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39.685 neue Anträge für Umweltbonus / Kaufprämie im Januar 2021

Bis zum 31. Januar 2021 gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 459.672 Förderanträge ein. Seit Ende des Jahres 2020 sind somit 39.685 Anträge neu hinzugekommen. Dieses Zahlen als Basis konnten die gestellten Kaufprämien-Anträge für Elektroautos und Plug-In-Hybride im Januar keinen neuen Höchststand gegenüber der Vormonate verzeichnen. Noch im Dezember 2020 wurde mit 58.365 Anträgen der bisherige Höchststand seit Auslobung des Umweltbonus erreicht.

459.672 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende Januar 2021 gestellt

459.672 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende Januar 2021 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im ersten Monat des Jahres 2021 um die eingangs erwähnten 39.685 Anträge erhöht. Womit man erstmals seit einigen Monate wieder einen Rückgang bei den gestellten Anträgen verzeichnen musste.

Im Detail sieht man, dass 20.151 Anträge für Elektroautos, 19.532 Anträge für Plug-in-Hybride sowie zwei Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Sowohl bei den Anträgen für E-Autos und PHEV liegt man damit unter dem Vormonatsniveau. Die Anzahl der Anträge für Brennstoffzellen-Autos ist im Vergleich zum Vormonat gleichgeblieben.

270.025 Anträge für reine E-Autos, 189.465 für Plug-in-Hybride und 182 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

270.025 Anträge für reine E-Autos, 189.465 für Plug-in-Hybride und 182 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 459.672 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro.

Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen. Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride. Zudem ist es mittlerweile Tatsache, dass die Kaufprämien für den Kauf klima- und umweltfreundlicher Elektrofahrzeuge verdoppelt wurde. Die vorgesehene Erhöhung der Elektroauto-Kaufprämie auf bis zu 9.000 Euro ist rückwirkend zum 4. Juni, also dem Tag des Beschlusses, in Kraft getreten. Es ist daran zu denken, dass lediglich der Anteil der Bundesregierung verdoppelt wurde. Die Hersteller bleiben ihrem Umweltbonus-Anteil weiterhin treu.

Anträge nach Antragsteller im Detail im Januar 2021

Wie sich die bereits gestellten Anträge im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt. Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 193.762
  • Freiberuflich tätige Person: 1
  • Unternehmen: 245.164
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung: 1.814
  • Verein: 820
  • Eingetragener Verein, gemeinnütziger Investor: 999
  • Kommunale Betriebe: 1.221
  • Kommunaler Zweckverband: 204
  • Kirche, kirchl. Einrichtung, anerkannte Religionsgem.: 1
  • Stiftung: 243
  • Körperschaft: 3.102
  • Eingetragene Genossenschaften: 1
  • Einzelunternehmer: 2

Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin eine starke Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei. Mag daran liegen, dass es eine Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen gibt. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im Januar 2021

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im Januar 2021: An vorderster Front steht weiterhin VW (65.226 Anträge). Diese konnten auch Anfang des neuen Jahres Renault (53.382), als auch BMW (50.773) hinter sich lassen. Die Hersteller auf dem zweiten und dritten Rang des Rankings haben indes den Abstand aufeinander ziemlich gewahrt.

Auf Abstand zu BMW folgt Mercedes-Benz mit derzeit 46.940 Anträgen auf den Umweltbonus. Wobei bei den Stuttgarter durchaus Wachstum zu verzeichnen ist; PHEV-Offensive sei Dank. Dahinter folgt die Konzerntochter smart mit 30.860 Anträgen. Hyundai platziert sich mit 27.024 Anträgen auf den Umweltbonus abermals vor Branchenprimus Tesla (25.380 Anträge). Hinter Tesla reihen sich Audi (24.735), Mitsubishi (19.426) sowie KIA (19.125) ein. Beim Ranking der Anträge für den Umweltbonus für einzelne Modelle ergibt sich im Januar 2021 folgendes Bild:

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg: 75.531
  • Bayern: 83.987
  • Berlin: 13.604
  • Brandenburg: 9.160
  • Bremen: 2.474
  • Hamburg: 9.429
  • Hessen: 36.407
  • Mecklenburg-Vorpommern: 3.804
  • Niedersachsen: 39.364
  • Nordrhein-Westfalen: 116.937
  • Rheinland-Pfalz: 21.095
  • Saarland: 4.838
  • Sachsen: 12.519
  • Sachsen-Anhalt: 5.903
  • Schleswig-Holstein: 16.399
  • Thüringen: 8.138
  • Sonstiges (Ausland): 83

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Kann es sein, dass VW da ein größeres Problem mit dem ID.3 hat?
Der ID.3 taucht bei den Top10 nicht auf. Das finde ich ziemlich unverständlich. Hat da jemand eine Erklärung dafür?

Das folgende Dokument zählt nur insgesamt 8.525 Anträge für den ID.3:
https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/emob_zwischenbilanz.pdf?__blob=publicationFile&v=67

Ich hoffe mal, dass der Fördertopf nochmal aufgestockt wird. Nextmove hat berechnet, dass er spätestens Ende des Jahres leer sein wird. Damit wir die Verlängerung bis 2025 quasi unnötig und gerade in diesem bzw. nächsten Jahr kommen erst viele interessante BEV Modelle auf den Markt.

Basierend auf den bisherigen Antragszahlen ist davon auszugehen, dass bisher ca. 2 Milliarden Euro ausgeschüttet wurden. Es sollten folglich nochmals etwas über 2 Milliarden im Topf sein. Wenn wir von 5.000 € durchschnittlicher Förderung ausgehen, reicht das Geld noch für etwa 400.000 Fahrzeuge. Bei 40.000 Anträgen monatlich ist der Fördertopf Ende November leer. Herr Altmaier sollte langsam reagieren, zumindest wenn er möchte, dass die Leute noch deutsche Elektroautos kaufen, die bekanntlich längere Lieferzeiten als die kalifornische Konkurrenz haben. Ich kenne nur eine Person, die sich über diese Unsicherheit freut und zwar Elon Musk. Ob das die Absicht des Wirtschaftsministeriums ist wird wohl vorerst ungeklärt bleiben. Ich habe jedenfalls die Papiere für mein neues Model 3 nur 10 Tage nach der Bestellung erhalten und konnte somit nicht mal zwei Wochen nach der Bestellung die Zulassung vornehmen und den Antrag stellen.

Genau da sehe ich das Problem.
Bis der BMW i4 ausgeliefert wird, ist Ende des Jahres bzw. im schlimmsten Fall Frühjahr 2022.
Ohne die Prämie lohnt sich ein gebrauchter 4er Diesel noch mehr.
Mit Prämie, Rabatten und der Möglichkeit beim Arbeitgeber kostenlos zu laden würde ich zähneknirschend einen Neuwagen kaufen.

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