Studie dokumentiert Zweifel an der E-Mobilität

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Die Mehrheit der Deutschen (59 Prozent) kann sich den Kauf eines Elektroautos auch in Zukunft noch nicht vorstellen. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Continental-Mobilitätsstudie 2020. In Kooperation mit dem Sozialforschungsinstitut Infas wurden dafür bevölkerungsrepräsentative Gruppen von Menschen in Frankreich, USA, Japan, China und Deutschland befragt. Die Befragten beklagen vor allem einen Mangel an Ladestationen und die geringen Reichweiten im Vergleich zu Benzinern oder Dieselfahrzeugen. Abhilfe und damit eine höhere Akzeptanz könnte nach Ansicht von Continental-Vorstandsmitglied Helmut Matschi vor allem eine bessere Vernetzung der E-Fahrzeuge bringen.

Auch in Frankreich (57 Prozent) und den USA (50 Prozent) sieht sich mindestens die Hälfte der Bevölkerung noch nicht in einem Elektroauto. In Japan (46 Prozent) liegt der Anteil nur unwesentlich darunter. Im Vergleich mit den befragten Chinesen – die sich zu 88 Prozent vorstellen können, in naher Zukunft ein reines Elektroauto anzuschaffen – äußern sich US-Amerikaner nicht ganz so euphorisch, aber deutlich positiver als Deutsche, Franzosen und Japaner.

Grafik-Bereitschaft-Elektroauto-Deutschland

Laut der Studie existieren nach wie vor viele Zweifel gegenüber E-Autos: Fehlende Ladestationen sind in vier der fünf untersuchten Länder der wichtigste Grund für die Menschen gegen das elektrische Fahren. Nur in Frankreich ist es der Preis, der die meisten Menschen abschreckt. International gleichmäßig verteilt sind die vier wichtigsten Argumente der Elektroskeptiker: geringe Verfügbarkeit an Ladestationen, kurze Reichweite, erzwungene Ladepausen bei längeren Reisen und der hohe Preis im Vergleich zu Wagen mit Verbrennungsmotoren.

Wirklich attraktiv wird die Elektromobilität mit intelligenter Vernetzung“, sagt Continental-Vorstand Matschi. „Gerade beim Thema Reichweite ist die Vernetzung ein wesentlicher Lösungsbaustein für mehr Akzeptanz unter den Autofahrern. Richtig vernetzt wird aus der schon klassischen Ladesäulensuche das Finden der effizientesten Route.“ High-Performance-Computer (HPC), die unter anderem in der Elektrobaureihe ID von Volkswagen eingesetzt werden, vernetzen E-Fahrzeuge auf vielfältige Weise mit ihrer Umwelt – und liefern den Fahrern so beispielsweise schnelle Informationen über die nächstgelegenen Ladestationen.

Insgesamt positive Entwicklung

Doch insgesamt ist eine positive Entwicklung zu erkennen: Seit 2013 ist der Anteil der Autobesitzer, die eine Kaufabsicht für einen reinen Stromer äußern, in den USA (+28 Prozentpunkte), China (+27 Prozentpunkte) und Deutschland (+18 Prozentpunkte) deutlich gestiegen. In Frankreich (+3 Prozentpunkte) und Japan (+1 Prozentpunkt) lässt sich dagegen nur eine geringe Zunahme feststellen.

Die Zahlen zeigen, dass Continental mit seinem Angebot für die Elektromobilität auf die richtige Zukunftskarte setzt“, sagt Matschi, im Vorstand von Continental verantwortlich für Vehicle Networking and Information. „Und zugleich wird deutlich, dass Hersteller und Zulieferer die in der Sache selten berechtigten Vorbehalte der Verbraucherinnen und Verbraucher gegenüber der Elektromobilität ernstnehmen und diese entkräften müssen, soll die Technik den breiten Durchbruch am Markt schaffen“, ergänzt Matschi.

