Toyota will beim Klimaschutz dreigleisig fahren

Copyright Abbildung(en): Toyota

Toyota setzt weiter auf Nachhaltigkeit: Bis 2050 will der japanische Mobilitätskonzern ein klimaneutrales Unternehmen werden. Die CO2-Emissionen müssten auf Null reduziert werden, heißt es in einer Mitteilung – von der Herstellung über Transport und Betrieb sowie das Betanken oder Aufladen bis hin zu Recycling und Entsorgung. Während sich manche Unternehmen dabei auf lediglich eine Lösung konzentrierten, setze Toyota auf unterschiedliche Technologien.

Toyota investiere weiterhin in neue Batterie-Systeme sowie in immer effizientere E-Motoren und verbesserte Leistungselektronik, heißt es. Gleichzeitig vertraue der Konzern weiterhin auf die Technologie wasserstoffbasierter Brennstoffzellen. Diese lasse sich nicht nur in Pkw und Lkw einsetzen, sondern auch in Zügen, Bussen, Schiffen, Flugzeugen sowie in Industrieanlagen.

Trotz aller Elektrifizierung spielen laut Toyota auch Verbrennungsmotoren eine wichtige Rolle auf dem Weg in die Klimaneutralität. Weltweit seien mehr als 1,4 Milliarden Fahrzeuge mit konventioneller Antriebstechnik unterwegs. Hier könnten Wasserstoff, E-Fuels und Biokraftstoffe eine Lösung sein. „Toyota will keinen Kunden zurücklassen“, verspricht der Konzern. Jeder solle die Möglichkeit haben, sich für ein möglichst CO2-armes Produkt zu entscheiden – unabhängig von Markt, Segment und Budget.

In Europa hat Toyota im abgelaufenen Geschäftsjahr (April 2020 bis März 2021) rund eine Million Fahrzeuge verkauft. „Unser breites Portfolio an zugänglichen elektrifizierten Produkten haben uns durch diese herausfordernden Zeiten geholfen„, sagt Europa-Chef Matt Harrison. Während der Markt um 14 Prozent geschrumpft sei, habe das eigene Absatz-Minus nur sieben Prozent betragen. Prognosen zufolge könnte das Volumen für Europa in den nächsten zehn Jahren auf über 200 Millionen Neuwagen steigen. Rund 45 Millionen davon seien dann lokal emissionsfrei unterwegs.

Bis 2025 will Toyota in Europa mehr als 55 elektrifizierte Produkte anbieten, darunter mindestens zehn Null-Emissions-Fahrzeuge. Der Absatz soll bis dahin auf 1,5 Millionen Einheiten und der Marktanteil auf mehr als sieben Prozent steigen. Mindestens 150.000 Fahrzeuge (10 Prozent) würden über einen batterieelektrischen oder einen Brennstoffzellen-Antrieb verfügen. Weitere 1,2 Millionen (80 Prozent) entfielen auf Hybrid- oder Plug-in-Hybridfahrzeuge. Damit werde der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge im Jahr 2025 bei mindestens 90 Prozent liegen.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 12. Mai 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Wow, bis 2030 immerhin 25 % der Fahrzeuge lokal emissionsfrei – manche hören den Schuss einfach nicht, egal wie laut die Kanone donnert.

Toyota: „…150.000 Fahrzeuge (10 Prozent) würden bis 2025 über einen batterieelektrischen oder einen Brennstoffzellen-Antrieb verfügen, weitere 1,2 Millionen (80 Prozent) entfielen auf Hybrid- oder Plug-in-Hybridfahrzeuge.“

Genau:

„manche hören den Schuss einfach nicht, egal wie laut die Kanone donnert.“

+1

Last edited 4 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Ja kein Wunder wenn die Kanone nur in Deutschland und bisschen EU donnert…
Aber Ihr kennt euch ja mit Kanonen aus, das einzige was ihr noch nicht gelernt habt ist das ist nie der richtige Weg

„Trotz aller Elektrifizierung spielen laut Toyota auch Verbrennungsmotoren eine wichtige Rolle auf dem Weg in die Klimaneutralität“
Genau, die Rolle die sie spielen nennt sich „Klotz am Bein“. Mit nebulösen Versprechungen will man scheinbar schönreden, dass man immer noch von der sterbenden Technik profitiert, für deren Folgeschäden dann andere aufkommen müssen

CO2 neutral bis 2050 ist doch kein Ziel. Das ergibt sich ja in Europa von selbst. Das sind doch reine PR Tricks die sich das Marketing ausgedacht hat.

