VWs 20.000 Euro Stromer soll „ein Elektroauto sein, das es so noch nicht gibt“

VWs 20.000 Euro Stromer soll „ein Elektroauto sein, das es so noch nicht gibt“

Copyright Abbildung(en): VW AG

VW-Markenchef Ralf Brandstätter plauderte in einem Interview mit Auto Bild unter anderem einige neue Details zu dem günstigen Elektroauto aus, an welchem der Hersteller aktuell arbeitet. Es soll etwa ab Mitte des Jahrzehnts zu Preisen ab gut 20.000 Euro zu haben sein und der „Messe-Star“ von Volkswagen auf der IAA im Herbst sein – sofern das Corona-Infektionsgeschehen den mehrtägigen Branchentreff in München überhaupt zulässt. Der kleine Stromer soll „eine Vision für ein Elektroauto sein, das es so noch nicht gibt“ und Features an Bord haben, „die Sie in der Klasse nicht erwarten“.

Schon beim ID.3, dem ersten E-Auto auf VWs neuer Elektro-Plattform MEB, hat der Hersteller vermehrt auf digitale und vernetzte Dienste gesetzt. Allerdings mit mäßigem Erfolg: monatelang und schon weit vor seinem Marktstart im Herbst 2020 war von Softwareproblemen die Rede, welche erst jetzt langsam vollständig in Griff bekommen scheinen. „Wir wollten sehr viel auf einmal und mussten auch nachholen. Wir haben Neuland betreten“, räumt Brandstätter im Zuge dessen ein. VW habe „die neueste Generation Automobile auf einem weißen Blatt Papier grundlegend neu entwickelt“ und die steile Lernkurve unterschätzt, „insbesondere beim digitalen Kundenerlebnis“.

Die Probleme habe VW jetzt aber hinter sich. Die Systemumstellung auf die neue Softwarearchitektur, für welche der Hersteller „massiv Kompetenz aufbauen“ musste, sei nicht einfach gewesen. Für die Zukunft sei VW aber jetzt „gut aufgestellt“. Brandstätter sagt, dass „Digitalisierung und Vernetzung das Autofahren um Welten sicherer und komfortabler machen“ werden, und die Wolfsburger wollen hier „zu den Wegbereitern gehören“.

Ihm sei es wichtig, so der VW-Chef weiter, dass diese Zukunftstechnologien, wie etwa auch Augmented Reality, nicht Käufern hochpreisiger Fahrzeuge vorbehalten bleiben: Brandstätter wolle, dass sie „auch in Autos unter 30.000 Euro zu haben“ sind. Dabei werden auch regelmäßige Updates, bei Smartphones längt gang und gäbe, eine immer wichtigere Rolle spielen: „Softwareupdates werden jetzt also ganz selbstverständlich“, so der VW-Chef, Kunden bekommen so „regelmäßig neue Funktionen“ auf ihr Fahrzeug gespielt. „Und natürlich lassen sich so auch Probleme beheben“, fügt er hinzu.

Quelle: Auto Bild – VW-Chef kündigt kleines E-Auto bis 20.000 Euro an

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Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Schön, daß VW die Software Probleme zumindest schon einmal bei der Bildzeitung hinter sich gelassen hat – ohne Worte – !!!

Da bin ich aber mal wirklich gespannt. Das wird also ein Hightech-Einsteiger. Die Rentner, die heute schon im e-up das Handy nicht verbunden kriegen, werden sich freuen. Technisch ist der Plot verraten: MEB. Punkt. Da man also Platz für den Akku hat, könnte das Sparbrötchen LFP-Technik haben und im Bereich von 30k eine 77 kWh-Version angeboten werden. Akkus und MEB wird bis dahin so billig sein, dass sie dennoch reichlich Marge machen.

Ich weiß nicht, was ich von diesen Software-Updates halten soll. Klar, alles immer auf dem neuesten Stand, wie man es vom Smartphone kennt. Das hört sich erstmal super an. Doch machen wir uns mal nichts vor. Ein Smartphone ist ein Wegwerfprodukt, das nicht sicherheitskritisch ist. Man nutzt es in der Regel 2 Jahre, manchmal auch etwas länger. Aber spätestens nach 3 oder 4 Jahren wird der Updatesupport eingestellt. Man kann es zwar noch weiternutzen, aber es gibt keine Updates mehr.