Mobilitätsstudie 2020 - Deutschland

Das Thema Ladestation ist laut der Continental-Mobilitätsstudie 2020 vor allem ein Thema in den Ballungsräumen: In den größeren Städten ist der Anteil der Autobesitzer, die die Möglichkeit haben, ein Elektroauto auf ihrem üblichen Parkplatz aufzuladen, deutlich geringer als in ländlichen Gebieten. Dies gilt insbesondere für europäische und japanische Städte. Fehlende Ladestationen werden in den Metropolen häufiger als Hindernis für den Kauf eines Elektroautos in der nahen Zukunft genannt.

Dabei wird in allen untersuchten Ländern versucht, durch monetäre und andere Anreize von politischer Seite die Käufer in Richtung alternativer Antriebe zu lenken. So gibt es in allen fünf Ländern Kaufprämien für Elektrofahrzeuge. In Deutschland wurden diese als Teil des Konjunkturpakets zur Linderung der Corona-Folgen für die Wirtschaft erhöht; auch in China wurden die eigentlich auslaufenden Kaufprämien verlängert. In Japan setzt die Politik zusätzlich bei den Herstellern an und zahlt Innovationsprämien für Reichweitensteigerungen. Auch die Ladeinfrastruktur wird in allen untersuchten Ländern ausgebaut.

Die Angst vor unzureichender Reichweite ist in allen Ländern ein weiteres zentrales Argument gegen den Kauf eines Elektroautos – dabei können schon heute die meisten Menschen ihre Alltagsmobilität problemlos elektrisch bewältigen, da in erster Linie kurze Strecken gefahren werden und zu Hause oder am Arbeitsplatz sowie öffentlichen Orten – also dort, wo längere Standzeiten üblich sind –, zunehmend Lademöglichkeiten vorhanden sind.

Dazu gibt es weitere Hindernisse, die sich nicht durch technologische Entwicklungen allein lösen lassen werden. In Deutschland gibt ein Drittel der Menschen an, dass ein Elektroauto für sie nicht infrage kommt, weil die Bürger daran zweifeln, dass die Technologie umweltfreundlich ist. In Frankreich wird dies von einem Viertel der Menschen angegeben. Ganz anders in den anderen drei Vergleichsländern: Hier sind es nur zwischen 11 Prozent in den USA und einem Prozent in Japan, die an der Umweltfreundlichkeit der Stromer zweifeln.

Das Thema Elektrofahrzeuge ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen

Das Thema Elektromobilität war bereits im Jahr 2011 Schwerpunkt der Mobilitätsstudie; 2013 wurden die Einstellungen zu diesem Thema ebenfalls abgefragt. Eine Dekade später ist erneut die Zeit für eine Untersuchung gekommen. Wie blicken die Menschen in führenden Industrieländern von drei Kontinenten heute auf die Elektromobilität? Es lohnt sich, das Thema alternative Antriebe – besonders batteriebetriebene Fahrzeuge – in den Fokus zu rücken.

Dafür gibt es verschiedene Gründe: Einerseits ist die Verbreitung der elektrisch betriebenen Fahrzeuge deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, die in den vergangenen Jahren formuliert worden waren. Andererseits ist das Thema der ökologischen Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren endgültig im gesellschaftlichen und politischen Mainstream angenommen, für viele Unternehmen ist es vom nice-to-have zu einer zentralen Säule des Geschäftsmodells geworden.

Quelle: Continental – Pressemitteilung vom 07.01.2021

Über den Autor

Michael ist freier Journalist und schreibt seit 2012 fast ausschließlich über nachhaltige Mobilität, Elektro- und Hybridautos, Energiethemen sowie Umweltschutz.

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Die Pressemitteilung bringt es kurz und Knapp auf den Punkt.

