VW-Leak: Interner Vergleich des VW ID.4 mit Tesla Model Y

VW-Leak: Interner Vergleich des VW ID.4 mit Tesla Model Y

Copyright Abbildung(en): Collage - Volkswagen AG / Christopher Lyzcen / Shutterstock.com

Jeden Tag werden Videos aufgenommen und Artikel geschrieben, in denen verschiedenen konkurrierenden Elektroautos verglichen werden. Autohersteller führen diese Analysen natürlich auch durch aber sie sind verständlicherweise intern und vertrauliche. Wer möchte schon enthüllen wo man selbst Schwächen des eigenen Fahrzeuges gefunden hat das ein Bestseller werden soll?!

Es ist ein gut gehütetes Geheimnis, wie die Automobilhersteller die Konkurrenz bewerten. Die Marketing- und PR-Botschaften sprechen dagegen immer nur von den Stärken des eigenen Fahrzeuges. Vertrauliche Volkswagen-Dokumente wurden mir zugespielt die enthüllen was Volkswagen wirklich über den ID.4 denkt, bzw. was sie möchten das ihr Vertriebsnetzwerk denkt. Das Dokument das ich in Auszügen exklusiv enthülle zeigt die Stärken und Schwächen des ID.4 im Vergleich zum Tesla Model Y, BMW iX3, Volvo XC40, Kia e-Niro, Peugeot e-2008, MG ZS EV, Hyundai Kona elektro und DS3 e-Tense. Alles Fahrzeuge die entweder schon im Markt sind oder bald in den Verkauf kommen.

Alexander Voigt

Um ein besseres Produkt zu entwickeln und erfolgreich zu verkaufen, ist es wichtig, die Stärken und Schwächen der Mitbewerber zu verstehen. Deshalb zerlegen ganze Abteilungen der Hersteller die Produkte der Mitbewerber und testen sie auf Herz und Nieren, um sich erfolgreich zu positionieren. Das gilt für die meisten Branchen und ganz besonders für wettbewerbsintensive Branchen wie die Automobilindustrie.

Internes VW-Dokument deckt Stärken & Schwächen des ID.4 auf

Ein vertrauliches Dokument von Volkswagen in die Hände zu bekommen, das erklärt, wie alle anderen relevanten Elektroautos ihrer Einschätzung nach im Vergleich zum ID.4 abschneiden, gibt uns eine Menge Einblicke. Nicht nur Einblicke über die wahrgenommenen Stärken und Schwächen des ID.4, sondern auch darüber, wie Volkswagen sich positioniert.

Alexander Voigt

Das vorliegende Dokument aus Frankreich zeigt, dass nicht alles, was VW in der Öffentlichkeit als Stärke des ID.4 angibt, vom Management intern auch immer als solches gesehen wird. Das deutet darauf hin, dass man Informationen nicht weitergibt oder sogar schönt um dem Vertriebsnetzwerk eine einseitige Sicht, fast so wie in einer Werbung, zu vermitteln. Das ist vielleicht nichts Ungewöhnliches und war zu erwarten aber der Nachteil dieses Vorgehens liegt darin das es kontraproduktiv ist. In Umfragen wie z.B. jene von Greenpeace (Vorwürfe / Stellungnahme) bewerten Autokäufer das Wissen der Händler mit 50% fehlerhaften Aussagen. Der Verkauf eines ID.4 wird für einen Händler schwieriger wenn er unvollständige oder fehlerhafte Informationen vorliegen hat und nicht leichter. Hierbei geht es nicht darum was er den Kunden sagt, sondern wie gut er auf das Kundengespräch vorbereitet ist.

Um im Geschäft erfolgreich zu sein, kann man die Wahrheit zwar versuchen zu verbergen, aber spätestens wenn die Kunden das Auto testen, erfahren sie es sowieso und sind von Schwächen enttäuscht. Ich glaube, dass die derzeitige Strategie von Volkswagen, so zu tun, als würden sie liefern, was sie nicht liefern, kein nachhaltiger Ansatz ist, um Kunden langfristig zu gewinnen, sondern einer, der langfristig negativ ist. Hierbei geht es nicht darum die Nachteile seines Fahrzeuges zu kommunizieren, sondern den Händlern die Möglichkeit zu geben glaubwürdige Antworten zu entwickeln, wenn sie auf die Schwächen des ID.4 angesprochen werden. Wenn man seine Glaubwürdigkeit verliert, hat man alles verloren und der eine oder andere mag sich an dieser Stelle an den Skandal mit den Abschalteinrichtungen erinnern.

Volkswagen kategorisiert die ID.4 Konkurrenz in 3 Gruppen:

Obwohl viele der Fahrzeuge noch nicht ausgeliefert und erst für 2021 geplant sind, wurden bereits alle wichtigen Eigenschaften, Spezifikationen, Maße und Funktionen in einer umfangreichen Tabelle zusammengefasst, die den Verkäufern im Autohaus alle nötigen Argumente liefern soll, um den Kunden davon zu überzeugen, dass der ID.4 das bessere Auto ist. Das ist sinnvoll denn auch zukünftige Modelle der Konkurrenz spielen bei der Kaufentscheidung eine Rolle.