Das durchschnittliche Auto in Deutschland ist 9,5 Jahre alt. Das heißt auch, dass ein großer Teil der Fahrzeuge deutlich älter ist. Wie lange werden die Autohersteller Updates liefern? 15 Jahre? Wer soll sich um die Pflege kümmern? Das bindet ja enorme Ressourcen. Entweder muss die Plattform so aufgebaut sein immer kompatibel zur alten bleibt, oder dass man mehrere Zweige pflegen muss. Aber irgendwann reicht auch der Speicher der alten Plattformen nicht mehr. Zum Vergleich: Vor 15 Jahren kam das erste iPhone raus. Das hatte je nach Ausstattung 4-16GB Flash.

Wie macht das ein Hersteller wie Tesla eigentlich? Ist es das gleiche OS auf Modell S und 3? Gibt es immer noch Updates für das erste Modell S? Mit den gleichen Funktionen, wie in neueren Fahrzeugen? Die Hardware wird sich ja schon unterscheiden. Oder hat das Facelift nur einen schnelleren Prozessor mit mehr Speicher?

Farnsworth

Klar haben die neuen Teslas mehr Speicher und eine neuere MCU (Platine)
Diese haben sich ja in den letzten 8 Jahren rasant weiterentwickelt.
Daher muß Tesla diese bei älteren Model S&X ja jetzt auch tauschen – aber offensichtlich geht das wenigstens.
Ob andere Hersteller, die nicht mit einem zentralen Rechner arbeiten, sondern diverse Chips für diverse Aufgaben bemühen das auch alles einfach in 8 Jahren tauschen können, bleibt abzuwarten.
Die Rechenleistung für FSD wird wohl sehr herausfordernd sein 🙂

„Ob […] Hersteller, die nicht mit einem zentralen Rechner arbeiten, sondern diverse Chips für diverse Aufgaben bemühen, das auch alles einfach in 8 Jahren tauschen können, bleibt abzuwarten.“

Ja, daran glaube ich für den o.g. Fall auch eher nicht: Dass, was ich »Flickenteppich-Software auf einer Bastelpyramide von Hardware div. Zulieferer« nenne, wird zu vetretbaren Kosten(!)

  • weder einfach getauscht noch
  • längerfristig upgedated werden können!

das es sich um einen Flickenteppich in irgendeiner Form handelt ist wieder der üblich Gösebert-Unsinn.
VW hat nicht umsonst die Hard- und Software konsolidiert um sie zentral und eigenverantwortlich supporten zu können. Das mit den nebulösen Zulieferern mit ihrer Software, die über Schnittstellen kommunizieren mussten und bei deren Weiterentwicklung man auf Goodwill angewiesen war, ist zum Glück vorbei.
Im professionellen EDV-Umfeld ist es nicht so wie bei Billig-Handys. Die Hard- und Software wird teilweise über jahrzehnte gepflegt. Du kannst auch im PC-Bereich problemlos profi-hardware erwerben die a) sehr lange hält und b) extrem lang supported wird.

Oh Mann…Wieso sollen die das nicht können. Du kannst doch auch ein neues Laptop kaufen.

Ich frage mich, wozu brauchen wir dieses ganze Gedöns im Auto? Selbst mein jetziger Wagen hat schon soviel Technik an Bord, was ich überhaupt nicht brauche. Die ganze Software ist doch sicher viel zu anfällig und unzuverlässig.Ich hatte letzte Woche erst genug Probleme bei dem Schneefall, wo der Wagen immer rumgenervt hatte. Wer sagt überhaupt das wir die ganze Technik brauchen? Ich will doch nur Auto fahren, ich will auch meinen Blinker noch selber betätigen und auch meinen Scheibenwischer. Habe ich seit 30 Jahren kein Problem. Ehrlich gesagt ich will keinen fahrenden Computer, das brauche ich nicht und lenkt nur vom fahren ab und wenn was kaputt geht brauche ich gleich ein neues Auto. Was machen die bloß mit uns? Der Wagen scheint sonst brauchbar zu sein, erinnert mich an der A2, den wollte ja aber keiner haben und wurde dann eingestellt. Ob es da dann besser wird?

