Südkorea installiert 3000 neue Schnellladestationen bis Jahresende

Südkorea installiert 3000 neue Schnellladestationen bis Jahresende

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Südkorea beabsichtigt, bis Ende dieses Jahres 3000 neue Schnellladestationen für Elektroautos ans Netz zu nehmen, um die Verbreitung umweltfreundlicher Autos zu beschleunigen, wie das Finanzministerium des Landes Ende Januar mitteilte. „Die Schaffung einer bequemen Ladeinfrastruktur ist eine sehr wichtige Aufgabe, um bei der Versorgung mit Ladepunkten mit der Marktdurchdringung von Elektroautos Schritt halten zu können“, sagte Finanzminister Hong Nam-ki der Zeitung The Korea Herald zufolge.

Konkret geplant sei demnach, in diesem Jahr gut 2300 Ladestationen an Standorten zu errichten, die für privatwirtschaftliche Unternehmen unter Berufung auf hohe Kosten unattraktiv sind. Der Aufbau von gut 300 Schnellladern an Tankstellen sowie weiteren 300 Schnellladern privatwirtschaftlicher Betreiber soll ebenfalls mit staatlichen Zuschüssen unterstützt werden.

Die Zahl der Elektroautos in Südkorea lag nach Angaben des Ministeriums zum Jahresende bei gut 138.000. Die Zahl der Schnellladestationen bei 9800. Im Rahmen seiner laufenden Bemühungen, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu sein, setze Südkorea nun verstärkt auf die Förderung und Entwicklung umweltfreundlicher Autos, die mit Strom und Wasserstoff betrieben werden, sowie weiterer Technologien, die mit ihnen in Zusammenhang stehen.

Dem Plan des Ministeriums zufolge sollen in diesem Jahr erstmals auch ultraschnelle HPC-Ladestationen verfügbar sein, an denen sich die zum Laden eines Elektroautos erforderliche Zeit von gut einer Stunde auf 20 Minuten verkürzen lässt. Die Regierung werde selbst an geeigneten Standorten 43 ultraschnelle Ladestationen installieren und andere Unternehmen finanziell unterstützen, um Standorte für mindestens weitere 80 HPC-Lader zu sichern. Konkrete Zahlen, mit welchen Summen der Aufbau der Ladeinfrastruktur unterstützt wird, wurden jedoch nicht veröffentlicht.

Auch bei Normallladestationen soll sich einiges tun in den kommenden Jahren. Ihre Zahl soll von aktuell gut 60.000 auf 500.000 bis zum Jahr 2025 steigen. Dafür soll unter anderem die Installation von Wallboxen in Neubauten ab dem Jahr 2022 gesetzlich vorgeschrieben sein.

Quelle: The Korea Herald – S. Korea to add 3000 electric car charging stations this year

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Komisch wie schnell das auf einmal alles geht…

Ist letztlich auch Industriepolitik um die heimischen Hersteller zu stützen, die sich „zu sehr“ auf den Wasserstoffpfad begeben hatten. Zuletzt war nämlich Tesla Marktführer bei den BEV, auch mit eigener Supercharger-Infrastruktur und Hyundai-Kia, die keine eigene LIS aufbauen wollten, blieben damit auf der Strecke.
Mit dieser Entscheidung wird der Markt für FCEV allerdings auch in Südkorea nicht mehr allzu lange offen bleiben, vor allem wenn man den Markthochlauf der Erneuerbaren berücksichtigt. Aufgrund der notwendigen Wandlungsprozesse in der Elektrolyse wird sich der Wasserstoff nicht dauerhaft durchsetzen, auch wenn er derzeit noch in Größenordnungen durch Steam-Reforming gewonnen wird. Btw. Shell’s Synfuel kam auch aus Südkorea, … – hergestellt aus Erdgas. Da dieser Markt aber wirtschaftlich nur untergeordnet interessant ist, bleiben FCEV die Zwischenlösung für die ausreichende Erdgasnutzung, bis der CO2-Abdruck auch das Steam-Reforming deattraktiviert hat. Spätestens dann muss der heimische BEV-Markt angesprungen sein.

„Der südkoreanische Präsident Moon Jae In kündigte im Juni 2017 an, Südkorea werde innerhalb der nächsten 40 Jahre komplett aus der Atomkraft aussteigen. Darüber hinaus kündigte Moon Jae In an, zehn Kohlekraftwerke bis 2021 schließen und keine neuen Kohlekraftwerke bauen zu wollen. Der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix soll bis 2030 von 6,6 auf 20 % gesteigert werden, gleichzeitig soll der CO2-Ausstoß um 37 % gesenkt werden“
Quelle wikipedia Energiewende_nach_Staaten Südkorea 08.02.21
Wissen die Südkoreaner nicht, dass zu einem nachhaltigen Straßenverkehr eine nachhaltig saubere Stromerzeugung gehört? E-Autos sind wohl grad im Trend? Warum glauben so viele, dass zuerst das E-Auto kommen muss und dann die saubere Stromerzeugung? Wer in der Stadt lokale Emissionen vermeiden will, kann das mit einem Hybridfahrzeug zeitlich schneller und klimatechnisch besser machen, weil weniger Ressourcen nötig sind. Der Effekt ist der gleiche wie beim reinen E-Auto.

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