VW startet Verkauf von ID.3-Varianten mit kleinem 45-kWh-Akku

Copyright Abbildung(en): VW

Der Autohersteller Volkswagen hat vor wenigen Tagen den Verkauf der ID.3-Varianten mit dem kleinsten Akkupaket gestartet. In der Akkukonfiguration mit 45 kWh Kapazität kostet der ID.3 ab 31.495 Euro. Das Modell ist in drei Ausstattungsvarianten erhältlich, die sich teilweise auch bei den technischen Daten unterscheiden. Das Basismodell Pure etwa lädt an einer Schnellladesäule mit bis zu 50 kW. Die nächsthöhere Version City, die ab 34.415 Euro zu haben ist, hab neben allerlei zusätzlichem Infotainment und dem ACC-Fahrassistenten auch einen 100 kW starken Schnellladeanschluss an Bord.

In allen drei Ausstattungsvarianten, genannt Pure, City und Style (ab 38.375 Euro), leistet der Elektromotor 110 kW (150 PS), was den Sprint auf 100 km/h in 8,9 Sekunden ermöglicht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei allen drei Modellen bei 160 km/h. Den Stromverbrauch des ID.3 Pure gibt VW mit 13,8 kWh auf 100 Kilometer an.

Den im Vorfeld der Markteinführung von Volkswagen erwähnten Basispreis von „unter 30.000 Euro“ erreicht der ID.3 mit der neuen Version jedoch noch nicht. Erst nach Abzug des Umweltbonus samt Innovationsprämie sinkt der Preis auf 21.925 Euro. Das ist nur gut 1500 Euro teurer als die Einstiegsversion des fossil angetriebenen Golf-Benziners – der leistet jedoch nur 66 kW (90 PS) und ist magerer ausgestattet. Die Marke von 30.000 Euro sollte das noch ausstehende Einstiegsmodell des ID.3 unterschreiten, welches mit weniger Motorleistung in den Verkauf gehen dürfte. Denn den D.3 Pure hat VW in seiner Preisliste mit dem Zusatz „Performance“ versehen, welche bei den anderen ID.3 Varianten dem jeweils stärkeren von zwei möglichen Antrieben vorenthalten ist.

Insgesamt hat Volkswagen den ID.3 nun wie geplant mit drei Akkupaketen im Verkauf: Mit der 45 kWh großen Batterie für bis zu 352 Kilometer, dem 58 kWh Akku für bis zu 426 Kilometer und den 77 kWh der Topversion für bis zu 549 Kilometer.

Quelle: Volkswagen – Fahrzeugkonfigurator / Electrive – VW: ID.3-Verkauf mit kleinem Akku startet

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Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Na das ist ja schon ein guter niedriger Preis bei noch schöner Reichweite. Jetzt müssen’s nur noch genug Autos auf den Markt bringen.

Finde das Fahrzeug passt so nicht. Entweder ganz sparen mit der Version für 29.900€ oder den Pro mit 58 kWh für 34.900€. Aber schön, dass das Line-Up ausgerollt wird.

Das Gute am ID.3 ist das „humane“ Design, kein SUV-Geprotze mit „großer Schnauze“ und 45 kWh reichen locker für die Allermeisten. Bei 16-19 kWh real auf 100 km sind etwa 250 km Reichweite drin.

Das Gute am ID.3 ist das „humane“ Design, [fast] kein SUV-Geprotze mit „großer Schnauze“

+1, ich habe das „fast“ mal ergänzt 😉

[…] 45 kWh reichen locker für die Allermeisten.

Würde mir mit ausreichendem Lader (AC + DC) auch für meine seltenen Mittelstrecken reichen …

Die Reichweite mit dem kleinen Akku hört sich erstmal OK an, ist sie aber nicht. Der ID3 wird sich im Winter nicht unter 15 kWh auf 100 km bewegen lassen. Das ergibt eine Reichweite von 300km, theoretisch. Niemand fährt nämlich 100 auf 0 % runter. Im Alltag versuche ich zwischen 80 und 20% zu Pendeln. Dies ergibt eine faktische Alltagsreichweite von nur noch 180km. Da man mit dem Elektroauto aber unflexibel wird, wenn der Akkustand zu niedrig wird (20% bedeuten im ID3 nur noch 60km Reichweite), laden e-Auto-Fahrer laut &Charge Umfrage in der Regel schon ab 40% Akku-Stand auf. Der ID3-Fahrer mit dem kleinen Akku wird also faktisch schon nach 120 km Fahrt beginnen nach der nächsten Ladesäule Ausschau zu halten. Faktisch ist dieser ID3 damit nur ein Fahrzeug für Heim-Lader und damit gerade kein Stadtauto.