Den A2 wollten leider nur wenige haben, da es damals keine alternativen gab und das Thema Umweltschutz / CO2 / NOX / Feinstaub für 99% der Menschen noch kein Thema war.
Zum Thema zuviel Technik gibt es sicher sehr viele unterschiedliche Meinungen.
Es stimmt schon, was nicht drin ist, kann auch nicht kaputt gehen.
Technische Entwicklungen sind aber immer auch Chancen.
Die Zahl der Verkehrstoten zum Beispiel.
Durch Innovationen wie Airbags, Gurtstraffer, ABS, ESP ist das Autofahren viel sicherer geworden.
Im (teil-)autonomen Fahren sehe ich noch viel größere Chancen Tote zu reduzieren.
Thema: Müdigkeit, Alkohol, verminderte Seh- und Reaktionsfähigkeit im Alter.
Viele meiner Patienten mit 80+ haben zunehmend Schwierigkeiten selbst Auto zu fahren und Taxen mit Fahrer – nicht leistbar für jeden Arztbesuch, Einkauf, Altennachmittag.
Mit einem autonomen Robo-Taxi wird das in Zukunft alles leichter machbar.

Mein Traum in der Zukunft sieht so aus:
Ich habe einen Termin beim Physiotherapeuten – ich bestelle mir per Handy über eine Spracheingabe ein Robo Taxi – dieses fährt bei mir zu Hause direkt vor die Tür und fährt mich direkt zum Arzt – wenn ich fertig bin, bestelle ich mir ein neues Taxi, welches mich dann noch zum Supermarkt fährt – ein drittes Taxi bringt mich letztlich wieder nach Hause.
Ich benötige kein eigenes Fahrzeug mehr und bin trotzdem maximal Mobil.

Für mich persönlich ist das keine Option, da fehlt mir der Fahrspaß.

Richtig!!!

„Es stimmt schon, was nicht drin ist, kann auch nicht kaputtgehen.“

+1

„Durch Innovationen wie Airbags, Gurtstraffer, ABS, ESP ist das Autofahren viel sicherer geworden.“

… und es würde (Vorsicht: Ketzerei 😛 ) durch ein Tempolimit auch auf Autobahnen gleich nochmal sicherer … und auch entspannter!

Last edited 5 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Ich bin 68 Jahre und mir macht es nach wie vor Spass, Auto zu fahren. Vor allem E-Auto. Und ich will auch mal mit meinem eigenen Auto in Urlaub fahren, und nicht mit einem Robo Taxi.

Der „Vorteil“ des ganzen Getönst ist der, daß da irgendwann jemand den Hebel zieht und alle Selbstfahrer bleiben stehen.

Vollkommen richtig. Das Thema wird von den new Autodrivern weitestgehend unterschätzt. Ich will den Rotz nicht.

Lieber den Benzin oder Diesel-Dreck in die Luft blasen und seine eigene Zukunft zerstören?

Schlimm wenn man solche Alpträume hat

Wer sein Handy als WEGWERFPRODUKT sieht, ist hier falsch. Der hat die Welt noch nicht verstanden! Man kann auch Handys sowohl in Software als auch in Hardware updaten. Beispielsweise von Shift. Und es muss nicht immer eine Fabrikneues sein! Es gibt reichlich Portale, wo man neuwertige Gebrauchte bekommt. Sorry, aber das ist mir wichtig!

Im Vergleich zu einer Automobillebensspanne ist ein Handy ein Wegwerfprodukt. Ich versuche meine Handys auch so lange zu nutzen, wie es geht. Mein letztes wurde trotzdem nicht so alt, trotz eigenständigem Displaywechsels. Mein ältestes Auto war 13 Jahre alt, als ich es weiterverkauft habe, die anderen meist so 10. Schon mal ein 13 Jahre altes Handy weiterverkauft? Dafür findet man sicherlich keinen Käufer. Wer will denn heute noch ein iPhone 2 ernsthaft zur Weiternutzung kaufen?

Farnsworth

„Im Vergleich zu einer Automobillebensspanne ist ein Handy ein Wegwerfprodukt.“

Tja, mein Zweithändie ist ein prima Nokia 3210 (Marktstart 2002!), dafür gibt es immer noch (leicht wechselbare) Akkus für <10 €!
Wer’s nicht kennt:
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Telefonieren und SMS kann es ja immer noch …

Und ja, ein aktuell 1-jähriges Schlaufon brauche ich häufig als Navi 🙂

Einen korrekten, getesteten Wiki-Link hatte ich angegeben …scheint nicht zu funktionieren, sorry!