Einfach mal auf den bisherigen Erfolg von Toyota als (im Automobilsektor einziges „wirkliches“ bzw. führendes) Weltunternehmen schauen. Und Toyota wird diese Rolle und Stellung auch beibehalten, davon bin ich fest überzeugt. Nicht zuletzt wegen ihrer technologisch breiten Aufstellung und ihres legendären Rufs in Sachen Qualität, Zuverlässigkeit, Langlebigkeit.

Time will tell – qualitativ waren Mobiltelefone von Nokia auch einmal legendär in Sachen Qualität, Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und sogar noch Akkulaufzeit.

Es ist halt interessant, wen einige Kommentatoren alles als mehr oder weniger desorientiert, zu spät im Rennen, schwach in Innovation etc. und somit Verlierer in Zukunft ansehen:

  • BMW
  • VW
  • Mercedes
  • Toyota und die anderen Japaner
  • Ford, GM
  • Hyundai teils
  • Renault teils
  • . . .

Lauter Luschen also im Mgmt. von Konzernen, die in der Summe weit, weit über 1 Mio. Arbeitnehmer haben?
Hmm.
Ganz sicher??

Ich glaube an die Zukunft der BEV Elektromobilität!

Ich glaube auch, dass die Manager aller Unternehmen, die Sie oben genannt haben, diesen Zug zu spät bestiegen haben.

Ich glaube auch, dass Herbert Diess von VW der einzige Manager ist, der diese Disruption frühzeitig verstanden hat – das hätte ihn aber fast den Kopf bei VW gekostet, wenn Sie sich recht erinnern.
Ich bin auch sehr froh, dass Herbert Diess an der Spitze des VW Konzerns steht und dieser jetzt mit großen Schritten in die richtige Richtung geht.

Ich glaube allerdings nicht, dass die derzeitigen Modelle von VW mit denen von Tesla technologisch auf Augenhöhe sind.

Ich glaube nicht, dass der VW-Konzern diese Lücke auf technologischer Ebene in naher Zukunft schließen kann.

Mir ist durchaus bewusst, dass „glauben“ natürlich nicht „wissen“ ist, deswegen darf ja auch jeder glauben, was er will.

Warum ich hier im Forum bin?

Weil ich mich breit über das Thema Elektromobilität informieren möchte.

Weil ich erlerntes Wissen gerne anderen zur Diskussion stellen möchte.

Last, but not least:

Weil ich es nicht leiden kann, dass Tesla ständig mit irgendwelchem FUD diskreditiert wird.

PS: Und ja, nur weil man Millionen Menschen in Brot und Arbeit hält, kann man die Zukunft trotzdem verschlafen:

Damals: Kutschenbauer und Pferdezüchter.
Heute: das Management von Kodak, das Management von Nokia, das Management Lehman Brothers…
Der Papst ist ja angeblich unfehlbar 😉
Manager, Minister, und Ex-Präsidenten sind es aber nachweislich immer wieder NICHT 😉

Vieleicht liege ich ja auch völlig falsch mit meiner Meinung – und 2025 fahren wir alle in Wasserstoffautos

Deshalb ist es ja meine Meinung – und jeder andere darf gerne eine andere haben.

Time will tell 😉

WIR fahren 2025 alle Wasserstoffautos. DU bekommdt dann deinen Model Y geliefert.

Nee, nur den Termin für das Abholen des ersten in D produzierten MY: 1.4.2026.

Ich hoffe doch sehr, dass ich bis dahin meinen Cybertruck bereits zum Nordkap fahren durfte 😉

„Lauter Luschen also im Mgmt. von Konzernen […] Ganz sicher??“

Ja!
Die übersehen mit Kurzsicht-Brille auf das nächste Quartalsergebnis, dass sie „auf breiter Front“ in den weltweiten Klima-Abgrund fahren!

Last edited 4 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Ich fürchte, dass mein Kachelofen, der diesen Winter 140 Tage in Betrieb war und mit Holzbriketts und teilweise auch Braunkohlebriketts geschürt wird, dabei mehr Unheil angerichtet hat als mein Audi A6 TDI von 2005

Ich sage dazu immer „die Welt kann nicht mit nur lauter Mahatma Gandhis existieren“.
Oder Mutter Teresas.

