Varta und KTM wollen Akku-Plattform für E-Zweirad-Bereich schaffen

Varta und KTM wollen Akku-Plattform für E-Zweirad-Bereich schaffen

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Der deutsche Batteriekonzern Varta wird fortan mit dem österreichischen Zweirad-Hersteller KTM zusammenarbeiten. Gemeinsam wolle man Niedervolt-Batterieplattformen für Elektro-Zweiräder von 250 Watt bis 20 kW Spitzenleistung auf den Markt bringen. Hierdurch soll ein starkes Signal in und aus Europa für dieses Segment gesendet werden, wie die beiden Unternehmen in einer entsprechenden Mitteilung zu verstehen gaben.

Beide Unternehmen bringen entsprechende Stärken in ihrem Teilbereich mit ein und wollen diese künftig kombiniere. Varta gilt als führender europäischer Hersteller von Li-Ionen Zellen und sei weltweiter Innovations- und Technologieführer. KTM entstammt als Marke der PIERER Mobility AG und ist der größte europäische Powered Two-Wheeler Hersteller. Gemeinsam sehen die Kooperationspartner großes Potenzial für die Entwicklung einer Plattformbatterie für leichte Elektrofahrzeuge im Bereich der 48 Volt-Technologie mit Spitzenleistungen bis ca. 20kW.

„Mit der VARTA Innovation in Graz sind wir stark für die Materialforschung in Österreich aufgestellt. Der Standort wird massiv ausgebaut, um die Entwicklung großer Batterie-Zellformate für die Elektromobilität voranzutreiben“, so Michael Tojner, CEO der Montana Tech Components AG Unternehmensgruppe und Mehrheitseigentümer der VARTA AG. Von Seiten PIERER Mobility AG ergänzt deren CEO Stefan Pierer: „Durch unsere Innovationsstärke sehen wir uns als Technologieführer im Zweirad-Sektor in Europa und wollen besonders bei der Entwicklung von Zweirad-Elektrofahrzeugen Akzente setzen.“

Details wurden bisher spärlich kommuniziert. Es stehe lediglich fest, dass man die Entwicklung und Produktion von Niedervolt Batterieplattformen für Fahrzeuge von 250 Watt bis 20 Kilowatt Spitzenleistung angehen wolle, die eine hohe Reichweite und Performance erreichen. Dabei sei vor allem eine Zusammenarbeit in folgenden Bereichen beabsichtigt:

  • Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Produktion
  • Gemeinsame Marketing- und Vertriebsaktivitäten
  • Rücknahme, Recycling und 2nd Life von Batterien

Zudem kommt natürlich die Vermutung auf, dass VARTAs neue großformatige Batteriezelle 21700 (7 cm hoch, 2,1 cm Durchmesser) eine entscheidende Rolle bei der Kooperation spielen könne. Bekannt ist, dass derzeit am Stammsitz in Ellwangen eine Pilotlinie aufgebaut wird. Die 21700-Batteriezelle soll zunächst vor allem in leistungsstarken Elektroautos zum Einsatz kommen. Dabei legt sich der Hersteller noch nicht fest, ob man diese in rein elektrische Fahrzeuge – optional mit Range-Extender – unterbringt oder etwa auch bei Plug-In-Hybriden. „Des Weiteren bestehen Einsatzmöglichkeiten beispielsweise im Bereich Power Tools. Hier gab es bereits in der Vergangenheit Pläne seitens des Unternehmens“, so die entsprechende Mitteilung auf deren Webseite. Ein Einsatz auf der gemeinsamen Akku-Plattform für den E-Zweirad-Bereich könnte somit auch noch eine Option sein.

Quelle: Presseportal – Europäische E-Mobility-Kompetenz: VARTA und PIERER Mobility vereinbaren strategische Kooperation

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Aus dem Artikel:

„Varta gilt als führender europäischer Hersteller von Li-Ionen Zellen und sei weltweiter Innovations- und Technologieführer.“

Komisch – und ich dachte immer, Varta hätte als europäischer Hersteller die Li-Ionen-Technik und damit auch deren Innovations- und Technologie-Potential weitgehend verschlafen!?

Last edited 1 Jahr zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Interessant, in Ö hat Stefan Pierer einen Brief an den Bundeskanzler mitunterschrieben, man möge doch bitte auf ein Verbot von Verbrennerautos auf keinen Fall in der EU festschreiben.
und selbst will er im 2-Radbereich in der EMobilität führend werden? Seltsamer Typ, in Ö wird er eh sehr kritisch betrachtet.

„KTM entstammt als Marke der PIERER Mobility AG und ist der größte europäische Powered Two-Wheeler Hersteller. Gemeinsam sehen die Kooperationspartner großes Potenzial für die Entwicklung einer Plattformbatterie für leichte Elektrofahrzeuge im Bereich der 48 Volt-Technologie mit Spitzenleistungen bis ca. 20kW.“
Selten so gelacht…KTM hat bisher nur ein E-Motorrad gebaut. Alle anderen die neu auf den Markt kamen, waren Verbrenner (besonders im 125ccm Segment). Eine Plattformbatterie die nur 48 Volt aufweist, ist hoffnungslos überaltert. Zero/USA baut 105 Volt Batterien in ihre E-Motorräder ein. Ein italienischer Hersteller sogar 400 Volt. (deren E-Motorrad ist das schnellste und reichweitenstärkste auf der Welt) Andere Hersteller von E-Motorrädern und E-Rollern (wie auch viele chinesischen Hersteller) setzen auf 72 Volt LiIon oder LiFePo4 Batteriezellen.

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