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Last edited 5 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Und wieviele Updates hat Dein 3210 schon bekommen? 😉

Wahrscheinlich keins, es hat zwar keine neuen Features bekommen und die Bugs, die es zur Auslieferung hatte, aber es funktioniert seit dem Verkauf wie es gedacht war.

Farnsworth

Auweia 9,5jahre. Was für Gurken sind den in die Statistik gelangt. 190d 2.5turbo mit H Kennzeichen. Ist das Nachhaltig?

Dinge möglichst so lange zu betreiben, wie sie gut nutzbar sind, ist fast immer nachhaltig – solange sie nicht ein Sicherheitsrisiko darstellen oder „extrem aus dem Ruder laufen“.
Bei den meisten Airlines werden Flugzeuge 20 Jahre oder auch länger intensiv genutzt – die Airlines haben mit Sicherheit gut gerechnet und wissen, dass sich das trotz teurer Wartung lohnt. Und auch Autos können in dem Alter meist noch gut von A nach B fahren… Vielleicht sollte sich der eine oder andere einfach mal zurück erinnern, wie toll er „sein“ Auto fand, als er es kaufte und das es unbedingt dieses Fahrzeug sein musste.

Bei Druckern, Computern, Handys meist auch nicht die mögliche Nutzungsdauer erreicht – die Wegwerf-Mentalität dominiert, angefeuert von Marketing-Strategen der entsprechenden Firmen…

DA ist viel Potential für Nachhaltigkeit, das sich fortsetzt, wenn bei Nachfolgegeräten viel bewusster auf Qualität und Langlebigkeit geachtet wird (Wartbarkeit und Reparatur-Fähigkeit).

Bezüglich Autos: Natürlich ist ein „alter Verbrenner“ objektiv schlechter für die Umwelt als ein „angemessenes“ Elektroauto. Dennoch kann es sein, dass dieser „alte Verbrenner“ bei einem Wenigfahrer noch lange gute Dienste leistet und pro Jahr weniger CO2 erzeugt, als ein Vielfahrer in einem neuen Auto. Der Umwelteffekt kommt bei wenig Jahres-km einfach nicht so zur Geltung.

Das Ganze darf aber nicht dazu führen mit der Begründung – „ich fahr ja nicht so viel“ uralt Diesel einfach mit einem H Kennzeichen auszustatten, und damit seine Mitmenschen gesundheitlich zu schädigen.
Geschehen so im letzten Sommer auf einem Campingplatz am Titisee.
Da fährt dann ein museumsreifes Wohnmobil zum Entsorgen des Abwassers über den Ablauf – schon auf dem Weg dorthin zieht es eine schwarze, wirklich übelriechende Abgaswolke hinter sich her – und der Fahrer schaltet erst kurz bevor es zu körperlichen Auseinandersetzungen kommt den Motor beim Wasserablassen nochmals aus.
Nach dem Neustart nebelt er wiederum die nähere Umgebung ein und verlässt unter Lauten des Missfallens der anderen Camper dann den Platz, um den Rest des Südschwarzwaldes in ein „Feines Aroma“ zu tauchen.
Solche Fahrzeuge haben nichts mit Nachhaltigkeit zu tun – solche Fahrzeuge gehören verboten und verschrottet – „H“-Kennzeichen hin oder her.

Der Text, den Sie geschrieben haben gefällt mir. Daumen hoch. Hatten diesen Fall grade mit dem Geschirrspüler, der vor drei Jahren gekauft wurde! Lief nicht mehr, Techniker sagte Platine defekt, muss alles ausgebaut werden da Platine nicht alleine getauscht werden kann. 400Euro! Das Gerät hat aber insgesamt 479 Euro gekostet! Nie wieder AEG. Oder die Sollbruchstellen bei bestimmten Umdrehungen der Waschmaschinen, extra Plastikwinkel verbaut, statt Metallwinkel. Würde sonst wahrscheinlich ewig halten. Mein alter Audi A3 führ für mich 21 Jahre und danach geht die Fahrt weiter für einen Fahranfänger. E Autos finde ich sinnvoll, aber grade die Akkus sorgen mich, diese werden so ein alter doch bestimmt nie erreichen und diese sind doch sehr energiereich in der Herstellung. Ich bin davon noch nicht überzeugt und habe auch Angst, wenn ich so ein Akkuauto kaufe und der Akku defekt ist oder Probleme damit auftreten mit den Kosten da zu stehen. Neue Akkus kosten viel Geld, von den Umweltproblemen dann ganz zu schweigen. Bitte richtig verstehen und nicht das alle Kritiker einen in der Luft zerreißen oder als Verschwörer bezeichnen. Wenn ich heute ein E Auto kaufen würde, schaffen die Akkus dann auch die 20 Jahre wie der alte Audi? Ich habe einfach Angst in Zukunft was zu kaufen, was in einigen Jahren dann so teuer wird für mich, wo ich die Hände über den Kopf schlage und egal welcher Autokonzern es ist, die werden mir sicher keinen neuen Akku spendieren wenn die Garantie abgelaufen ist. Dies kenne ich ja schon vom Verbrenner! Da reicht ja schon die Elektrik um für genug Ärger zu sorgen, das wird ja auch nicht besser mit den neuen Autos, wie man jetzt grade beim neuen Golf 8 oder ID3 sehen kann. Das ist nicht das was ich will. Ich will in Zukunft ein sorgenfreies Autoleben haben, so wie ich es eben mit meinem alten A3 hatte.

