Tesla-Produktion in Grünheide verzögert sich bis Herbst

Tesla-Produktion in Grünheide verzögert sich bis Herbst

Copyright Abbildung(en): Symbolbild | Kevin McGovern / Shutterstock.com

Erneut Ärger für den US-Autobauer Tesla in Brandenburg. Der Konzern wird in der Gigafactory Grünheide nicht vor Herbst produzieren können, meldet der „Tagesspiegel“. Demnach werden im laufenden Hauptgenehmigungsverfahren für die Fabrik die Antragsunterlagen erneut ausgelegt. So soll das Risiko minimiert werden, dass eine Klage von Umweltverbänden vor Gericht Erfolg haben könnte. Darüber hinaus soll nach Informationen der Zeitung gleich die von Tesla-Boss Elon Musk angekündigte Fertigung von Batteriezellen in den Antrag integriert werden.

Tesla hat bisher als Ziel ausgegeben, ab Juli 2021 Autos vom Band laufen zu lassen. Der Termin gilt inzwischen angesichts der Verzögerungen als illusorisch. Elon Musk habe gegenüber US-Medien bereits einen späteren Start angedeutet, heißt es. Wie berichtet hatte Tesla das ursprüngliche Konzept für den Umgang mit Niederschlagswasser – das Areal ist teilweise Trinkwasserschutzgebiet – komplett umgeplant. Auch ein Umweltbericht und andere Unterlagen stünden noch aus. Bislang baut Tesla alles im Wege von Vorab-Erlaubnissen – und damit auf eigenes finanzielles Risiko. Würde die Hauptgehmigung nicht erteilt, müsste der Konzern alles wieder zurückbauen.

Der  US-Elektrobauer, der jüngst in einem Brandbrief die Bürokratie in Deutschland beklagte, hat außerdem Ärger mit Behörden wegen Untergrundarbeiten. Nach Bohrungen im vorigen Jahr, für die Tesla zunächst noch keine Erlaubnis hatte, sei dies der zweite Fall dieser Art. Das Umweltministerium habe zwischenzeitlich bestätigt, dass am 25. März ein vorrübergehender Teilbaustopp verhängt worden sei und auch ein Bußgeldverfahren geprüft werde. Darüber hatte das ZDF-Magazin „Frontal 21“ berichtet.

Zitiert wird aus Erkenntnissen der Kreisbehörde, wonach die betreffenden Schachtarbeiten drei, vier Tage gedauert hätten, bis sie bei einer Routinekontrolle aufgeflogen sein. Das Unternehmen weist einen bewussten Verstoß zurück. Man sei fest davon ausgegangen, dass für diese Arbeiten eine Genehmigung vorlag, heißt es laut „Tagesspiegel“ in Tesla-Kreisen. Untergrundarbeiten oberhalb des Grundwasserleiters seien erlaubt worden.

Die Darstellung von Tesla werde im Kern vom Umweltministerium bestätigt, heißt es. Mit dem 12. Antrag auf Zulassung des vorzeitigen Beginns seien allgemein „Untergrundleitungen“ beantragt worden. Tesla sei daher befugt gewesen, Leitungen zu verlegen, die damals „zugelassen und zwischenzeitlich nicht verändert wurden“. Laut Wasserbehörde seien aber auch Leitungen verlegt woden, für die es noch keine Zulassung gab. Nach der ersten Reportage von „Frontal 21“ zur Gigafactory hatte Elon Musk persönlich das ZDF angegriffen: „Wow, shame on ZDF Info!“ Der Konflikt scheint noch nicht ausgestanden.

Quelle: Tagesspiegel – Start der Tesla-Fabrik in Grünheide verzögert sich mindestens bis Oktober

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Es lebe die deutsche Bürokratie – Benchmark bisher ja BER – vielleicht klappt es ja etwas schneller

Ist symptomatisch für das alte Europa, die Schweiz steht da Deutschand in nichts nach.
Siehe Bewältigung der Corona Pandemie. Ein Trauerspiel in ganz Europa.

Ein Chinesischer Hersteller würde via Regierung sehr viel Druck aufbauen können. Das ginge dann Raz-Faz.