Eine Einordnung der VW-Daten zum ID.4 und möglicher Alternativen

Ich möchte nicht zu tief in die aufgelisteten Spezifikationen eintauchen und überlasse das Anderen, muss aber anmerken, dass einige Angaben nach meinem besten Wissen nicht korrekt, genau, sogar irreführend oder zumindest unvollständig sind. Da das Dokument für VW-Vertragshändler gedacht ist, die den ID.4 im VW-Agenturmodell verkaufen, hat das Volkswagen-Management vermutlich wohl beschlossen, ihre Verkäufer nur über ihre „Version der Wahrheit“ zu informieren.

Da ich selbst einen großen Teil meines Lebens als Software-Verkäufer tätig war, kann ich aus eigener Erfahrung sprechen, wenn ich sage, dass es keine gute Idee ist, seine Verkäufer schlecht oder sogar falsch über wichtige Spezifikationen und Fakten des Produkts zu informieren. Wenn Sie das tun, sollten Sie sich nicht wundern, dass Kunden mit Kenntnissen über das Know-How und die Vorgehensweise des Verkäufers enttäuscht sind.

Umfragen zeigen uns, dass Verbraucher, die sich ein Elektroauto zulegen möchten überdurchschnittlich enttäuscht über das Beratungsgespräch der Händler sind. Volkswagen hat diesbezüglich umfangreiche Schulungen mit den Vertragshändlern durchgeführt. Die vorliegenden Wettbewerbsanalyse und das interne Spezifikationsdokument kann in seiner Ausführung ein Grund dafür sein. Die Volkswagen ‚Mystery-Buyer-Studie’ von Greenpeace ergab etwa 50% schlichtweg falsche Antworten von Händlern über Elektroautos.

Die Motivation für die Verkäufer, ein ID.4 oder ID.3 Geschäft zu machen, ist, wie ich in meinem vorherigen Artikel aufgezeigt habe, begrenzt, da jeder verkaufte ID.4 im Vergleich zu einem verkauften Verbrenner mit ca. 4,5% Marge und 0% Bonus für ihn reduziertes Einkommen bedeutet. Natürlich wird dieser Verlust dadurch verringert, dass ein Käufer bei einem Verbrenner den Preis verhandeln kann was bei einem ID nicht möglich ist aber es ist nicht realistisch zu glauben das dies in diesem Umfang jedem Käufer gelingt wenn er es denn überhaupt versucht. Hinzu kommt der signifikante Verlust an zukünftigen Wartungs- und Serviceumsatz im Vergleich zu einem wartungsarmen Elektroauto den kein Käufer eines Verbrenners verhandeln kann.

Die Übersicht und die Verkaufsargumente gelten daher nur, wenn jemand das Autohaus betritt, der deutlich macht, dass er einen ID.4 kaufen will und nicht an einem Hybrid, PHEV oder Verbrenner interessiert ist. Offensichtlich und wie wir alle wissen, werden Verkäufer einen solchen Wunsch nicht unbedingt respektieren und stattdessen weiterhin versuchen, das zu verkaufen, was für sie finanziell besser ist. Einige Verkäufer werden daher die untenstehenden Angaben verwenden, um dem Kunden zu erklären, warum er besser ein Auto mit Verbrennungsmotor kaufen sollte. Auch dies Verhalten wurde in der genannten Greenpeace Studie nachgewiesen.

Alexander Voigt

Da eine solch umfangreiche Tabelle viele Details enthält, hat sich Volkswagen entschlossen, ein zusätzliches Verkaufstool mit einer handlichen Übersicht über die Vor- und Nachteile aller verfügbaren Elektroautos des Segments im Vergleich zum ID.4 bereitzustellen. Da die Kunden natürlich die Modelle vergleichen werden, macht das auch sehr viel Sinn. Diese Analyse gibt uns einen einzigartigen Einblick in den Denkprozess des Volkswagen Top-Managements und wie sie zum Beispiel das Model Y, iX3 oder Kona gegenüber dem ID.4 einstufen. Indem Volkswagen die Stärken und Schwächen der Konkurrenten deklariert, deklariert es gleichzeitig die Stärken und Schwächen des ID.4.

VWs ID.4 / Tesla Model Y Vergleich im Detail betrachtet

Da das Dokument in französischer Sprache ist, übersetze ich den wichtigsten Fahrzeugvergleich, nämlich das Model Y, empfehle aber auch, sich anzusehen, wie die anderen Fahrzeuge von VW bewertet werden.

Vorteile, die VW dem ID.4 im Vergleich zum Model Y zugesteht:

Preis: Der ID.4 1st ist für 47.950 € und der ID.4 Max für 58.950 € Grundpreis erhältlich, nach der Konfiguration liegen die Endpreise von VW aber meist deutlich höher. Das Model Y hingegen enthält fast alle Funktionen, Spezifikationen und Extras bereits in der Basisversion und kostet in Frankreich 63.000 €. Ich gehe davon aus, dass ein vollkonfigurierter ID.4 mit allen sonstigen Kosten ein ähnliches Preisniveau wie das Model Y haben wird, aber im Vergleich dazu weniger Funktionalität, z.B. AutoPilot, bietet. Der Wert den man bei einem ID Model einkauft wurde von Experten wie Auto-Motor-Sport als zu niedrig eingestuft.

Beim ID.3 hat der VW Chef Herbert Diess folgende Behauptung aufgestellt, „Wir werden 2020 kommen mit Fahrzeugen, die alles können wie Tesla und um die Hälfte billiger sind“. Das Jahr 2020 ist vorbei aber das Versprechen vom damals noch neuen VW CEO wurde bis heute nicht eingelöst.

