Tesla: VW-Chef Herbert Diess sollte die Leitung von Elon Musk übernehmen

Tesla: VW-Chef Herbert Diess sollte die Leitung von Elon Musk übernehmen

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Herbert Diess hat einen Plan: Er will Volkswagen zum weltweit größten E-Auto-Hersteller machen. Hätte er sich 2015 anders entschieden, könnte er dieses Ziel schon erreicht haben. Denn damals lag laut Recherchen von BusinessInsider das Angebot von Tesla-CEO Elon Musk vor, dass Diess CEO von Tesla werden könne. Ein unterschriftsreifer Arbeitsvertrag der Amerikaner lag damals schon vor.

Doch für Diess lief es anders. Dieser wechselte Ende 2014 in den Konzernvorstand von VW. Zuvor war er lange als BMW-Manager tätig. Von der bevorstehenden Dieselaffäre ahnte damals noch niemand etwas. Sonst hätte sich der heutige Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG vielleicht doch anders entschieden. Wobei die Dieselaffäre VW zunächst geschadet hat, diese mittlerweile aber auf dem richtigen Kurs scheint und die Erfahrungen der Vergangenheit als Katalysator auf dem Weg in die Zukunft nutzt. Eine Zukunft, welche man in der E-Mobilität sieht.

Den US-Elektroauto-Pionier Tesla nimmt der VW-Chef nicht „als unmittelbare Bedrohung“ wahr. Sondern eher als Inspiration: „Es hilft uns derzeit eher, dass Tesla zeigt, wie es geht.“ Aber auch Tesla werde „schnell weiter wachsen und bleibt wahrscheinlich der schärfste Herausforderer“, sagte Diess. Tesla habe den großen Vorteil, „sehr fokussiert auf ein Produkt“ zu sein, „das hochvernetzte Elektroauto“. Dazu komme „ein Team mit sehr hoher Software-Kompetenz, das unheimlich schnell und flexibel ist. Das ist ein ganz neuer Typ von Wettbewerber, der keine lange Historie hat, der aber jetzt den Maßstab setzt.“ VW müsse in den Kernbereichen von Tesla „deutlich schneller werden“, um den Anschluss nicht zu verlieren, so Diess noch im vergangenen Jahr.

Fest steht: VW meint es ernst und Diess auch. Bis 2025 investiert Volkswagen rund 16 Milliarden Euro in die Zukunftsthemen E-Mobilität, Hybridisierung und Digitalisierung. Bis 2030 soll der Anteil reiner E-Autos am Absatz in Europa auf mehr als 70 Prozent steigern – eine Verdoppelung gegenüber der bisherigen Planung von 35 Prozent. Und dennoch bleibt die Frage offen, warum hat sich Diess damals nicht für Tesla entschieden. Er beantwortet diese Frage nicht. Auch VW äußert sich nicht zu den Recherchen von BusinessInsider. Diese wollen auch erfahren haben, dass der Vorsitzender des Vorstands der VW AG zwar damals den Job als Tesla-CEO ablehnte, sich aber entsprechende Aktienpakete von Tesla sicherte.

Ob an der Mutmaßung etwas dran ist, dass Diess vielleicht doch noch zu Tesla wechselt, dass sollte jeder für sich selbst beantworten. 2023 läuft sein Vertrag bei VW aus, wobei wir eher von einer Verlängerung bei den Wolfsburger ausgehen, als von einem Wechsel nach Amerika. In zwei Jahren wissen wir mehr.

Quelle: BusinessInsider – Elon Musk wollte VW-Chef Herbert Diess die Leitung von Tesla übergeben

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Schöne Geschichte – ich würde mir wünschen, daß Herbert Diess dem Volkswagen Konzern erhalten bleibt – er scheint mir der einzige deutsche CEO zu sein, der Deutschland wirklich in eine elektrische Zukunft für PKWs führen will und kann.

Ich denke, die anderen CEO damals waren auch für Elektromobilität aufgeschlossen. Ich denke an BMWs aufwendigen i3 und an Daimler mit Zetsche, der Tesla damals gehörig unter die Arme gegriffen hat.

Und dann hat Daimler dummerweise diese Unterstützung mit dem Verkauf der Aktien abgebrochen – blöder Fehler

das ist Unsinn was sie da sagen Tesla war für Daimler nur ein investment laut zetsche und außerdem musste Daimler laut US Gesetz mindestens ein E-Auto im Markt anbieten ansonsten durften sie keine Autos in den USA verkaufen also haben sie sich bei Tesla eingekasuft und der E-Mercedes B250 hatte ja auch die Batterie und den Antriebstrang von Tesla bekommen also nichts unter die Arme greifen eher andersrum Tesla hat Daimler geholfen ein E-Auto anbieten zu können um im US-Markt bleiben zu können

Lieber Robert!
Heute mal nebenbei: Zum venünftigen Lesen hier hätte ich ja gern Sätze mit Punkt und Komma.