Toyota ist der Welt größter Automobilproduzent. Wie wir gerade lesen, haben Sie auch jetzt noch nicht gemerkt, wohin die Reise bei PKW in den nächsten zehn Jahren geht. Und das scheint allen japanischen Autokonzernen so zu gehen: Auch bei Honda, Nissan, Suzuki, Daihatsu und Mazda passiert wenig. Als Feigenblatt haben Honda und Mazda mal ein cooles Modell mit zu kleinem Akku zum teuren Preis gebaut. Aber sie haben keine Plattformstrategie und wollen offenbar bockig kein Elektrozeitalter. Es ist ganz unwirklich, dass selbst die winzigen Kei-Cars praktisch nicht elektrisch fahren.

Selbst BMW hat ja indessen salamitaktisch den Kurs geändert. Und Mercedes macht aktuell fast Angst mit seinen Rollout-Plänen: EQS, EQE und EQT. Man teasered langsam den EQG. Wahnsinn! Was besonders Tesla-Fans deutschen Konzernen unterstellt haben, nämlich den Untergang durch Festhalten am Verbrenner, wird wohl eher Japan treffen. Die ungewöhnliche Eintracht der deutschen Marken beruht vermutlich ebenfalls darauf, dass man sich künftig nicht mühsam Marktanteile abnehmen muss, wo Japan unbewaffnet scheint.

„Alle japanischen Automobilhersteller sind auf dem Holzweg“. Aha.
Das erinnert an den bekannten Spruch, den man Geisterfahrern unterstellt: „Was, ein Falschfahrer?? Ich sehe Hunderte!!!“

Ulrich, hast du damals in Mathe gefehlt? Die Automobilhersteller, die auf dem Weg sind, um signifikante Bestände bis 2030 zu elektrifizieren, stehen für 80% des Weltmarktes.

Und die deutschen Hersteller marschieren mit, Seite an Seite.
Da werden E- Autos gebaut, die haben einen Verbrauch von 20 kWh auf 100 km und mehr.

Ich habe lange suchen müssen, bis ich ein für uns passendes Auto gefunden habe. Der Verbrauch dieses aus Korea stammenden Fahrzeugs liegt um 30 Prozent unter dem eines deutschen Herstellers, was sich schon bei meinen Probefahrten andeutete und sich jetzt im Alltag bestätigt hat.

Leider gibt es unter den E- Autos schon fast genau so viele Stromfresser, wie Spritfresser unter den Verbrennern. Wären alle Elektroautos so sparsam wie unseres, könnten mit der gleichen Strommenge 50 Prozent mehr Fahrzeuge betrieben werden.

Doch leider ist es so, dass nur das was produziert wird, auch gekauft werden kann und dann wird behauptet, dass der Kunde es angeblich so gewollt hätte.

Und die Regierung hat wieder versäumt, Verbrauchsobergrenzen festzulegen und diese streng zu kontrollieren.

Gerade im Wahljahr sollte man mit zu reichhaltiger Verwendung der Begriffe wie Obergrenze, Verbot, Einschränkung vorsichtig sein. Das geht sonst politisch aus wie bei Veggie Day vor vier Jahren ;( Nicht, dass ich das so gut fände, aber es ist eben leider so.

Übrigens bleiben auch Hyundai/Kia als weitere Key Player am Weltmarkt technologisch breit aufgestellt.
Ioniq- und EV-Reihe bedeuten ja nicht, dass sie Verbrenner vernachlässigen werden. Ihre Märkte sind breit und vielschichtig.

Ja – stimmt schon. Blöd nur das die halt in Südkorea beheimatet sind…

Ändert nichts an der Tatsache, dass sie also ebenso wie Toyota breite Aufstellung beibehalten. Na so was. Hoffentlich ist da keine Kartellabsprache all jener „loser“ hinter zu vermuten 😉

Das ist nicht ganz richtig. Sie haben sich elektrisch aufgemacht, um eine Plattformstrategie zu realisieren. Da sind sie also deutlich vor BMW und können auf Basis dieser Investition schnell skalieren. Die Technologieoffenheit werden sie erst um 2025 aufgeben müssen. Und das werden sie tun.