  1. Bislang haben sie die Akkupreise etwa alle 2 Jahre halbiert – Experten gehen in Zukunft von Preisen 20$ pro KWh aus (heute +- 100$)Dann würde der Tausch eines 50KWh Akkus falls überhaupt nötig) 1000$ Material kosten.Das ist etwa soviel, wie Sie für Ihren A3 für 1x neue Bremsen oder 2x neuen Auspufftopf hinlegen müssen (wie oft war das in 21 Jahren schon der Fall?)
  2. Akkus sind heute zu 95% recyclingfähig, das heißt über die Jahre wird hier eine Kreislaufwirtschaft entstehen – ähnlich dem Glasrecycling.
  3. Die Zukunft läßt sich nicht aufhalten – Pferdegespanne wurden seiner Zeit auch abgelöst – leider gab es damals keine konkurrenzfähigen Batterien.

Vielen Dank für diese Information. Ich hatte vor kurzem hier gelesen beim Renault Zoe, das da einer für einen neuen Akku über 8000 Euro zahlen sollte und eben kein Mietakku war.Nun weiß ich nicht, ob dieser aus lauter Ärger übertrieben hat? Ich weiß aber auch noch, bei der Mercedes B Klasse, wo ich eigentlich noch einem CNG Modell fragte und wir auf die Elektro B Klasse kamen, das der Verkäufer mir was von 12000-15000 Euro erzählt und was von 120 Kilometer Reichweite! Das war vor 6 Jahren. Nun werden ja auch schon andere Reichweiten versprochen, mit den man was anfangen kann, wenn diese auch stimmen. Drei Mal musste ich die Bremsen wechseln, a 400 Euro. Aber dies fällt ja bei einem E Auto auch an. Ob öfter durch das Bremsen der hohen Fahrzeuggewichtes oder weniger weil es ja jedesmal abbremst, kann ich nicht beurteilen. Auspuffanlage wurde tatsächlich auch einmal ausgewechselt für 600 Euro. Dies dürfte bei einem E Auto nicht anfallen. Nun habe ich aber meinen 6 Jahre alten CNG Golf und diesen würde ich auch noch gerne weiter fahren, weil ich diesen eben mit Biomethan auch fast klimaneutral bewege und ein E Auto vor 6 Jahren überhaupt noch keine Alternative bezüglich der Reichweite war.

Man sollte ein neues E-Auto, Stand heute, nur leasen. 1. macht es bei der rasanten technischen Entwicklung wenig Sinn zu kaufen. 2. Ich fahre einen Kia E-Soul mit einer 64KWh Batterie und habe darauf 7 Jahre Garantie. Also habe ich nie finanzielle Probleme mit einem Akku.

20$ pro kWh ist reines Wunschdenken. Wird in den nächsten 10 bis 20 Jahren garantiert nicht passieren. Wir werden sehr froh sein, wenn wir mal tatsächlich bei unter 100$ (Endkundenpreis) pro kWh sind.

Hm, also doch nicht machbar in Zukunft ? Tja, was soll man denn nun glauben? Ich mag auch eigentlich nicht so gern in die Zukunft schauen und sagen was alles sein könnte. Das hilft mir nicht weiter, sondern verwirrt mich nur. Wenn ich provokant wäre, könnte ich ja auch sagen in 5 Jahren fahren alle Verbrenner klimaneutral. Wer weiß es schon, ich war noch nicht in der Zukunft. Also alles nur Wunschdenken:-(.

