VWs Gläserne Manufaktur in Dresden das neue „Home of ID.“

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Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Neben der Autostadt in Wolfsburg wird die Gläserne Manufaktur in Dresden der zweite Auslieferungsstandort für Elektroautos der Marke Volkswagen. Und weil die Nachfrage immer größer wird, braucht es neue Auslieferungsprofis. Ein ehemaliger Montagewerker erzählt von seiner Umschulung. „Ich arbeite am schönsten Arbeitsplatz der Welt“: Für Robert Pardavi ist mit seiner Tätigkeit in der Gläsernen Manufaktur ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Seit 2010 arbeitet Pardavi schon bei Volkswagen. Und nach einem Berufsweg mit einigen Hindernissen darf er nun mithelfen, das neue „Home of ID.“ und damit die Zukunft der E-Mobilität erlebbar zu machen.

Neben der Wolfsburger Autostadt hat sich die Gläserne Manufaktur in der Innenstadt von Dresden zum zweiten Auslieferungsstandort für E-Autos entwickelt. Bald gehen hier 35 ID.3 pro Tag vom Band. Ende März 2021 wurde hier auch der erste ID.4 an einen Kunden übergeben. Robert Pardavi erlebt, wie das gesamte Unternehmen, gerade viel Neues. Bis Ende 2020 war er bei Volkswagen in der Fertigung beschäftigt, Anfang des Jahres wurde er umgeschult. Nun arbeitet er im Vertrieb und übergibt Fahrzeuge an Kunden. „Niemand bietet, was wir hier in der Manufaktur bieten“, sagt Pardavi.

Denn die Gläserne Manufaktur mit ihren 380 Beschäftigten ist alles in einem: Fertigungsstätte, Besuchermagnet, Eventlocation, Erprobungslabor und Auslieferungszentrum. Bis zum 23. Dezember 2020 wurde hier der e-Golf produziert, danach startete ein rund vierwöchiger Umbau, um alles für die Produktion des ID.3 fit zu machen. Ende Januar 2021 begann in der Manufaktur die Serienproduktion des vollelektrischen Modells. Dresden ist damit weltweit bereits der vierte Standort, der Volkswagen Modelle auf Basis des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) produziert.

„Dresden war schon immer technikaffin, der Standort passt einfach“

In Dresden will Volkswagen den Kunden und Besuchern ein ganzheitliches Erlebnis der ID. Familie bieten – von Beratung und Probefahrten über die Besichtigung der Fertigung und das „Mitbauen“ des ID.3 bis hin zur Übergabe von elektrischen Fahrzeugen. Die Manufaktur sieht VW als ein Schaufenster für den aktuellen Transformationsprozess in der Automobilindustrie und als ein Aushängeschild für Technologie aus Sachsen. Zusammen mit dem Elektroproduktionsstandort Zwickau entsteht im Osten ein kleines E-Valley – ein bisschen San Francisco-Feeling in Sachsen. „Dresden war schon immer technikaffin, der Standort passt einfach“, sagt Arnd Meyer-Clasen, Vertriebsleiter der Gläsernen Manufaktur. Das ganze Unternehmen befinde sich in einem Veränderungsprozess. „Und nirgendwo ist die Dynamik dieser Transformation greifbarer als bei uns.“

Robert Pardavi wollte unbedingt dabei sein. Nach Jahren in der Fertigung wurde er umgeschult – quasi vom Montagewerker zum Auslieferungsprofi. Dahin war es ein langer Weg: Der gelernte Kfz-Mechaniker Pardavi begann 2010 bei Volkswagen in der Produktion des Phaeton, wo er im Gehänge arbeitete. Nach weiteren Fertigungsstationen in Chemnitz, Zwickau und Wolfsburg ging es für den gebürtigen Dresdner Anfang 2018 zurück in seine Heimatstadt. „Ich bin mit der Gläsernen Manufaktur aufgewachsen. Es war schon immer ein Traum von mir, hier zu arbeiten“, sagt der 36-Jährige.

Am 1. Januar 2021 ging es für ihn und sechs weitere neue Auslieferer los im neuen Job, pünktlich zur Produktionsumstellung von e-Golf auf ID.3, die Ende Januar begann. 2019 wurden 1301 Fahrzeuge in der Gläsernen Manufaktur an Kunden übergeben, 2020 waren es 3293 und bis Ende 2022 sollen es 9700 pro Jahr werden. Auch wegen dieses Nachfrage-Booms steht Robert Pardavi nach vielen Jahren in der Fertigung jetzt täglich im direkten Kundenkontakt. „Ich bin ein kommunikativer Typ und erkläre Menschen gerne Dinge“, erzählt er. Die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sei dabei stets das Wichtigste.

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Volkswagen

Der Auslieferungs-Service der Gläsernen Manufaktur umfasst u.a. die Abholung am Bahnhof per Shuttle-Service, ein Begrüßungsgespräch inklusive Willkommens-Getränk, ein kleines Filmerlebnis zum ID.3 sowie eine ausführliche Einführung in das Fahrzeug. Bis zu einer Stunde lang werden alle Features im Detail erklärt. Dazu gibt es das Versprechen, dass das Fahrzeug klimaneutral übergeben wird, samt TÜV-Zertifikat. Anschließend kann im Restaurant „e-Vitrum“ noch gegessen werden – oder die Kunden nutzen den Besuch zur Führung durch die rund 83.000 Quadratmeter große Fertigungs- und Erlebniswelt der Gläsernen Manufaktur.

