Warum der hybride Model-3-Umbau Obrist Mark II besser als das Original sein soll

Warum der hybride Model-3-Umbau Obrist Mark II besser als das Original sein soll

Copyright Abbildung(en): Symbolbild | TierneyMJ / Shutterstock.com

Mit dem in manchen Augen sicher provokanten wie auch ketzerischen Umbau eines rein elektrischen Tesla Model 3 zu einem Hochleistungs-Hybrid inklusive Benzinmotor sorgte Frank Obrist weltweit für Schlagzeilen. In einem Interview mit der Schweizer Wirtschaftzeitung WirtschaftRegional sprach Obrist über die Beweggründe hinter dem Umbau und warum er sein Antriebskonzept für vorteilhafter als die reine Elektromobilität hält.

Für Tesla-Chef Elon Musk war „es sicherlich eine Provokation, dass wir unseren Prototypen eines Hyper-Hybrid-Fahrzeugs auf der Basis eines Tesla Model 3 aufgebaut haben“, sagt Obrist. Er findet, dass er mit dem Umbau aufgezeigt habe, „dass das Modell günstiger, leichter und ohne die Nachteile, welche ein Elektroauto mit sich bringt, hergestellt werden kann“. Als Nachteile eines Elektroautos bezeichnet der Schweizer „die große und schwere Batterie sowie die geringe Reichweite“. Der Obrist Mark II genannte Umbau sei gut 300 Kilogramm leichter als das Tesla Model 3 im Originalzustand.

Ein wichtiger Beweggrund für den Umbau sei gewesen, „das Fahrzeug in den Anschaffungskosten günstiger zu machen“, so Obrist weiter. Für ihn sind die vergleichsweise hohen Preise eines E-Autos – welche der Umweltbonus in Deutschland in den meisten Fällen ausgleicht – ein weiterer Nachteil der reinen Elektromobilität. „Der Schlüssel zum Erfolg“ sei eine Verkleinerung der Batterie, da E-Autos dann leichter und günstiger werden und in der Produktion weniger Ressourcen verbrauchen. Seine Lösung, der Einbau einer zusätzlichen Kraftstoffquelle, biete mehrere Vorteile gegenüber dem Original: Neben dem geringeren Gewicht sei dies vor allem der Preis. Der Obrist Mark II könnte „ab einem Preis von etwa 18.000 Euro zu haben sein“, so der Schweizer Unternehmer. Das Model 3 kostet je nach Ausführung mehr als das zwei- bis dreifache.

Eine „entscheidende“ Entwicklung für die Zukunft der Autoindustrie?

Bei seinem Hyper-Hybrid handelt es sich um einen seriellen Antrieb, dessen Zwei–Zylinder-Motor als Generator genutzt wird und ausschließlich Strom für eine kleine Hochleistungsbatterie erzeugt. „Dieser Motor läuft immer im optimalen Drehzahlbereich, geräuschlos und ohne Vibrationen“, erklärt Obrist, und erfülle „heute schon die Emissionsvorgaben der EU für 2030 und darüber hinaus“. Der Benzinverbrauch soll im NEFZ-Zyklus nur 0,97 Liter betragen. Die kleinere Batterie komme auf eine Reichweite von 96 Kilometern im WLTP-Zyklus. Das ganze System sei „deutlich leichter, global einsetzbar und wesentlich günstiger als vergleichbare Fahrzeuge mit anderen Antriebsformen“ begründet er den Unterschied zu bereits erhältlichen, ähnlichen Antriebskonzepten, wie etwa dem Nissan e-Power Antrieb.

Obrist findet seine Entwicklung deshalb „entscheidend“ für die Zukunft der Autoindustrie, da sie eine E-Antriebstechnik auf dem Markt anbieten müsse, „die auch in Afrika, Südamerika, Russland, Teilen Asiens usw. funktioniert und dazu beiträgt, Emissionen zu reduzieren und gute Margen auf allen Wirtschaftsstufen zu verdienen.“ Nur so ließen sich „entlang der Wirtschaftskette Arbeitsplätze erhalten und neu schaffen“.

