Warum das Ende von Verbrennerautos in Sicht ist

Warum das Ende von Verbrennerautos in Sicht ist

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Nach mehr als 125 Jahren ist das Ende von Autos mit fossilen Brennstoffen in Sicht: Denn eine stetig wachsende Zahl an Ländern, auf die zusammen satte 45 Prozent des weltweiten Pkw-Absatzes entfallen, hat bereits konkrete Zieltermine festgelegt, an denen der Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor eingestellt wird. Ihnen schließen sich einige der größten Städte der Welt an, darunter London, Paris und Tokio, sowie US-Bundesstaaten wie das bevölkerungsreiche Kalifornien und Massachusetts.

Allein im vergangenen Jahr haben Länder mit jährlich insgesamt fast 30 Millionen Pkw-Verkäufen beschlossen, ihre Autoflotten zu dekarbonisieren. Großbritannien etwa, mit gut 2,3 Millionen Neuzulassungen pro Jahr der zweitgrößte Automarkt in Europa, untersagt ab 2030 den Verkauf von Verbrenner-Neufahrzeugen. Japan, mit gut 4,3 Millionen Neuzulassungen pro Jahr, begrenzt den Verbrennerverkauf ab 2035, ebenso Kalifornien, wo pro Jahr gut 2 Millionen neue Autos auf die Straße kommen. Auch der weltweit größte Markt für Neufahrzeuge, China, wo mit jährlich mehr als 21 Millionen Fahrzeugen gut 40 Prozent aller weltweit verkauften Neuwagen zugelassen werden, schreibt ab 2035 vor, dass die Hälfte aller Neuwagen vollelektrisch oder per Plug-in-Hybrid unterwegs sein müssen. Die andere Hälfte muss ebenfalls hybridisiert sein.

In einigen Fällen sind diese Richtlinien zwar noch nicht endgültig rechtskräftig – aber in Verbindung mit immer strengeren Emissionsvorschriften, dem Druck von Vermögensverwaltern und institutionellen Anlegern zu mehr Nachhaltigkeit sowie dem sich stark ändernden Verbrauchergeschmack sind emissionsfreie und emissionsarme Antriebe stark im Kommen.

Eine „bedeutsame Verschiebung in der Branche“

Eine im Spätherbst veröffentlichte Analyse von BloombergNEF geht davon aus, dass Elektrofahrzeuge in Großbritannien auch ohne ein Verbot von Verbrennungsmotoren und ohne andere Anreize im Jahr 2030 42 Prozent des Neuwagenabsatzes und im Jahr 2035 56 Prozent ausmachen würden – allein unter Berücksichtigung der aktuell herrschenden Marktkräfte. Einen „Dominoeffekt“ und eine „bedeutsame Verschiebung in der Branche“ sagt Peter Wells voraus, Professor für Wirtschaft und Nachhaltigkeit und Direktor des Zentrums für Forschung in der Automobilindustrie an der Cardiff University in Wales.

LMC Automotive, ein renommierter und weltweit führender Informationsdienstleister für die Fahrzeugindustrie, hat zuletzt seine Prognose für das Ende von Benzin- und Dieselantrieben in Europa um fünf Jahre auf 2030 vorgezogen. LMC geht dem Analysten Al Bedwell zufolge davon aus, dass nach diesem Datum fast alle Autos, die noch einen Verbrennungsmotor an Bord haben, Vollhybride oder Plug-in-Hybride sein werden, mit einigen milden 48-Volt-Hybriden als Ausnahme. Bis 2035 werden demnach neben vollelektrischen Fahrzeugen nur mehr Plug-in-Hybride auf dem Markt sein. Möglicherweise sei dann bis 2040 die vollständige Elektrifizierung erreicht.

Horst Schneider von der Bank of America sagt Plug-in-Hybriden eine noch kürzere Lebensdauer voraus: „Ich gehe davon aus, dass die Gesetzgeber die allgemein vorteilhafte Behandlung von Plug-in-Hybriden strenger formulieren und möglicherweise eine Mindestreichweite von 100 km vorschreiben“, sagte er gegenüber Automotive News Europe. Dies werde die Teilzeitstromer „aus Kostengründen weniger attraktiv machen als vollelektrische Fahrzeuge.“ Ein langfristiges Überleben von Plug-in-Hybriden sieht Schneider nicht.

Autohersteller und Zulieferer reagieren

Autohersteller reagieren bereits mit der Einführung vieler neuer Elektroauto-Modelle sowie mit der Einstellung von Investitionen in neue Antriebe mit fossilen Brennstoffe. Einige, wie Bentley und Volvo, planen gar bereits eine rein elektrische Zukunft. Andere Hersteller verlagern die Produktion von Verbrennungsmotoren an Partner und Zulieferer oder in Fabriken außerhalb ihrer Heimatländer. Gleichzeitig sind fast alle Autohersteller besorgt darüber, ihre Margen in einer Welt nur mit Elektrofahrzeugen zu erhalten – und untersuchen deshalb neue Einnahmequellen, z.B. auf Basis von Daten und damit verbundenen Diensten.

