowie jeweils ein Crossover-Modell im Kleinwagen- und im Premium-Kompaktsegment umfassen. Der Hersteller geht davon aus, dass rein elektrische Automobile bis zum Jahr 2027 etwa 50 Prozent des weltweiten Gesamtabsatzes von MINI ausmachen werden. Schon im Jahr 2025 kommt das letzte neue MINI Modell mit reinem Verbrennungsmotor-Antrieb auf den Markt. Zu Beginn der 2030er-Jahre will MINI dann eine vollelektrische Marke sein.

Auch für die Marke John Cooper Works bietet die konsequente Elektrifizierung neue Perspektiven. MINI beschäftigt sich intensiv mit Konzepten für John Cooper Works Modelle mit elektrifiziertem Antrieb. Ziel ist es, den Performance-Charakter der von Rennsport-Leidenschaft inspirierten Marke auf die Elektromobilität zu übertragen. Auf diese Weise sollen Nachhaltigkeit und extreme Sportlichkeit in einzigartiger Form miteinander kombiniert werden.

Neue Produktionsstandorte, verstärktes Engagement in China

Der weltweit größte und auch weiterhin dynamisch wachsende Automobilmarkt in China werde zukünftig für MINI deutlich an Bedeutung gewinnen. Aktuell werden rund zehn Prozent aller produzierten Neufahrzeuge der Marke an Kunden in China ausgeliefert. Um an der positiven Entwicklung des Marktes in China teilhaben und dort eine deutlich höhere Anzahl an Fahrzeugen absetzen zu können, werde sich MINI schon bald vom Status einer Import-Marke zu einem lokal produzierenden Automobilanbieter wandeln.

Von 2023 an sollen in China die neuen, für reine E-Mobilität entwickelten Modelle des Kleinwagensegments produziert werden. Die Fertigung soll in einem neu errichteten Automobilwerk im Osten Chinas erfolgen. Mit den dort produzierten Fahrzeugen will MINI sowohl in China als auch auf den übrigen globalen Märkten die steigende Nachfrage nach lokal emissionsfreiem Fahrspaß abdecken. Die Kooperation mit dem chinesischen Partner orientiere sich an einem klaren Prinzip: Die Produktion soll dem Markt folgen. Mit lokal gefertigten Fahrzeugen könne MINI den wachsenden chinesischen Automobilmarkt bedienen und gleichzeitig die Produktion an anderen Standorten stabil halten.

Ebenfalls im Jahr 2023 beginnt die Produktion der Nachfolgegeneration des aktuellen MINI Countryman. Die Neuauflage des Crossover-Modells für das Premium-Kompaktsegment entsteht im BMW Group Werk Leipzig. Der künftige MINI Countryman wird damit zum ersten in Großserie gefertigten MINI Made in Germany. Alle weiteren MINI Modelle werden im Werk Oxford produziert. Der traditionsreiche Fertigungsstandort bleibe damit das Herzstück der Produktion ebenso wie Großbritannien auch in Zukunft die Heimat der Marke MINI sein soll.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 03.11.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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sieht langsam so aus als ob BMW in Zukunft die gesamte Fahrzeugproduktion komplett nach China auslagern will erst den IX3 jetzt Mini und irgendwann wohl auch den Rest aufbau einer neuen abhängigkeit hautsache der Rubel rollt. da kommen schwere Zeiten für die Deutschen BMW Mitarbeiter

Global tätige Unternehmen produzieren global.
Dass deutsche Autohersteller in China Modelle bauen ist ein alter Hut.
Wenn dort Kapazität im Werk vorhanden ist, wieso nicht?
Die europäischen BMW Werke sind gut ausgelastet.

Die europäischen BMW-Werke sind gut ausgelastet.

–> Noch …

Glaubst du nach dem Halbleitermangel werden die Leute weniger Autos kaufen?
Ich gehe vom Gegenteil aus.

Wenn die Lieferketten es wieder hergeben, wird die Produktion der klassischen Hersteller auch wieder ordentlich anziehen. Die europäischen Werke sind mit den aktuellen und kommenden Modellen (vor allem wegen den zusätzlichen BEVs) mehr als ausgelastet, daran wird sich dieses Jahrzehnt nicht mehr viel ändern.

In Ungarn geht vorraussichtlich 2025 das nächste europäische Werk von BMW an den Start.

Last edited 27 Tage zuvor by Mike

Aus China sollen also die Elektroversionen kommen, aus England die Verbrenner

Das Deutschland und Europa den Anschluss verpasst haben, hat glaube ich schon Jeder mitbekommen, aber das es schon so weit fortgeschritten ist, überrascht mich jetzt schon.

Die deutschen BMW Werke sind voll ausgelastet, wo sollte dieser Mini denn bitte in Deutschland gebaut werden?

BMW könnten den Elektro mini wie im Artikel beschrieben in England bauen, oder bei Magna in Österreich bauen lassen, oder statt der Verbrenner oder plug in hybriden in Deutschland.

Dass BMW aber den Elektro mini stattdessen in China produzieren lässt, und in England den Hybriden oder Verbrenner, und Österreich und Deutschland nicht mal diskutiert wurden, spricht Bände.

Anscheinend gibts in Europa weder die konkurrenzfähige Infrastruktur, noch das know how der Zulieferer.

BMW könnten den Elektro mini wie im Artikel beschrieben in England bauen,

Ist denn genug Kapazität vorhanden, um dort neben dem Verbrenner noch die Elektrovariante zu bauen?

oder bei Magna in Österreich bauen lassen

Wieso auslagern, wenn man im Werk in China Kapazität frei hat?

oder statt der Verbrenner oder plug in hybriden in Deutschland.

Wo baut man die dann?

Anscheinend gibts in Europa weder die konkurrenzfähige Infrastruktur, noch das know how der Zulieferer.

Wovon redest du?
BMW baut die Elektromotoren in Deutschland. Die werden für die iX3 übrigens aktuell noch nach China verschifft, ich gehe davon aus, dass diese für die Modelle aus chinesischer Produktion zukünftig auch dort hergestellt werden.
i3, i4 und iX werden in Deutschland produziert. Die kommenden Fahrzeuge i5 und i7 werden ebenfalls hier produziert.

Last edited 27 Tage zuvor by Mike

Mini ein Kleinwagen? Das war mal als Mini noch Mini war. BMW will logischerweise noch möglichst lange Panzernieren mit Auspuff bauen-und dann alles verkaufen. Bye bye BMW!

Möglicherweise hat man über all diesem Autowahn noch gar nicht bemerkt, was in Asien los ist. Eine der besten Ideen ist, das Kapital, das Know-How, nach CN zu verschieben. Dort braucht man vlt. demnächst richtige Panzer. Mr. Xi möchte gerade eine „seiner“ Insel zurück und die USA, Japan und einige andere Staaten sind davon nicht gerade begeistert….. Hirn aus zum Gebet. Taiwans Chips kann man auch für die neuen Hyperschall-Raketen brauchen. Irgendwer aus dieser Welt hat vlt. noch Nachholbedarf an Elektronik. Vlt. die Amis, vlt. die Russen?

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