Gibt mir etwas mehr Zeit um mich impfen zu lassen, um bei der Eröffnung im Herbst mit meinem 80edays Roadster dabei zu sein 🙂 Schauen wir mal 🙂

Läuft das dann unter CO2-Sparen, Energiewende oder einfach Oekologie, wenn der Doesi mit seinem Roadster sinnlos nach Berlin brettert?

Ich denke, Anstand in diesem Forum, auch gegenüber meiner Wenigkeit, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Also ich lade meinen Roadster bei mir zu Hause mit 100% Wasserkraft und kenne 3-4 Freunde und Hotels auf dem Weg nach/von Berlin, welche mir nachhaltigen PV Strom garantieren.

Ausserdem bin ich Schweizer und bin es gewohnt auch mit meinem Roadster Tempi bis max. 130km/h einzuhalten, auch in Deutschland.

Eine andere Frage: Läuft das auch unter CO2-Sparen, Energiewende oder einfach Oekologie, wenn jemand von einem Sportclub mit einem Benzin/Diesel Bus von Veranstaltung zu Veranstaltung fährt? Und dann noch die vielen Fans mit ihren Verbrennern anfahren? Oder haben diese Leute das Alles schon mit Elektromobilität abgedeckt? Wünschenswert wäre das natürlich 🙂

Sehen Sie, ich bin stets bedacht, Elektromobilität nahe an die Leute heranzubringen und jeder, auch Sie wären herzlich eingeladen.

Man kann natürlich auch ein paar hundert Millionen für PR und Werbung ausgeben wie das VW, Mercedes, Audi und BMW machen. Bei Tesla sorgen die Owner dafür. Tesla kann dadurch auch in Ladeinfrastruktur SuC, DeC weltweit investieren. Halt eine andere Art der Denkweise.

Last edited 7 Monate zuvor by Markus Doessegger

„Chinesische Verhältnisse“ möchten zum Glück die meisten von uns hier nicht haben. Weder politisch, noch hinsichtlich der Wirtschaft, Umwelt usw. Gott bewahre.

@Detlev Ingler:
Aha, aber der Rest der Welt soll dann „Deutsche Verhältnisse“ akzeptieren. Kommt mir bekannt vor.

Nirgendswo habe ich erwähnt, dass ich einen politischen Systemwechsel in Europa befürworte. Aber sehen wir das ganze mal realistisch und von einem Standpunkt gleichlanger Spiesse und ohne den Europäischen Protektionissmus. Deutschland ist da immer Federführend.

Eigentlich waren in Deutschland seit einem halben Jahrhundert stets die Amis die bösen Buben. Urplötzlich sind es die Chinesen! Wieso denn wohl? Hat das vielleicht etwas mit Autos zu tun? Connect the dots.

Wieso darf ein Koreanisches/Chinesisches/Tesla in Deutschland keine Autos mit noch besseren Umweltstandarts in Europa bauen? Wieso sollen alle anderen Länder Deutschen Autofirmen einfach erlauben bei ihnen dutzende von Fabriken zu unterhalten um Deutsche Autos zu bauen/verkaufen, aber niemand anders darf in Deutschland Chinesische/Koreanische/Tesla Autos bauen/verkaufen. Wo steht das geschrieben? Diese protektionistische Haltung wird in den kommenden Jahren kaum aufrecht zu erhalten sein, da China mit einem viel grösseren Hebel im Handel in die Zukunft geht. Und dieser Hebel ist heute schon politische sichtbar, auch Russland wird da noch mitmischen. Der Niedergang der Amis wird seit dem 20. Januar 2021, 12:00 Uhr, auch mit Billionen Dollars, nicht mehr aufzuhalten sein.

Sie sagen „bewahre“. Also Alles muss zwingend für die nächsten 1000 Jahre so bleiben wie es war in Deutschland/Europa. Genau dieser Status Quo ist es der uns hindert Kreativität zu entfalten. Deshalb wünsche ich mir sicher keine Übernahme, jedoch eine grössere Diversität der Länder auf dem Europäischen Kontinent.

Europa wird in Zukunft immer noch eine Rolle spielen, aber auf keinen Fall eine dominierende. Den grossen Hebel werden die Chinesen, ob wir das wollen oder nicht, voll ausspielen.

