Tesla Semi: Marktstart erst in 2022 - drei Jahre später als ursprünglich geplant

Tesla Semi: Marktstart erst in 2022 – drei Jahre später als ursprünglich geplant

Copyright Abbildung(en): Tesla

Im Rahmen der Bekanntgabe der Finanzergebnisse des zweiten Quartals 2021 von Tesla wurde bekannt, dass deren Elektro-LKW Tesla Semi wohl erst 2022 auf die Straße kommen wird. Damit verzögert sich der Start des E-LKW, der die Transportbranche revolutionieren könnte erneut.

Nach dem dieser 2017 vorgestellt und für 2019 angekündigt wurde kam es immer wieder zu Verschiebungen im Zeitplan. Bereits im Juni 2019 mussten wir von einer entsprechenden Auslieferungsverschiebung berichten. Damals hieß es: „Was den Tesla Semi betrifft, so hat der Autohersteller kürzlich bestätigt, dass sich die Produktion des Elektro-Semi-Lkw auf das nächste Jahr verschoben hat, nachdem er ursprünglich für 2019 geplant war. Musk wurde noch ein wenig konkreter und gab bekannt, dass man sich freue den Tesla Semi gegen “Ende 2020” in die Produktion zu bringen.“ Somit war bereits damals abzusehen, dass der Tesla Semi später als geplant auf die Straße kommt. Zuletzt war angedacht, dass er in der zweiten Hälfte 2021 in die Serie startet.

Die Verschiebung des E-LKW kommentiert Tesla damit, dass man sich derzeit auf andere Projekte konzentrieren müsse. Unter anderem spielt hierbei wohl auch das Go-Live der Giga Berlin eine entscheidende Rolle, bei der man auf „laufenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Lieferkette und regionalen Genehmigungen“ trifft. Zu dem wolle Tesla zunächst noch die Produktion des Model Y in Deutschland und USA zum Laufen bringen, sowie die Entwicklung und Serienreife der 4680-Zellen vorantreiben. Offiziell wird das Ganze wie folgt kommentiert:

„We believe we remain on track to build our first Model Y vehicles in Berlin and Austin in 2021. The pace of the respective production ramps will be influenced by the successful introduction of many new product and manufacturing technologies, ongoing supply-chain related challenges and regional permitting. To better focus on these factories, and due to the limited availability of battery cells and global supply chain challenges, we have shifted the launch of the Semi truck program to 2022.“

Elon Musk, CEO von Tesla, gab bereits vor einiger Zeit zu verstehen, dass die fehlende/ schwierige Versorgung durch Batterien zu Problemen im Fertigungsablauf führen kann. Ein hoch skalieren der Fertigung war schon zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar. Für 2022 würde sich die Lage wohl verbessern.

Quelle: InsideEVs – Tesla Semi: Marktstart offiziell auf 2022 verschoben

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Der Semitruck wird eine interessante Herausforderung für Logistiker und Ladeinfrastruktur.
Für Tesla wird, neben dem Truck, der Aufbau der passenden Ladeinfrastruktur die wichtigste Aufgabe sein müssen.
Ohne diese läuft nichts und an den PKW-Ladern wird dies nur schwerlich funktionieren.
Da bin ich mal gespannt, wie dies umgesetzt wird.
Das Berliner Werk war ebenfalls geplant mit reiner Semitruck-Logistik, wofür EM wohl ebenfalls keine Erlaubnis von den Verhinderern erhielt.

Wenn Sie ja von den deutschen Behörden in Berlin ausgebremst wurden und die MY nicht ab Mitte 21 produzieren können, dann könnten Sie doch die hier nicht gebrauchten Batterien für Semi Trucks verwenden, oder?
Oder ist es vielleicht doch eher so, dass Tesla die eigene Batterie-Produktion nicht hin kriegt, zu wenig Batterien bestellt hat und darum noch so froh ist, dass man die Verzögerung in Berlin anderen in die Schuhe schieben kann. Die hätten gar keine Batterien für die MY von Berlin gehabt. Genau darum soll da mit der neuen Eingabe – und entgegen der ursprünglichen Eingabe – Auto- und Batterieproduktion gleichzeitig starten.

Knackpunkt ist der Batteriepreis, sonst kann auch bei genügend Batterien kein günstiger Semi Truck angeboten werden und darum geht es den Speditionen, neben den geringen Lade- (Tank-) und Wartungskosten.

Der günstige Preis durch günstige Batterien sowie die niedrigeren Strom- und Wartungskosten sind die Vorteile des rein batterie-elektrischen Lkws gegenüber den Brennstoffzellen-Lkws.

H2-Lkws können nicht so stark von günstigen Batterien profitieren, da sie kleinere Batterien haben und zudem auch noch mit empfindlicher Brennstoffzellentechnik und Kompromissen bei H2-Tanks kämpfen.

Die große und bisher teuere Batterie bei rein batterie-elektrischen Lkws, ein beliebtes Argument für H2-Lkws, wird günstiger und damit zum Nachteil für H2 in Fahrzeugen – wie sich die Zeiten ändern.

Eine Model 3 Batterie wiegt 500 kg, um einen LKW mit 800 km Reichweite zu produzieren, bedarf es 20t Batterie. Dieses Fahrzeug wird so nie signifikant den Markt beeinflussen.

Mal abgesehen von alle vorherige Beiträge bezüglich Batterie oder Lade-Infrastruktur, der Semi ist wie er jetzt entwickelt wurde erstmal nicht für Europa geeignet.
Die Konfiguration der Zugmachine ist voll auf USA ausgerichtet. Doppelte Antriebsachsen werden hier im normalem Fernverkehr nicht angewendet und auch die Länge macht dass es nicht zu betreiben ist mit die momentan verwendete Auflieger. Da wird EM wahrscheinlich eine EU Gesetzesänderung beantragen müssen.

Hinzu kommt noch dass im Logistik Gewerbe 24/7 Europaweit ein Servicenetzwerk vorhanden sein muss, sonst funktioniert es nicht, wenn dies nicht vorhanden ist wird kein Fuhrunternehmer diese LKW beschaffen.

Aber um Positiv ab zu schliessen, es passiert wenigstens etwas in die ansonsten ziemlich konservative Logisticbranche.

Last edited 1 Jahr zuvor by Raymond

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