Viele zweifeln noch die Umweltfreundlichkeit von Elektroautos an

Continental-Mobilitätsstudie 2020

> Continental-Mobilitätsstudie 2020 dokumentiert besonders in Europa klare Zerrissenheit bei E-Mobilität

> Laut Ergebnissen der Studie ist Begeisterung für elektrische Antriebe in China stark ausgeprägt; in Deutschland, Frankreich, USA und Japan sind Vorbehalte zu überwinden

> Akzeptanz für Elektromobilität in allen fünf untersuchten Ländern in den vergangenen Jahren gestiegen

> Skeptiker: besonders fehlende Reichweite ein Kaufhindernis

> Zu wenige öffentliche Ladesäulen in europäischen Metropolen beklagt

> Continental-Vorstand Helmut Matschi: „Vernetzung macht Elektromobilität attraktiv.“

(Quelle: continental.com)

Viele wollten damals auch keine Sicherheitsgurte anlegen und nichts gegen die Umweltschmutzung machen.

Viele wollen sich heute nicht gegen Corona impfen lassen – was die Leute heute nicht wollen, darüber wird man in einigen Jahren nur noch den Kopf schütteln – dass es soviel Unvernunft damals gegeben hat.

das ist doch kein wunder besonders in deutschland wurde und wird die bevölkerung ständig mit Falschinformationen zur E-Mobilität überschwemmt ständig kommen studien daher die die umweltschädlichkeit der E-autos zu suggerieren versuchen, dazu kommen sogenannte Experten und Professoren dazu die in das gleiche Horn blasen. es wird sehr mühsam werden bis der letzte in Deutschland das versteht das er von vorn bis hinten belogen wurde von interessenverbänden die an Dinosauriertechnik festhalten wollen

Die Experten gegen E-Mobilität sind nicht selten jene die ihre Forschungsgelder für Verbrennungsforschung bekommen. Dazu gibt es heute viele, zu viele, die erstmal an allem Zweifeln. Aus Prinzip quasi. Selbst an der Existenz einer Krankheit die mittlerweile Millionen Menschen das Leben gekostet hat oder wenn man es so ausdrücken möchte mindestens „stark verkürzt“.

Nebenbei: ein Schelm wer denkt dass Continental an der Vernetzung von E-Autos arbeitet.

Die Angst vor unzureichender Reichweite ist in allen Ländern ein weiteres zentrales Argument gegen den Kauf eines Elektroautos – dabei können schon heute die meisten Menschen ihre Alltagsmobilität problemlos elektrisch bewältigen, da in erster Linie kurze Strecken gefahren werden und zu Hause oder am Arbeitsplatz sowie öffentlichen Orten – also dort, wo längere Standzeiten üblich sind –, zunehmend Lademöglichkeiten vorhanden sind.

Das ist das typische Argument der Elektromobilisten. Es stimmt natürlich voll und ganz, keine Frage. Aber letztlich verkennt man die Realität die lautet: ich kaufe ein Auto welches nicht nur im Alltag für mich funktioniert, sondern auch auf der Langstrecke, selbst wenn ich diese nur 2-mal im Jahr fahre. Das ist egal, spielt keine Rolle. Ein Auto kostet mindestens ein Jahresgehalt, eher mehr. Da macht die Masse keine Kompromisse.
Wenn sich die Elektromobilität in der Masse durchsetzen soll (ich bin überzeugt das wird sie), brauchen wir halt bezahlbare Autos mit großen Reichweiten, ob es im Alltag Sinn macht oder nicht. 700km WLTP werden wir in den nächsten 2 Jahren auf dem Markt haben. Aber Preise von >60T€ sind noch nicht massentauglich. Da brauchen wir noch ein paar Jahre.

Letztlich müssen wir die Ladeinfrastruktur auch Gesamteurpäisch sehen. Wo fahren die meisten in der Urlaub hin (zumindest in normalen Zeiten): ans Mittelmeer. Für die Fahrt mit dem Auto heißt das: Frankreich, Italien, Kroatien, vielleicht noch Spanien. In Italien und Kroatien könnte es dann schon sehr dünne mit den Ladesäulen werden. In Deutschland kommen wir mittlerweile recht problemlos von A nach B, auch wenns mal weiter ist.