„Niedergang der Amis seit dem 20.01.2021, 12:00 Uhr“ drückt aus mit dem Beginn der Joe-Biden-Administration und dem Ende der Donald-Trump-Regentschaft? Mit solcher Meinung steht man aber in Europa zum Glück reichlich isoliert da im Regen. Da muss man schon in WELT und NZZ reinschauen, um solche Haltung zu gewinnen.

In einem Punkt muss ich Ihnen recht geben, der Niedergang hat eigentlich unter der Oberfläche schon gegen Ende des letzten Jahrhunderts begonnen.
Das genannte Datum/ Zeit zeigt es einfach nur am Offensichlichsten. Ich denke nur wer absolut Neutral ist, erkennt diese Nuancen.

Ich habe noch nie weder die WELT noch die NZZ gelesen, weiss also gar nicht was für eine angebliche Haltung dort beschrieben wird.
Sie identifizieren mich anhand eines vorgefertigten Bildes, welches in den Durchschnittsmedien präsentiert wird, nur weil ich eine Aussage mache,
die nicht in den Mainstream passt. Ist Ihr gutes Recht. 

Ich beurteile die Situation aus einer neutralen Position heraus, die mehr eines Libertarian gleicht, als Sie das tun.
Sie reden von Administration von 46 vs. Regentschaft von 45. Schon alleine dadurch haben Sie auf jeden Fall klar zum Ausdruck gebracht wo Sie stehen.

Wenn Sie diejenigen Medien in Europa wiedergeben, die Ihre Informationen aus dem Sammelsurium von CNN, ABC, CBS, MSNBC,
Washington Post und New York Times beziehen, dann machen Sie das. Das interessiert mich relativ wenig, wenn es um die USA und
die Weltpolitik geht.

Den einzigen wirklichen unabhängigen Kanal, dem ich seit 2-3 Jahrzenten täglich folge ist C-Span.
Jede Parlamentsdebatte, jedes Hearing, alle Auftritte der Kontrahenten werden da unkommentiert und in voller Länge wiedergegeben.
Also frei von jeglichem Filtering und Kommentaren parteiischer Journalisten. Deshalb kenne ich die Ansichten der Figuren schon ziemlich genau.

Das will nicht heissen, dass wenn ich 45 nicht mag und/oder seine Politik gut oder nicht gut finde, ich in jedem Fall 46 von seiner Person und/oder Politik
her mögen gut/nicht gut finden muss. Sie hingegen sehen das im Sinne Böse vs. Gut. Ist auch legitim aber genügt für mich eben nicht,
um die Lage einer Nation und den Aifluss auf die Welt zu beurteilen.

Nur 2 Events, die vor nicht alzu langer Zeit auch in unseren Medien waren, zwar wie immer propagandistisch gefiltert, aber dennoch den zwischen
den Zeilen lesenden geneigten Observer wie mich schon recht nachdenklich machen lässt.

1. Der Russe fordert öffentlich den Ami zu einem TV Duell auf, aber der Ami erscheint gar nicht! Ja äussert sich nicht einmal!
  Vielleicht ist er noch in seinem Bunker? Was sagt das wohl über die Augenhöhe Russe vs. Ami aus?

2. In Alaska fand ein Treffen zwischen den Ami Diplomaten und den Chinese Diplomaten statt. Der Ami sprach zu Beginn 5 Minuten über die Lage
  der Uiguren. Danach sprach der Chinese 30 Minuten lang über den Rassismus der Amis gegenüber den Asiaten in den USA.
  Der Ami verabschiedete sich wie gewaschener Pudel. Gab es das schon jemals und was meinen Sie schlussfolgert der Chinese daraus?
  Wie werden zukünftige Verhandlungen wohl verlaufen?
  
Das waren nur 2 Beispiele, aber nur schon daran erkennt man, wie die Hebel der Macht in der Welt der nahen und fernen Zukunft verteilt sein werden.
Das hat nichts mit Parteipolitik zu tun. Einfach nur zuhören/zusehen, nachdenken und „connect the dots“. Parallelen der Geschichte helfen ebenfalls
die Dinge nicht nur oberflächlich zu verstehen.

Im Algemeinen bin/war ich ein grosser Fän der Amis. Ich habe die USA 2016 sogar von West nach Ost in meinem Tesla Roadster durchquert.
Auch bin ich schon insgesamt 1 Jahr lang quer durch die USA gereist, insbesondere durch die Nationalparks und habe die Geschichte von 1775 an
genauer verfolgt.