Aber zur Aussage: Im Gegenzug zum Aktiengeschäft hat Tesla

„… Daimler geholfen, ein E-Auto anbieten zu können um im US-Markt bleiben zu können …“

Ja, genau so!

ich weiß deutsch ist meine größte Schwäche schon in der Schule größte Probleme damit hat sich leider bis heute nicht geändert

Man sollte sich sicher sein, auch ein Robert hat Stärken wo Leute mit starker Rechtschreibung ihre Schwächen haben 😉

Mercedes unter Zetsche hat in der größten Not 2010 Tesla Aktien gekauft, damit sie wieder liquide werden. Und sie hatten zwei Entwicklungsaufträge platziert, nämlich einen sehr früh schon, nämlich 2007 für den Smart Elektro und einen für den B250e in 2009. Der Smart war nie für den amerikanischen Markt gedacht. Zudem hat man pro bono für das Model S einige Anbauteile konstruiert. Deshalb reißen da die Heckschürzen bei Regen nicht ab und zudem waren die Model S anfangs u.a. mit E-Klasse Sitzen und Mercedes Lenkstockhebeln ausgestattet. Da hat man also massiv und wohlwollend unterstützt.

Ich glaube die wahren Hintergründe bleiben uns verborgen.
Das ist ein Spiel in dem es um Strategie, viel Geld und um noch mehr Macht geht.
Ob die Menschen (Kunden und Mitarbeiter) etwas davon haben, bezweifel ich. Alle wollen ein Stück vom Automobilmarkt-Kuchen abbekommen, in dem man 50 % der Besitzer von Automobilen schon längst mit toten Pferden (Hybrid) und kranken Katzen (Plug-in-Hybrid) versorgt hat.
Da aufgrund Corona ein großes Schulden- und Finanzierungsproblem auf Deutschland zukommt, wird der Absatz sauberer Technologien zukünftig schwerer sein, da sie in der Herstellung schon teurer als ein Verbrenner sind. Obwohl bei der Herstellung von Verbrennern noch lange nicht die Kosten der Umweltverschmutzung durch die Ölindustrie eingepreist sind.
Die Meere, Strände, Landmassen, die durch die Ölförderung verschmutzt sind, werden niemals gereinigt.
Also die ganze Flora und Fauna, die zerstört ist und bleibt und zukünftig noch leidet, muss in das Produkt für Verbrenner mit eingepreist werden.
Das ist eine Aufgabe, die erst bewältigt werden muss. Und hieran müssen sich alle Verbrennerhersteller beteiligen, zugunsten der Menschen die darunter leiden.

Alles so, soo traurig auf Erden ;(

Tja, ganz so war das nicht. Alles hat über E Musk damals fast mitleidig gelacht. Nicht nur GM auch MB glaubte diesen Schwächling mit links zu übernehmen .(Modell S hatte damals den Blinkerhebel von Mercedes) Aber deren Banker die bekannterweise nichts von Technik verstehen, haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Irrtum sprach der Igel,
und stieg vom K……
Fritzchen Du bist klein, und lass denn Robert in Ruhe, wir sind hier keine Sprachwissenschafter.

Um die deutsche Sprache zu beherrschen, muss man kein Wissenschaftler sein. Dafür sollte Grundschulbildung reichen.

Ganz so ernst scheint es VW doch nicht mit der E-Mobilität zu nehmen, da sie dieses Jahr noch
150000 Hybride produzieren wollen. Anstatt sich auf reine E-Mobilität zu konzentrieren, wie Tesla,
verzetteln sie sich mit Hybriden aufgrund des höheren Profits. Umweltprobleme nimmt VW nicht ernst, versucht aber allen das Gegenteil zu suggerieren.

Tesla und VW wissen, dass im E-Auto und in den Batterien noch viel Potential stecken.

E-Flugzeug stellt südkoreanischen Höhen-Rekord auf.

Lithium-Schwefel-Batterien verwenden einen Schwefel-Kohlenstoff-Verbundstoff für die Anode und Lithiummetall für die Kathode. Sie sind leichter und günstiger (da weniger seltene Materialien benutzt werden) als bestehende Lithium-Ionen-Batterien, weshalb ihnen nicht nur in der Luftfahrt ein großes Potenzial zugesprochen wird.

… Aktuell weisen Li-S-Batterien bei gleichem Gewicht eine um den Faktor 1,5 höhere Energiedichte auf als Li-Ion-Batterien. LG Chem will diesen Faktor auf über 2 steigern und derartige Batterien bis 2025 in die Massenproduktion bringen.

(Quelle: electrive.net – September 2020)

Faktor 2 und mehr bedeutet halbes Batteriegewicht bei gleicher kWh-Zahl, d.h. eine 200-kWh-Batterie fürs E-Auto würde 500 – 600 kg wiegen und die 1.000-kWh-Batterie für E-Lkws 2.500 – 3.000 kg, damit wäre der Gewichtsvorteil für Wasserstoff-Fahrzeuge wohl endgültig dahin.

E-Autoreichweiten von 1.000 km wären kein Problem und das E-Auto wäre nicht schwerer als heute.

E-Lkws hätten 800 km Reichweite und wären nicht schwerer als Wasserstoff-Lkws.

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