Eure Diskussionen über Toyota finde ich müssig! Gibt es doch tatsächlich Leute, welche den Diesel Skandal von vielen Europäischen Marken vergessen haben. Spielt vielleicht ein wenig Neid mit?

„Gleichzeitig vertraue der Konzern weiterhin auf die Technologie wasserstoffbasierter Brennstoffzellen.“

Das Problem ist, dass sich Toyota offenbar keine rein batterie-elektrische Zukunft vorstellen kann, warum auch immer, es muss Wasserstoff oder ein Verbrenner mit E-Fuels dabei sein, also entweder teuerer Brennstoffzellen-Technik oder Stromverschwendung und Umweltschmutzung durch Verbrenner.

E-Fuels sind nur rechnerisch CO2-Neutral, aber ich glaube nicht, dass es den Technikern gelingt reines CO2 entweichen zu lassen, da kommen immer auch schädliche Stoffe aus dem Auspuff.

Die Ineffizient bei E-Fuels verhagelt jeden Versuch mit dem noch lange Zeit knappen Ökostrom die Umwelt zu retten, dabei müssen die E-Autos der Zukunft mit möglichst wenig Ökostrom auskommen, denn jeder unnötige Bau von Windkraft- und Solaranlagen verschwendet Resourcen.

Wenn man über den Tellerrand der Mobilität hinaus schaut, dann geht niemand davon aus, dass sich die Zukunft ‚rein batterie-elektrisch‘ organisieren lässt. In Japan wird schon in wenigen Jahren Wasserstoff allgegenwärtig sein. Teilweise lokal produziert, teilweise in Australien etc. Was da gerade mit grünem Wasserstoff abgeht, hat die Welt noch nie gesehen. Nur eine kleine Blase von BEV-Fans hat das noch nicht realisiert. Es gibt keinen anderen Weg für die Energiewende, als die Stromproduktion CO2-frei zu Versechsfachen und Wasserstoff für Pufferung und Transport einzusetzen.

Warum sollten wir den Transport-Wahnsinns des Erdöls mit Wasserstoff wiederholen und uns wieder in Abhängigkeit von Diktatoren, vor denne wir dann wieder „zu Kreuze“ kriechen dürfen.

Der rein batterie-elektrische Antrieb und die Speicherung von Solar- und Windkraftstrom in Batterien vorort und für längere Zeiträume auch in Wasserstoff-Speichern vorort, bis Redox-Flow oder Feststoff-Batterien günstiger werden – das macht Europa unabhängiger von Energie-Importen und damit von wirtschaftlichen und politischen Abhängigkeiten gegenüber Diktaturen.

Das Auto der Zukunft ist ein kleines E-Stadtauto mit kleiner Batterie, neben dem ÖPNV, und für weitere Strecken ist der Schienenverkehr zuständig – Flugzeuge bleiben die seltene Ausnahme.

Die Strategie von Toyota ist extrem riskant.

Was wenn Europa oder/und v.a. China ernst machen und mit wesentlich strengeren Emissionszielen Verbrenner und Hybride aus dem Markt drängen.

Dann stehen sie nackt da.

Kann man geteilter Meinung zu sein.
Manche sehen auch die Strategie von VW als „extrem riskant“ an, gerade wegen deren Engagement im BEV-Sektor. Hmm.
Ich bin „BEV-positiv getestet“ sozusagen, aber würde auch nicht meinen Hals dafür verwetten wollen, dass in BEV die alleinige automobile Zukunft liegt.

„Ich bin „BEV-positiv getestet“ sozusagen, aber würde auch nicht meinen Hals dafür verwetten wollen, dass in BEV die alleinige automobile Zukunft liegt.“

Bei Beschränkung auf Pkws und das Ende dieses Jahrtausends würde ich meinen verwetten – jemand? – 😛

Ich fahre seit 2014 (Gebrauchtkauf) rein elektrisch (immer noch den selben LFP-Akku aus 2011!) und sehe mich auch 2025 noch damit fahren!
Von Verschleißteilen wie Reifen, Scheibenwischer und Glühobst-Beleuchtung abgesehen, hatte ich nur wenige defekte Teile seitdem:
Zwei Buchsen am Schwingungsdämpfer und der kombinierte Fahrlicht-/Blink-Schalter mußte ausgetauscht werden … nicht die Welt!