Wenn da nicht Leute wie Elon Musk wären, hätte ich die Hoffnung schon lange aufgegeben. Aber wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Und mit dieser Ansicht, die wirklich sehr Neutral ist, stehe ich weiss Gott nicht Alleine da.
Insbesondere dann nicht, wenn die Details herausgeschält werden.

Last edited 7 Monate zuvor by Markus Doessegger

Aha! Libertärer Trump-Fan mit Bluffer-Auto, Asien-Braut und Sendungsbewusstsein. Passt. So eine Art Harry Hasler 2.0.

Armseelig, wie Sie einen hilflosen Versuch unternehmen, mit Schmutz um sich zu werfen und eine dicke Lippe riskieren.
Ihr Versuch Andere in den tiefen Sumpf der Verachtung hineinzuziehen ist Ihnen auf allen Ebenen gänzlich misslungen.
Eigenlich müssten Sie Hilflosenentschädigung und einen Beistand dafür vom Staat kriegen.

Individuelle Freihet, Freie Märkte und Frieden sind Werte die ich vertrete. Und das ist in der Westlichen Freien Welt Common Sense.

Der letzte US Präsident von dem ich Fan war hört auf den Namen JFK, nur damit das auch Ihnen klar ist. Manche brauchen etwas länger,
um die Dinge einordnen zu können, manche schnallen es trotzdem nie und bleiben auf Ihrem bereits schon tiefem Niveau stehen.
Ansonsten hätten auch Sie schon längst erkannt, dass Ihre Zuordnung von anderen Leuten in Kategorien, die Ihnen vielleicht näher stehen als mir,
einfach nur verblassen.

Seit 10 Jahren bin ich bestrebt mit meinem Tesla Roadster, Elektromobilität für die Leuten hautnah erfahren zu lassen. Ich tue das auch zusammen mit Leuten, die mehrfach von der UNO ausgezeichnet wurden.
Ihr Geltungsanspruch auf Neid und Missgunst läuft völlig und granatenscharf ins Leere.

Seit längerem beschäftige ich mich mit Nachhaltigkeit, Recycling und engagiere mich im nachhaltigen Strassenbau, vor Allem in der Dritten Welt.
Andere Kulturen zu Ehren ist mir ein grosses Anliegen.
Was vertreten Sie nur für niederträchtige Ansichten über Leute, die Sie nicht kennen und die Ihnen möglicherweise an
Intelligenz und Ethik weit überlegen sein mögen.

Last edited 7 Monate zuvor by Markus Doessegger

Ich lebe und arbeite lieber in Deutschland als in China. Ich kenne beide Länder gut von außen und von innen.

Ich habe seit über 20 Jahren eine Familie in Asien, also auf der anderen Seite der Welt. Und das öffnet den Blickwinkel und fördert die Denkweise anderer Kulturen wirklich zu verstehen.

Ich habe hier nur in Betracht gezogen, dass wir Europäer endlich einmal erkennen sollten, dass nicht nur wir auf der Welt sind, sondern dass wir mit Anderen immer mehr auch in einem Wettbwerb stehen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das noch nicht so ganz vor Allem in der Deutschen Autoindustrie angekommen ist.

Und wieso gleich lange Spiesse schlecht sein sollen? Nirgendswo habe ich nur im Ansatz daran gedacht, unser Verständniss von Demokratie gegen ein anderes System auszutauschen. Wenn ich jedoch die Augen mal etwas weiter aufmache, ist für mich klar, dass der Status Quo, so wie wir ihn in Europa kennen, nicht einfach nur die kommenden 100 Jahre weiter gehen wird.

Ich bin 2016 mit meinem Tesla Roadster quer durch China gereist und habe viele gute Freunde gewonnen und die Eindrücke sind wie immer gemischt und haben meine Sichtweise auf das Denken und Handeln anderer Völker weiter geschärft.

Aber auch ich kann natürlich für mir sagen: Ich lebe und arbeite lieber in der Schweiz als in Deutschland, China, Russland und den USA. Und auch ich kenne, durch meine Familienbeziehung und vielen guten Freunden in allen vier Ländern diese von innen/aussen.

