Wasserstoff-Transporter auf Basis des Renault Master

Copyright Abbildung(en): Renault

Der französische Autobauer Renault und das Unternehmen Plug Power Inc., nach eigenen Angaben einer der Weltmarktführer für schlüsselfertige Wasserstoff-Lösungen, haben das Joint Venture „Hyvia“ gegründet. Das geht aus einer Mitteilung von Renault hervor. Damit soll der Weg zur kohlenstofffreien Mobilität mit einem vollständigen Ökosystem geebnet werden, heißt es.

Hyvia werde demnach alle Bereiche von der Produktion und Speicherung bis zur Verteilung von grünem Wasserstoff komplett abdecken. Ergänzend dazu will das Joint Venture bis Ende des Jahres drei leichte Nutzfahrzeugen mit Brennstoffzellen-Antrieb auf Basis des Renault Master anbieten. Hyvia soll an vier Standorten in Frankreich tätig sein und seine Produkte und Services in ganz Europa anbieten – unter anderem Elektrolyse-Lösungen, mobile Speicherstationen und bis Ende 2021 auch Wasserstoff-Tankstellen. Zum Hyvia-Ökosystem zählen außerdem Dienstleistungen zu Finanzierung und Wartung.

Die Nutzfahrzeuge mit Dual-Power-Architektur werden sowohl batterieelektrisch als auch mit wasserstoffbasierter Energie betrieben und produzieren im Betrieb keine CO2-Emissionen. Zusätzlich zur 33-kWh-Batterie verfügen laut Renault sie über eine 30-kW-Brennstoffzelle. Zu dem System gehören neben dem eigentlichen Zellenblock („Stack“) alle erforderlichen Subsysteme für die Luft- und Wasserstoffversorgung und -regelung, Befeuchtung und Kühlung. Hinzu kommen Tanks, die je nach Version zwischen 3,0 und 7,0 Kilogramm Wasserstoff enthalten. Die Kombination aus beiden Technologien ermöglicht Reichweiten von bis zu 500 Kilometern, davon 100 Kilometer im reinen Batteriebetrieb.

Die technische Basis bildet der Renault Master. Das Programm umfasst die Variante Kastenwagen für den gewerblichen Gütertransport mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern und einem Ladevolumen von zwölf Kubikmetern, die Version Plattformfahrgestell mit 19 Kubikmeter Ladekapazität und einer Reichweite von 250 Kilometern sowie einen Minibus für bis zu 15 Personen und einer Reichweite von rund 300 Kilometern.

Der Name Hyvia setzt sich aus „Hy“ für Wasserstoff sowie dem lateinischen Wort „Via“ für Straße zusammen. Das Joint Venture baut laut Renault auf der Expertise von Plug Power auf – mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Elektrolyse und einem Netzwerk von mehr als 100 Stationen, die täglich mehr als 40 Tonnen Wasserstoff ausliefern. „Um die Herausforderungen der Wasserstoff-Mobilität zu meistern, müssen wir Brennstoffzellen-Fahrzeuge für alle intensiven Nutzungen anbieten, aber auch das gesamte Ökosystem berücksichtigen„, sagt Präsident David Holderbach.

Quelle: Renault – Pressemitteilung vom 7. Juli 2021

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Dann bietet mal schön an. Mal sehen wie hoch die Nachfrage sein wird.

33kWh Akku PLUS Brennstoffzelle PLUS 7kg Carbontank PLUS 9,50€/kg H2 klingt nicht so günstig. Wartungskosten kommen auch noch drauf.

Inzwischen hat Amazon für Europa 1.800 Mercedes eVito bestellt. Da Amazon sicherlich Industriestrompreise bezahlen wird, fragt man sich, für welches Anwendungsszenario ein H2 Transporter wirtschaftlich darstellbar sein soll.

Wir reden hier alleine bei den Treibstoffkosten von 16,60€ pro 100km vs. 6,20€.

Farnsworth

Mal Foto Nr. 7 in der Pressemitteilung ansehen, da sind die H2-Tank im Dachhimmel verbaut, offenbar nehmen die Tanks für 7 kg Wasserstoff soviel Platz ein, dass der Ladeboden zu hoch geworden wäre.

Die hochgelobte Skalierbarkeit durch mehr H2-Tanks findet aus Platzgründen schnell ihre Grenzen, ausserdem wird der Schwerpunkt nach oben verlegt – Vorsicht bei Kurvenfahrt und Seitenwind mit leerem Laderaum.

Wie schon geschrieben – muss muss die Wasserstoffler einfach werkeln lassen – irgendwann kapieren sie es auch, dass der rein batterie-elektrische Antrieb „effizienter, robuster und günstiger“ (laut Scania) ist.

Man sollte ALLE Nachteile von Wasserstoff-Fahrzeugen in einer Bannbulle zusammenfassen, vom Vatikan absegnen lassen und 1 x hier veroöffentlichen. Das spart viel Wiederholungen und Online-Zeit. Inzwischen könnte man Akkus aus China holen. Mit dem D-Truck, weil dort Häfen dicht sind. …..

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