Europas größte Zulieferer spüren den Wandel ebenfalls und versuchen, ihre Geschäftsmodelle von herkömmlichen Komponenten auf Software und Computer umzustellen. Kleinere Zulieferer, die sich auf Motor- oder Getriebekomponenten spezialisiert haben, machen sich auf das Schlimmste gefasst, da sie aufgrund der geringeren Komplexität des Antriebs eines batterieelektrischen Fahrzeugs einem schrumpfenden Gesamtmarkt gegenüberstehen. „Viele Zulieferer, die Komponenten für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor liefern, können einer erheblichen Bedrohung ausgesetzt sein, wenn sie sich nicht anpassen“, teilte das Beratungsunternehmen PwC in einem Bericht Ende 2019 mit. PwC zufolge können Zulieferer in einem Elektroauto gut 35 bis 40 Prozent der Komponenten liefern, verglichen mit 50 bis 55 Prozent bei einen Verbrennerauto.

Quelle: Automotive News Europe – EV-only future looks closer than ever in Europa

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Sollten die ersten Aktivitäten Teslas hierzulande (Fahrzeug- und Zellfertigung in Grünheide), anschließender Verwaltung von regenerativer Energie in ganz Deutschland durch Tesla im Keim erstickt werden, haben wir Alle in wenigen Jahren ein Problem, das sich heute kaum Jemand vorstellen kann. Bis Ende 2021 kann an jedem Punkt auf diesem Planeten auf schnelles Internet von Starlink zugegriffen werden, wärend wir im 5G-Zeitalter mitten in der Verkabelung per Glasfaser stecken – hey Kollegen, aufwachen, das Vererbte aus dem letzten Jahrhundert reicht nicht ewig !

PS: und liebe Mitbürger, hört doch nicht auf Manager und Vorstände – das sind Menschen, die maximal 5 Jahre benötigen um ihre ganze Sippschaft mit Geld wie Heu versorgen zu können – die Firma, die dies ermöglichte geht solchen Menschen doch komplett am A… vorbei – ausnahmslos !

Die Dekarbonisierung fängt bei der Einsicht der Bürger und der Unterstützung des Wandels zu einem besseren umweltgerechteren Leben an, und nimmt dann im Dominoeffekt ihren Lauf. Dank aller, welche sich seit Jahrzehnten für diesen Wandel einsetzten und viel Überzeugungskraft investierten, weg von den endlichen fossilen Energieträgern zu kommen, trägt dieses Engagement langsam Früchte. Gerade jetzt zu den Pandemiezeiten lässt sich der schädliche Einfluss von Abgasen auf die Umwelt und die Wetterverhältnisse am besten erspüren. Es muss ein Umdenken passieren, welches nicht immer wieder in die Zukunft geschoben wird, und es muss ein Umdenken sein, welches von den Beteiligten, insbesondere von den Herstellern, aufgegriffen werden muss und nachhaltig ist. Den Wandel zu umweltverträglichen Fahrzeugen, welche maßgeblich für die Umweltverschmutzung verantwortlich sind, verdanken wir insbesondere politischen Engagement durch z.B. die EU-CO2-Vorgaben, und einige Entrepreneure, welche mit ihrer Philosophie die Welt ändern wollen. Durch den Zwang der Industrie die CO2-Vorgaben einzuhalten gibt es im Bereich der BEV mittlerweile ein umfangreiches Angebot, welches auch den letzten Zweifler an denTod des Verbrenners glauben lassen sollte. Leider gibt es dabei auch die fehlgeleiteten PHEVs, welche die letzte Fahne der Verbrenner hochhalten wollen, Dank der Subventionen für Fahrzeugkauf und dessen fossilen Energieträgern, damit der Berufswandel sozialverträglich erfolgt.
Was uns in Deutschland fehlt ist ein verbindliches Ausstiegsdatum, welches vielleicht in Anbetracht vieler Länder auf der Welt, wo so ein Datum bereits existiert, gar nicht mehr notwendig ist.
Der Dominoeffekt des Wandels hat in 2020 begonnen und beginnt gerade an Fahrt zu gewinnen. Als nächstes wird es der schlechte Wiederverkauf von Benzin- und Dieselfahrzeugen sein, welcher mit dieser Entwicklung entsprechend schnell einhergehen wird. Ab 2025 werden mehr als 50% der Fahrzeuge elektrisch fahren.
Dann wird es zu einem massiven Sterben der Tankstellen kommen.
Am Ende des Jahrzehnts werden Tankstellen bereits stark zurückgehen, in einigen Nachbarstaaten werden diese bereits am Aussterben sein.
Danach werden all diejenigen geächtet, welche noch mit ihrem fossilen Verbrenner die Umwelt schädigen, oder sogar vom Betreten von Städten ausgeschlossen. Verbrennerfahrzeuge werden unverkäuflich sein.

Antidemkratisches und populistische Geschwafel eines Sehr gut Menschen.
Wir brauchen weniger Verbote und mehr innovative Lösungen. Das widerspricht allerdings ihrem eindimensional EM Denk Prozess.
Schon gehört, Audi, Mercedes Volvo Bently nennen bereits Enddaten der Verbrennen. Maximal einen halben Produkt Lebenszyklus. Hier wieder einmal Verbotsorgien lauthals ohne Sinn und noch weniger Verstand RAUSBRÜLLEN zeigt nur ihr primitives grünrot verschwurbeltes totaltäres Gedankengut.
Einfach bei den Freitagshüpfenden illegitimen Schulschwänzern mit brüllen.
Da muss nicht gedacht werden. Ist doch Ihr Stil!

Hirninhaber? Wenn solche Kommentare nicht gesperrt werden in diesem Forum – warum sollte man hier überhaupt noch etwas kommentieren? Freitagshüpfende, illegitime Schulschwänzer?? Soll’s jetzt lustig sein oder steht hier der ‚Hirninhaber‘ am Anfang einer Kabarett-Karriere? Go Home jojo, geh kuscheln mit Trump und träum weiter mit Deiner Psychaterin, die Dir so schöne Einbahnstraßen-Denkprozesse einsingt…(wenn da mal nicht einer im MPU-Prozess steckt!)

