51.351 neue Anträge für Umweltbonus / Kaufprämie im Juli 2021

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Bis zum 31. Juli 2021 gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 744.952 Förderanträge ein. Seit Ende Juni 2021 sind somit 51.351 Anträge neu hinzugekommen. Dieses Zahlen als Basis konnten die gestellten Kaufprämien-Anträge für Elektroautos und Plug-In-Hybride im Juni ein leichtes Minus  gegenüber den Vormonaten hinlegen. Noch im Dezember 2020 wurde mit 58.365 Anträgen der bisherige Höchststand seit Auslobung des Umweltbonus erreicht; danach war die Anzahl gestellter Anträge rückläufig. Im März konnte dann der zweitbeste Monat in puncto Umweltbonus-Anträge verzeichnet werden. Der Verlauf über die Monate hinweg wird über die nachfolgend eingefügte Grafik gut ersichtlich.

744.952 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende Juli 2021 gestellt

744.952 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende Juli 2021 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im siebten Monat des Jahres 2021 um die eingangs erwähnten 51.351 Anträge erhöht. Im Detail sieht man, dass 25.223 Anträge für Elektroautos, 26.124 Anträge für Plug-in-Hybride sowie vier Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Bei den Anträgen für E-Autos konnte man eine leichtes Absinken der gestellten Anträge feststellen. Bei den Plug-In-Hybriden hingegen hat sich eine leichte Steigerung feststellen lassen. Die Anzahl der Anträge für Brennstoffzellen-Autos ist im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen.

411.874 Anträge für reine E-Autos, 332.873 für Plug-in-Hybride und 205 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

411.874 Anträge für reine E-Autos, 332.873 für Plug-in-Hybride und 205 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 744.952 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro.

Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen. Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride. Zudem ist es mittlerweile Tatsache, dass die Kaufprämien für den Kauf klima- und umweltfreundlicher Elektrofahrzeuge verdoppelt wurde. Die vorgesehene Erhöhung der Elektroauto-Kaufprämie auf bis zu 9.000 Euro ist rückwirkend zum 4. Juni, also dem Tag des Beschlusses, in Kraft getreten. Es ist daran zu denken, dass lediglich der Anteil der Bundesregierung verdoppelt wurde. Die Hersteller bleiben ihrem Umweltbonus-Anteil weiterhin treu.

Anträge nach Antragsteller im Detail im Juli 2021

Wie sich die bereits gestellten Anträge im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt. Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 307.217
  • Freiberuflich tätige Person: 2
  • Unternehmen: 392.944
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung: 3.524
  • Privatunternehmen: 7
  • Verein: 820
  • Eingetragener Verein, gemeinnütziger Investor: 2.129
  • Kommunale Betriebe: 1.221
  • Kommunaler Zweckverband: 204
  • Kirche, kirchl. Einrichtung, anerkannte Religionsgem.: 1
  • Stiftung: 376
  • Körperschaft: 5.348
  • Eingetragene Genossenschaften: 1
  • Einzelunternehmer: 4

Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin eine stärkere Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei (~53%). Generell mag der Schwerpunkt auf Unternehmen daran liegen, dass es eine Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen gibt. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im Juli 2021

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im Juli 2021: An vorderster Front steht Volkswagen mit 120.715 Anträgen, welche für Stromer aus deren Hause gestellt wurden. Renault (71.465 Anträgen) bleibt abermals hinter Mercedes-Benz mit 77.443 Anträgen, sowie BMW (72.004) auf dem vierten Rang zurück. Hier wird ganz deutlich die PHEV-Offensive von Mercedes spürbar. Bei BMW greift der Absatz der Premium-PHEV nun auch spürbar bei der Anzahl der gestellten Anträge.

Dahinter folgt nicht mehr die Mercedes-Konzerntochter smart mit 41.200 Anträgen. Sondern Audi (42.640) sowie Hyundai (41.895), welche sich an smart vorbeischieben konnten. Beide Automobilhersteller konnten somit abermals Tesla (38.255) hinter sich zurücklassen. Hinter Tesla reihen sich KIA mit 28.860 Anträgen sowie Skoda (23.998) ein. Auf Modellebene betrachtet zeichnet sich folgendes Bild:

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg: 121.133
  • Bayern: 136.747
  • Berlin: 21.246
  • Brandenburg: 15.026
  • Bremen: 3.987
  • Hamburg: 15.639
  • Hessen: 60.241
  • Mecklenburg-Vorpommern: 6.076
  • Niedersachsen: 66.907
  • Nordrhein-Westfalen: 186.238
  • Rheinland-Pfalz: 34.972
  • Saarland: 7.924
  • Sachsen: 20.622
  • Sachsen-Anhalt: 9.552
  • Schleswig-Holstein: 25.934
  • Thüringen: 12.595
  • Sonstiges (Ausland): 113

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Ich hätte gerne mal verbindliche Aussagen wie es mit dem Fördertopf weiter geht. Bei der aktuellen Nachfrage wird der noch dieses Jahr leer sein.

Die Lieferzeiten gerade erst vorgestellter Fahrzeuge betragen aber teilweise 6 Monate.

Wurde doch bis 2025 verlängert. Autos bis 40.000 Euro Nettolistenpreis. Siehe Seite der Bundesregierung.

Farnsworth

Die prinzipielle Förderung ja, aber wenn der Topf leer ist, ist er leer.
Dann müssen Milliarden machgeschossen werden oder es ist Ende.

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