Quelle: WirtschaftRegional – „Ich habe Tesla-Boss Elon Musk nicht um Erlaubnis gefragt“

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Wer Teslas verfälscht oder entmannt sollte in der Abgaswolke seines Verbrenners eingesperrt werden.
Auch Hersteller haben ein Recht auf ihren Markenschutz und sollten vor Vollpfosten geschützt werden.

Wenn der Obrist nur mit einem Verbrenner ausgestattet wäre, wäre er vermutlich noch leichter und vielleicht noch günstiger.

Wahrscheinlich weder leichter noch günstiger, da er dann auch ein Schaltgetriebe braucht. Mit Sicherheit nicht so sparsam. Dann würde der Verbrennungsmotor nicht im optimalen Drehzahlbereich laufen können und hätte eben die Nachteile eines reinen Verbrenners. Richtig gute Idee, wenn die Verbrauchswerte so stimmen. Man kann sich dann ziemlich sicher sein, dass kein Kohle- oder Atomstrom zum Einsatz kommt. Netzausbau und Ausbau der Erneuerbaren bekommen Zeit und können den Ausstoß von CO2 und radioaktiven Abfällen schneller senken.

Dieses Fzg.hat keinen Direktantrieb, wer lesen kann ist klar im Vorteil

Meine Antwort bezog sich auf den Kommentar vorher, der vorschlug allein den Verbrennermotor drin zu lassen.

Dieser eine Schweizer scheint einfach nicht verstehen zu wollen, daß es Menschen gibt, die gar keine fossilen Erzeugnisse mehr verbrennen wollen.
Er hat wahrscheinlich:

  • entweder das Märchen der Verbrennerindustrie vom armen Kind im Kongo geglaubt, daß mit bloßen Händen giftiges Kobalt aus engen Erdlöchern fördern muß.
  • oder hat die künftige Kreislaufwirtschaft von Batterien und das darin liegende Umweltpotential damals noch nicht richtig eingeordnet
  • oder er ist halt einfach ein Petrolhead, mit zu vielen Shell oder Exon Mobile Aktien im Portfolio.

ich jedenfalls würde dieses Fahrzeug garantiert nie kaufen, auch wenn sogar Tesla draufsteht.
Da gönne ich mir lieber die ein oder andere Tasse Kaffee am Ladepark und erkläre interessieren Mitbürgern die wirklichen Vorteile eines echten Teslas.

Der Vorsatz alleine „keine fossilen Erzeugnisse mehr verbrennen zu wollen“ alleine ist sehr löblich, lässt sich aber kurzfristig (nicht vor 2050, wenn überhaupt nur in der westlichen Welt) ohne massive Einschränkungen der gewohnten Lebensqualität nicht umsetzen. Man muss Entscheidungen treffen, wo die Reduzierung am sinnvollsten ist und damit am schnellsten zur Reduzierung der Treibhausgase und Schadstoffe beiträgt. Das ist aktuell der Sektor der Stromerzeugung und nicht die Beschleunigung des Zuwachses an Stromverbrauchern.

Woher nimmst Du die Weisheit zu wissen, ob der Ausstieg aus fossiler Energieversorgung
zu einer Einschränkung unserer Lebensqualität führen wird – wenn die sogenannte 3 Welt diese „angebliche Evolutionsstufe“ einfach überspringen kann.
Vor 100 Jahren gab es keine Möglichkeit die Energie der Sonne zu nutzen – da gab es Wasserkraft oder Verbrennung von Holz und später Öl – heute ist das aber anders.
Die Sonne stellt ein vielfaches der auf Erden benötigten Energie zu Verfügung – lasst sie uns doch einfach einfangen!

Du hast das Wort kurzfristig übersehen. Ich bin auch der Meinung, dass wir aus der Verbrennung aussteigen können, aber eben kurzfristig überhaupt nicht und mittelfristig nur mit Einschränkungen unserer Gewohnheiten, siehe Schifffahrt, Luftverkehr, Heizung, Stromerzeugung, Industrie…. In den weniger entwickelten Ländern wird die meiste Energie durch Verbrennung in die jeweils benötigte Energieform umgewandelt. Wie lang ist jetzt eigentlich die Lieferzeit für eine Powerwall?