Toyota sollte sich umbenennen in Scheuer bzw in Bescheuert . Solange bei Toyota kein Umdenken herrscht werde ich kein Auto von denen kaufen. Es gibt nur eine Alternative und die sind Elektroautos

Na also, dann macht mal etwas Werbung am richtigen Ort für E Autos.
Daten Blätter Sammler und Märchen Erzähler haben wir genügend.
Daniel, erzähl wieder mal ein Neues, dann könntest Du wieder neue andere Fehler machen…………

So krass sehen das freilich allenfalls die Mitglieder der AfW, also der Alternative für Westeuropa 😉
Osteuropa, die beiden Amerikas, Afrika, Asien,.. sehen das zumindest teilweise differenzierter, um nicht zu sagen teilweise anders.

Endlich Realismus anstatt den Traumtänzererien der grünen Rattenfänger hinterherzulaufen. Elektro funktioniert nur in der Großstadt der grünen Hiptser. Langstrecke ist Quatsch und ohne Kernenergie müssig. Wollen ja die grünen Gremlins nicht hören. Also ab Herbst back in die Steinzeit. Dank für Nichts. Alles ist hin Politik der Grünen.

Ich würde es nicht ganz so krass formulieren und positioniere mich auch politisch anders.
Aber der Einschätzung einer durchaus realistischen Betrachtung von Toyota-Seite stimme ich zu.
Viele Neuwagenkäufer werden bei ICE bleiben – in manchen Ländern und Regionen mehr, in anderen weniger, klar. Toyota ist auf den Weltmarkt ausgerichtet.

In die Steinzeit geht es, wenn wir weitermachen wie bisher. Hungersnöte, Bevölkerungswanderungen und Kriege sind vorprogrammiert.

Kernenergiebrennstoff reicht auch nur noch für ein paar wenige Jahrzehnte, bei aktueller, aber nicht steigender Reaktorzahl. Ist also ein Holzweg. Außerdem liefert Kernenergie auch nur 5% des weltweiten Primärenergiebedarfs. Die meiste Energie wird aktuell weltweit aus endlichen fossilen Brennstoffen genutzt. Was passiert wohl, wenn die ohne Alternative verfeuert wurden?

Gerade auf dem Land kann man doch prima sein Dach mit Solar zupflastern und sich eine Kleinwindanlage auf den Hof stellen ohne den Nachbarn zu nerven. Und: wer fährt denn ständig nur Langstrecke?

Farnsworth

„… Gerade auf dem Land kann man doch prima sein Dach mit Solar zupflastern und sich eine Kleinwindanlage auf den Hof stellen ohne den Nachbarn zu nerven.“

100 % Zustimmung!
Auch wenn ich nun nicht auf dem Land lebe!

+1

Aber bitte nicht die teils durch Photovoltaikanlagen verunstalteten Dächer von bspw. historischen Schwarzwaldhäusern zum Vorbild nehmen. Wahrscheinlich wurde der Denkmal- oder Heimatschützer dabei nicht mal gefragt.

Da wünsche ich mir nur, Du selber wirst Dir mit Deinen eigenen Beitrag zum Klima-Schutz mehr Gedanken machen, als gerade sölche um „verunstaltete Dächer von Schwarzwaldhäusern“ …

Aber gut: Es gibt noch Millionen m^2 solarfreie Dach-Flächen, die sollten dann bevorzugt genuztzt werden! 😛

Hab ich leider bei uns im Norden auch schon gesehen entsprechendes: Fachwerkhaus in hervorragend restauriertem Zustand mit Photovoltaik „verziert“.
Dito Reetdach
oder Fassade im Altstadtbereich
u. dgl.
Nota bene: Ich bin ganz klar für erneuerbare Energien und Photovoltaik, Wärmepumpe, BEV usw. Aber immer mit etwas Augenmaß versehen bitte.

Ich habe einen Heidenrespekt vor Toyota und vor deren Expertise und Markteinschätzung. Hut ab!
Und die EU ist nicht der Nabel der Welt zur Definition des Gesamtmarktes. Toyota wird es schaffen, auf die Nachfrageerfordernisse und Technologieschwerpunkte weltweit einzugehen mit ihren jeweiligen Pekularitäten.