Ich denke mal jeder hat solche Sachen kommen sehen… Überraschen dürften solche Situation, dass z.B. Telsa ohne Genehmigung was baut, ja wirklich keinen.

Deutschland ist halt nicht China, wo auch einfach mal ganze Dörfer für eine Autobahn umgesiedelt werden ohne mit der Wimper zu zucken.

Nein, in Deutschland siedelt man ganze Dörfer nur für die Kohleindustrie um 😉

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich 😉

In China bauen sie Strassen um einzelne Häuser herum – Bilder und Berichte, siehe Google.

Für die Redaktion: das Foto zeigt die Baustelle in Austin.

ich bin ein absoluter Tesla-Fan, aber auch Tesla macht Fehler. Und in Zentraleuropa ist es eben üblich und rechtlich notwendig zuerst die Planung zu machen und dann zu bauen. Dies kommt ja vorwiegend uns Menschen zu gute, weil es uns und die Natur vor Husch-Pfusch-Bauten schützen soll. Ein so innovatives und schnell arbeitendes Unternehmen wie Tesla überholt sich halt manchmal selbst. Es ist ja auch eine gute Eigenschaft nicht am Bestehenden festzuhalten sondern auch seine eigenen Pläne und Überlegungen ständig in Frage zu stellen und die Dinge dann schnell anders zu machen, weil man einen besseren Weg gefunden hat.
Das die Behörden bei so einem Tempo nicht mitkommen ist teilweise verständlich, teilweise aber auch nicht. Gibt es irgendwo ein Problem mit einem Industriebetrieb wird gleich gerufen, warum die Behörde das nicht verhindert hat. Ist dann alles überreguliert regt man sich darüber auch wieder auf. Es ist nicht leicht immer die richtige Mitte zu finden.

Erfreulich, dass trotz vorprogrammierte Schwierigkeiten (in der Hölle der Löwen etwas zukunftsweisendes aufzubauen), trotz FUD, falscher Stolz, Lobbyismus uvm – EM&co soweit geschafft haben… Think Pink, das wird schon; gewisse Dinge sind schwer aufzuhalten… !

Last edited 7 Monate zuvor by Tom62

Das hoffe ich inständig – unser Plan war ja den geleasten BMW i3 jetzt im Sommer abzugeben und dann übergangslos ein Model Y 2.0 aus deutscher Produktion zu kaufen………
Tja, Pläne ändern sich manchmal – dann muß der 17 Jahre alte T5 wohl noch ein paar Tausend Kilometer mehr Diesel verbrennen – schade eigentlich.

Geduld bringt Rosen (und dir wahrscheinlich noch die neuen Zellen Made in Grünheide)… kein Nachteil ohne Vorteil…
VG Tom

Auf Zellen made in Grünheide wird die Welt noch ziemlich lange warten müssen ;(
Ebenso auf solche aus Saarlouis oder aus Arnstadt (letztere werden als erstes Betriebsbereitschaft melden).

Thorsten, mache dir keine Gedanken über das Verbrennen von ein bisschen Diesel. Vielleicht hilft dir die Wissenschaft das etwa die 16 grösste Containerschiffe der Welt mehr Co2 usw. ausstossen als alle Fahrzeuge der Welt zusammen.
Ich bin leugne die Umweltprobleme nicht und bin auch der Meinung dass das verbrennen fosiler Brennstoff vermieden werden sollte aber ich glaube dass die Herausforderungen auf einem anderen Level gesucht werden sollten statt die Automobilität.

Eine Option bleibt immer für Tesla, sich in die glorreichen Brandenburger Vorzeigeprojekte einzureihen, wie cargolifter, lausitzring, Chipfertigung Frankfurt Oder, etc..
Nur BER hat überlebt

Wenn Tesla tatsächlich schneller eine Baugenehmigung haben wollte, dann wäre es geschickter den jetzigen Bauantrag durchzubekommen und einen weiteren Antrag auf die Erweiterung für die Zellproduktion zu stellen. Wahrscheinlich klappt die Überführung der Herstellung der neuen 4680-Zelle in die Massenproduktion noch nicht. So kann man jetzt die Verzögerung der deutschen Bürokratie anlasten und kann noch an der Zellproduktion und den Gigapressen experimentieren ohne in den Fokus zu geraten. Möglicherweise liegt bei der Zellproduktion auch die Ursache bei der Umstellung der neuen S und X-Serie, die ja immer noch mit den 18650-Zellen gebaut wurden, obwohl die 2170 schon lange im Model 3 verbaut wird.