Hier sehen Sie ein Musterexemplar des neuen sehrgut Menschen.
Die erste Forderung Grundrechte einschränken.
Hier: nicht genehme Meinungen sofort verbieten.
Der Rest spasmenartige unverständliche geistige durchfallartige Absonderungen.

Eine Demokratie besteht natürlich aus dem Recht der Meinungsfreiheit, aber diese Freiheit geht mit der Pflicht einher, dem Gegenüber mit Argumenten und nicht mit beleidigenden, hohlen Phrasen zu überziehen. Zudem bedeutet Demokratie nicht, dass erst wenn alle zustimmen, umgesetzt wird, sondern die Mehrheit im Parlament, sonst wären wir ja handlungsunfähig. Viele Staaten sehen sich dem Klimaziel verpflichtet, sind das jetzt alle Verbotskulturländer? Nö. Es ist schlicht normal. Das gabs beim Thema verbleiten Benzin, Katalysatoren, FCKW und bei jedem anderem Thema wie z.B. Schwangerschaftsabbrüche auch. Als exportorientierte Wirtschaft wären wir zudem nicht gut beraten, auf ewiggestrige phrasendrescher, ich vermute ein Niko aus Sachsen oder Thüringen, zu hören. Sorry, um ein wenig Polemik kommt man doch nicht rum.

Der Kommentar von Herrn Peter Biegge von Berlin hat genau den Nagel auf den Kopf getroffen und das kränkt Sie so richtig, gelle.

Richtig, in einer Demokratie darf sich jeder äussern, auch wenn es nicht so mainstream ist. Aber bei Ihnen kann jeder sofort erkennen, dass Sie die Nummer 2 auf dem Rücken tragen, nur schon wegen Ihrer Komunikationskultur.

SehrGutMenschen! Solche Ausdrücke hat schon George Orwell in 1984 beschrieben. Dort können Sie sehr gut nachlesen, was totalitäres Gedankengut ist und zu welcher Art Leute es exakt zugeordnet werden kann.

Ein Zitat von Gorbatschev: Wer zu spät kommt den bestraft das Leben. Sollten Sie sich dringend hinter die Ohren schreiben.

Und lieber Hirninhaber, bitte 1984 nochmal lesen, oder ich vermute eher: überhaupt mal lesen. Und verstehen! Dann wäre viel gewonnen.

Jetzt ist mal gut hier. Du wirfst bewiesene Fakten, wissenschaftliche und technische Tatsachen über Bord, fantastisierst dir eine undemokratische, autoritäre „Ich habe recht“-Welt zusammen und wirfst das perfiderweise der Gegenseite vor. Rhetorisch natürlich spitze, quasi aus dem Lehrbuch „Wie werde ich Populist in 10 Tagen“. Moralisch jedoch unterste Schublade. Ehrlich gesagt habe ich keinen Bock mehr mir von ungebildeten, ungehobelten Leuten irgendwas sagen zu lassen. Seid froh dass ihr überhaupt ungestraft so einen Stuss labern dürft. In Eurer totalitären Wunschwelt geht sowat nämlich nich mehr.

Ich denke, es geht nicht mehr darum, ob sich das Elektroauto durchsetzt. Sondern die Frage ist, wann es keine neuen Verbrenner mehr zu kaufen gibt. Audi hat jüngst erklärt, dass der Verkauf von A4, A6 und A8 vor 2030 endgültig eingestellt wird. Mercedes hat bei den Dieselmotoren schon länger einen Entwicklungsstop verhängt und die Abteilung geschlossen. Der Golf VIII wird der letzte Golf sein. Wir haben 2021, in wenigen Jahren wird es also von den deutschen Herstellern keine Verbrenner mehr geben. Ich wundere mich, dass z.B. die Nachricht von Audichef persönlich kaum Echo fand und hier stattdessen die Prognosen von Schlaumeier-Instituten kolportiert werden.

Mit Tesla hat das alles gar nichts zu tun. Die müssen lernen, dass ein Elektroauto nicht Disruption, sondern klassischer Automobilbau und klassischer Automobilvertrieb ist. Die traurige MCU-Thematik zeigt ihnen, dass nicht einmal klassische Softwarethemen stets ota zu lösen sind. Am Ende werden sie zum Nischenhersteller. Wie sie es in Deutschland mit nur 9% Marktanteil unter den Elektroautos schon sind. Und es wird schlimmer: Wer soll im Ernst für 59.600€ ein Model Y bestellen, wenn der ID.4 mit gleicher Reichweite 44.500€ kostet und der Enyaq bei 33.800€ startet? Und der ID.3 schon für 189€ verleased wird. Da wird Tesla die Preise senken müssen und das werden sie auch tun. Daher bestellt jetzt niemand….und später wenige.

Schon passiert: Model 3 gibts ab sofort ab 35.000,- nach Förderabzug, obwohl weltweit die Nachfrage nicht bedient werden kann. Tesla verdient dabei immer noch gut pro Fz. Deutsche haben derzeit kein Fz mit dem, CO2-Strafverrechnung unberücksichtigt, Geld verdient werden könnte. U.A. deshalb wurden z.B. von den 40.000O auf Halde produzierten ID3 2020 nur gut die Hälfte in 2020 ausgeliefert. Ist auch immer ungünstig, wenn man nur seine nähere Umgebung im Blick hat und nichts von Weltmärkten mitbekommt.