Ja, sagen kann man vieles. Dass Deutschland seine Kapazität an Erneuerbaren Energien in 5 Jahren vervierfacht und gleichzeitig Anlagen aufbaut, die für alle Verbrenner E-Fuels produzieren, die auch irgendjemand bereit ist zu bezahlen ist extrem unwahrscheinlich.

Für welchen Preis Tesla aktuell Batterien baut, weiß ich nicht, aber ich habe auf diesem Portal eine Meldung gefunden, die von 56% Kostenreduktion bei den neuen 4680 Zellen spricht. Aber angenommen Tesla würde aktuell für 100€/kWh fertigen, würden die Kosten dann bei 44€/kWh liegen. Ich denke allerdings, dass Tesla schon günstiger fertigt. Die Batterie ist das teuerste Bauteil. Natürlich will man die günstiger produzieren können. Deswegen werden sicherlich neue Fertigungsmethoden zu sinkenden Preisen führen.

Farnsworth

Ja Herr Müller das wird so sein – das sagen nämlich die Leute, die diese Akkus wirklich bauen – dann wird es eng mit dem Wasserstoff als angeblich einzige sinnvolle Seicherlösung.
Time will tell
Ich jedenfalls kaufe keine Wasserstoff Aktien.

Wenn du weiterhin einen Verbrenner fährst, wirst du, und alle die so denken, in Zukunft garantiert kein sorgenfreies Leben haben.

Aber genau da liegt der Hase doch im Pfeffer mit den Updates. Ein Beispiel: Mein vorletztes Handy wurde mit 32GB Speicher beworben, was es auch hatte, aber der Speicher war aufgeteilt in einen internen und einen erweiterten Teil. Das war auch kein Problem als das Handy neu war. Ich konnte es ca. 3,5 Jahre lang ohne Probleme nutzen. Danach wurde es kaputt geupdatet. Was war passiert? Im internen Teil war das Betriebssystem und ein paar vorinstallierte Apps, die man nicht löschen konnte. Außerdem konnte man zwar Teile von installierten Apps in den erweiterten Bereich schieben, aber ein Teil musste immer im internen Bereich bleiben. Und da die Updates des Betriebssystems und der installierten Apps immer größer wurden, kam irgendwann der Punkt, wo ich meine wichtigsten Apps nicht mehr nutzen konnte und das Gerät auch ziemlich langsam wurde. Ein technisch einwandfreies Gerät konnte nicht mehr benutzt werden. Wegen ständiger Updates und einem Hardwarekonzept, dass nicht für die Zukunft ausgelegt war.

Und deswegen komme ich zu dem Schluss, dass Handys Wegwerfprodukte sind. Klar ich hätte noch Tage damit verbringen können alternative Betriebssysteme aufzuspielen um dann festzustellen, dass die nicht alle Funktionen zuverlässig unterstützen und mein Problem doch nicht damit gelöst werden kann. Aber das ist ein Gebrauchsgegenstand. Der soll einfach funktionieren. Und ich habe keine Lust mehrere Abende rumzusitzen und zu rätseln, wie ich das Problem, was ich nicht verursacht habe zu lösen. Dann wird es halt ersetzt.

Bei meiner 10 Jahre alten Waschmaschine ist das was anderes. Die ist verschlissen. Ich habe ein paar neue Kohlen und neue Lager eingebaut für ein paar Euro und jetzt läuft sie hoffentlich wieder 10 Jahre. Da war Aufwand und Nutzen ganz klar abzuschätzen.

Um den Kreis zu schließen. Wer garantiert mir das bei einem deutlich teureren Gegenstand wie einem Auto was eine viel längere Nutzungszeit hat?

Farnsworth

Last edited 5 Monate zuvor by Farnsworth

Ein Auto kann niemals nachhaltig sein. Nachhaltig heißt: Von den Erträgen leben. Ein Auto als solches produziert aber keine Erträge. Es ist immer eine Belastung, egal wie lange man es fährt.

Es geht doch darum, daß wir von den Verbrennern, Kohlekraftwerken und sonstigen fosielen Umweltzerstörer weg kommen. Und da ist das E-Auto erste Wahl und im Vergleich zum genannten, höchst nachhaltig.

Ich kenne Leute, die auch noch ihren Golf IV fahren. Im Großen und ganzen ohne Probleme. Der ist auch schon über 20. Und damit die Statistik aufgeht müssen da noch viel ältere Fahrzeuge sein.