Alexander Voigt

Staatliche Subventionen: Der ID.4 erhält in Deutschland aufgrund des höheren Grundpreises einen Umweltbonus von 3.000 Euro mehr als das Model Y, aber allein der Autopilot, das umfangreiche Entertainment-System oder die bessere Energieeffizienz die serienmäßig enthalten ist, ist in meiner Meinung nach diese Differenz wert. Die Subventionen sind in jedem Land anders also auch in Frankreich und teilweise recht kompliziert zu ermitteln, aber die Funktionalität des Basismodell Y sind es nicht.

Handhabung: Während die ID.3/4 für ihr Handling gelobt werden, gilt dies auch für das Model 3/Y. Beide sind direkt in der Steuerung, wendig und machen Spaß beim Fahren. Was man sagen kann, ist, dass der Wenderadius bei den Tesla-Modellen größer ist, was in der Tat ein Nachteil ist, aber abgesehen davon würde ich eine Empfehlung für das Handling eher an das Model Y geben. Warum VW den ID.4 im Handling besser bewertet erschließt sich mir nicht.

VW-Vertriebsnetz: Das Online-Vertriebsmodell von Tesla hat sich als äußerst effizient erwiesen und ist in der Zeit der Pandemie besser als die Händlermodelle der etablierten Anbieter. Dies zeigt sich u.a. im wachsenden Marktanteil von Tesla, während Volkswagen in der Zeit der Pandemie 2020, in der jeder den direkten Kontakt mit einem Händler meidet und aus Sicherheitsgründen lieber online einkauft, ca. 25% Marktanteil verloren hat.

Das VW-Vertriebsnetz als Vorteil zu bezeichnen, mag den Händlern, die das Dokument lesen, ein gutes Gefühl vermitteln, ist aber wie die Zahlen nachweisen nicht korrekt. Das Online-Verkaufstool von VW ist ausgesprochen kompliziert und komplex, was es im Vergleich zu Tesla schwierig macht einen Kauf durchzuführen. YouTube Videos zeigen wie ein Kunde in unter einer Minute per Smartphone den Kauf eines Model 3 schnell, einfach und übersichtlich durchführen. Die für jeden verkauften ID.4 schlecht kommissionierten Händler sind eher ein struktureller Nachteil als ein Vorteil.

Verfügbarkeit im Jahr 2020: Das Model Y wird in den USA bereits 2020 ausgeliefert, in China wird es im Januar 2021 Monat erwartet. VW hat dagegen die ID.4-Auslieferung in Europa von Ende 2020 auf Q1 2021 verschoben, während das Model Y im Juli in Giga Berlin produziert und ausgeliefert werden soll. Eine frühere Auslieferung in Europa könnte mit dem in China gefertigten Model Y durchaus erfolgen und hierzu gibt es auch bereits entsprechende Quellen in China. In Anbetracht des schnellen Aufbaus der Tesla Fabrik in Berlin wird erwartet, dass das Model Y bereits in Q2 mit der Produktion und vielleicht sogar Auslieferung beginnen kann aber das ist spekulativ.

Insofern ist das ID.4 nur wenig, wenn überhaupt in Europa früher verfügbar und in den USA und China Monate später. Da der europäische Markt mit 450 Millionen Einwohner zu 1,7 Milliarden in China plus USA vergleichsweise kleiner ist, würde ich daher die Verfügbarkeit im globalen Kontext eher als Nachteil und nicht als Vorteil definieren. Mit Blick auf Frankreich ist sie, wenn überhaupt, nur ein paar Monate oder Wochen früher und in diesem Fall ein Vorteil, der schnell verschwindet. Verfügbarkeit bedeutet ja auch das ein Fahrzeug geliefert werden kann und da ist Tesla mit dem Model Y bezüglich der Produktionskapazität deutlich im Vorteil.

Nachteile, die der ID.4 1st aus Sicht von VW im Vergleich zum Model Y hat:

Die Liste der Nachteile, die Volkswagen für den ID.4 im Vergleich zum Model Y aufgelistet hat, ist länger als bei jedem anderen genannten Fahrzeug, aber es fehlen immer noch viele nachteilige Komponenten wie Effizienz, Autopilot, Infotainment, OTA Software Updates, Höchstgeschwindigkeit, Reichweite u.a. Was man nicht nennt muss man nicht als Nachteil bewerten was der Hintergrund dafür sein kann das diese Punkte nicht erscheinen.

Motorleistung und Allradantrieb: Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit und Agilität sind nur ein paar Punkte, die hierbei genannt werden sollten. Die ID.X-Linie ist in allen von ihnen einige Stufen niedriger im Vergleich zu allen Tesla-Modellen zu bewerten. Die Beschleunigung von 0-100 km/h in 3,7 Sekunden des Model Y ist mehr als doppelt so schnell wie die Leistung des ID.4 mit 8,5 Sekunden. 160km/h Höchstgeschwindigkeit mit dem ID.4 ist 81km/h langsamer als ein Model Y. Natürlich liegt es in der Betrachtung des Käufers ob es diese Leistungsdaten als wichtig einschätzt aber es geht hier um einen möglichst neutralen Vergleich unabhängig vom Anwendungsfall.

