VW prüft Börsengang für sein Batterie-Zellgeschäft

VW prüft Börsengang für sein Zellgeschäft

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Volkswagen denkt über einen Börsengang für seinen neuen Batterie-Bereich nach. „Wir schließen zunächst nichts aus – zumindest für das Zellgeschäft„, sagte Technik-Vorstand Thomas Schmall im Gespräch mit dem „Handelsblatt“. Ein einzelnes Zellwerk ließe sich aber nicht an die Börse bringen, das Ganze müsse schon auf höherer Ebene zusammengefasst werden. Zu diesem Zweck wolle der Konzern Technologie-Partnerschaften aufbauen und sich zudem nach externen Kapitalgebern umsehen.

Der Bau von Zellwerken ist extrem teuer„, so Schmall. Bis zum Jahr 2030 will Volkswagen allein in Europa zusammen mit Partnern für einen zweistelligen Milliardenbetrag sechs neue Gigafactories für die Zellfertigung errichten. Laut Schmall reicht das, um mehr als fünf Millionen Pkws mit Batterien auszustatten. Möglicherweise braucht der Konzern aber noch zusätzliche Zellfabriken für seine Lkw-Sparte Traton.

Volkswagen bereitet zudem den Einstieg in das Geschäft mit Rohstoffen vor, die für die Zellfertigung benötigt werden. „Wir als Volkswagen wollen auf den Fahrersitz und das operative Geschäft mit den neuen Fabriken steuern„, so Schmall weiter. Zudem müsse VW ein Modell der Zusammenarbeit mit großen Zellen-Herstellern aus Asien finden, das ausreichend Spielraum biete. „Wir wollen Zellen selbst herstellen, wollen zugleich aber auch Zellen von außen beziehen.

Da helfe natürlich die Größe des Volkswagen-Konzerns. Schmall: „Mit unseren zwölf Marken und jährlich zehn Millionen Fahrzeugen können wir stärker auftreten.“ Außerdem werde der Markt für Batterien so groß, dass damit auch zusätzlicher Raum für einen Autohersteller wie Volkswagen entstehe. „Allein für Europa brauchen wir sechs neue Gigafactories bis zum Jahr 2030, für die gesamte Branche sind es ungefähr 30 Fabriken.“ Von jetzt an müssten also jedes Jahr drei neue Zellfabriken gebaut werden.

Bei allen Aufgaben der Transfornmation schaffe E-Mobilität aber Arbeitsplätze, so Schmall. In den deutschen Motoren- und Getriebefabriken von VW werde die Zahl der Arbeitsplätze trotz der Umstellung auf den Elektroantrieb bis zum Jahr 2025 ungefähr konstant bleiben. Aktuell arbeiten dort etwa 21.000 Menschen.

Große Hoffnungen setzt der VW-Konzern in die Entwicklung einer neuen Generation von Feststoffzellen, die die Wolfsburger mit ihrem US-Partner Quantumscape betreiben. Feststoffzellen sollen die Reichweite von Elektroautos in der Zukunft deutlich erhöhen. Schmall: „Wir gehen davon aus, dass wir 2025 oder 2026 die ersten Pilotanlagen für die Serienfertigung sehen.

Quelle: handelsblatt.de – „Wir schließen zunächst nichts aus“

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Ob sich da so viele Investoren finden – das Batteriegeschäft ist hart umkämpft – und welchen Innovationsvorteil im Batteriegeschäft genau bringt VW für potentielle Investoren mit?
Ach ja – die Solite State Zellen 😉

VW braucht viel Geld für seine Pläne …

Bis zum Jahr 2030 will Volkswagen allein in Europa zusammen mit Partnern für einen zweistelligen Milliardenbetrag sechs neue Gigafactories für die Zellfertigung errichten.

… und da geht es nicht ohne Investoren, damit die „Gigafactories“ möglichst schnell entstehen.

Wir in Europa dürfen uns bei Batterien (und damit auch beim Umweltschutz) nicht vom Wohlwollen asiatischer Firmen und im Falle von China auch nicht von chinesischer Politik abhängig und erpressbar machen.

Die Investoren stecken ihr Geld besser in Batterie-Gigafactories als in H2-Lkw-Versuche,aber das dürfte denen schon längst bekannt sein.

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