Mein Motorrad ist 16 Jahre alt. Unser Twizy wird jetzt 9.

Farnsworth

Der neue ID 2 wird höchstwahrscheinlich ein City-Crossover von der Größe eines T-Cross werden, der auf dem verkürzten MEB aufbaut. Reichweite ca 300 km WLTP, was für die meisten Kurzstreckennutzer ausreichend sein dürfte. Da die einheitliche Software zukünftig in alle (Elektro)Autos eingebaut wird, wird der ID.2 updatefähig sein.
Aus meiner Sicht ist dies nicht zwingend notwendig. Wichtiger ist, dass der ID.2 möglichst bald kommt und nicht erst 2025, gut und wenig fährt, einen niedrigen Verbrauch hat (hier ist bei VW noch Luft nach oben) und mit annehmbarer Ausstattung so um die 20T Euro kostet.

Wir werden irgendwann ein Auto haben, das ursuper ist. Da werden wir Funktionen drin haben, von denen man heute noch gar nicht weiß, dass es sie geben kann. Aber das dauert natürlich. Bis dahinrafft bitte unsere Verbrenner!“
Lasst einfach das ganze unnötige Grafl weg und baut ein super Eauto um wenige Euros. Die Pläne dafür gibt es doch schon seit Jahren in der Schublade.

Dazu braucht man nicht mal gross Pläne in der Schublade. Ein gutes, günstiges Elektoauto ist auch nicht besonders schwierig zu bauen, sogar deutlich einfacher als ein Verbrenner.
Das einzige grosse Problem ist der Preis einer ausreichend leistungsfähigen Batterie. Die war bis vor wenigen Jahren noch unbezahlbar – daher entweder Mini-Reichweite oder 100’000er-BEV – und ist heute bei vielleicht etwa bei 2’000.- pro 100 km. Das ist immer noch ziemlich viel Geld (und Gewicht) für z.B. 500 km. Wenn die Preise noch einmal halbiert sein werden, dann wird sich ein ‚Super-eAuto für wenige Euros‘ erstmals bauen lassen. Die Batteriefabriken dafür sind etwa jetzt in Planung oder im Bau.

Last edited 5 Monate zuvor by Mark Müller

Und jetzt die große Preisfrage: Wieviel Prozent der Fahrten muss der Akku ohne zwischendurch aufzuladen für Sie schaffen?

Heute bekommt man sich schon BEVs mit ordentlichen Reichweiten die für einen Großteil der Bevölkerung völlig ausreichen im Bereich von 30.000€

Farnsworth

Lieber Mark Müller, wenn das mit dem Elektroauto so einfach ist, warum standen dann letztes Jahr Tausende von VW ID3 auf Halde? – und sind gerade wieder auf dem Weg zurück in die Werkstatt für ein weiteres Software Update, von dem man immer noch nicht weiß ob es das letzte sein wird, ehe das Auto endlich mal vernünftig fährt?

Das Auto fährt vernünftig, mehr als vernünftig sogar. Die Fahreigenschaften sind einwandfrei. Es macht viel Freude, den ID.3 zu fahren. Nur die Software macht manchmal ihre Kapriolen, ohne allerdings die reine Fahrsicherheit zu gefährden. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen (2 Wochen ID.3).

Das erste Auto wurde 1880 gebaut. Die Verbrenner, so wie wir sie heute kennen, haben also ca. 140 Jahre benötigt, um auf dem technischen Stand von heute zu sein. Wenn ich dann höre, die Batterien der E-Autos haben keine Reichweiten, sind zu schwer oder können brennen und es gibt zu wenige Ladesäulen, da wird mir regelrecht schlecht.
Wenn die technische Entwicklung so weiter geht, werden wir in 10 Jahren im PKW-Bereich E-Autos haben, die sich bis dato niemand vorstellen kann

VW ist einfach super, ich bin ehrlich gesagt froh, dass die die Kuh vom Eis kriegen. Ich habe aber immer darauf gebaut, dass Unsere Ingenieure eben weltklasse sind. Ich hoffe das bleibt in Zukunft auch so!

Die Kuh schlittert gerade zurück in die Werkstatt zum x-ten Software Update 😉

SW updates … braucht es wenn das Produkt halbfertig ausgeliefert wird, dann gehen die Fensterheber erst ab Release 2028+X

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