Ich habe letztens einen besucht, der hat sich auch so geäußert. Auf dem Dach war allerdings keine Solaranlage, im Haus ein stinkender Kaminofen, der auch mit Kohle beheizt wird und eine Ölheizung im Keller. Dazu sprach er von seinem nächsten Afrikaurlaub.

…wenn er ein Petrolhead ist, dann bist du ein engstirniger Realitäts-Verweigerer.
Es wird noch sehr lange Verbrennungskraftmaschinen geben.
Er und seine Firma sind auch nicht aus der Schweiz.
Mit welchen Technologien eine massive CO2-Reduktion gelingt und Ressourcen geschont werden ist in Bewegung. Es gibt nicht die eine Lösung. Es wird ein Mix sein.

Es wird noch sehr lange Verbrennungskraftmaschinen geben.

Jaja – ähnlich, wie es jetzt ja auch noch Pferdekutschen gibt

Manche scheinen einfach nicht verstehen zu wollen, dass es Menschen gibt, die die Umweltschäden der Batterieproduktion nicht ertragen wollen und schon gar nicht 30000 Euro für ein Auto ausgeben können. Ich würde jedenfalls dieses Fahrzeug garantiert sofort kaufen, auch wenn Tesla draufsteht. Ich gönne mir dann eine Tasse Kaffee, wenn ich abends einen gestrandeten reinen E-Fahrer treffe und abschleppen muss.

Oh God… ur one of them!
Educate urself first on the technology. They are not falsifying anything. They are using the body of a Tesla, to show their technology. They are not evening claiming its a Tesla. Ok perhaps they are using the name to get people’s attention (they got ur attention, oder?). You spent time to even comment so not only ur attention plus ur time 🙂

Peter just because u live in Germany doesn’t mean that the rest of the world is doing as great as good as in EU. The “world” doesn’t consist of just EU and The USA. Other countries will need such technologies. Don’t be a pessimistic!

Nicht einmal eine Krücken- sonder Krüppel-Technologie ;für einen Bastler jedoch wahrscheinlich durchaus denkbar und Versuchswert… Bin gespannt was EM dazu zu twittern würde..“Uh, no“ ? 😉
Nichts zu sehen, weiter gehen..

In the beginning, when Tesla came out I read the same negative comments like you are writing. Look at Tesla now… Why just wait and see what happens with OBRIST instead of being so negative. At least there are companies trying to make the rest of the world (not just EU or the USA) a bit CO2 friendlier. Plus if u even bothered to go on their website, soon they will use e-methanol and not Benzin.

Dont be such a pessimist! Gerne kannst du auf Deutsch antworten:)

Dear Stella,
-after „death-near experience“, „dialysis-hell“ & already kidney-transplanted I have 2 B & I’m a Mega-optimistic ♂️> so U R completely wrong 2 call me pessimistic 😉
– I’m a big fan of every ideas could make our future better, safer, healthier 2
-btw.EM isn’t compare 2 anybody else
– the simplest things R not the best, but the best R the simplest…
-less is more, more is bore; if U will 2 go ⏩, not look

so what… 😉

Best regards
Tom

Last edited 8 Monate zuvor by Tom62

Add. „If U will 2 go forward, don’t look backward“ ( emoji failed… )

Kann sich ja mit Sono zusammentun. Dann wirds noch billiger und besser.

Kann sich ja mit Sono zusammentun. Dann wirds noch billiger und besser.

Du kannst dich ja mit Trump zusammentun – dann wird deine Polemik sicher noch billiger – wenn auch kaum besser!

Nichts für Tesla. Aber das hier ist nur Quatsch. Zumal Gewicht beim Elektroauto kein signifikanter Nachteil ist und Akkupreise gerade in freiem Fall sind, die Effizienz dafür im Steigflug ist. Da hat jemand das Techniktrendbarometer falsch herum aufgehängt…

Vielleicht sollte Herr Obrist vorne eine Deichsel anbringen und 2 Pferde davor spannen, dann kann er beide Motoren, die Batterie und den Tank ausbauen und noch viel mehr Gewicht sparen.

Wenn er dann noch die Karosserie des Model 3 durch eine Kutsche ersetzt, dann ist er in der Vergangenheit des 19.Jahrhunderts angekommen und passt zur Welt der Ewiggestrigen.

