Studie: E-Autos fahren mehr Gewinn ein als gedacht

Studie: Hersteller verdienen mit Elektroautos mehr Geld als gedacht

Copyright Abbildung(en): VW AG

Immer mehr Hersteller kündigen das Verkaufsende von Benzin- und Dieselautos an. Die Industrie stellt sich im großen Stil auf Elektrofahrzeuge ein, doch die Transformation hin zur reinen Elektromobilität kostet viel Geld. Stellt sich also die Frage: Wie finanzieren sich die Autokonzerne in der Übergangszeit und wieviel Geld bleibt am Ende unterm Strich hängen? Eine Mitte September veröffentlichte Studie von McKinsey zeigt jedenfalls, dass die Hersteller zumindest kein Minus-Geschäft machen, Elektroautos wohl aber (noch) eine Mischkalkulation seien. In Zukunft könnte die Rendite stark steigen …

Eine der WirtschaftsWoche (WiWo) vorliegende Studie der Unternehmensberatung McKinsey zeigt auf, dass die Unternehmen bisweilen weder größere Gewinne, noch hohe Verluste einfahren. Zu dem Entschluss kommen die Berater nach einer Kostenanalyse mit 16 wichtigen Elektroauto-Modellen in Europa. Aus der Studie geht auch hervor, dass sechs der untersuchten Modelle mit kleineren Verlusten verkauft werden, bei acht Modellen gleichen sich Kosten und Verkaufspreis (Einnahmen) nahezu aus, zwei Oberklasse-Modellen listet McKinsey sogar mit einer größeren Gewinnspanne. Im Durchschnitt würden alle Autos zusammengerechnet ein kleines Plus an operativen Ergebnissen hinterlassen. Den Beitrag zur Transformation liefert bei den meisten Autoherstellern übrigens der „gute, alte“ Verbrenner. Die Gewinne aus den Verkäufen von konventionellen Modellen fließt zumeist in die Entwicklung, Forschung und den Umbau der Werke. Dies hat bisher auch dazu geführt, dass viele bisherigen Modelle auch etwas teurer wurden.

Die Rendite beim Verkauf von Elektroautos dürfte allerdings in den kommenden Jahren steigen, erklären die Berater von McKinsey weiter. So werde der Gewinn auf acht bis zehn Prozent vom Umsatz klettern, wenn die Autohersteller bei Entwicklung, Produktion und Vertrieb weiter so verfahren wie bisher. Bis zu 12 Prozent seien möglich, wenn neue Geschäftsmodelle rund um das Elektroauto etabliert werden können. Gemeint sind etwa neue Wege beim Online-Vertrieb von Autos, radikal kostenoptimierte Fahrzeugplattformen, neue Geschäfte mit Softwarefunktionen im Auto oder mit der Autobatterie als Stromspeicher für Erneuerbare Energien – um nur einen Teil zu nennen. Zusammengenommen ergäben sich daraus potenzielle Umsatzrenditen von bis zu 30 Prozent – eine deutliche Steigerung gegenüber den derzeitigen Margen. Übrigens: Laut „WiWo“ ist Porsche mit aktuell 15 Prozent Umsatzrendite der profitabelste Autohersteller der Welt.

Dass sich mit Elektroautos Geld verdienen lässt, zeigt insbesondere Branchenprimus Tesla. Nach vielen Jahren mit hohen Verlusten wegen umfangreicher Anfangsinvestitionen fährt das Unternehmen mittlerweile Gewinne ein – wir berichteten. Daran konnten bisher weder die Corona-Krise, noch die weltweite Chipmangel oder steigende Rohstoffkosten etwas ändern. Die Auswirkungen werden sich vermutlich aber auch erst später zeigen. Wie dem auch sei: Ein halbes Jahr, nachdem Ex-BMW-Chefökonom Dr.Helmut Becker Profite bei Tesla in einem Beitrag ausgeschlossen hatte, konterte der Autobauer mit dem besten Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte: 1,1 Milliarden Dollar Gewinn! Und das, obwohl Tesla viele Investitionen in neue Werke tätigte. Und mit den neuen Rekordzahlen von 241.000 ausgelieferten Fahrzeugen im dritten Quartal rechnen Analysten auch jetzt wieder mit einem Gewinn von rund einer Milliarde Dollar, schreibt die Wirtschaftszeitung weiter.

Dies zeige deutlich, dass das Geschäft mit Elektroautos sehr wohl profitabel sein kann. Glaubt man McKinseys Beratern, sind dies erst die Anfänge. Die Hersteller stünden vor einem überaus profitablen Elektroauto-Zeitalter.

Quelle: McKinsey, WirtschaftsWoche, Business Insider

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Das ist die Sache mit den Chef-Ökonomen, welche nicht wissen, dass Autokauf Emotionssache ist.
Autos werden aus Überzeugung bei reinrassigen BEV-OEMs gekauft, um nicht die OEMs zu unterstützen, welche sich nicht am Klimaschutz beteiligen wollen, und 100 Jahre dieses bereits so praktizieren.
Verbrenner hätte man sauberer bekommen, es lag bloß kein Interesse daran.
Daher lieber zum freilaufenden Bauer rennen und dort seine Ware kaufen 🙂

dafür muss man nicht studieren um auf dieses Ergebnis zu kommen.

Ich habs schon immer gesagt dass diese ganzen Trottel falsche Kalkulationen angesetzt haben weil sie so einen Schwachsinn im Studium gelernt haben.
man nimmt als Kostenblock nicht die Invest-kosten sondern die Re-Invest-Kosten.

Die Investitionskosten im vollen Umfang reinrechnen machen so ein Auto natürlich erstmal teurer.
Es benötigt weniger Bauteile
Es benötigt weniger Montagezeit
Es ist unkomplizierter in der Montage

Das einzige was im vergleich Geld kostet sind die Programmierung und das Abstimmen der Komponenten und evtl die Batterie.

Wenn man aber gleich ein Massenproduktion dagegen rechnet, und nicht so homeopatischen Mengen die unsere OEMs da produzieren, dann wirds interessant.

es bleibt spannend

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