Wenn Tesla tatsächlich schneller eine Baugenehmigung haben wollte, dann wäre es geschickter, den jetzigen Bauantrag durchzubekommen und … Wahrscheinlich … Möglicherweise …

Oach, da fehlt Tesla wohl nur so ein richtig schlauer Tippgeber … 🙁

In der Tat. Tesla wickelt das Vorhaben ja über deutsche Planungsbüros ab und da wäre etwas mehr Einbremsen und Vermittlung von Realitätssinn von deren Seite gut und förderlich gewesen.
Meines Erachtens mag sich die Problematik dann bei Personaleinstellungen und -bindung(!) fortsetzen. Ich drücke Tesla die Daumen, dass es nicht so sein wird.

und wieder müssen 10 000 Arbeiter warten bis sie in Grünheide arbeiten können danke Umweltminister

Die „10.000 Arbeiter“ bekommen sie ohnehin nicht ratzfatz an Bord und integriert, das dauert mehrere Jahre. Zumal in der Phase viele auch wieder weglaufen werden, mit Fluktuation ist zu rechnen und bei US-amerikanischen Unternehmen oft anzutreffen.

Laut Business Insider „Tesla-Minifactory Grünheide“ vom 23.04.2021 wurde zu Beginn seitens Tesla von 40.000 Arbeitsplätzen gesprochen. Mittlerweile ist die Zahl auf 12.000 gesunken. Gestartet werden soll nun mit 7.000, bisher sollen etwas mehr als 1.000 Arbeitsverträge abgeschlossen sein. Mit der Absenkung der Mitarbeiterzahl sinkt natürlich auch die Produktionskapazität. Auf jährlich 500.000 Pkw wird man noch lange warten müssen. Die Behörden sollten aufpassen, dass sich nicht die gleiche Geschichte wie bei der Gigafactory II in Buffalo New York wiederholt und Unmengen an Steuergeldern versenkt werden.

Das heißt halt der Unterschied zwischen Tesla und deutschen Unternehmen. Während deutsche Unternehmen sich vorsichtig nach vorne tasten, rennt Tesla so schnell es geht den Berg runter. Kann gut gehen oder aber auch nicht. Tesla wäre schon mal beinahe pleite. Aber sie haben es geschafft die Kurve zu kriegen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Farnsworth

In den großen deutschen Unternehmen hat die Arbeitnehmerseite in hohem Maße mitzureden und mitzubestimmen: 50% der Aufsichtsratssitze werden lt. Gesetz von Arbeitnehmerseite besetzt.
Das ist gut so.
Aus US-amerikanischer Sicht für viele Industrievertreter freilich schier unglaublich und unverständlich (dass quasi der Betriebsratsvorsitzende/Gewerkschaftler also via Aufsichtsratsmandat „Chef“ des CEO ist).

Das war meiner Meinung ein Fehler in Deutschland zu bauen. Tesla hätte gleich in Posen in Polen bauen sollen, mit guter Autobahnanbindung nach Berlin. Dort wäre es bestimmt einfacher und die Werkzeugversorgung aus Deutschland wäre genauso möglich.

grundsätzlich hast du voll und ganz recht. Wer Musk kennt weiss aber, dass er sich den Spass die Deutsche Autoindustrie zu pisacken nie entgehen lassen konnte. Und ich gebe ihm Recht der Spass ist es Wert, zu sehen wie sie zittern. Jetzt wird auch noch politsch Druck gegen Verbrenner gemacht und auch da geht das gejammer wieder los. Ich finde es echt amüsant, wie der kleine Tesla die grosse Automacht blossstellt.