Meiner hat 50 k€ gekostet – nachdem ich praktisch alle verfügbaren Optionen gewählt habe. Reichweite Winter 400 bis 450, Frühling und Herbst 450 bis 500 km, Sommer weit über 500 km aus einen 64 kWh Akku (brutto). Und in Frankreich bin ich ständig über Ladestationen gestolpert. Die schiessen wie Pilze aus dem Boden.
Klar kauft der deutsche Michel seine Autos nach dem GAU-Prinzip – Grösster Anzunehmender Urlaub. Ist ja auch nicht schlimm. Stecker hat es überall.

Nicht jeder hat 50K übrig.

Manche Familien können nur einen Gebrauchten kaufen, für 12k.
Das muß dann ein Zugpferd sein, daß durch Dick und Dünn geht.
Auch für den Italienurlaub geeignet.

Für Familien ist ein E-Auto UNMÖGLICH, UNDENKBAR.
Zudem in der Mietwohnung in der Stadt….Sollen wir ein Kabel vom Balkon runterwerfen, oder was ?

Falschinfo hin oder her. Der Strom unterwegs ist einfach zu teuer. Und ein Auto ist nicht nur für zu Hause gebaut.

Vielleicht wäre es um Welten besserer, zuerst einmal vorhanden Anlagen und Autos länger zu nutzen und ohne Hektik zu modernisieren und zu reformieren. Was man heute als Umweltschutz erklärt, das ist in sehr vielen Fällen absurd. Die Umwelt schützt man am Besten durch Verzicht und sinnvolle Nutzung. Und der Individualverkehr spielt wirklich nicht die allererste Geige. Diese wird nur zu laut gespielt. Es gibt weitaus wichtigere Dinge, die man sofort reformieren muss. Aber ich weiß, die machen einigen Leute halt weniger Spass… Leute die Ihren Spass mit Umweltschutz erklären. Was ist aber wenn Abermilionen Menschen unseren Spass sehr bald auch haben wollen? Hat man darüber schon mal nachgedacht? Geht das überhaupt (noch). Macht das System ERDE noch lange mit oder wird uns genau dadurch jeder Spass genommen? Das ist doch längst die Kernfrage.

„Die Umwelt schützt man am Besten durch Verzicht und sinnvolle Nutzung.“

Da werden nur die meisten Menschen nicht mitspielen – deshalb braucht es Gesetze und Anreize, um die Menschen „als träge Masse“ langsam in die halbwegs richtige Richtung zu leiten.

Leider werden es immer mehr Menschen auf der Erde, irgendwann muss sich die Menschheit entscheiden, ob alle etwas bescheidener werden oder sich gegenseitig die Köpfe einschlagen.

Vermutlich werden sich Leute in den Ländern für Krieg entscheiden, um sich Vorteile zu sichern, wie bisher auch, oder Seuchen entvölkern den Planeten auf ein erträgliches Mass – keine schöne Vorstellung.

Sorry – vom Thema abgekommen, aber diese Überlegungen müssen auch mal sein.

Bei einer Gewichtsreduktion würde ich das so nennen: Friss die Hälfte aber dafür mit besserer Qualität. Im Umfeld in dem ich mich bewege, grossmehrheitlich Mittelschicht mit guter Grundausbildung und oft auch zusätzlicher höherer Ausbildung, denkt man schon im grösseren Kontext und zunehmend nachhaltig (Mobilität, Essen, Wohnen, Kleidung, Vergnügen) sodass man im Einklang mit der Natur und Gesellschaft lebt. Die Weitergabe einer nachhaltigeren Lebensweise an die Kinder ist grösstenteils voll im Gange. Es ist doch schon bemerkenswert, dass immer mehr Hotels und Gastrobetriebe diesen Kontext pflegen. Also, indem sie Lebensmittel aus der Umgebung bestellen, Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung stellen, die Energieversorgung autark bereitstellen und natürlich vieles mehr. Wenn ich Ferien mache, dann achte darauf, indem ich solche Orte bevorzuge, um diese Entwicklung zu unterstützen. Eine gute Grundausbildung hilft ganz klar.