Derzeit wird praktisch jedes BEV, welches produziert wird, auch verkauft. Ich kenne die Kalkulation nicht, ein Beleg dafür, dass mit den aktuellen Modellen Verlust eingefahren wird, würde mich aber schon interessieren.

Denn klar, man verteilt die Fahrzeuge auch in Bezug auf CO2 ideal. Wenn man davon ausgeht, dass es 2020 reicht und man sich mit der Produktion am Maximum bewegt, dann wird man naheliegenderweise die Absätze auf 2021 schieben. Egal ob man auch so Geld verdienen würde oder nicht.

Dass das Model 3 im Preis reduziert wurde ist schon interessant. Das macht ja keinen Sinn, wenn man mehr absetzen als produzieren kann. Entgegen anderslautender Vermutungen liegt daher nahe, dass auch Tesla die Konkurrenz zu spüren bekommt. Das kann natürlich je nach Markt unterschiedlich ausfallen.

Warum werden die dann in allen Verkaufsplattformen im Internet in Massen angeboten?

PS: nicht falsch verstehen – gerade IDs sind schicke BEVs die durchaus kaufenswert sind. Hilft dem Konzern aber leider überhaupt nicht wenn 2 Mio Stück Verbrennerabsatz wegbricht – in einem Zeitraum von 20 Jahren wäre das verschmerzbar, nicht aber in 2 Jahren.

Exakt, das ist der eigentliche Punkt der alten Dinos: Sie müssen sich quasi kanibalisieren.
Jedes unrentabel verkajufte BEV bedeutet für sie meistens ein nicht verkaufter profitabler Verbrenner. So ist das nun mal. Sie müssen extrem kapital- bzw. kostenintensiv unter Bedienen von zwei Antriebswelten alles nachholen, was man über viele Jahre nicht machen wollte. Ob die das alle durchhalten, darf stark bezweifelt werden. Ein reiner BEV-Produzent hat dieses Problem nun mal nicht.

Die erste Hälfte ihres Kommentars ist richtig, aber dann kommt leider wieder der Teslahater durch – nicht nur Tesla ruft Fahrzeuge zurück.
Danach ist eine teilweise 8 Jahre alte Hardware auf dem aktuellen Stand, einem Stand, den VW mit Milliarden Investitionen in die Software bisher leider nur hinterher laufen kann – und nein, daß sage nicht ich, sondern jemand, der viel mehr Ahnung hat als ich – sein Name ist Herbert ….. Herbert Diess

Die Sache mit der MCU hat Tesla entlarvt. Denn man vermochte ein Software-Issue (Speicherüberlauf) nicht ota zu beheben. Dazu kam das schäbige Verhalten, diese in einen Totalausfall laufende Hardware bis März 2018 in Serie und quasi bis heute bei Ausfall zu verbauen – obwohl man spätestens 2016 das Thema kannte. Eine MCU mit normaler Lebenserwartung kostete im Tausch bis über 3.000€. Das sind so die Sachen, die Tesla in Europa viel Credibility und damit Fahrzeugverkäufe gekostet hat. Gerade Norwegen hat sich völlig abgewandt, Holland folgt, weil da gerade der Prozess um die untauglichen Tesla-Flughafentaxis in Schiphol läuft. 1,3 Mio. will der Unternehmer von Tesla.

Der abgrundtief schlechte Service, die Unkalkulierbarkeit jeder Reparatur bezüglich Zeit und Geld, das Unterlaufen des Rechts auf freie Reparatur kommen noch on top wie auch die teuren Leasingraten und die teuren Versicherungsprämien. Habe gelacht als neulich ein großer TelKo-Provider das Model 3 als Dienstwagen einflotten wollte. Erst wollten alle im Middle-Management. Als dann rauskam, man müsse privat 280€/Monat gegenüber einem Mercedes drauflegen, legte sich das Interesse schlagartig. Jetzt testen sie die ID-Familie und das geht wohl ohne Zuzahlung.

Lieber David wo hast Du denn deine Zahlen für die Reparatur der MCU nur wieder her?
Von Egon Meier oder von Mark Müller?
Bitte keine Fake News !
Tesla wird diese austauschen – und gut.
Der Preis liegt laut Electrec bei 300$ & Einbau
Für Deine angegebenen 3000€ müsste der ja dann 2700€ kosten – glaubst du das wirklich?
In 3 Monaten ist das Thema durch und dann spricht kein Mensch mehr darüber – mal sehen wie lange uns die Softwareprobleme deiner deutschen Lieblingsautofirma noch begleiten werden 😉

Das mit dem teuren Leasing muß ich Dir wohl auch noch erklären:
Tesla hat im Gegensatz zu den Mitbewerbern seine Preise über alle Segmente immer wieder gesenkt (z.B. Model S anfangs 140.000€ heute 85.000€)
Jetzt stell Dir einmal vor, Du hast eine Leasingfirma und nimmst das Fahrzeug nach 2 Jahren zurück, um es dann im Gebrauchtwagenmarkt zu platzieren!
Dumm nur das der Neuesgen jetzt ganz dicht bei deinem vor 2 Jahren kalkuliertem Gebrauchtwagenpreis liegt.
Muß ich Dir den Rest der Rechnung auch noch erklären………
Lösung: ich mache die Leasingraten so unattraktiv, daß nur Leute leasen, denen selbst das egal ist.