DC-Laden: Schnelles Laden ist ein wichtiger Vorteil des Model Y den ich in dieser Hinsicht erwähnen würde. Sie bietet deutlich mehr Flexibilität zu reisen und reduziert die sogenannte ‚Reichweiten-Angst’. Der ID.4 ist hierbei auf nur 125 kW beschränkt, was im Vergleich zum V3 Supercharger von Tesla, der mit 250 kW 100 % mehr bietet, wenig ist. Das Ionity-Schnellladenetzwerk, dessen Gründungsmitglied VW ist, expandiert erfolgreich in Europa und bietet bis zu 350 kw, aber das wichtigste VW Elektroauto, der ID.4, kann davon allerdings nicht profitieren.

Ladeinfrastruktur: Da man mit einem Tesla alle verfügbaren Ladestationen von verschiedenen Anbietern in Europa nutzen kann, hat man einen großen Vorteil, aber das schnell wachsende Supercharger-Netz, das auch in ländlichen und städtischen Gebieten mit Schnellladung bis zu 250 kw verfügbar ist, bietet ein einzigartiges Unterscheidungsmerkmal. Reichweitenangst ist ein Thema, dass sie deshalb eher in einem ID-Modell erfahren.

Konnektivität: VW gibt zu, dass die ID.X-Linie einen Nachteil in ihren Software-Fähigkeiten hat und Konnektivität ist nur einer davon. Nicht nur, dass ein ID immer noch nicht in der Lage ist, echte OTA-Updates durchzuführen, sondern auch die Funktionen, die heute in einem Autohaus aktualisiert werden können, sind im Vergleich zu dem, was ein Tesla über das Handy oder ein W-Lan Netzt anbietet begrenzt.

Gerade wurde vom VW Vertriebsvorstand mitgeteilt das der ID.4 erst in der zweiten Hälfte 2021 eine entsprechende Funktion erhält und das der ID.3 erst danach die Möglichkeit bekommt. Die Software ist eine der größten Herausforderungen für VW, und es ist nicht abzusehen, dass die Fehler, Verzögerungen und Probleme in dem Bereich bald gelöst sein werden.

Während die aufgelisteten ID.4-Schwächen im Vergleich zum Model Y die meisten Punkte aller anderen Mitbewerber beinhaltet, sieht VW den Verbrauch und die Effizienz nicht als eine Schwäche an. Auch wurden die zunehmend wichtiger werdenden Fahrassistenten und autonomen Fahrfähigkeiten bewusst aus der Bewertung ausgeklammert. Ein gutes Argument gegen das Autopilot-System von Tesla zu finden, ist für einen VW-Verkäufer sehr wichtig, wenn ein potentieller Käufer dieses Thema ins Gespräch bringt.

Ich versuche durch meine Artikel den deutschen Automobilherstellern dabei zu helfen, den Übergang zu nachhaltigem Transport erfolgreich zu bewältigen, daher richte ich an dieser Stelle eine direkte Nachricht an Volkswagen.

Meine Nachricht an VW für einen besseren Übergang zum nachhaltigen Transport

Sehr geehrtes Volkswagen Management,

was Sie aktuell mit dem vorliegenden Dokument und dem Wettbewerbsvergleich des ID.4- erreichen ist, dass Sie es Ihren Verkäufern schwerer machen das Fahrzeug zu verkaufen.

Wenn Sie den Kunden mit unvollständigen, irreführenden, und teilweise sogar falschen Informationen über Vor- und Nachteile zum Modells Y, um den wichtigsten Mitbewerber von Tesla zu nennen, konfrontieren, führt das zur Frustration der informierten Kunden und zur Enttäuschung der nicht informierten Kunden, wenn sie den ID.4 erwerben und fahren. Beides ist ein negatives Ergebnis für potentielle oder bestehende VW-Kunden und wird früher oder später zu verlorenen Marktanteilen führen.

Während das Model Y nur ein Beispiel ist und andere Wettbewerber in der Klasse des ID.4 ähnliche Bewertungsprobleme aufweisen, ist das Model Y das wichtigste, da es das Fahrzeug mit den aktuell höchsten Verkaufszahlen in seinem Segment und den besten Spezifikationen auf dem Markt ist.

Niemand erwartet noch, dass ein ID.4 besser oder auch nur ähnlich in den Hauptspezifikationen ist, aber seinen Verkäufern wichtige Informationen zu verheimlichen und diese nicht zu erwähnen, lässt sie bei der Kunden als schlecht informiert oder inkompetent erscheinen. Das Ergebnis ihres Vorgehens führt zu den Aussagen der Greenpeace Studie .

Ich weiß nicht, ob es mit Absicht geschieht oder nur eine schlecht ausgeführte Analyse ist, aber in jedem Fall ist es nicht hilfreich für Ihre Ambitionen, den ID.4 zum „Weltauto“ zu machen und VW zu einem ernsthaften Akteur im Bereich der batterieelektrischen Fahrzeuge zu positionieren.

In meinem vorherigen Artikel habe ich bereits meine Frustration darüber zum Ausdruck gebracht, dass Sie uns Verbrauchern gegenüber nicht ehrlich sind, aber kann es sein, dass dasselbe auch auf Ihre Händler zutrifft?

Integrität und Ehrlichkeit sind der Schlüssel zur Glaubwürdigkeit, und wegen des Diesel-Skandals sollte Volkswagen in diesem Bereich ganz besonders vorsichtig und aufmerksam sein.

Ich wünsche Ihnen trotz meiner kritischen Worte aufrichtigen Erfolg mit Ihren Elektroautos im Jahr 2021 und speziell mit der Einführung des ID.4.