Jetzt und es Zeit das Elon Musk den Umweltminister den arsch bläst denn was der aufführt ist ein Wahnsinn der gehört abgesetzt und hochkantig rausgeschmissen

Ab 2022 mit dann gründlich neuer Bundesregierung wird sich diesbezüglich manches ändern. Fragt sich nur, in welche Richtung(en) 😉

Wenn ich ein Einfamilienhaus baue und während(!) der Genehmigungs- und Bauphase plötzlich Antrag auf einen Dreistöcker statt eines Zweistöckers stelle, brauche ich mich auch nicht wundern, dass dies den Fortschritt blockiert und neue Genehmigung erfordert.
Schlimmer noch: Es kann sein, dass das gesamte Vorhaben gefährdet ist, weil nun mal in jenem Baugebiet keine Dreistöcker zugelassen sind. Zu hoffen, „da wird man für mich schon eine Ausnahme machen“, ist kühn.
Das nur mal als Beispiel aus dem privaten, nichtkommerziellen Umfeld. Im kommerziellen Umfeld kann ich ebenfalls das Kind nicht mit dem Bade ausschütten oder sollte dies nicht versuchen.

Noch toller bei Tesla: „..da muss man für mich doch eine Ausnahme machen, weil ich zehntausende Arbeitsplätze bringe“.
Freilich warten weder in Brandenburg noch in polnischer Grenznähe unbedingt „Zehntausende“ auf einen ersehnten Arbeitsplatz bei Tesla. Erfahrene Facharbeiter aus der deutschen Automobilindustrie erst recht nicht. Die bleiben lieber bei VW et al. bis zum Ruhestand oder Vorruhestand. VW in WOB hat Arbeitsplatzgarantien ausgesprochen bis 2028/29, solches wird Tesla nicht tun wollen und nicht tun können.

Die Arbeiter bei Tesla USA, die ihre Aktienpakete von Tesla gehalten haben brauchen keine Gewerkschaft und auch keine Arbeitsplatzgarantie, um entspannter früher und wohlhabender in Rente zu gehen, als die Kollegen deutscher OEMs – mach Dir mal da keinen Kopf.

Wer sein Auskommen und seine Rentenzukunft primär auf Aktien aufbauen möchte..
Dazu zwei Dinge:

  • Manch einer befolgt die alte Regel „kauf nie in großem Stil Aktien des Unternehmens, bei dem du arbeitest“. Denn wenn‘s dann kriselt oder gar kracht, ist man doppelt geleimt: Arbeitsplatz und Erspartes sind futsch.
  • Und ich erinnere mich an Meldungen über zahlreiche Suizide in USA in der Finanzkrise 2008/09, weil sich für etliche Arbeitnehmer und vor allem Rentner ihre gesamte finanzielle Grundlage von heute auf morgen in Luft aufgelöst hatte und die Personen ruiniert waren.

Also ist eine Portion Vorsicht wie so oft die Mutter der Porzellankiste.

Vorsicht ja aber nicht nur. Da bin ich mit Ihnen einverstanden.

Was mag wohl die Idee von Mitarbeiteraktien sein? Ja genau, ein BONUS für gute Arbeit 🙂

Sicher nicht in grossem Stil den ganzen Lohn in dieselben Aktien anzulegen. Jedoch soll es ein Ansporn für jeden sein, 100% zu geben und halt sgli mit zu denken, damit es auch ganz sicher nicht kracht. Wer bei Tesla arbeitet, für den ist Tesla die Familie, so wie bei Google oder Alibaba usw. und das wird bei vielen Chinesischen New Clean Tech Firmen ebenfalls so sein. Tesla ist eine Referenz mit der man sich auch sonst wo mit neuem Denkstil beliebt machen kann und wieder ein Tor aufgeht. Mit der 08:15 Einstellung, so wie bei „Volks Wagen“ oder Siemens (da war ich leider auch mal vor ganz langer Zeit), kommt man schon nicht weit in der Welt.

Klar in Deutschland gilt: Wer einmal angestellt ist, und immer schön auf 08:15 macht, der kann lebenslang bleiben. Halt eben ein Sozialstaat ohne Ende.

Wer für schnelles Vorpreschen und Durchregieren beim Bauen ist, der darf gerne mal auf die Tausenden von Bauruinen vor allem in manchen südeuropäischen Ländern oder in der Türkei etc. schauen. Im Wesentlichen zwei Gründe: Geld ausgegangen oder – sehr häufig – Vorhaben gestoppt wegen fehlender Genehmigungen, Verstößen u. dgl. Dumm gelaufen.