„Ich habe einen Heidenrespekt vor Toyota und vor deren Expertise und Markteinschätzung. Hut ab!“

Toll, aber »Hut ab« reicht wohl nicht – die Lesebrille sollte auch noch runter, sonst übersieht so Mancher mit dem kurzsichtigen Blick auf das nächste Pekulari… Quartalsergebnis, dass Toyota und andere „auf breiter Front“ in den weltweiten Klima-Abgrund fahren!

Last edited 4 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

„Bis 2050 will der japanische Mobilitätskonzern ein klimaneutrales Unternehmen werden“

Übersetzt: Toyota will nicht voran gehen, sondern nur das tun, was gesetzlich nötig ist. Enttäuschend. Sie waren führend im Bereich Hybridtechnik. Sie waren zu eitel auf den Elektrozug aufzuspringen. Mein Auris Hybrid war eine prima Alternative zu hiesigen Dieselkombis. Jetzt fahre ich halt wieder VW. Denn in dem Bereich tatsächlich waren sie schneller als Toyota.

Farnsworth

Ich liebe unseren Prius Plug-in wie eh und je 🙂
Und vorher schon fast 10 Jahre lang den ‚normalen‘ Prius.

Wow hier geht`s ja ab, bis jetzt hatte ich angehendes Interesse an der Elektromobilität. Die Reaktionen hier sind teilweise übertrieben, zuerst dachte ich das Toyota in Zukunft alle Autos mit Schweröl-V8 vertreiben/betreiben will. Insgesamt ist die Meldung doch eher positiv, es ist doch wohl eher die Einstellung der Menschen alles schlecht machen zu müssen was einem missfällt. Dies alles gepaart mit dem deutschen Aktionismus was zu diesem „Nur ich habe Recht -Wirrwarr“ führt. Toyota ist sicherlich auf einem guten Weg, vielleicht nicht auf dem Besten. Wenn ich nur den europäischen Markt bedenke dann fehlen schon 1-2 reine Batterieautos mehr zur Planung. Global gesehen ist die Verlautbarung mit ihren Zielen eher zu verstehen wenn man denn vermag über den Tellerrand zu schauen. Toyota wird eher kurzfristig nachbessern wenn der US-Markt sich bewegt nach den Biden-Ankündigungen. Echte Verbrennerverbote wird es eh nicht geben da oft Fahrzeuge ab 3,8t und Hybride + Plugin-Hybride nicht eingerechnet werden. Wenn ich mir noch das CO2-Poolsystem anschaue können einige Elektroautobauer gut von den Verbrennern anderer Hersteller leben. Die werden nicht angeprangert, seltsam das Ganze.

Last edited 4 Monate zuvor by Dan

Vielen Dank, sehr gut!
Ja, das Eiferertum und das Missionarische in manchen, eher sogar in vielen Forenbeiträgen ist schwer auszuhalten. Ich hoffe, die Menschen dahinter sind nicht auch im realen Leben so kompromisslos und von sich überzeugt.

Schöne Com hier…
Toyota denkt zumindest an an die ganze Welt und das es immer noch viele Länder gibt die sich kein Solardach leisten können oder einfach keine verlässliche Stromversorgung haben und ich bezweifle das das in 10 Jahren viel besser sein wird…

Ich hab mir schon diverse E-Autos angesehen, bleibe aber genau wegen Leuten wie denn meisten hier bei meinem V8 nur damit die Menschen dann hoffentlich schneller aussterben

Mutlos und offen gegenüber fast allen Technologien aber trotzdem nirgends ganz dicht.

Sie passen wirklich zu Toyota und zwar 1A, ein wahrer Held. Mein nächster Tweet, wie Toyota und seine Gemeinde das wohl sehen ?

Kleiner Tipp für Sie: bauen Sie zuerst noch den Katalysator aus und finden Sie ein Tankstelle mit bleihaltigem fossilem Treibstoff, dann läuft Ihr V8 noch ganz viel besser und Sie können noch viel beruhigter schlafen.

Last edited 4 Monate zuvor by Markus Doessegger

Wo kein Kat ist muss ich auch keinen ausbauen. Aber vielen Dank für denn Tipp, aber Tankstellen mit Bleihaltigem gibts leider nicht mehr in meinem Land da brauche ich immer einen Extrazusatz.

Bis 2025 wird es wirklich sehr lange dauern, und bestimmt wird das Auto Schweinegeld kosten.

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