Im Winter verbraucht der ID.3 derzeit eher 22-28 kWh (unter anderem auch wegen der Akkuheizung). Bei 100% => 0% also eher um die 180km Reichweite im Winter. Bei 80% => 20% also eher etwas über 100km Reichweite. Im Sommer gelten die zuvor genannten Zahlen (15-18kWh).

Ich fahre den eGolf seit fast einem Jahr bei über 16.000 km und kann bestätigen, dass nicht der Akku das Problem ist, sondern die fehlenden Schnelllader im ländlichen Raum. Meine weiteste wiederkehrende Fahrt ist 226 km Gesamtstrecke. Die schaffe ich locker mit einer Akkuladung. Ja, ich möchte auch möglichst mind. 10 km Restreichweite haben. Aber wenn ich schon grundsätzlich bei 40% nachladen möchte, erscheint mir das lediglich bei einer Urlaubsfahrt ein- bis zweimal im Jahr sinnvoll. Im Sommer habe ich auch mal Reichweiten von 286 km (ohne Komforteinbußen) erreicht. Meine Zwischenhalts lege ich trotzdem so, dass wenigstens ein AC-Lader verfügbar ist. Damit habe ich in meiner 30Min. Mittagspause ohne Aufwand ca. 30 km nachgeladen. Das gibt zusätzliche Sicherheit. Im Winter bei -3°C oder auch bei +10°C und regen, sind es dann jedoch nur 195 bis 200 km Reichweite, da muss man eben nachladen. Dumm nur wenn der einzige CCS-Laden auf dieser Strecke die Ladekarten und die Apps auf ein Mal nicht mehr akzeptiert. Die dann notwendigen ca. 45 Min. AC-Zwangspause tun dann weh. An diesem Tag gerade auch keine Mittagspause gemacht (coronabedingt alle Gastronomie geschlossen).
Ein Umstieg auf einen ID.3 werde ich trotzdem nicht planen. Zum einen ist die Innen-Material-Wahl leider sehr einfach gehalten und eine vollwertige AZV ist auch nicht verfügbar. Die diversen Softwareprobleme sind sicher zeitnah behoben. Wenn Alternative, dann wäre das hier nur das M3 mit der kleinen Batterie meine Wahl. Achja, die Spaltmaße wären mir dann auch noch egal und der Innenraum geht ja gerade noch so. Die Lademöglichkeiten mit 3phasen AC-Lader und deutlich über 50 kW CCS, sowie die hauseigenen Ladesäulen zum einheitlich günstigem Preis, wären super.

Hätte ich gerne gekauft, aber ein Auto, das ich nicht mit Ganzjahresreifen geliefert bekommen kann, ist für mich ein No-Go.

[…] ein Auto, das ich nicht mit Ganzjahresreifen geliefert bekommen kann, ist für mich ein No-Go.

Pffft, wegen solcher „Nickeligkeiten“ (von vielleicht ca. 300 € Relevanz) muss man ein eAuto, dass man angeblich „gern gekauft“ hätte, doch nicht so ablehnen: „Workarounds“ überlegen!

Last edited 4 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Ich sehe das schon als Argument. Wir zahlten bisher jedes Jahr 4 mal über 100.- € für das Wechseln und Lagern der Reifen unserer beiden Autos. Jetzt habe ich unseren neuen Zoe mit schlechtem Gewissen erstmalig mit Allwetterreifen gekauft. Damit relativiert sich der Preis für die Akkumiete schon wieder ein wenig.

Ich sehe das schon als Argument.

Nur ist es IMO eben nicht stichhaltig!

Nochmal: Wg. einer „Nickeligkeit“ (von vielleicht ca. 300 € Relevanz) muss man beim Neukauf eines 30.000-€-eAutos, dass man angeblich „gern gekauft“ hätte, doch nach besseren Lösungen suchen:

Mein „Workaround“ – vor vielen Jahren – war der Kontakt mit dem Reifenhändler meines Autohauses: Für gut 200 D-Mark(!) (Montage/Auswuchten/Mehrpreis) kriegte ich die damals konkurrenzlosen Goodyear Ganzjahresreifen und er nahm die Werksreifen und gut war’s

Ganzjahresreifen für den ID.3 kann man im Konfigurator hinzufügen, dann wird das Fahrzeug auch damit geliefert: Andoya 7,5 J x 19 in Schwarz / glanzgedreht, Airstop®-Ganzjahresreifen 215/50 R 19

Alternativ gibt es welche bei jedem Reifenhandel oder beim VW Händler um die Ecke.

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