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Der gesamte Tonfall des Artikels überrascht mich erstmal nicht. Innerhalb einer Woche kamen vom Autor zwei VW Artikel mit Frankreich Leaks und negativem Tonfall und ein Tesla Artikel aus der Gerüchteküche mit überschwänglichem Tonfall. Also so viel mal zur Objektivität.

Dass VW und alle anderen Hersteller sich Konkurrenz Produkte kaufen oder meist sogar nur übers Wochenende mieten und dann zerlegen ist ein offenen Geheimnis. Das ist mehr als üblich. Wenn das KBA so genau testen würde, wie die Hersteller die Konkurrenz hätten wir nie einen Abgasskandal gehabt.

VW muss seine Händler ordentlich schulen, richtig. Und ob man es glaubt oder nicht will die Masse der Kunden einen Ansprechpartner vor Ort haben. Wenn was nicht stimmt hat man den schneller am Wickel wie jemanden in der Tesla Hotline, wenn es die überhaupt noch gibt. Meint wirklich jemand das Verfahren wäre anders, wenn Tesla eine Kundenberatung hätte? Die Firma ist doch kein Heiliger und will letztlich so viele Autos verkaufen wie möglich. Genauso wie VW, BMW, PSA, Daimler und alle anderen.

Der Autopilot wird heute (welcher Kunde denkt denn beim Kauf an Funktionen die er vielleicht in 10 Jahren mal nutzen darf) vermutlich zindest vielen in Deutschland egal sein. Darf man ja eh nicht so nutzen wie es ein Autopilot suggeriert. Tesla hat mehr Wums, auch richtig. Aber über 200PS wird sich in einem Tiguan auch keiner beschweren. Bei der Höchstgeschwindigkeit hätte VW durchaus was draufpacken können, auf der anderen Seite sieht man doch selten einen BEV Fahrer mit 200km/h über die Autobahn brettern. Selbst der Audi Chef sagte kürzlich, er denkt dass ein Tempolimit kommen wird. Der Elektromobilität wurde es helfen. Und man muss sich dann fragen: Warum diskutieren wir über die Höchstgeschwindigkeit?

Verarbeitung? Wohl eher VW besser (was das MY aus Berlin kann, weiß man wenn es da ist). Bei Assistenzsystemen hat Tesla den Autopilot, VW hat den Travel Assist dagegen, aber z. B. auch HUD und Matrix-LED am Start, bei Telsa nicht zu bekommen. OTA Updates werden irgendwann in 2021 kommen. Also Momentaufnahme. Wie weit VW das Auto dann über die Updates noch weiterentwickelt werden wir auch sehen. Kann keiner vorhersagen, was da hinter den Kulissen vor sich geht. Über das Ladenetz werden wir uns in einigen Jahren hoffentlich auch nicht mehr unterhalten müssen, wenn es die Anbieter mit den Preisen nicht weiter versauen.

Man kann endlos weiter vergleichen, sicherlich. Letztlich soll halt der der ein Model Y haben will eins kaufen und wer einen ID4 haben soll einen ID4 kaufen. Mein Gott. Für mich persönlich kommt z. B. Tesla nicht in Frage. Die nächste Werkstatt ist 100km weg. Nein danke, kann immer mal was sein am Auto, dann will ich keinen Tag Urlaub nehmen müssen um zur Werkstatt zu fahren. So manche Modalitäten beim Tesla- Kauf stören mich halt auch. Meine persönliche Meinung, wenn andere es anders sehen, auch gut.

Last edited 1 Jahr zuvor by KaiGo

Es gibt erst eine handvoll Tesla V3 Lader in Deutschland, bis die flächendeckend stehen kann der ID4 auch mit 170kw laden (bereits angekündigt).
Dein „Leak“ sind französische Schulungsunterlagen vom Volkswagen Vertrieb, selbstverständlich heben die nur Ihre eigenen Vorzüge hervor, maßgeschneidert auf den französischen Kunden. Wenn du objektive Vergleichstest haben möchtest, musst du Fachmagazine heranziehen und ggfs. selbst gegenüberstellen ob es mit deinen persönlichen Referenzen übereinstimmt.
Volkswagen ist sich seinem Rückstand durchaus bewusst, das ist aber kein Verkaufsargument mit dem man wirbt.
Ich gebe auch zu Bedenken, dass der durchschnittliche privat Neuwagenkäufer zwischen 50-60 Jahren ist ob sich hier das Vertriebsmodell durchsetzt bleibt spannend. Wenn man jetzt noch bedenkt das über 50% gewerblich finanziert oder geleast werden, kann ich mir kaum vorstellen dass die 2 Mausklicks zum Kauf dauerhaft ausreichen werden.

Der Vergleich zeigt mal wieder ganz klar, der Hyundai Kona ist in Preis-Leistung und Effizienz das beste Elektroauto auf dem Markt. Auch hier sind die Daten fehlerhaft, auch der Kona lädt mit 11kW AC. Ein tolles und vernünftiges Auto, das in Deutschland jeden Zweitwagen und in vielen Fällen auch den „Erstwagen“ sofort ersetzen könnte.

In ein Auto, das derzeit ohne Fahrer auf dem Fahrersitz auf dem Highway fährt, steige ich nicht ein. ISO 26262 lässt grüßen und wie man oft mitbekommt scheint Tesla diesbezüglichen Entwicklungsaufwände lieber beim Feldtest am Endkunden auszulagern (Beta von autonomes Fahren, wobei eher Mercedes wenn dann die Software so benennen darf…).

