VW bringt mit Seat Batteriezellen-Gigafabrik nach Spanien sowie Kleinst-Stromer

VW bringt mit Seat Batteriezellen-Gigafabrik nach Spanien sowie Kleinst-Stromer

Copyright Abbildung(en): Seat

Allein in Europa will der VW-Konzern gemeinsam mit Partnern sechs Gigafabriken mit einer Produktionskapazität von insgesamt 240 GWh errichten. In Schweden etwa arbeitet VW eng mit Northvolt zusammen. Bei der Auswahl weiterer Standorte legt sich der Konzern auf Spanien fest – die Heimat seiner Marke Seat. Wie weiter bekannt wurde, will die VW-Gruppe die Fertigung ihrer geplanten Elektro-Kleinwagenserie („Small BEV“) ab 2025 ebenfalls in Spanien ansiedeln.

Wenn diese Pläne umgesetzt werden, wird Spanien zu einer strategischen Säule des Elektrifizierungsplans des VW Konzerns. Demnach wollen die beiden Automobilhersteller mit der spanischen Regierung zusammenarbeiten, um das Land in einen führenden E-Mobility-Hub zu transformieren. Außerdem werden sich beide Unternehmen für die Teilnahme am Strategischen Projekt zur Erholung und wirtschaftlichen Transformation (PERTE) bewerben.

Der Aufbau einer Batteriezellen-Gigafabrik strebt der VW Konzern im Rahmen des Projekts „Future: Fast Forward“ an. Nach Schweden und Deutschland könnte Spanien damit der dritte Standort für eine von sechs Gigafabriken in Europa werden. Darüber hinaus sei es geplant die Small-BEV-Familie in Spanien zu fertigen. Wie SEAT in seiner Mitteilung zu verstehen gibt wird der Small-BEV-Familie eine Schlüsselrolle bei der Demokratisierung der Elektromobilität in Europa zukommen, da sie klimaneutrale E-Mobilität für mehr Kunden zugänglich machen wird.

„Spanien könnte eine strategische Säule unserer Elektrifizierungsstrategie werden. Wir sind gewillt, die gesamte Wertschöpfungskette der E-Mobilität im Land zu errichten – von der Produktion von Elektrofahrzeugen und Bauteilen für Elektrofahrzeuge bis hin zu einer neuen Batteriezellenfabrik des Konzerns. Abhängig von den allgemeinen Rahmenbedingungen und der staatlichen Unterstützung könnte ab 2025 die Small-BEV-Familie in Spanien gebaut werden.“ – Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns

Thomas Schmall, Vorstandsmitglied der Volkswagen AG für den Geschäftsbereich Technik, Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen Group Components und Vorsitzender des Aufsichtsrats der SEAT S.A., führt die Gedanken zum spanischen Gigafabrik-Standort weiter aus: „Der Standort würde die Versorgung der geplanten Elektrofahrzeugproduktion in Spanien sicherstellen. Wie bei unseren ersten beiden geplanten Fabriken in Salzgitter und Skellefteå würden wir die potenzielle Gigafabrik gemeinsam mit einem strategischen Partner bauen wollen. In seiner endgültigen Ausbauphase am Ende der Dekade könnte das Werk eine Jahreskapazität von 40 Gigawattstunden haben.“

Zurück zur Small-BEV-Familie, welche in Spanien gefertigt werden könnten. Wie der Hersteller zu verstehen gibt, wäre das Elektrofahrzeug für den Stadtverkehr ein Projekt mit großem potenziellem Volumen. Es wäre ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Nachhaltigkeit und beim Kampf gegen den Klimawandel und könnte zum Motor für die Transformation der spanischen Automobilindustrie werden. Dieses Segment von 20.000 bis 25.000 Euro ist entscheidend, um Elektromobilität für die breite Masse zugänglich zu machen und die Ziele des Green Deal zu erreichen.

Wayne Griffiths, Vorstandsvorsitzender von SEAT und CEO von CUPRA, ordnet die angepeilte Entwicklung von SEAT wie folgt ein: „Wir wollen mit der spanischen Regierung zusammenarbeiten, um das Land in einen führenden E-Mobility-Hub zu transformieren und das Werk von SEAT in Martorell zu einer Fabrik für reine Elektrofahrzeuge zu machen. Die Iberische Halbinsel ist entscheidend für das Erreichen einer klimaneutralen Mobilität in Europa bis 2050. Wir stehen bereit, um die spanische Automobilindustrie zu transformieren und deutlich zur Entkarbonisierung von Südwesteuropa beizutragen.“

Quelle: Seat – Pressemitteilung

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Das Unglück ist nur, dass small hier nicht small meint. 20k Einstiegspreis ist gemeint. Das Auto wird deutlich größer als bisherige kleine BEV, nämlich knapp 4m lang und es wird auch nicht schmal. Denn es muss die MEB auftragen.

Es war ja in der Presse freilich auch schon von „Entry MEB“ oder ähnlichem die Rede, also nicht unbedingt von der direkten Übernahme des bisherigen MEB.
Na schaumama, ich denke, in den nächsten12-18 Monaten kommen zumindest weitere Informationen von Konzernseite. Man kommt ja auch glücklicherweise zunehmend unter Druck, wenn dann die Wettbewerber mit neuem R5, reinelektrischem Astra und dergleichen greifbarer werden.

In Spanien gibt es Sonne satt, ideal um mit PV-Anlagen reichlich Ökostrom zu erzeugen, mit dem dann Batterien sowie E-Autos hergestellt und über Ladesäulen auch versorgt werden können.

Spanien könnte ein Musterland für batterie-elektrische Antriebe werden und mit kleineren E-Auto zeigen, dass man keine 2 Tonnen braucht, um 1 – 2 Personen oder auch mal 4 Person zu befördern.

Mit einer großen Zahl von E-Autos könnten Batterien als günstiger Pufferspeicher dienen (das E-Auto gäbe es quasi kostenlos dazu), um den Stromüberschuss zu speichern und nachts wieder abgeben.

VW ist zwar später dran, dürfte aber alle anderen Hersteller in Europa beim E-Auto überholen. Vor allem die Experimente der französischen Marken mit H2-Transportern sehen ich als Irrweg an, da sich bei rein batterie-elektrischem Antrieben bei gleichem Gewicht ähnliche Reichweiten viel günstiger erreichen lassen.

Bis auf den h2 Seitenhieb bin ich voll bei dir. Ob das bei den großen Transporter sinnvoll umzusetzen werden wir sehen. Da bin immer noch bei h2. Aber seat bzw. in Spanien könnte man Batterien und e- Autos nahezu klimaneutral herstellen. Dadurch würde man dem Verbrenner keine Argumente mehr liefern. Schade das seat den mii bis dahin nicht weiter bauen darf. Meiner Meinung nach das sparsamste e-auto was Heizung Klima und Platz für 4 Menschen hat. Hab ihn jetzt seit knapp 2 Monaten und erfüllt alle Kriterien für ein Pendler- und Kurzstreckenfahrzeug. Durch Förderung und Herstelleranteil für 130€ im Monat leasbar. Günstiger geht es kaum. Nur auf der Langstrecke bei heißem Wetter hat er halt seine Schwäche.

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