Webasto und Green-G bringen vollelektrischen Kleinlaster ecarry auf die Straße

Elektrofahrzeug-Webasto_ecarry_Green-G

Copyright Abbildung(en): Webasto

Der Fahrzeughersteller Green-G will mit dem emissionsfreien ecarry für eine geringere Schadstoffbelastung in städtischen Gebieten sorgen. Das Zulieferunternehmen Webasto unterstützt die Italiener mit seiner Batterie- und Klimatisierungstechnologie. Green-G, ein junges Tochterunternehmen der italienischen Goriziane Holding, fokussiert sich in Zeiten von Klimawandel und Nachhaltigkeit auf die Entwicklung von elektrischen Fahrzeugen und Systemen. Mit dem vollelektrischen Kleinlaster ecarry feiert Green-G nun Premiere im Markt der Kommunalfahrzeuge.

Der ecarry wurde einer aktuellen Mitteilung zufolge speziell für Dienstleistungsunternehmen entwickelt, die im urbanen Umfeld tätig sind. Geeignete Einsatzgebiete seien z.B. Entsorgungsdienstleistungen, Gartenbau, städtische Logistik und Lieferungen im Bereich der letzten Meile. Das Fahrzeug hat ungefähr die Dimensionen eines konventionellen Kleintransporters und lasse sich daher leicht manövrieren. Es verfügt über eine N1-Straßenzulassung, wiegt maximal 3,5 Tonnen und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde – völlig ausreichend fürs städtische Umfeld. Die Standard-Version des ecarry ist mit einer Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Batterie von Webasto mit 35 Kilowattstunden ausgestattet. Die Premium-Variante wird von zwei Batterien mit einer Gesamtleistung von 70 Kilowattstunden angetrieben. Je nachdem, ob ein oder zwei Batterien verbaut sind, kann das Kommunalfahrzeug bis zu 250 Kilometer zurücklegen, ohne geladen zu werden.

Webasto_Battery-Pack__c_Webasto-Group
Webasto

Auch bei der Innenklimatisierung des Kleinlasters setzt Green-G auf Technik von Webasto. Um das Innere des Fahrzeugs zu heizen, kommt ein elektrischer Hochvoltheizer zum Einsatz. Er wandelt Gleichstrom nahezu verlustfrei in Wärme um. Ein im Fahrzeug integriertes Klimasystem sorgt für die nötige Kühlung im Innenraum des ecarry. Da alle Thermomanagement-Funktionen (Heizen und Kühlen) in der Regel viel Energie verbrauchen, haben die Ingenieure von Webasto für den ecarry eine spezielle Regelstrategie entwickelt, die angepasst an die äußeren Wetterbedingungen Energie spart. Um die Klimatisierung im ecarry abzurunden, kommt eine Kontrolleinheit zum Einsatz. Sie regelt alle HVAC-Geräte (Lüfter, Gebläse, Kühlmittelpumpe und Hochvolt-Geräte) entsprechend der gerade benötigten Betriebsart.

Mit dem ecarry wollen die beiden Unternehmen dazu beitragen, die Schadstoffbelastung und den Lärm in den Einsatzgebieten von Kommunalfahrzeugen zu reduzieren. Der ecarry soll dabei nur der Anfang sein. Weitere elektrische Fahrzeuge sollen folgen. „Wir wollen die Welt mit innovativen technologischen Lösungen bereichern, die im Einklang mit der ökologischen Nachhaltigkeit stehen. Mit Webasto haben wir einen Partner für die Batterien und das Thermomanagement an unserer Seite, der uns mit hoher Qualität der Produkte und Serviceleistungen überzeugt“, erklärt Alessandro Della Torre, Projektleiter bei Green-G. Webasto möchte das italienische Unternehmen weiterhin auf seinem Weg unterstützen.

Wir freuen uns, Green-G mit unseren Produkten und den zugehörigen Service-Paketen auf ihrem Weg begleiten zu können. Die Erkenntnisse, die wir durch die Integration unserer Produkte in den ecarry gewinnen, lassen wir zudem unmittelbar als Marktanforderungen in die Produktentwicklungen einfließen. Die Zusammenarbeit gibt uns die Möglichkeit, im in der E-Mobilität sehr wichtigen Markt des innerstädtischen Verteil- und Kommunalverkehrs weiter zu wachsen“, freut sich Manuel Kagelmann, Leiter Produktmanagement Batterien im Bereich Customized Solutions bei Webasto.

