Wachstumsmarkt E-Busse: Bis 2040 sollen 70% aller Busse elektrisch fahren

Wachstumsmarkt E-Busse: Bis 2040 sollen 70% aller Busse elektrisch fahren

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1040549614

Betrachtet man aktuell den Busmarkt scheint es nur eine Entwicklungsrichtung zu geben: Elektrisch. Egal ob mit Batterie oder Brennstoffzelle. Selbst die Festkörperbatterie, als Weiterentwicklung des Lithium-Ionen-Akkus, wird zum Thema. Verschiedene Marktbeobachter und Analysten gehen davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren der Absatz von E-Bussen spürbar weiter steigt. Bis zu 70 Prozent aller Busse sollen bis 2040 rein elektrisch fahren.

Das nicht 100 Prozent aller Busse vollelektrisch unterwegs sein werden, wird laut Analysten damit begründet, dass die Installation der benötigten Ladeinfrastruktur sowie klimatische Rahmenbedingungen dies punktuell nicht erlauben würden. Selbst das Argument des Wasserstoffantriebs greift hierbei nicht, da die dafür notwendige Ladeinfrastruktur noch weniger stark verbreitet ist, als es bei der batteriebetriebenen E-Mobilität der Fall ist. Zwar sind diese bereits in China, Teilen Europas, Japan las auch Südkorea auf der Straße und dennoch scheinen die Aussichten auf Markterfolg eher spärlich. Von keinem zweistelligen Marktanteil ist die Rede.

Hingegen scheint die Zeit für batteriebetriebene Elektro-Busse rosig. Dies hängt damit zusammen, dass intensiv im Bereich der Batterie geforscht wird, Akkus werden in immer größeren Stückzahlen gefertigt und die Preise somit nach unten gedrückt. Eben nicht nur im PKW, sondern auch im Bus-Bereich. Dies spiegelt auch der Absatz von E-Bussen am Markt wider.  Ende 2018 zählten die Analysten und Marktbeobachter weltweit 425.000 Elektrobusse, stolze 421.000 davon sind in China im Einsatz. Für Europa ließen sich 2.250 und für die USA ganze 300 nachweisen. Im April 2019 konnten wir zudem berichten: Laut einem Bericht von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) werden Elektrobusse 2019 erstaunliche 270.000 Barrel Dieselbedarf einsparen – jeden Tag. Die überwiegende Mehrheit der Elektrobusse befindet sich in China, wo sich die meisten Großstädte dem 100-prozentigen elektrisch betriebenen öffentlichen Verkehrsmitteln nähern.

2020 wurden in China insgesamt 61.044 neue Elektrobusse zugelassen, wie aus den Zahlen der China’s Association of Automobile Manufacturers (CAAM) hervorgeht. Mit 15.940 neuen Elektrobussen führt Yutong die Statistik des Jahres 2020 an. Stolze 26,1 % Marktanteil weist der Marktanalyst chinabuses.org für Yutong aus, merkt aber auch an, dass die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 26,5 % zurückgegangen sind. BYD platziert sich auf dem zweiten Platz mit 9.125 E-Bussen. Damit hält das Unternehmen 14,9% der Marktanteile und im Vergleich zum Vorjahr kann man auf ein Wachstum von 44,4 % blicken.

Der dritte Rang im Ranking geht an CRRC Electric mit 5.503 neuen E-Bussen, bei 9% Marktanteil. Aber auch hier ist, im Vergleich zum Vorjahr, ein Rückgang um 25,7 % festzustellen. CAAM und chinabuses.org kommentieren den Nachfragerückgang im Inlandsmarkt durch die COVID-19-Pandemie, welche zu einem Ausbremsen geführt hat. Im Februar und März zeige die Statistik ein Minus von über 65 bzw. 50 Prozent, im Dezember mit Blick auf den gesamten Busmarkt ein Plus von 77%.

Weltweit stimmen Analysten dem Wachstumstrend zu, besonders der Elektrobusbereich werde zulegen: Die gesamte städtische Elektrobusflotte in China soll bis 2025 auf 611.000 Elektrobusse anwachsen, in den USA sollen es dann schon 4.750 sein, in Europa geht man von rund 12.000 Elektrobussen aus. Zu diesem Zeitpunkt wird China aber immer noch ganz vorne rangieren und rund 18 Prozent des E-Bus-Marktes weltweit für sich beanspruchen.

Quelle: Omnibus.news – 61.044 neue E-Busse in China

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Wachstumsmarkt E-Busse: Bis 2040 sollen 70% aller Busse elektrisch fahren“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
4 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Ein Modell, das meines Erachtens in D viel zu wenig angewendet wird, ist das der O-Busse. In der Schweiz fahren in fast jeder Stadt O-Busse, die neueren Modelle mit Akku (der deutlich kleiner sein kann, als in einem BEV-Bus) kommen mit ca. 60% elektrifizierter Strecke aus. Ist die Leitung zu Ende, kann mit Akku weitergefahren werden. So können auch Innenstädte von Fahrleitungen verschont werden.
Ergibt einmalige hohe Investitionen, ist aber langfristig wohl wirtschaftlicher, als Akkubusse, die die gesamte Tagesstrecke mit einer Ladung zurücklegen müssen.

Zur Not können die Akkubusse doch z.B. auch an den Endhaltestellen wieder nachgeladen werden. 😉

Zusatz: Ich bin wirklich sehr erstaunt, wie weit verbreitet E-Busse in China schon sein sollen, dort gehören sie wohl offenbar schon lange zum ganz normalen Alltag. *wow*

Für Wasserstoff-Freunde keine gute Nachricht.

Selbst das Argument des Wasserstoffantriebs greift hierbei nicht, da die dafür notwendige Ladeinfrastruktur noch weniger stark verbreitet ist, als es bei der batteriebetriebenen E-Mobilität der Fall ist. Zwar sind diese bereits in China, Teilen Europas, Japan las auch Südkorea auf der Straße und dennoch scheinen die Aussichten auf Markterfolg eher spärlich. Von keinem zweistelligen Marktanteil ist die Rede.

Hingegen scheint die Zeit für batteriebetriebene Elektro-Busse rosig. Dies hängt damit zusammen, dass intensiv im Bereich der Batterie geforscht wird, Akkus werden in immer größeren Stückzahlen gefertigt und die Preise somit nach unten gedrückt.

Auch bei größeren E-Fahrzeugen dürfte mit jeder Verbesserung und jeder Preissenkung der Batterien die Vorteile gegenüber Wasserstoff steigen, so dass die Bereiche für die Wasserstoffnutzung laufend sinken.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Green-Vision stattet Foodtrucks, E-Roller und Kühlfahrzeuge mit Second-Life-Akkus aus
VW & QuantumScape prüfen Bau von Feststoffbatteriefabrik in Salzgitter
Toyota will beim Klimaschutz dreigleisig fahren
4
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).