Die Frage ist nur, und da hat Daniel W. sicherlich recht, wie viele machen da mit. Wie gesagt es gibt da eine grosse träge Masse. Und damit würde ich gerne zum Thema dieses Berichts überleiten.

Die allermeisten von uns schaffen es, ohne Mühe das ganze Jahr hindurch immer dann zu laden, wenn sie nicht fahren. Wieso ist das so und warum gibt es dann immer noch viele Leute, welche die Ladeinfrastruktur oder die Reichweiten oder die zu langen Wartezeiten kritisieren?
Ich bin mir fast sicher, dass dies in den allermeisten Fällen nur Strohmänner sind, die vorgeschoben werden, um die eigene Trägheit und Bequemlichkeit nicht zur Schau stellen zu müsen.
„Ich habe das ja schon immer so getan und wieso soll das jetzt nicht mehr so sein?“ So wie wenn jemand in der Ruhe gestört würde, indem er jetzt ganz plötzlich nicht mehr eine Tankstelle anfahren soll. „Geht doch nicht!“ „Die letzten 20 Jahre habe ich das ja immer machen müssen: Das wirft ja meine ganze Tagesplanung über den Kopf.“

Deshalb ist es so eminent wichtig, dass die Leute die Gelegenheit erhalten ein Elektroauto selber fahren zu dürfen. Die werden dann auch die richtigen Fragen stellen, worauf sie gute Antworten bekommen sollten.

Ich denke, dass wir Elektroautofahrer da auch in der Pflicht sind, um das Eis zu brechen, indem wir offen auf die Leute zugehen.
Je öfter und je schneller wir uns vermehren, desto kleiner wird der andere Haufen und je mehr Tankstellen müssen schliessen. Und plötzlich sind es dann die Anderen, die ihr Tankstellennetz als unzureichend bezeichnen würden. Also lassen wir doch am besten diese träge Masse an unserem Glück teilhaben, ein Elektroauto statt einem Verbrenner fahren zu dürfen.

FUD
Wenn ich „Experten“ höre, fangen bei mir sämtliche Alarmglocken zu läuten an…

Last edited 3 Monate zuvor by Tom62

Dank Bestandsschutz wird selbstverständlich immer ein harter Kern übrig bleiben. Die Preise für exklusive Verbrenneroldtimer steigen zunehmend rasanter. Je lauter, je höher der Verbrauch, desto besser. Wer kann, besorgt sich irgend wann große Reservetanks für zu Hause – was halbwegs erlaubt ist, wird praktiziert.

Die Oldtimerfans fahren selten – und je älter das Auto desto seltener – ein bischen Nostalgie wird bleiben wie bei der Dampfeisenbahn, auch die bläst massenhaft Abgase in die Luft, aber so gut wie jeder freut, wenn man noch einen Dampfzug fahren sieht.

JEDER Neubau ist ein Mehrverbrauch an Ressoursen. Jeder, auch wenn das gerne weg gelogen wird. Offen bleibt auch immer wieder die Antwort auf die Frage, WIE man heute E-Mobile, OHNE Verbrennungsmaschinen bauen kann? Diese Frage habe ich schon sehr oft gestellt. Antwort: 0,0. Würde bei wahrheitsgemäßer Antwort ein Wunschtraum zerstört?

Jedes Beibehalten des Verbrenners ist auch „ein Mehrverbrauch an Ressoursen“ – vor allem von Erdöl, das die Luft verpestet und ein Teil davon ist CO2, das sich nur mit sehr viel Energieeinsatz wieder in Treibstoff (E-Fuels) verwandelt ließe – anders ist es beim Lithium.

E-Autos sind auch Resourcenverbraucher und wenn die Leute nicht immer größere und schwereren E-Autos mit immer größeren und schwereren Batterien kaufen würden, dann wäre der Resourcenverbrauch noch deutlich geringer als beim Verbrenner.