Der Autor hat wohl wie viele schlechte Erfahrungen mit VW gemacht. Die kommen auch bei Tesla mit der Zeit. Bei den Absatzzahlen und den derzeitigen Käuferklientel fällt es nur nicht auf. Dieses ist derzeit mehrheitlich touchbegeistert oder sind Elektronik- statt Mechanikaffine. Wohingegen Touchscreen beim ID.3 (MEB) gar Golf 8 (MQB) attackiert wurde. Nicht jeder steht auf ein fahrendes Tablet oder den oft beobachteten Windschattensuchen hinter den LKW (insbesondere gerade zu Weihnachten bei Minusgraden beobachtet).

Wer glaubt, dass Stroma langfristig günstiger im Unterhalt sind, hat Kapitalismus nicht kapiert. Derzeit sind es nur Kampfpreise eines neuen weniger regulieren, ausgelutschten Marktes. Strom, Werkstätten und Behörden werden schon Wege finden Geld zu machen. Und wenn es nur der TÜV für 500€ ist, da soviel autonomes Fahren und derart viel Hochvolttechnik nunmal Kontrollaufwand bedeuten. Werkstätten werden sich die Sicherheitsmassnahmen bei der Zwei jährlichen Runde bei Hochvolttechnik auch teuer bezahlen lassen. Ein Update gibt es derzeit noch umsonst. Mal sehen wie es in 10 Jahren aussieht, wenn hinter jeder SW Gesetzesauflagen unterschiedlicher Nationen stehen. Apple und Android gab es auch einst alles umsonst. Ebenso ist die Steuer für den Straßenbau und es glaubt ja wohl keiner, dass wenn alle Stroma fahren die wenigeren Einnahmen die Kosten der Infrastruktur decken. D.h. auch die Steuern werden steigen bis das Niveau das aktuelle für Diesel und Benziner erreicht. Daher im übrigen die aktuelle Überlegung die Steuer anhand der Fahrzeuggröße statt dem Hubraum zu gestalten (mal darüber nachgedacht).

Ich bin für Stroma, aber dieser Artikel verkennt vieles und ist nicht objektiv.

Last edited 1 Jahr zuvor by David

Wird Herr Voigt eigentlich nach Zeilen bezahlt? Es ist nervig einen Artikel zu lesen, in dem alle möglichen Auffassungen und Spekulationen mehrfach wiederholt werden.

Ein AutoVerkäufer ist kein AutoTester. Deshalb heißt der Ausbildungsberuf auch: AutomobilKaufmann. Neben der angemessenen Präsentation des Fahrzeuges, besteht seine wesentliche Aufgabe darin, den Kunden zu einem Abschluss zu bringen, also das Fahrzeug für den Kunden nach dessen (vermeintlichen) Bedürfnissen entsprechend erschwinglich und bezahlbar zu machen.

Man sollte sich von der Vorstellung verabschieden, dass man in der aktuellen Phase der Markt-Einführung von Elektroautos bei den etablierten Konzernen fundiert über Elektromobilität beraten wird.

Das gilt auch beim Verbrenner. Wenn Sie sich als Kunde halbwegs über die Fahrzeuge informiert haben, die sie in die nähere Wahl ziehen wollen, werden sie in der Regel über deutlich mehr Detailwissen verfügen als der AutoVerkäufer. Der AutoVerkäufer wird von sich aus auch keine Vergleiche zu anderen Modellen ziehen. Wenn Sie als Kunde diese Vergleiche ziehen, wird er in der Regel ausweichend antworten.Wenn er sehr geschickt und gut ist, wird er ggf. versuchen herauszufinden, wie sie als Kunde ticken, und dann positive Argumente seines Fahrzeuges anbringen.

Jedem Kunden steht es frei, sich die Mühe zu machen, vergleichbare Daten Tabellen für die Fahrzeuge aufzustellen, für die man sich interessiert. Insofern ist die Tabelle, die sich hier von VW wiedergegeben wird eine gute Grundlage für eigene Benchmarks.

Ich frage mich was dieses ständige VW Gebashe soll. Keine Frage Tesla baut coole Autos und ohne Tesla würden die deutschen Autobauer auch nicht so viel Energie in den Wandel zur E-Mobilität gesteckt haben. Aber letztendlich kaufen die Kunden aus dem Bauch heraus, was sie schön oder praktikabel finden. Ich wollte ein E-Auto haben und habe mir einen E-Up gekauft. Vom Fahrspaß ist das Ding super, wenn auch nicht mit der Beschleunigung eines Teslas gesegnet. Und nach Jahren des Kombi fahrens bin ich ehrlich gesagt froh, wieder ein kleineres Auto fahren zu können. Man findet so viel einfacher einen Parkplatz zwischen all diesen adipösen SUVs, die liebend gerne mehr als nur einen Parkplatz belegen. Etwas in dieser Größe bietet Tesla gar nicht an. Und ein Modell Y muss sich ein Käufer auch erstmal leisten können. Es wird genug Leute geben, denen die Spezifikationen des ID.4 völlig reichen. Und sich den deswegen kaufen werden. Ich kenne genügend Leute denen dieses OTA Feature völlig egal ist. Die sogar meinen, dass sie am Liebsten ein Auto ohne diesen ganzen Schnickschnack haben würden. Das Auto muss für sie nicht online sein. Und je weniger elektronische Helferlein um so besser. Könnte natürlich sein, dass sie nach einer Probefahrt in einem Tesla nach ausprobieren des Autopilots völlig geflasht wären und ihre Meinung ändern. Aber der deutsche Autokäufer ist doch eher konservativ. Zu guter Letzt: die Fähigkeit des „Full Autonomous Self Driving“ ist für mich das letzte Feature, was mich vom Kauf eines Fahrzeuges überzeugen würde. Warum? Ich bin der Meinung, wenn Autos in der Lage sind selbst zu fahren, dann brauche ich mir so einen Klotz gar nicht mehr ans Bein binden. Dann würde ich mir einfach mit dem Handy eins rufen, wenn ich eins brauche. Mobility as a service. Warum soll ich mir Gedanken dazu machen, wann das Auto zum TÜV muss, unterwegs mir einen Parkplatz suchen und bezahlen müssen, Platz auf meinem Grundstück verschwenden, mich über Kratzer im Lack aufregen, wenn ich mir bei Bedarf so ein Gefährt einfach rufen kann? Und zwar passend zum Anwendungsfall. Mit der 2 Sitzer Kabine zum Baumarkt, mit dem Transporter zurück. Ein Privat PKW taugt dann nur noch zum angeben.