Auch für die amerikanischen Konzerne gilt das deutsche Recht ! Insbesondere was nachhaltige Aspekte betrifft. Nur weil die Elektromobilität auf der Fahne steht, ist es nicht zu rechtfertigen, das hier permanent mit Sondergenehmigungen gebaut werden kann. Anderen (deutschen) Firmen wird das gleiche auferlegt, und das ist gut so ! Wir leben nicht mehr im Wilden Westen des 19. , sondern müssen im 21. Jahrhundert , besonderes eine Balance mit der Natur, dem Arten-, und insbesondere dem Klimaschutz hinbekommen. Das gilt auch für eine schillernde Figur wie Elon Musk ! Mit seinem Space-Projekt ist er hier im übrigen alles andere als ein Vorbild !

Tesla bzw. Elon Musk neigt dazu, sich mit Regierungsstellen und Behörden gerne anzulegen.
Das war auch schon aus Kalifornien zu vernehmen und etwa im Zusammenhang mit Firmenschließung zu Beginn der Corona-Pandemie.
Da muss er in Europa mal sehr aufpassen. Staatliche Stellen greifen hier wesentlich stärker in die Wirtschaft und in deren Rahmenbedingungen ein als in USA, dem „Land der langen Leine“. Wer das nicht akzeptiert, erlebt Dauerärger und nicht zuletzt auch in der öffentlichen Meinung.

Wenn Sie hier die Nachhaltigkeit und den Resoucenschutz der Fabrik in Grünheide in Frage stellen wollen, scheinen Sie sehr schlecht informiert zu sein.
Allein der Paintshop ist wahrscheinlich der modernste der Welt, was zum Beispiel den Wasserverbrauch betrifft.
Wir können ja gerne mal vergleichen lassen, z.B. wieviel Fläche pro produziertem Fahrzeug andere Fabriken im Vergleich zu Grünheide benötigen.

Wenn Umweltschutz ein Kriterium wäre müsste im Vergleich zu Grünheide wahrscheinlich manch deutscher Hersteller seine Produktionsstätten schon lange modernisiert oder besser gleich geschlossen haben.
Wenn ich hier allein das Greenwashing anschaue, welches die VW PR momentan betreibt und gleichzeitig munter Verbrenner und Plugins baut – da fehlen mir schlicht die Worte.

Wie dieser Tage zu lesen ist, bringt sich auch die IG Metall bereits in Stellung bei Mitarbeitern und Interessenten am künftigen Tesla-Werk in Grünheide. Das wird noch spannend.
Selbst ganz Große wie SAP mussten letztendlich einsehen (schon vor 15 Jahren), dass in Deutschland an Betriebsräten und Gewerkschaften „vorbei“ letztendlich kein Weg und kein Auskommen möglich ist. Tesla wäre also gut beraten, ins Gespräch mit den Stakeholdern einzutreten.

Was ich hier so lese da stehen mir die Haare zu Berge. Was will Deutschland eigentlich? Da wird Kohle abgebaut und verbrannt das es eine Art hat. Aber wehe es will eine ausländische Firma ein Industriegebäude bauen! Und das auf einem als Industrieland ausgewiesenen Gebiet notabene. Da muss man natürlich gaaanz genau hinschauen. Möglichst so lange bis die einheimische Autoindustrie endlich auch in die Gänge gekommen ist. Ein Spiel das Ihr in Deutschland ganz ordentlich beherrscht. Die Frage stellt sich, ob das letztendlich so schlau ist? Im Fall von Tesla könnte das Ganze auch nach hinten losgehen. Wettbewerb verhindern zu wollen ist nicht das klügste Geschäftsmodel.

Wenn die ausländische Firma in Hoppla-die-Hopp- und Holter-die-Polter-Manier auftritt, sollte man in der Tat genau hinschauen.
Und nicht zuletzt, wenn sie in ihrem Heimatland als recht raubauziger Arbeitgeber („hire and fire“) bekannt ist, von Arbeitnehmermitbestimmung nichts hält und statt dessen intern wie ein Königreich regiert wird.

Mir sind nach dem Motto „Das Unternehmen, das bin ich!“ funktionierende Firmen suspekt. Egal, ob nun von Elon Musk geleitet, vom trigema- oder vom Liqui-Moly-Chef. Das ist im Grunde Stil wie bei IBM und den Watsons vor 60-100 Jahren.

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