WeShare flottet 800 VW ID.3 in Hamburg ein

Copyright Abbildung(en): WeShare

Im Herbst 2020 war für die Berliner WeShare-Flotte noch die Rede davon, dass man perspektivisch die dortige Flotte gegen VW ID.3 austauscht. In Hamburg fackelt man zum Start des Dienstes am 25. Februar 2021 gar nicht lange und stellt direkt 800 VW ID.3 in den Dienst des vollelektrischen Free Floating Carsharing. Begonnen wird zunächst mit 400 Fahrzeugen, bis April sollen diese dann auf die erwähnten 800 aufgestockt werden.

Hamburger Neukunden können sich ab sofort bei WeShare vorab registrieren und erhalten als Begrüßungsangebot im ersten Monat das Premiumpaket WeShare+ kostenfrei sowie bei einer Registrierung bis zum 25. Februar zusätzlich 15 Euro Startguthaben. Wie das Unternehmen zu verstehen gibt kommen die Kunden mit WeShare+ in den Genuss von deutlich reduzierten Minuten- und Tagespreisen. Für Hamburg selbst konzentriert sich der Anbieter auf eine Fläche von rund 100 Quadratkilometer, welche man künftig bedienen wird. Diese erstreckt sich von Osdorf im Westen bis Billstedt im Osten und von Fuhlsbüttel im Norden bis zur Elbe im Süden. Damit erreicht WeShare zum Start annähernd die Hälfte der Hamburger Bevölkerung direkt mit seinem Angebot.

Durch die Corona-Pandemie können wir leider erst mit rund einem Jahr Verspätung in Hamburg an den Start gehen. Umso mehr freuen wir uns, dass es nun endlich los geht. Hamburg war nicht nur die deutsche Pioniermetropole für Free Floating Carsharing. Viele neue innovative Mobilitätskonzepte wurden aufgrund des innovationsfreundlichen politischen und gesellschaftlichen Umfelds zuerst hier auf die Straße gebracht und prägen seitdem erfolgreich die Hamburger Mobilitätslandschaft.“ – Philipp Reth, CEO von WeShare

Künftig wolle der Free Floating Carsharing-Anbieter eine wichtige Rolle im Angebotsmix Hamburgs einnehmen und die Stadt in ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen unterstützen. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende der Freien und Hansestadt Hamburg, begrüßt WeShare in der Stadt: „Ich freue mich, dass mit WeShare der erste vollelektrische Carsharing Anbieter in Hamburg an den Start gehen wird. Damit setzt sich die Antriebswende auch bei Carsharing mit Wucht fort. Für uns als Stadt ist es wichtig, dies als Beitrag für die Mobilitätswende nutzbar zu machen. Deswegen freue ich mich sehr über die ebenfalls geplante Einbindung von WeShare in die HVV Switch.“ 

Auch vonseiten VW lässt man die massive Einflottung der 800 ID.3 nicht unkommentiert. Durchaus nachvollziehbar, zahlen diese bereits im Frühjahr 2021 auf die CO2-Bilanz des Unternehmens massiv ein. „Nach der Hauptstadt elektrisieren wir nun auch die Hansestadt und bringen unser Erfolgsmodell ID.3 in großer Zahl an die Elbe. So lässt sich in Hamburg spontan und unkompliziert der Spaß an der Elektromobilität erleben, ohne gleich ein Auto zu besitzen“, so Ralf Brandstätter, Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen Pkw. WeShare setzt in Hamburg übrigens nur auf den VW ID.3 im; in Berlin sind auch noch andere Stromer  im Einsatz.

Um die Fahrzeuge laden zu können, ist WeShare in Hamburg Ladepartnerschaften mit der Volkswagentochter MOIA und der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) eingegangen. Dabei nutzt WeShare zum einen die Ladeinfrastruktur an zunächst einem MOIA-Betriebshof. Perspektivisch ist geplant, dass WeShare weitere Betriebshöfe und dezentrale Ladehubs von MOIA nutzen kann. WeShare kann hier auf gewöhnliche Ladepunkte mit Wechselstrom (AC) und Schnellladesäulen (DC) zurückgreifen. Auch an zunächst fünf Lidl-Märkten der Schwarz-Gruppe stehen AC- und DC-Ladepunkte für WeShare zur Verfügung.

Quelle: WeShare – Pressemitteilung vom 19. Februar 2021

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Na hoffentlich können dann noch Besitzer von privaten e-Fahrzeugen an den ja meist mit Steuergeldern subventionierten öffentlichen und an Einkaufszentren platzieren Ladesäulen laden.
Bei uns in der Region blockieren „Sharingfahrzeuge“ oft Ladesäulen sehr lange.
Im Beispiel Hamburg würde eine Blockiergebühr – wie sinnvollerweise von EnBw eingeführt – ja leider so nicht funktionieren.

Heisst es einflotten oder einmotten? Wieviel hat VW wohl bezahlt für diesen Werbegag? Hauptsache die C02 Bilanz rückt ins Reine.

Es wäre gut gewesen hätte man erwähnt, dass Weshare ein Tochterunternehmen von VW ist. VW verkauft die Autos an sich selber.

Manchmal frage ich mich ob hier manche wirklich so naiv sind und glauben beim Autoverkauf geht es nur um die Technik.
Wer sich etwas mit den Verkaufsmodell von VW auseinander setzt für den sind die Zahlen jetzt auch nicht so verwirrend.(wobei manche Verkaufsmodelle an sich schon verwirrend sind)

Weil gejammert wird VW (bzw. die VW Belegschaft ist) sein bester Kunde:
VW hat eine massive Verkaufsstruktur dazu zählt Finanzierung, Leasing, Versicherung, ein dichtes Händlernetz, etc.
Alleine damit hier ein Rollout mit unterschiedlichen Varianten erfolgt, werden tausende benötigt.
VW hat viele Mitarbeiter natürlich ist der Kauf von einem E-Auto mit Firmenbonus lukrativer als für manchen Normalbürger und falls VW wirklich E-Autos verkaufen will sollte zumindest in jeder Niederlassung ein Verkäufer sein der privat ein E-Auto fährt. Die Größe des Konzerns erzeugt hier gewaltige Zahlen, zusätzlich wird wahrschlich bei den Auslieferungen zum Jahresende CO2 optimiert. Sprich es werden mehr oder weniger E Autos ausgeliefert bzw. verspäten sich auf Jänner.(selbiges kann man auch mit den Verbrennern machen) Damit verhindert man eine Übererfüllung von Zielen.

Für uns in Österreich sind E-Autos für Firmenwägen deutlich vorteilhafter als für private.
Es gibt haufenweise Firmen mit reine VW-Flotten(Skoda/SEAT für normale MAs, VW für die Führungskräfte, Audi Porsche für die Bigbosses). Wenn in solchen Firmen ein E Auto kommt wird es auch von VW sein.

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