Quelle: Webasto – Pressemitteilung vom 06.07.2021

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Webasto und Green-G bringen vollelektrischen Kleinlaster ecarry auf die Straße“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
6 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Gut, Kleinlaster scheint es genug zu geben. Hier sieht man wenigstens eine Version mit ausreichend Akkukapazität.

das passt schon ganz gut mit ner 35 kW Batterie…
bei normaler Zuladung bis 500kg könnte das für die Kommunen passen…
da bleibt wohl ne realistische Reichweite von 100-150 km im Sommer…

wenn man dann mal weiter denkt dass die städtischen Mitarbeiter irgendwann ihre Laubgebläse und Rasentrimmer oder sonstige Werkzeug aufladen wollen reichen die 35kW nicht mehr…

warum denken die ganzen Entwickler nicht so weit?
ich kenne bisher nur eine Firma die 5-10 Jahre vorrausschauend entwickelt hat…
Schade eigentlich…

dennoch ein guter Ansatz und mit den nächsten Generationen Batterien wird sich da einiges tun und es wird auch mehr möglich sein.

es bleibt spannend

Last edited 11 Tage zuvor by neumes

Die Werkzeuge kann man über Nacht laden. Von Stihl gibt es ein Akku Pack welcher 8h Arbeitszeit hat. Wird als Rucksack getragen wie die professionellen Geräte mit Benzinmotor. Die 70 kwh sind mehr als ausreichend. Viel wichtiger ist, dass das Fahrgestell multifunktional wird. Eine Kommune braucht ein Fahrzeug was mehr als nur eine Aufgabe ausführen kann.

Hmmm…Hochvoltheizung…warum keine Wärmepumpe mit wesentlich besserer Effizienz?
Und schade, dass keine Kobaltfreie Batterie verwendet wird.

Aber ansonsten kann man nur hoffen, dass das Projekt Erfolg hat und zuvorderst die Kommunen umsteigen.
Da wär vielleicht auch ein Einsatz als Geräteträger schick gewesen: Salzstreuer und Schneeräumer (der morgens leise durch die verschneiten Strassen huscht), Besen…aber vielleicht kommt das ja noch.
Und wie schon genannt Ladestromversorgung für E-Handgeräte, auch Rasenmäher u.ä.. – das ist eigentlich naheliegend, auch für Handwerker und Gartenbau/-pflege.

Wenn schon Klima an Bord ist, braucht es doch nur ein 4 Wege-Ventil und fertig ist die Heizung!

Ich bin Unternehmer und beschäftige mich schon lange damit ein passendes Fahrzeug, wie abgebildet, zu erwerben. Ich brauche kein High tech Fahrzeug, keine Klimaanlage und die Servolenkung habe ich in der Armmuskulatur.
100 km Reichweite, 1200 kg Nutzlast, 80 km Höchstgeschwindigkeit, möglichst wenig Airbags, günstiger Preis.
Welche Firma hat Interesse, mir so ein Arbeitsfahrzeug zu verkaufen? Ich bin krampfhaft am Suchen. Entweder kommen die Fahrzeuge erst in Jahren auf den Markt, oder man erklärt mir, dass meine Vorstellungen durchaus berechtigt sind und Sinn machen. Aber produziert wird, wenn überhaupt, genau das Gegenteil.
So muss eine Batterie langsam geladen werden, damit sie lange hält und nicht während dem Ladevorgang gekühlt werden muss, was wiederum nicht ökologisch ist. Dasselbe gilt übrigens auch beim Mobiltelefon.
Alle reden von Umweltschutz, Ökologie, erneuerbarer Energie und bemühen sich, genau das Gegenteil zu tun.

Wo finde ich einen Anbieter, der mir so ein Fahrzeug in den nächsten Monaten verkaufen könnte?

Diese News könnten dich auch interessieren:

Werk Wörth von Mercedes-Benz wird Zentrum für emissionsfreie LKW
Fiat-500-Wettbewerb: Strom sparen lohnt sich
Neuer Plug-in-Hybrid der Mercedes S-Klasse ab sofort bestellbar
6
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).