Was die Softwarequalität bei Tesla angeht kann man nur sagen, dass die zerschossenen Flash-Speicher bei älteren Modell S ziemlich teure Anfängerfehler sind. Jeder der ernsthaft mit Flash-Speicher hantiert weiß, dass diese mit der geschriebenen Datenmenge altern. Also sollte man gut darauf achten, dass man möglichst wenig Daten da reinschreibt, vor allem, wenn es der Hauptspeicher von dem zentralen Steuergerät ist. Für solche Datenmengen, die sie da reingeschrieben haben hätten sie einen weiteren leicht zu wechselnden Speicher wie eine SD-Karte nehmen sollen (vielleicht in einem Automotive tauglich entwickeltem Gehäuse). Oder einfach weniger wegschreiben. Natürlich ist bei solchen Patzern OTA zwingend erforderlich. Ich will damit jetzt nicht die Softwareprobleme bei VW schönreden, nur bei Tesla ist eben auch nicht alles Gold was glänzt.

Wie auch immer. Ich bin gespannt, welches Fahrzeug ich mir als nächstes kaufen werde. Könnte ein deutscher Tesla werden, vielleicht auch ein VW Aero, vielleicht auch von einem anderen Hersteller. Ich bin da nicht sehr Markentreu. Der e-Up hatte für meine Bedürfnisse sich gegen den Zoe Preis/Leistungstechnisch durchgesetzt. Vorher wollte ich Jahrelang einen Zoe haben. Dann hatte VW beim E-Up den Preis gesenkt und die Reichweite nahezu verdoppelt. Dann war die Entscheidung ziemlich schnell gefallen. Trotz antikem Zeigerinstrument im Up und nettem Display im Zoe. Rund 10.000 Euro Differenz muss man sich erstmal schönreden. Und das ist bei ID.4 und MY nicht anders.

Farnsworth

Ein Bekannter arbeitet im größten ID-Zentrum der Welt. Der wird früh vom Kleinbus abgeholt und zur Arbeit gebracht. Alles autonom. Wo gibt’s sowas in Deutschland und Sonst wo?
Ob ich das im Privatbereich benötige oder möchte, kann ich verneinen.
Der ID4 als Weltauto läßt mich laut lachen.

Last edited 1 Jahr zuvor by Quaster

Warum wird immer alles schwarz-weiß dargestellt?

Ich fahre selbst aktuell einen VW Tiguan und möchte auf ein E-Auto umsteigen. Der VW ID.4 und der Tesla Model Y sind meine engere Auswahl. Nachdem ich mich seit Wochen gründlich informiert habe, sehe ich beim VW klare Vorteile beim Lichtsystem, Dämpfung/Federung und der Minimierung von Fahrgeräuschen. Der Tesla punktet mit besserer Ladegeschwindigkeit, Beschleunigung, Software und Potential der Assistenzsysteme.

Plakativ würde ich sagen VW=besserer FahrkomfortTesla=bessere Software und besserer Lademöglichkeiten.

Am liebsten hätte ich eine Mischung aus beiden Fahrzeugen. Im Moment gibt für mich das Superchargernetzwerk von Tesla den Ausschlag. Das ist für mich (persönlich) – zur Zeit – das stärkste Argument von Tesla.

Gruß Marel

Klasse Artikel. Beschäftige mich nun seit längerem mit dem Thema E-Auto und kann alles nur bestätigen. Schwanke derzeit auch zwischen ID4 und Tesla, wobei die Fakten derzeit eindeutig pro Tesla sind. Traue VW nicht zu, dass sie die derzeitigen Mängel und Nachteile kurzfristig in den Griff bekommen.

Als jemand der sich generell für Elektromobilität interessiert ist der Beitrag echt eine Zumutung. Ich kenne die Seite „elektroauto-news“ nicht, aber der Artikel scheint scheint ein Lobeshymne auf Tesla zu sein. Als Autor sollte man sich doch überlegen möglichst objektiv zu bleiben.
Das ist ganz normales Marketingmaterial, bereitet jedes Unternehmen für ihren Vertrieb so vor. Warum fühlen sie sich dadurch persönlich angegriffen? Und warum versuchen sie zwanghaft jeden Punkt gegen das Tesla Model Y zu entkräften? Auf die anderen Modelle gehen sie überhaupt nicht ein.

