Volvo, Uber und Ikea fordern Verbrenner-Aus ab 2035

Volvo, Uber und Ikea fordern Verbrenner-Aus ab 2035

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Der Verband der Automobilindustrie sieht die Gefahr für ein faktisches Verbot für Verbrennungsmotoren in der EU gebannt. So eine Meldung Mitte April 2021. Doch man hat wohl nicht mit einem Bekenntnis von 27 Unternehmen gerechnet, welche sich dafür aussprechen, ab 2035 keine Autos mehr mit Verbrennungsmotor neu zuzulassen. Darunter Volvo Cars, Uber sowie IKEA.

27 Unternehmen aus verschiedenen Branchen fordern die Europäische Union in einem offenen Brief auf, spätestens ab 2035 keine neuen Autos mehr mit Verbrennungsmotoren zuzulassen. Neben Volvo Cars, welche bereits angekündigt hatten ab 2030 nur noch elektrische Autos zu bauen, waren unter anderem IKEA, Sky, Uber und Vattenfall als Unterzeichner des Briefes dabei. Man argumentiere durch einen solch klaren Beschluss den Unternehmen Planungssicherheit und ein klares Investitionssignal für die Zukunft zu senden. Insofern einem solchen Antrag zugestimmt wird.

Anders Kärrberg, bei Volvo Cars zuständig für den Bereich Nachhaltigkeit, führte die Gedanken zum offenen Brief weiter aus: „Mit unseren Plänen, ab 2030 ausschließlich Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen, will Volvo Cars zum Vorreiter beim Übergang zur emissionsfreien Mobilität in unserer Branche werden. Um diesen Übergang zu beschleunigen, bedarf es allerdings klarer Vorgaben und Hilfen von Seiten der Regierungen.“

Das Datum 2035 entspreche den Einschätzungen der COP26-Präsidentschaft und der Vereinten Nationen, wonach ein Aus für den Verkauf von Neufahrzeugen mit Verbrennungs- und Hybridmotoren bis 2035 in den wichtigsten Märkten (einschließlich der EU) erforderlich sei, um die weltweiten Emissionen bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren. Die EU-Kommission wird im Juni im Rahmen ihres Gesetzespakets „Fit für 55“ neue Ziele festlegen, damit die EU bis 2030 mindestens 55 Prozent ihrer Emissionen einspart und bis 2050 klimaneutral wird.

Für Uber würde ein Ende des Verbrenners bedeuten, dass neue E-Autos preiswerter werden und gebrauchte E-Fahrzeuge deutlich stärker nachgefragt werden. „Damit wird eine der wichtigsten Hürden beseitigt, die Vielfahrer – auch jene auf der Uber-Plattform – davon abhält, den Sprung ins Elektrozeitalter zu wagen“, so Ubers Europachefin Anabel Diaz.

Autohersteller reagieren bereits mit der Einführung vieler neuer Elektroauto-Modelle sowie mit der Einstellung von Investitionen in neue Antriebe mit fossilen Brennstoffe. Einige, wie Bentley und Volvo, planen gar bereits eine rein elektrische Zukunft. Andere Hersteller verlagern die Produktion von Verbrennungsmotoren an Partner und Zulieferer oder in Fabriken außerhalb ihrer Heimatländer.

Gleichzeitig sind fast alle Autohersteller besorgt darüber, ihre Margen in einer Welt nur mit Elektrofahrzeugen zu erhalten – und untersuchen deshalb neue Einnahmequellen, z.B. auf Basis von Daten und damit verbundenen Diensten. In unserem Artikel „Warum das Ende von Verbrennerautos in Sicht ist“ haben wir das Ganze ein wenig ausführlicher betrachtet.

Quelle: Automobilwoche – Volvo, Uber und Ikea fordern Aus für Verbrenner ab 2035

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15 Comments
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Aus dem Artikel:

„Gleichzeitig sind fast alle Autohersteller besorgt darüber, ihre Margen in einer Welt nur mit Elektrofahrzeugen zu erhalten …“

Da sollten sich all diese doch einfach mal bei einem bestimmten 5-Buchstaben-Hersteller ;) ansehen, mit welchen Technik-, Strategie- und Marketig-Maßnahmen man z.B. bei reiner eAuto-Fertigung auf eigene Kosten nicht nur ständig ein eigenes großes Ladenetz weiter ausbaut sondern auch noch stetig weiter in neue Fabriken investiert, die zudem noch in offenbar sehr kurzer Zeit die Fertigung aufnehmen …

Last edited 1 Jahr zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Ein generelles Verbot ist eigentlich unnötig. Ab dem Zeitpunkt wo die Kostenparität erreicht ist, wird es sowieso in Richtung 90+% BEV Anteil gehen.
Zusätzlich kann man weiterhin Sportwagen wie z.B. Porsche 911er mit Verbrenner anbieten.
Die bekommt man mit eFuels oder Wasserstoff auch CO2 neutral.

Last edited 1 Jahr zuvor by Mike

Wie gut für die Bundesregierung, diese Forderung nicht gestellt zu haben, denn sonst müsste sie sich mit milliardenschweren Entschädigungsforderungen der Industrie der Dieselretter bzw. des VDA als Lobby herumschlagen – falls der Politik-RWE-Deal auch da seine Nachahmer findet. (So, Ironie wieder aus)

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