„WIE man heute E-Mobile, OHNE Verbrennungsmaschinen bauen kann?“
Das macht doch Tesla schon seit Jahren vor !! Keine PHEV-Flotte sondern reine BEV!! Was ist da nicht beantwortet?

Okay anders ausgedrückt: Der Mensch stößt zu viel CO2 aus. Wir können das auch begrenzen indem die Leute demnächst nur noch Fahrrad fahren dürfen. Das ist das Szenario, wenn wir einen Wandel zu einer emissionsarmen Mobilität nicht hinkriegen.

Alternativ dürfen die Macher der Studie gerne aufzeigen, wie sie eine emissionsarme Mobilität mit Alternativen hinkriegen wollen. Z.B. mit E-Fuels oder Wasserstoff. Dann dürfen sie aber auch gerne darstellen was dies an Aufbau der Erzeugerleistung an Erneuerbarer Energie bedeutet und wie teuer dann der E-Fuel wird. Und zwar nicht mit der Annahme, dass man Sonderkonditionen und Steuererleichterungen für den Strom für die Erzeugung bekommt.

Abgesehen davon kriegen mich auch keine 10 Pferde mehr zurück in einen Verbrenner. Viel zu unkomfortabel.

Farnsworth

Was hab ich mich mit Studien beschäftigt…. mal so mal so… Und nun fahr ich seit 2 Monaten den eSoul und möchte diesen Fahrkomfort nicht mehr missen! Um Klassen besser als alles vorher!

Jepp, mit mitlerweile sechs E-Fahrzeugen im Familienkreis kann ich das nur bestätigen. Verbrenner sind kpl. aus unseren Interessen verschwunden, quasi nur noch heiße Luft..;()

Natürlich ist mein neuer ein BEV. Da wo ich mit dem Fahrrad hinkomme, komme ich auch mit dem BEV hin. Ist ja nicht die Frage BEV oder Verbrenner. Sondern die Antwort lautet BEV und Verbrenner oder als Alternative, wenn man nicht 2 + x Autos besitzt, ein PHEV. Das Beste aus beiden Welten bekommt man nur in beiden Welten. Der BEV ersetzt derzeit nicht den Verbrenner in Deutschland Er ergänzt ihn. Auf Deutschlands Straßen fahren zum 01.12.2020 lt. KfZ Zulassungbericht 400 000 Autos mehr als zum 01.12.2019, was in etwa den BEV Zulassungen entspricht. Die kommen on Top, als Zweitwägen dazu.

So ein Schwachsinn… Viele Menschen die sich ein E Auto kaufen sind Umsteiger. Sprich ersetzen ihre Verbrenner Erstwagen durch ein E Auto. So sind auch wir vor 3 Jahren von einem Caddy Maxi auf einen Ioniq umgestiegen. Inzwischen ist es sogar so dass sich mein Verbrenner Zweitwagen die Schlappen platt steht weil ich Inzwischen zu geizig für jeden Liter Sprit bin. So günstig wie mit dem Ioniq bin ich noch nie von A nach B gekommen. Was mich noch davon abhält den Verbrenner zu verkaufen ist einfach die Tatsache dass es ein Subaru BRZ ist und mein Spaßfahrzeug.

Mag Ausnahmen geben. Bei mir gilt Verbrauchskosten 2020 auf 20244 gefahrenen km 1041 Euro Tankausgaben. Das waren 5,14 Euro auf 100 km. Das schaffte mein BEV nur solange er subventioniert (Arbeitgeber oder Hotel, …. ) laden konnte, oder die PV statt Einspeisung. Schon bei 27 Cent an der Hausleitung kam mir der Verbrauch des BEV 2020 teurer. Von laden an einer Ladesäule zu sagen wir 35 Cent ganz zu schweigen. Mag 2021 anders sein. Aber dann fahre ich halt mehr BEV. Bei gleicher Ladung, gleicher Fahrweise saugt der BEV 20 kWh. Der Verbrenner 5 Liter.