Der Tesla „Autopilot“ und seine Schwächen werden immer wieder ins Feld geführt, wenn man dem Tesla böse will. Aus meiner Sicht nicht relevant. Die letzten Updates haben ein gutes ACC erzeugt, dem vielleicht noch die Verkehrszeichenerkennung auf Autobahnen fehlt. Viel wichtiger ist jedoch die Ladeinfrastruktur! Ich bin in den letzten 4 Monaten knapp 10.000 km mit meinem Tesla M3 gefahren. Durch die Verfügbarleit von Superchargern und Ladestationen, die mit ADAC/EnBW Karte genutzt werden konnten, habe ich diese Fahrten absolut entspannt genießen können. Ladeinfrastruktur ist für mich heute >50% der Kaufentscheidung. hh

Ich habe eben einen ID.4 1st Max gekauft und merke folgendes an:

  • Autopilot: Die Assistenten des ID.4 Max Version entsprechen weitgehend dem Autopiltoten von Tesla, lediglich der automatische Fahrspurwechsel bei der Annähung an ein vorausfahrendes langsamers Fahrzeug fehlt. Nur fehlt VW die Verwegenheit, das ganze Autopilot zu nennen. Wozu das führt, hat man ja in den USA mit einem geköpften Teslapiloten gesehen,
  • Preise: Beim ID.4 1 st Max gibt es de facto keine Aufpreise – da ist alles drin und dran; vom Massagesitz mit Memory Funktion, sämtliche Fahrassistenten, Wärempumpe, elektronische Fahrwerksregelung, Head Up Display bis zum Panoramadach und der elektrisch absenkbaren Anhängerkupplung.
  • OTA Funktion: die ist natürlich auch bei VW drin.
  • Motorisierung: Wer eine „verrückte“ Längsbeschleunigung will, der ist bei Tesla sicher richtig, Wer aber ein fahrdynamisch extrem sicheres, wendiges und gleichzeitig komfortables Fahrzeug möchte, der ist beim ID.4 vor allem mit der elektronischen Fahrwerksregelung DCC sicher wesentlich besser als in jedem Tesla aufgehoben. Und wnn man schon unbedingt 300+ PS braucht, dann bitte auf den ID.4 GTX warten.
  • Wärmepumpe: Gibts die überhaupt im Tesla ? (VW geht hier den senstaionellen Weg der CO2 WP, die im Gegensatz zu den üblichen Treibhausgasintensiven WP extrem klimafreundlich ist.
  • CO2 Neutralität: VW verspricht bilanziell klimaneutrale Produktion und hat tasächlich eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, diese umzusetzen (ist leider nicht so bühnenwirksam wie 3,0s 0-100, aber für viele die ein e-Auto kaufen , viel wichtiger)
  • Schallisolation: glaub nicht, dass da Tesla mithalten kann
  • Service: Wer mal einen Unfall mit einem Tesla hatte und bis zu 3 Monate auf die reperatur seines Wagens gewartet hat, der wird sicher keinen Tesla mehr kaufen. Selbst Kleinigkeiten, wie ein kaputtes Hecktürenschloss bei einem X, dauern oft Wochen bis zu deren Behebung. Da lob ich mir VW, wo ich innerhalb kürzester Zeit und im nächsten Umkreis eine Werkstatt finde, die die Sache in Ordnung bringt.
  • Ich denke, dass der ID.4 sich sehr gut verkaufen wird, jedenfalls bin ich extrem begeistert.

Der größte Vorteil des ID.4 ist seine Zuladung.

Während im Model 3 und model Y keine 4 Erwachsene mit 100kg reinpassen, passen in den ID.3 locker 5 Erwachsene + Gepäck.

Model Y ist ein Spaßauto genauso wie Model 3.

Vielleicht zeigt dieser Artikel ganz einfach auf, dass sich das bisherige Händlersystem mit der Einführung der reinen Elektromobilität im Prinzip schon bald selbst überlebt hat…

Lt. Tabelle wusste VW also nicht, dass es den ID.4 auch als Allrad gibt? Die Motorleistung (wenn genutzt) macht bei einem E Auto keinen Sinn. Auch so etwas weiß man bei VW, schneller fahren kann auch ein ID.4, es ist aber totaler Unfug! TESLA hat Probleme mit den neuen ( Eisenphosphat) Batterien aus China, ein Händlernetz existiert quasi nicht, der Autopilot steuerte mehrfach Autos in Unfälle, und neben schief eingebauten Heckklappen spart man sogar an (eigentlich lt. GESETZ) vorgeschriebenen Fahrlichtschaltern, Probefahrt nur mit Mietwagen und technische Daten zu Brutto/Netto Akkukapazität oder Ladeverlusten gibt es nur aus Versuchen angagierter YouTuber. Der Tesla ist ein gutes E Auto, keine Frage, aber der Stein der Weisen noch lange nicht. Meine Meinung: Wäre ich E. MUSK, ich hätte Pipi in der Hose würde ich sehen, wie gut die ersten, reinen Elektroplattformen europäischer Automobilmarken sind. Dabei möchte ich erwähnen dass Tesla viele Patente freigegeben hat, um die E Mobilität zu unterstützen. Auch für die Konkurrenz! Hierfür kritikfreie Anerkennung…!

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