VW bündelt Batterie-Geschäft in Salzgitter

VW bündelt Batterie-Geschäft in Salzgitter

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Volkswagen gründet eine Europäische Aktiengesellschaft (Société Européenne), um Aktivitäten rund um die Batterie zu bündeln – von der Rohstoffverarbeitung über die Entwicklung der VW-Einheitszelle bis zur Steuerung der europäischen Gigafabriken. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Auch neue Geschäftsmodelle rund um die Weiterverwendung ausgedienter Akkus bis hin zum Recycling werden zum Aufgabenbereich gehören. Wie es weiter heißt, will der Konzern im Rahmen seiner Strategie „New Auto“ zum weltweit führenden E-Auto-Hersteller werden. Batterie-Aktivitäten sollen deshalb zur Kernkompetenz ausgebaut werden.

Wie Technik-Vorstand Thomas Schmall sagt, will VW diese Power in Salzgitter aufbauen. Schon heute habe VW dort ein starkes Team mit mehr als 500 KollegInnen aus 24 Nationen. Dieses werde weiter verstärkt. Unter der Leitung von Batterie-Chef Frank Blome soll der ehemalige Apple-Entwickler Soonho Ahn eine führende Rolle einnehmen. Als eine von sechs europäischen Gigafabriken soll Salzgitter 2025 die Produktion von Einheitszellen für das Volumensegment des Konzerns aufnehmen. In der ersten Ausbaustufe soll die Fabrik 20 Gigawattstunden Jahreskapazität produzieren, eine Verdoppelung auf 40 Gigawattstunden ist geplant.

Laut VW soll die Zellfertigung am Standort perspektivisch mehr als 2500 Menschen beschäftigen. Insgesamt sind bis zum Hochlauf der Serienproduktion rund 2 Milliarden Euro an Investitionen für Bau und Betrieb vorgesehen. Dabei sollen vornehmlich Mitarbeiter*innen aus dem Motorenwerk eingesetzt werden. Als weitere Standorte für die geplanten Gigafabriken sind derzeit Spanien und Osteuropa im Gespräch. Genaue Standorte sollen in der ersten Jahreshälfte 2022 festgelegt werden.

Parallel zu diesen Aktivitäten verantwortet das schwedische Start-up Northvolt AB, an dem Volkswagen mit rund 20 Prozent beteiligt ist, den Aufbau einer weiteren Fabrik im nordschwedischen Skellefteå. Nach Unternehmensangaben sollen dort ab 2023 Batteriezellen für das automobile Premium-Segment produziert werden. Northvolt sei in diesem Bereich fester Partner des Konzerns.

Erst in der vergangenen Woche hatte Volkswagen zwei strategische Partnerschaften mit Umicore und 24M sowie ein langfristiges Lieferabkommen mit Vulcan Energy Resources vereinbart. Sie zielten auf die Herstellung und Beschaffung von Vormaterialien sowie eine optimierte Zellfertigung in den geplanten Gigafabriken ab, heißt es.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 13. Dezember 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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