Ich formulier es mal diplomatisch…
18.000€ ist eine komplett hohle Zahl. Das mögen Mat und MAE und value add aus der Fertigung sein, damit ist keinerlei indirekter Overhead abgedeckt. Sollte niemanden schockieren, dass eine S Klasse voll ausgestattet keine 30.000€ vom Band kostet. Die Nahe 200.000€ Listenpreis müssen natürlich auch jegliche Kosten der sog. „Indirekten“ Bereiche abdecken + Zins.
Außerdem Nachteil eines Verbrenners, Wartung, Akustik, Temperatur, Verbrauchsstoffe etc.etc.
Kein OEM rechnet damit, nach 2040 noch mit hybrid PKWs zu werkeln, absolute Brückentechnologie, die sich schon seit Jahren in der Ablösung befindet.

Arbeitsplätze erhalten wird immer als pro ins Feld geführt (so auch hier), ist aber Volkswirtschaftlich und betrieblich kompletter Quatsch und kostet die dt. OEMs im Moment das letzte Hemd. Überalterte Belegschaften mit hohen ausentwickelten tarifl. garantierten Gehältern und riesen betrieblichen Rentenansprüchen. Es vereinfacht lediglich die politische Großwetterlage um vom derzeitigen Investitions- und Innovationsstau in der Automobilindustrie abzulenken und letztendlich von den Umbrüchen im Arbeitsmarkt in den kommenden 20 Jahren.

Gruß von einem automotive Ing. Der mit der Aufgabe betraut ist Arbeitsplätze abzubauen.

[…] hybrid PKWs […], absolute Brückentechnologie, die sich schon seit Jahren in der Ablösung befindet.

Ich nehme – mit Verlaub – den Satz mal für mich auf 🙂

Hybrid-PKWs, absolute Krückentechnologie, die sich schon auf dem Weg zur Restwert-Schlachtbank befindet …

Last edited 8 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Aus meiner Sicht werden auch in den nächsten 20 Jahren viele Fahrzeugkäufe über den Preis entschieden – bei einem Auto, welches die benötigten Anforderungen erfüllen kann.
Ein eAuto mit großem Akku ist teuer UND schwer. Schwer = höherer Straßenverschleiß und Reifenabtrieb – das geht auch in die Umweltbilanz ein!.
Wenn es eine Lösung gibt, die in Preis und Gewicht besser als ein eAuto ist; alle Anforderungen des Nutzers erfüllen kann und deutlich nachhaltiger ist, als die Verbrenner … dann könnte das am Markt eine Alternative sein. Sicher nicht für jeden, aber doch für einige.

GM steigt aus, Obrist steigt ein. Wird schon wissen was er macht :-p
Falls es nicht läuft: Verbrenner raus und Pferde davor spannen, dann wirds noch leichter.

Ich halte diesen Ansatz als Übergangstechnologie für die nächsten 20-30 Jahre als durchaus interessant.
Viel interessanter und effizienter auf jedenfall als Plugin Hybride.
Man nutzt ja hierfür einen modernen effizienten Elektroantrieb (sei es von Tesla oder VW MEB) und spendiert dem ebenfalls einen auf Effizienz getrimmten Benzingenerator.
Je nach Akku Dimensionierung fährt man so z.B. 80% rein elektrisch und nutzt den Benzingenerator nur für lange Strecken oder wenn keine Lademöglichkeit vorhanden.
Weiter gesponnen: gäbe es den Generator modular z.b. über eine Verleihstation wäre das nochmal resourcenschonender.

Mehrere neuere Artikel in diesem Forum, darunter dieser, bestätigen die bekannten Grundsätze:

  1. BEV sind ökologisch und sinnvoll – wenn sie eine kleine Batterie haben, also für Kurzstrecken.
  2. BEV mit grosser Batterie (für lange Strecken) sind nicht ökologisch, zu teuer und nicht sinnvoll.

Welchen Ausweg man aus diesem Dilemma sieht, ist unterschiedlich. Im oben beschriebenen Fall soll es ein Verbrenner-Range-Extender sein, was einem für den CO2-Ausstieg irgendwie gegen den Strich geht.