Quatsch, das Model S ist 8 Jahre alt und jeder weiß inzwischen, dass da etwas neues in der Pipeline ist. Die Testfahrten auf dem Nürburgring, die Sichtungen von Prototypen, Umbauarbeiten an der Linie. Natürlich ergibt das eine Kaufzurückhaltung. Wer will den jetzt das alte Modell erwerben, das in 6 Monaten oder einem Jahr total veraltet ist. Die Gebrauchtpreise werden sinken. Diesmal wird schliesslich wirklich viel geändert, dass auch äusserlich von älteren Modellen unterscheidet.
Die neuen Zellen werden die Reichweite (und wahrscheinlich auch die Ladegeschwindigkeit) enorm anheben und auch die neuen Motoren hinten werden den Fahrzeugleistungen nochmal einen Push geben.

Die Sache mit der MCU ist nervig und ärgerlich. Aber das ist ja jetzt geklärt. Man bekommt das Original kostenlos ersetzt oder den Nachfolger für 1.500€.
Der Speicherchip ist defekt. Das kann man nicht mit Software beheben.

Das VW den id für ein Apfel und ein Ei verramscht ist kein Zeichen, dass das das bessere Fahrzeug ist.
VW spart durch jeden zugelassenen id.3 etwa 10.000€ CO2 Strafe bei der EU. Natürlich kann man dafür sein Produkt unter Herstellungspreis verkloppen.

Ich fands übrigens auch Interessant, dass die Äußerung vom Audi-Chef „ab 2035 bauen wir keine Verbrenner mehr“ keine größeren Wellen geschlagen hat.

Wird spannend für alle, die ein Zugfahrzeug brauchen oder mit einem Wohnmobil unterwegs sein wollen. Hier wäre ein Batterieeinbau aufgrund des höchstmöglichen Gesamtgewichts von 3,5 t nur mit einer gleichzeitigen Änderung des Führerscheingesetzes möglich…

Gleichzeitig sind fast alle Autohersteller besorgt darüber, ihre Margen in einer Welt nur mit Elektrofahrzeugen zu erhalten – und untersuchen deshalb neue Einnahmequellen, z.B. auf Basis von Daten und damit verbundenen Diensten.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es in Zukunft viele E-Kompaktautos für unter 20.000 Euro zu kaufen gibt, allerdings mit einem 2-Jahres-Datenabliefervertrag, aber ohne Subventionen, dafür mit einem Dutzend von Diensten, die es gleich mit dazu gibt und die dann mühsam abgewählt bzw. gekündigt werden müssen.

Passiert auch nicht, da für Vollausstattung massenhaft Steuergeräte und 100kg-weise zusätzliche Kabel erforderlich sind – viel zu teuer. Und ohne Zentralsteuerung im Fz samt weltweit steuernden „KI-Firmenserver“ sollte man an selbstfahrende Autos erst gar nicht denken.

Die selbstfahrenden Autos könnten man auch denen überlassen, die bisher schon vom Chauffeur gefahren werden und diesen nun einsparen wollen. Die übrigen Autofahrer dürften aus Spaß am Fahren selber steuern wollen und einige wollen auch keinen „Daten-Kontrolleure“ im Fahrzeug.

Da lobe ich mir einen Citroen Ami (2 Sitze, 45 km/h), beschränkt auf das Nötigste. Wer Navi und Multimedia will, der setzt sein Smartphone in die Halterung. Hier sollte Citroen noch eine Version mit 90 km/h nachliefern mit besseren Sitzen, Federung und Schalldämmung sowie Fahrstabilitätsmodule.

Genau – und dann fahre ich mit 90Km/h ohne Assistenzsysteme und Airbag in den nächsten Unfall – aber immerhin habe ich dann selber gesteuert.
Leute – bitte etwas mehr Nachdenken und etwas weniger Hate 😉

Kleinen E-Autos sind im Prinzip überdachte Motorroller auf 4 Rädern, sie zählen zur Quadklasse.

Ein Airbag ist ja im Twizzy verbaut, also könnte er auch in anderen Kleinst-E-Autos eingebaut werden, auch Abstandswarner mit automatischer Bremsung und andere Systeme dürften nicht so teuer sein – nicht die Herstellung ist teuer, sondern die Lizenzen.

Ein Problem ist natürlich, dass ein 2,5-Meter-Auto nicht jeweils 1 Meter Knautschzone vorne und hinten bieten kann. Ein Vorteil gegenüber Motorrollern sind die Sicherheitsgurte, in Verbindung mit Airbags, ESP und ABS mit Abstandswarner wären schon viel gewonnen.

Auch ein 2-Tonnen-SUV mit allen Assistenzsystemen ist weitgehend machtlos bei einem „Fahrer ohne Hirn“, deshalb werden auch in Zukunft viele Menschen auf der Strassen ihr Leben verlieren oder schwere Verletzungen davon tragen.

Hatten wir schon 1911 und davor mit Ochsen antrieb.

Das Geschäftsmodell könnte auch anders ablaufen: Vollausstattung mit allen Gadgets und für zwei oder drei Jahre ist alles freigeschaltet. Danach gibt’s das, was der Hersteller als Komfortfunktionen definiert gegen monatliche Abogebühr. Die ganzen Autonomfunktionen gelten dann ab Level3 oder 4 als sicherheitsrelevant, müssen also bei der TÜV-Prüfung funktionieren, ob der Fahrer sie nutzt oder nicht. Und…hurra, die Werkstätten sind wieder im Geschäft. Die ganze Telemetrie dient natürlich nur der Sicherheit und der Verbesserung des Nutzererlebnisses. Datenweitergabe an Dritte, siehe Kleingedrucktes.

