45.702 neue Anträge für Umweltbonus / Kaufprämie im April 2021

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Bis zum 30. April 2021 gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 593.978 Förderanträge ein. Seit Ende März 2021 sind somit 45.702 Anträge neu hinzugekommen. Dieses Zahlen als Basis mussten die gestellten Kaufprämien-Anträge für Elektroautos und Plug-In-Hybride im April einen Rückgang gegenüber dem sehr starken März 2021 verzeichnen. Noch im Dezember 2020 wurde mit 58.365 Anträgen der bisherige Höchststand seit Auslobung des Umweltbonus erreicht; danach war die Anzahl gestellter Anträge rückläufig. Im März konnte dann der zweitbeste Monat in puncto Umweltbonus-Anträge verzeichnet werden, bevor es dann April eher wieder in die andere Richtung ging.

593.978 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende März 2021 gestellt

593.978 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende April 2021 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im vierten Monat des Jahres 2021 um die eingangs erwähnten 45.702 Anträge erhöht. Womit man nach zwei Monaten, in denen Rückgänge bei den gestellten Anträgen zu verzeichnen waren, wieder auf ein ordentliches Wachstum blickt.

Im Detail sieht man, dass 22.123 Anträge für Elektroautos, 23.576 Anträge für Plug-in-Hybride sowie drei Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Sowohl bei den Anträgen für E-Autos und PHEV liegt man damit hinter dem Vormonatsniveau. Die Anzahl der Anträge für Brennstoffzellen-Autos ist im Vergleich zum Vormonat nur leicht gesunken.

336.002 Anträge für reine E-Autos, 257.784 für Plug-in-Hybride und 192 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

336.002 Anträge für reine E-Autos, 257.784 für Plug-in-Hybride und 192 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 593.978 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro.

Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen. Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride. Zudem ist es mittlerweile Tatsache, dass die Kaufprämien für den Kauf klima- und umweltfreundlicher Elektrofahrzeuge verdoppelt wurde. Die vorgesehene Erhöhung der Elektroauto-Kaufprämie auf bis zu 9.000 Euro ist rückwirkend zum 4. Juni, also dem Tag des Beschlusses, in Kraft getreten. Es ist daran zu denken, dass lediglich der Anteil der Bundesregierung verdoppelt wurde. Die Hersteller bleiben ihrem Umweltbonus-Anteil weiterhin treu.

Anträge nach Antragsteller im Detail im April 2021

Wie sich die bereits gestellten Anträge im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt. Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 245.436
  • Freiberuflich tätige Person: 2
  • Unternehmen: 316.771
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung: 2.599
  • Verein: 820
  • Eingetragener Verein, gemeinnütziger Investor: 1.529
  • Kommunale Betriebe: 1.221
  • Kommunaler Zweckverband: 204
  • Kirche, kirchl. Einrichtung, anerkannte Religionsgem.: 1
  • Stiftung: 311
  • Körperschaft: 4.148
  • Eingetragene Genossenschaften: 1
  • Einzelunternehmer: 2

Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin eine stärkere Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei (~53%). Generell mag der Schwerpunkt auf Unternehmen daran liegen, dass es eine Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen gibt. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im April 2021

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im April 2021: An vorderster Front steht Volkswagen mit 92.757 Anträgen, welche für Stromer aus deren Hause gestellt wurden. Renault (62.150 Anträgen) wurde von Mercedes-Benz mit 63.678 Anträgen auf den dritten Rang verdrängt. Hier wird ganz deutlich die PHEV-Offensive von Mercedes spürbar. BMW seinerseits landete mit 61.276 Anträgen auf den Umweltbonus auf Rang vier des Rankings.

Dahinter folgt die Mercedes-Konzerntochter smart mit 36.151 Anträgen. Hyundai platziert sich mit 33.901 Anträgen auf den Umweltbonus. Dahinter folgt Audi (32.646 Anträge), welche abermals Tesla (31.331 Anträge) hinter sich zurücklassen. Hinter Tesla reihen sich KIA mit 23.699 Anträgen sowie Mitsubishi (21.156) ein. Auf Modellebene betrachtet zeichnet sich folgendes Bild:

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg: 97.545
  • Bayern: 108.565
  • Berlin: 17.173
  • Brandenburg: 11.858
  • Bremen: 3.162
  • Hamburg: 12.332
  • Hessen: 47.575
  • Mecklenburg-Vorpommern: 4.883
  • Niedersachsen: 52.542
  • Nordrhein-Westfalen: 149.695
  • Rheinland-Pfalz: 27.518
  • Saarland: 6.245
  • Sachsen: 16.196
  • Sachsen-Anhalt: 7.530
  • Schleswig-Holstein: 20.872
  • Thüringen: 10.191
  • Sonstiges (Ausland): 96

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Immer noch die Plugin oder andere Hybriden. Das ist reinste Greenwashing. Aufhören diese Art von Fahrzeugen noch weiter zu subventionieren.

Die Politiker zur Rechenschaft ziehen.
Schaden vom deutschen Volk abwenden heißt bei der CSU/CDU: Nebenverdienst in Höhe von 130.000€ im Jahr von den Lobbyisten einstecken und alles was einen dummen Standort hinterlässt, zu fördern.
Wir sind es unseren Nachkommen und dem Planeten schuldig diese Politiker zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Förderung der dreckigsten Verbrenner, Plug-in-Hybridde“ muss aufhören.
Die CSU/CDU abwählen und zur Kasse bitten.

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