Mein Favorit für in 2-3 Jahren**: BEV mit kleiner Batterie (für ca. 250 km) und Wasserstoff-Range-Extender. Wenn man so will, ein P-FCEV (PlugIn Fuel Cell Vehicle). Kurzstrecken fährt man rein batterieelektrisch, Langstrecken mit zusätzlichem Strom aus der Wasserstoff-Brennstoffzelle.

** Sobald für die H2-LKWs den Hauptverbindungs-Achsen entlang eine minimale Zahl von H2-Tankstellen errichtet wurden.

In der Übergangszeit, die je nach Land verschieden lang sein kann, ist der Range-Extender halt ein Verbrenner wie der oben beschriebene, der Nissan e-Power oder der Mazda Wankel.
Diese Strategie hätte den zusätzlichen Vorteil, dass sehr schnell viel mehr BEV gebaut werden könnten, weil der aktuelle Batterie-Engpass wegfällt. Oder etwas provokativ gesagt: für einen Tesla- oder Audi-BEV könnte man drei vernünftige BEV bauen.

Last edited 8 Monate zuvor by Mark Müller

Absolut korrekt dargelegt

Ist Heinz Scherer der ehemalige Egon Meier?
Die Namen klingen irgendwie so nach ICE

Nein, Heinz Scherer ist Heinz Scherer, Dipl.-Ing.(FH). Und im Gegensatz zu den meisten hier nicht emotional am Thema. Was Mark Müller schreibt ist doch logisch, wenn es auch unwahrscheinlich ist, dass das kommt. Sehr große Langstreckenfahrzeuge wären als BEV mit H2-REX umweltfreundlicher, als BEV mit riesiger Akku.

Also ich kann der Logik von Mark Müller leider nicht immer folgen.
Verraten Sie uns noch zwei Dinge:

  1. Fahrzeug(e) in ihrem Besitz
  2. Arbeitgeber in der Automobil- oder Zulieferindustrie?

Kann ich nur bestätigen.

Herr Egon Meier ist seit geraumer Zeit in der Kommentarenzeile bei „ecomento‘ präsent..

Schade 😉

Ich bin auch für „BEV mit kleiner Batterie (für ca. 250 km)“, denn für zig Millionen von Autofahrern reichen kleine Batterien vollkommen und das oft sogar für 1 Woche oder länger. Statt 700 kg für 95 kWh wie beim Audi e-tron würden auch 300 kg (40 kWh) oder 350 kg (47 kWh) genügen.

Für Stadtautos würden sogar 20 kWh genügen, was innerorts für ca. 150 km (z.B. VW e-up) reicht.

Die Langstreckenfahrer sollten mal überlegen, ob sie wirklich 500 km und mehr am Tag mit dem Auto fahren müssen. Wer diese Strecken zum Arbeitsplatz braucht, der sollte über einen Wohnsitz- oder Arbeitsplatzwechsel nachdenken, um die 3 Stunden Lebenszeit besser zu nutzen als mit Stress am Steuer.

Die Verkehrpolitik sollte in Zukunft auf einen verbesserten Schienenverkehr setzen, dann könnten die Vielfahrer die Zeit bequem im Zug verbringen und auch ohne autonome Autos nebenher sinnvolle Dinge machen.

Was von Herrn Obrists Aussagen zu halten ist, sieht man schon daran, dass er behauptet, sein Zweizylinder laufe „geräuschlos und ohne Vibrationen“. „Leise und vibrationsarm“ hätte ich ja noch durchgehen lassen, aber geräuschlos arbeitet ja nicht mal ein Elektromotor. Und was von NEFZ Verbrauchswerten insbesondere bei Hybridantrieben zu halten ist, sollte inzwischen auch jedem klar sein.
Wenn Herr Obrist versucht, ein Auto für Afrika, Südamerika, Russland etc. zu bauen, dann soll er sich erst mal ansehen, was für Autos da so rumfahren. Da sind nämlich Neuwagen nur in homöopathischen Konzentrationen zu finden. Stattdessen wird irgendwas, das in Deutschland als Schrott angesehen wird, wieder hergerichtet. Und da produzieren wir derzeit noch reichlich Nachschub.
Viel problematischer könnte da evtl. sein, dass bei der Umrüstung eines Elektroautos auf Dieselantrieb – wenn es irgendwann mal so weit sein wird – kein besonderer Wert auf eine fachgerechte Entsorgung oder womöglich Recycling der Batterien gelegt wird. Und dann haben plötzlich die Typen Recht, die heute von einer ungeklärten Entsorgungsfrage schwafeln.