Möglicherweise erweisen sich aktuelle Modelle trotz Einschränkungen bei Reichweite und Ladeleistung als extrem Wertstabil, da einfach mit geringeren Folgekosten verbunden. Bei theoretisch längerer Lebensdauer und geringeren Wartungs- und Betriebskosten werden die Hersteller sicher nicht nur einmal, beim Verkauf des Neufahrzeugs, verdienen wollen. Vielleicht ja auch wie beim Handy? Alle drei bis fünf Jahre gibts für nur X Euro ein neues Modell, beim entsprechenden Mobilitätsvertrag, schließlich geht’s ja um ein rollendes Smartphone…

Man sollte auch ehrlich sagen, das der Trend zu E-Autos überwiegend in Europa passiert.passiert. In ganz Europa? Nein, Nur in einigen Ländern. Die meisten Länder auf de Welt werden weiter mit Benzin und Diesel fahren….auch wenn wir es nicht wollen!

Auch falsch: wer in China nicht sein Punktesoll für alternative Antriebe erfüllt, zahlt dass es pfeift. China ist eine Ecke größer als Deutschland, aber selbst das wird sicherlich manch Deutscher inzwischen bezweifeln.

Îch glaube Robert wollte garnicht auf China hinaus. Sondern auf Länder wie Polen, Ukraine, Tschechien etc etc. Also eher so in Richtung Osteuropa. Aber es auch war: wenn die großen Automärkte den Verbrennern eine klare Deadline setzen, und der Verbrenner Absatz letztlich nur noch auf 20% des Weltmarktes erlaubt ist, regelt sich das ganz schnell von alleine. Denn ist der Verbrenner automatisch in der Nische.

Deutschland würde nach Meinung einiger Experten (ich glaube sogar der Herr Dudenhöfer gehört mittlerweile dazu) gut daran tun auch endlich eine Deadline für das Ende der Verbrenner zu setzen, damit sich Unternehmen darauf einstellen können. Die Zulieferer von Motorkomponenten haben sicherlich das größte Problem. Aber wenn eine Deadline vor Augen ist, könnten sie sich zumindest ernsthaft auf die Suche nach neuen Geschäftfeldern machen, auch wenn das sicherlich nicht einfach wird. Die meisten der kleineren Zulieferer (Bosch wird schon seinen Weg gehen) sind spezialisiert auf bestimmte Komponenten die sie extrem gut herstellen können. Ich schon großer Mist wenn die Komponente auf einmal nicht mehr gefragt ist.

In den USA dürfte nach Trump der Umweltschutz und damit auch das E-Auto mehr an Bedeutung gewinnen.

Und da ein Impeachment wohl eine Wiederwahl vom Trump verhindert, dürfte die Verbennerlobby auch in 4 Jahren wohl keinen Unterstützer mehr finden, so dass der vor über 20 Jahren weltweit begonnene und durch die Verbrenner-Lobby gestoppte Umstieg auf das E-Auto nun so richtig loslegen kann.

In seinem Blog schreibt Bill Gates:

Durch die Verwendung von Elektrizität zur Kombination der Wasserstoffmoleküle in Wasser mit dem Kohlenstoff in Kohlendioxid können wir einen flüssigen Kraftstoff erzeugen, der in vorhandenen Motoren funktioniert. … Je nachdem, welchen Brennstoff Sie ersetzen, können Elektrotreibstoffe drei- bis siebenmal so viel kosten wie fossile Brennstoffe.

(Quelle: gatesnotes.com – august 2020 – übersetzt mit Google)

Der Preis der E-Fuels ist so hoch, dass wohl nur „geschenkter“ Strom und auch ein Steuererlass eine wirtschaftliche Nutzung für die Großverbraucher (Flugzeuge, Frachtschiffe usw.) ermöglichen.

Der Steuerzahler übernimmt die E-Fuel-Zeche, damit große Konzerne eine ordentliche Rendite machen können – sollen auch in Zukunft die Kosten verteilt und die Gewinne konzentriert werden?

Wenn die E-Fuels-Produzenten den Ökostrom mit eigenen Anlaen selber erzeugen müssten, mit dem sie E-Fuels herstellen wollen, dann wäre es wohl mit den E-Fuels ganz schnell vorbei.

Anders ist es mit den Ladestationen-Anbieter, der wären wohl gerne bereit ihren Strom selber zu erzeugen.

Der Preis der E-Fuels ist so hoch, dass wohl nur „geschenkter“ Strom und auch ein Steuererlass eine wirtschaftliche Nutzung für die Großverbraucher (Flugzeuge, Frachtschiffe usw.) ermöglichen.

Oder es wird eine politische Entscheidung gebraucht. Die Grünen lassen sich von der CDU wahrscheinlich nicht am Nasenring durch die Arena führen wie die SPD.
Naja, übers Wochenende nach Malle zum Saufen fällt dann eben flach. Aber Geschäftsreisen werden bestimmt weiter von der Firma bezahlt. Die sind schliesslich super wichtig.

Ich frage mich ja, ob die „Säufer von Malle“ allzuviel von der Umgebung mitbekommen, hier könnte man auch eine Palmenkulisse im Ruhrgebiet bauen und sich die Flüge ganz sparen.

Geschäftsreisen? – in der Bar herum hängen oder einschlägige Damenbesuche, das ginge (nach Corona) auch in der über-über-nächsten Großstadt, damit es keiner mitbekommt.

Flug- und Kreuzfahrtreisen rund um die Welt für 2-3 Wochen, brauchen wir das wirklich?