„Eine Stadt ohne Abgase ist eine tolle Vision“

Von seinem Arbeitsplatz ist Pardavi immer noch so begeistert wie am ersten Tag: „Das ist hier keine klassische Automobilproduktion, die Manufaktur hat eine ganz eigene Atmosphäre.“ Sein Job sei dabei nicht einfach nur ein Job. Der Dresdner merke, wie sich die Gesellschaft verändert und wie Elektro-Fahrzeuge im Mainstream ankommen. Dazu will er seinen Teil beitragen: „Es ist mein Antrieb, die E-Mobilität in die Bevölkerung zu transportieren. Eine Stadt ohne Abgase ist eine tolle Vision.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 26.03.2021

Über den Autor

Michael ist freier Journalist und schreibt seit 2012 fast ausschließlich über nachhaltige Mobilität, Elektro- und Hybridautos, Energiethemen sowie Umweltschutz.

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Ich habe in der Gläsernen Manufaktur drei neue Phaetons abgeholt. Es war jedes Mal ein Erlebnis … die Abholung meines Tesla 3 in der Nähe von Deggendorf im August 2020 war definitiv etwas anderes. Aber alles zu seiner Zeit. Die 7 Jahre Phaeton möchte ich ebenso wenig missen, wie heute das entspannte Fahren mit dem Tesla. Toll, dass die Manufaktur heute auch für die Transformation von VW steht. lg Harald

Präsentieren, visionieren, experimentieren, verwirren, betrügen und verbieten, das kann dieser Konzern sehr gut!!!
380 Menschen nur, die die aus China gelieferten Teile zusammenbauen. Betrug am Kunden.
Diesem Konzern vertraue ich nicht mehr einen Millimeter.
Siehe auch 15.000 ID3, die mit einer fragwürdigen Masche als Gebrauchtwagen verkauft worden sind. Der Konzern rühmt sich, die meisten EV´s verkauft zu haben, die seit Mitte 2020 auf Halde standen und auf ein Software-Update gewartet hat.
Diesel-Betrug fällt mir bei diesem Konzern ein.
Beim Verkauf der ID3 wurden Praktiken aufgedeckt, bei denen die Käufer bei der Bafa-Beantragung zu Tätern gemacht wurden.
Warum soll ich einen Hersteller unterstützen, der keine qualifizierten Arbeitsplätze mehr für meine Kinder und Enkel generiert.
Warum soll ich einem Konzern glauben, der Real-Test der Verbrenner-Emissionen mit hohen Starfankündigungen unterbindet?
Ein Konzern, der nur noch aus Gier der Gläubiger, unglaublich hohen Vorstandsbonis und Machthunger, nämlich der größte Konzern der Welt zu werden, besteht.
Dieser Konzern, der mit dem Diesel-Betrug und der Politik noch schlimmere Autos, Plug-in-Hybrid, zu bauen, konterkarieren damit den Wunsch eines jeden Menschen nach sauberer Luft.
Dieser Konzern, der mit seiner Werbung Gier, Geiz, Egoismus und fehlendes Selbstbewusstsein (kein eigener Wille) in die Köpfe der Menschen pflanzt.
Ein Konzern der seit 30 Jahren Prototypen auf den Ausstellungen präsentiert, der ständig irgend etwas neu erfindet, was andere schon als Standard in ihren Fahrzeugen haben. Ein Konzern mit ständigen Visionen. So etwas nenne ich den Alptraum.
Ein Konzern, der ständig gegensätzliche Meldung herausbringt um die Kundschaft zu täuschen und die Anleger zu motivieren, mehr Aktien zu kaufen.
TESLA wird hoffentlich Schwung und tatsächlich funktionierende Modelle auf den Markt bringen. Ich durfte einige life erleben, diese Autos sind einfach weltklasse.

Tesla hat auch gezielt jahrelang staatliche Förderung mit dem Model S ergaunert.

Hier geht es um den Streit des Preises für die Basisversion von ca. 1050 Kunden. Hier hat man etwas be-scheuer-t nachgeholfen.
Betrugs-VW haben hunderttausende Kunden mit dem Diesel betrogen und machen es noch weiter, drohen den entsprechenden Einrichtungen mit Klagen wenn sie Real-Tests machen.
Und der Bafa-Betrug seit Januar 2021, hier wurden ca. 15.000 ID3 als Gebrauchtwagen mit geteilten Rechnungen verkauften. Hier steht VW also immer noch an der Spitze der Betrügereien. Bei VW geht es auch um Körperverletzung (saubere Luft zum Atemen), und Täuschung, hier wurden Kunden zu Tätern gemacht.
Ich gehöre nicht zu den gierigen Menschen und bin froh, dass ich keine Aktien besitze mit denen ich solche Taten auch noch unterstütze.

Faktencheck!
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