Mach‘s weg…. mach‘s bitte weg. Oberster Humbug-Grad ala Jean Pütz.

Wer Benzin und Diesel verbrennen will, kann das mit Mercedes Und BMW gerne machen, aber einen Tesla verhunzen, das ist bescheuert.

Tja, die Mehrheit hier hat es erfasst , dass Obrist mit der Hybridisierung eines Teslas falsch liegt.
Nichts desto Trotz wird aber diese Denkweise ab Dauer- Antriebsleistung eine Stufe höher, also ab 500 PS, weiterverfolgt. Weil da oben, sich die Schere der oekologischen Vorteile und Verwendbarkeit der heute immer noch sehr grossen und schweren Batterien im Vergleich zum Dieselantrieb erschreckend auftut.
Mark, weder mit einem Wankelmotor, noch einem skyaktiven von Mazda, ist ist künftig Oel einszusparen möglich. Neben einigen mit synthetischen Brennstoffen und Gasflüssigen, könnten die Verbrennermotoren weiter genützt werden. Denken wir an den Rapsdiesel der die Motoren zerstörte, ist auch die Direktverbrennung mit chem. umgewandelten Wasserstoff noch viel zu Vieles ungewiss.
Mehrere Grossfirmen welche nicht nur bei den E Autos und bei der Formel 1 dominieren, uebrigens auch Hyundai, haben bereits solche LKW s auf der Strasse. Aber alle von denen laufen mit Wasserstoff. Und über einen kleinen Akku , den man auch zum Rekuperieren und zum Antrieb des E Motors benötigt, sind sie somit voll elektrisch und stossen beim fahren kein CO2 aus. Folglich sind dies keine REX. Eine andere Möglichkeit bieten auch einige deutsche Hersteller über grosse Elektromaschinen, mit komb. kleinerem Dieselmotor, bereits an.

Boah, Ernsthaft? Ewig gestrig. Der Ansatz ist doch schon eine Krücke. Was soll er mit 1 Liter Verbrauch denn generieren? In einem Liter stecken etwa 9 kwh Strom. Umgewandelt ergeben das allerhöchstens 7-8, die direkt am Antrieb anliegen. Dann macht er mit einem Liter etwa 50km im Sommer, eher deutlich weniger. Ist der 1 Liter denn pro h oder pro 100km? Zweiteres kann kaum sein, da man damit ja gar keine 100km schaffen kann. Also egal wie man diesen Artikel liest. Er ist einfach nur schlecht! Vor allem löst er keinerlei Reichweitenangst, die in Verbrennerhirnen umherspinnt. Ich frag mich was der ganze Quak hier auf dieser Tollen Webseite zu suchen hat.

Ich habe den 1. Opel Ampera Hybrid mit 16 KWh Akku auf 90 000 KM im Gesamtschnitt mit 2,4 Liter auf 100 Km gefahren, rein elektrisch gehen diese ca 70 Km weit. Selbstverständlich brauchte man dazu auch noch etwas Strom. Der war aber sehr günstig weil die PV anlage vom Dach schon abbezahlt war.
Logisch mit einem doppelt so grossen Akku wären die 1,5 Liter spielend möglich in der Praxis.
Folglich ist Hybrid nicht tot, vor allem nicht bei grossen schweren Fahrzeugen.
Aber sicher nicht so, wie das Obrist mit einem 2 Zylinder oder andere mit dem Wankelmotor im Sinn
haben. Dazu gehört ein leichter 1100 er 3 Zylinder Verbrenner der im Atkinson System immer im dazugehörigen besten Drehzahlbereich möglichst niedertourig läuft.

Wer Benzin, Diesel oder ähnliches verbrennen will orientiert sich am besten an Onkel Elon #SpaceX

Über den Weltraum Schrott den Onkel Elon produziert wird sich irgendwann auch jemand kümmern

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