Autoexport von Deutschland nach China und von China nach Deutschland, muss das sein?

Die Zahlen vor Corona sagen, dass wir das alles wohl brauchen oder die Leute es sich „gönnen“. So ist das nunmal.

Nein aber im Ernst: E-Fuels werden einen Platz finden. Aber nicht im PKW Verkehr. Absoluter Käse. Im Flugverkehr sieht das ganz anderes auch. Eine Passagierflugzeug mit Akku-Antrieb sehe ich noch nicht in absehbarer Zukunft. Was Bill-Gates da wieder fantasiert hat, weiß ich auch nicht. Vor allem wenn man sich immer anhören muss: „wo soll der ganze Strom für die E-Autos herkommen?“ Aber den 4-fachen Strom haben wir dann. Ja ne ist klar.

hoffentlich vergessen die hersteller nicht, dass es leute gibt die „Freude am Fahren“ haben. Wenn ich gefahren werden will, ruf ich ein Taxi!
Der ganze autonome spleen macht die autos nur schwerer, sprich weniger effizient. Und dann bitte auch die pendler nicht vergessen. ich brauche keinen 4-sitzer/4-türer.
autos typ id3/4 gibts zu hauf. was ist mit kleineren? den honda e bin ich probe gefahren – licht und schatten.
gäbe es den als pure, mit reduziertem verbrauch (ohne autonomes fahren schnickschnack brauch ich nicht extras) dann wäre das ein kandidat. aber real nicht mal 200km zu schaffen – im Sommer!!! – no go. übrigens, einfache strecke arbeit 63km. weil immer von 40km /tag gesprochen wird lol…

Gibt ja den e-up. Nur, den wollten alle. Ab Frühjahr scheint er wieder bestellbar zu sein. Ein Auto mit perfektem Preis-/Leistungsverhältnis. Übrigens sind erste 2020er Modelle nach dem Jahr Haltedauer jetzt gebraucht auf dem Markt.

Ich fahre inzwischen Autobahn Langstrecke, bei der ich den Wagen quasi nur noch überwache. Und gleichzeitig genieße ich jede Landstraße ohne ‚Autopilot‘, adaptivem Tempomat und Spurhalteassistent. Auf beide Möglichkeiten möchte ich nicht verzichten.
Ob ich (speziell in Deutschland) einem Level 5 fähigem Fahrzeug im Stadtverkehr vertraue, wird die Zeit zeigen.

Das autonome Fahren wird irgendwann über die Versicherung geregelt. Niedrigere Unfallzahlen bedeutet niedrigere Versicherungsbeiträge.

Was ist denn mit der Zoe, E-Corsa oder Fiat 500e? Wer sich den Honda leisten würde, kann praktisch jedes E-Auto kaufen.

Alexandra, bei 2x63km täglich würde ich empfehlen den Verbrenner zu fahren bis der TÜV euch scheidet. Langfristig solltest du deinen Arbeitsweg auf die ein oder andere Weise ohnehin verkürzen. Soviel „Freude am Fahren“ kann man täglich gar nicht haben. Und E-Autos werden rasend schnell besser und billiger – lass dir Zeit !

So wird es wohl kommen, auch wenn wir heute noch nicht wissen wie lange es dauert. Am Ende wird es immer Länder geben die der Entwicklung hinterher laufen, das ist nicht zu ändern. Die großen Industrieländer geben die Richtung vor und haben sich für einen Technologiewechsel entschieden, schon weil der Wirkungsgrad besser ist. Das ändern E-Fuell nicht im Ansatz, hier wird der Wirkungsgrad noch schlechter, da wir dann ein schlechtes Antriebssystem auch noch mit einem sehr energieaufwendigem Kraftstoff betreiben. Das wird auch ein Hybride nicht ändern können, es sei denn dieser ist sehr mache am E-Antrieb und dann ist es am Ende der Preis, der ein entscheidender Faktor ist.

Liebe Fans, der größte Automarkt ist Cina. 4 von 10 dt. Pkws werden dort verkauft. China hat die Emissionen durch BEVs gesenkt, der z. Z. schnellste Weg dort. Die Mobilitätsstrategie ist aber neuerdings eine andere. Das hat man hier im BEV-Fachforum vor lauter Begeisterung glattweg übersehen. Ja, BEVs sind ein Bestandteil der zukünftigen Mobilität, aber einer, der bald nur noch eine geringe Rolle spielen wird,denn Batterien sind begrenzte Energieträger. Die Zukunft sind Efuels und Wasserstoff. Wenn das hier nicht bald erkannt wird, verlieren wir einen ganzen Industriezweige nach Asien.

Auch die Asiaten können sich nicht über die Physik hinwegsetzen. Wasserstoff/E-Fuels maximal in stationären Anwendungen, wo man die anfallende Wärme verwerten kann. Ansonsten sind die Verluste zu hoch.