Was fährst du? Der Ioniq gibt sich mit 13 kWh/100km zufrieden. Sommer 1 kwh weniger.

Wie rechnen Sie dabei den Service (Ölwechsel usw.) in die Betriebskosten, wenn Sie sich den Verbrenner billigrechnen?
20kWh bei ca. Tempo 100 (wegen den 5 Litern des Verbrenners bei gleicher Fahrweise)? Was fahren SIe für einen BEV, E-tron?

Es geht nur um Verbrauch. Nicht um KfZ Steuer nicht um Service und so weiter. Mein Auto hat in 6 Jahren auf 250 000 km knapp Euro Verschleiß Wartung ausgewiesen. Davon Reifen 2000 Euro 2 Winter 4 Sommer nachgekauft. Bev haben ja keinen Reifenverschleiß. Kaputte Frontscheibe Steinschlag. 600 Euro. BEV haben ja keine Frontscheiben oder brechen nicht. Siehe Teslas unbrechlicher Pick Up Scheibe und Musks Stahlkugel. Zwei Stoßdämpfer hinten 200. BEV haben keine Stoßdämpfer? Angefahrener Aussenspiegel. 200 Euro.
Mein BEV hat auch Aussenspiegel.
Kaputter Querlenker. 200 Euro.
BEV haben ja keine Querlenker.

Die einzigen Verbrenner typischen Kosten waren die 250 000 km 8 Inspektionen 8 ×120 =960 Euro inklusive ÖL und Filter.
Mein BEV hat auch ein Inspektionsheft.
Dann weiter
400 Euro Zahnriemen beim 230 000 Kundendienst und einmal Wasserpumpe bei 230 000 km 200 Euro.
Dann noch 250 Euro für die Bremsen Klotz und Scheiben.
Dann 180 Euro für 2 Mal TÜV.
Der Rest sind Autowäschen und Pflege.
Jetzt könnt ihr ja mal selbst rechnen, was ich mir da beim BEV einspare.
Aber die BEV haben ja das alles nicht.
Die Fantastereien kenne ich zu gut.
Mein BEV kommt bei 250 000 km selbst auf knapp 5000 EURO Unterhalt bei gleicher Historie.
Also sind das pro Jahr oder 50 000 km satte 200 Euro Einsparung.

Soll knapp 6000 Euro heißen

Gratulation zu den 20244km im letzen Jahr !! Aber schon mal dsran gedacht, dass durch die 5l/100km 2,6to CO2 freigesetzt wurden, für deren Bindung ca. 210 ausgewachsene Buchen nötig sind!! Es geht bei E-Mobilität nicht primär darum, wie man 20 tkm am billigsten bewältigen kann, sondern wie dabei die Umwelt am wenigsten belastet wird !!
Vielleicht mal aufwachen – wir haben weniger als 5 vor 12 !!

Wir hatten immer nur ein Fahrzeug. Und wird sind direkt vom Verbrenner (Peugeot 308 SW Diesel) umgestiegen auf ein Elektrofahrzeug. Erst BMW i3 und jetzt Kona electric. Wenn sich jemand ein BEV zulegt, dann wird allenfalls der Verbrenner zum Zweitfahrzeug. Der hat nämlich kein Spasspedal und ist kompliziert zu fahren. Immer dieses „Benzin umrühren“ und die ständigen Lastwechsel – das ist mega mühsam.

Finde ich super, wenn man mit einem Auto auskommt. Wir haben 5 Autos, 2 Motorroller, und 5 Fahrräder. Von den 5 Autos sind 4 Verbrenner und 1 BEV. Wenn wir über 200 km, das ist dann Normalerweise Autobahn, einfach fahren, fahren wir Verbrenner. Unter 20 km einfach Fahrrad. Bis 50 km einfach Roller. Der BEV kommt lediglich zum Einsatz, wenn wir was transportieren müssen wie Wochenendeinkauf beim 5 km entfernten Supermarkt. Solange ich in Tschechien unter 1,10 pro Liter Diesel zahle, ist Laden an der Ladesäule zu 35 Cent teurer. Ach ja und bei Shitewetter gibt es ganz selten BEV statt Zweirad.