Farnsworth

Irrglaube Efuels: Die Physik lässt sich auch mit viel Glauben, Hoffnung und Dummschwätzen nicht aushebeln. Wasserstoff wird nicht einfach „hergestellt“. Dazu wird sehr viel Energie benötigt. Wenn es aus fossilen Rohstoffen gewonnen werden soll: völliger Unsinn. Wenn es aus Wasser durch Elektrolyse hergestellt werden soll um dann in einem „Verbrennermotor“ mit einem naturgemäß wieder schlechtem Wirkungsgrad wieder zu H2O „verbrannt“ werden soll: mindesten 3facher Unsinn. Möglicherweise wäre es sinnvoll, den (nur!) per Elektrolyse hergestellte Wasserstoff in den „Sonnenstaaten“ (=oft Entwicklunghilfeländer) mit Solarstrom aus Wasser herzustellen. Diesen (nach Transport in Tankschiffen und Verteilung auf noch zu bauende Tankstellen) dann in einem auwändigen Tank- und Speichervorgang in einer zusätzlich im Fahrzeugboden verbauten Brennstoffzelle (chemisch mit wenig Abwärme) mit dem Abfallstoff „Strom“ wieder in H2O (=Wasser) umzuwandeln. Dann bliebe es bei einem relativ wirkungvollen und sauberen Elektroantrieb, der jedoch auch immer noch eine Batterie (Accu) zum puffern der Leistung bräuchte. Dann hätten wir leider wieder einen hybriden Antrieb, und dies mit allen Nachteilen von 2 komplexen Systemen. Dieser würde nur bei sehr schweren Fahrzeugen mit sehr langen Fahrstrecken benötigt. Reiner Batterie (Accu) Antrieb dürfte zu 95 % die bessere Lösung sein. Im Stadtverkehr mit Rekuperation hab ich rund 25% mehr Reichweite als auf der Autobahn mit Tempo 90. Meinen 2. E-Smart bekomme in 04.2021. VW wollte und konnte mir ja keinen E-Up verkaufen. Einen bereits voll elektrisch in den 90ern entwickelten Mercedes A- Klasse wollte Mercedes aktuell nicht mehr elektrisch updaten. Der doppelte Fahrzeugboden war ja dafür speziell vorhanden. Deshalb ist die 1. A-Klasse damals als Verbrenner ohne die schweren Batterien im Fahrzeugboden beim Elchtest umgefallen. Wie blöd sind „Die“ deutschen Hersteller denn nur……..Smart=Renault Twingo ZE, also eigentlich „kein“ Mercedes, nur der Preis ist es…. Ich wünsche den Beschäftigten, Aktionären und Vorständen deutscher Automobilhersteller viel Glück gegen die erdrückende Konkurrenz aus PRC, das „Können und Wollen“ wurde dem kurzfristigen „Klingeln“ im Geldbeutel geopfert. Jetzt ist es wohl zu spät…..

Wenn erstmal ein gewisser Kipp-Punkt erreicht ist – also beispielsweise die ersten Tankstellen zumachen, weil zuwenig Nachfrage da ist, oder es bereits soviele E-Autos gibt, dass Regierungen es sich erlauben können, die urbane Zufahrt von Verbrennern stark zu reglementieren – wird Fossil-fahren so unbequem werden, dass schlussendlich auch der letzte Petrolhead kleinlaut auf Strom umsteigen wird. Denn was wäre die Alternative? Mit der geliebten Knatterkiste nur noch übers Land fahren zu dürfen, immer in der Angst von einer Apotheke zur nächsten zu kommen um für 5€/Liter den begehrten Saft zu erstehen?

Wenn das Netz dann, wie Fachleute heute schon berechtigt vorhersagen, kollabiert ist, laufen dann die BEV-Helden wie aufgescheuchte Hühner durch die Gegend auf der Suche nach Ladestrom. Die Masse tankt e-fuels.

Welche Fachleute? Prof Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Un. Sinn? Die Netzbetreiber sehen da keine bzw. ziemlich gut beherrschbare Probleme. https://www.enbw.com/blog/elektromobilitaet/laden/ist-das-stromnetz-den-e-autos-gewachsen/
Wenn 2000 jemand gesagt hätte, in 20 Jahren schauen wir Filme in HD Qualität übers Internet, was hätten die „Fachleute“ da wohl zum Thema Netzüberlastung gesagt?

Schonmal überlegt dass nicht 40 Mio Fahrzeuge plötzlich über Nacht zu BEVs werden? Wir reden hier über einen Prozess der mindestens 20 Jahre dauert. Zeit genug um das Netz anzupassen. Und im Übrigen verkraftet das Netz bereits heute schon deutlich mehr BEVs als aktuell herumfahren.
Und überhaupt: wo kann ich denn heute e-fuels kaufen?

Mit meinem Diesel kann ich 10 Jahre und 150.000km zurücklegen und habe die selbe Menge Schadstoffe in die Umwelt geblasen wie ein aktuelles Elektrofahrzeug an Tag 1 ohne jeden gefahrenen Kilometer – da sollte auch mal drüber nachgedacht werden – auch was mit den ganzen Batterien nach deren Lebenszeit passieren soll…

Nein, da sollte nicht drüber nachgedacht werden, weil es nicht stimmt. Es sind zwischen 10-50 Tsd. km die ein E-Auto an Rucksack abfahren muss. https://www.electrive.net/2019/12/02/schwedenstudie-ii-die-co2-emissionen-bei-der-batterieproduktion-sinken/

Wie werden denn eigentlich die 9000l Diesel recycled, die du für deine 150.000 km verbrauchst?

Stimmt zwar nicht, aber egal. Hauptsache irgendeine Behauptung in die Welt gesetzt, üblicherweise von Leuten aufgeschnappt die am Stammtisch rufen „Jetzt klauen die Schweine uns noch den Diesel!“

Ich stimme zu, für die große Masse braucht es bald kein Verbot mehr, weil die Stinker einfach kaum noch einer wird wollen wollen (oder so). Aber einen Vorteil hätte es: die AMG Poser mit Knatterakustik wären vielleicht zu meinen Lebzeiten noch Geschichte 😛

…ein Forum z.T.überheblicher Spinner! Nostradamus lässt grüßen…

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