Seid ihr Sammler?

Nein, nur 5 Fahrer in der Familie und die Autos sind zwischen 6 und 8 und von 16 bis 18 Uhr parallel unterwegs. Autos kosten ja nichts. Da hat natürlich jeder sein eigenes.

Ich hätte es mal für gut befunden, wenn der Mensch auf Massentierhaltung verzichten würde, da spart man viel mehr CO2 ein.
Aber das bringt nicht so viel Geld, wie die scheiß Co2 Steuer ! Zudem geht der Klimawandel wieder am meisten auf den Geldbeutel der kleinen Leute!
“ Diesel geht nicht“ aber an Silvester böllern bis der Arzt kommt ist wieder ganz normal…
Mal überlegen wie viel Feinstaub da freigesetzt wird!! Ich kann mich nur wundern …..

“Diesel geht nicht“ aber an Silvester böllern bis der Arzt kommt, ist wieder ganz normal …

Wirklich? Wo wohnst Du?
In meinem Umfeld (Stadtrand Großstadt) gab es zu Silvester geschätzt gerade mal 1/10 der sonst üblichen Gesamt-Böller-Menge! –> Sehr angenehm!

CO2 ist im Grunde nicht schlecht, Pflanzen brauchen es, nur wenn Regenwald abgeholzt wird, dann fehlt eine große Pfanzenmasse, die CO2 aufnehmen kann. Aber die Länder mit Regenwald haben viele Einwohner und die wollen alle etwas vom Wohlstandskuchen abhaben, dafür müsste der Rest sich einschränken.

Aber Tierhaltung und Verbrenner stoßen ja nicht nur CO2 aus, sondern auch Methan, Ammoniak, Lachgas, verschiedene Stickoxide usw. – also muss neben CO2 noch eine ganze Reihe von Stoffen in Zukunft reduziert werden. Umstieg auf E-Autos ist der eine Teil, weniger Fleisch und weniger Bauflächen der andere.

Ich habe kein Problem damit, dass es Menschen gibt, die die E-Mobilität ablehnen. Dann reicht die Produktionskapazität wenigstens einigermassen für die, die ein E-Auto wirklich wollen.

Im Grunde wird das wie beim TDI laufen. Zuerst wurden die Käufer ausgelacht ‚Ich will doch keinen Traktor Fahren!‘. Jetzt wehren sich genau die gleichen Personen mit Händen und Füssen dagegen, den TDI wieder aufzugeben. Man hat sich eben daran gewöhnt jeden Tag mindestens 10.000 Kilometer ohne Pause durchzuballern…

edit Tippfehler

Last edited 3 Monate zuvor by Silverbeard

Ich habe kein Problem damit, dass es Menschen gibt, die die E-Mobilität ablehnen. Dann reicht die Produktionskapazität wenigstens einigermassen für die, die ein E-Auto wirklich wollen. […]

Sicher?
Ich bin nach >35 Jahren verantwortlicher Wirtschaftstätigkeit aber doch mehr davon überzeugt, dass »Produktionskapazität« ja eher nicht statisch ist:

  • Volle eAuto-Auftragsbücher steigern Maßnahmen zur Erhöhung der Produktion …
  • Halden unverkäuflicher Verbrenner 1) bewirken wohl eher das Gegenteil!

Eine spürbare Bepreisung von CO2 (100€/t) täte ein Übriges!

1) im Gebrauchtmarkt jedenfalls schon „weithin“ sichtbar.

Studie oder Gutachten? Bei einem Gutachten achtet man gut drauf, was raus kommt. Darum heisst es ja auch so. Bei Studie will man was studieren, also lernen.

Wo soll eigentlich der Strom für die Autos herkommen? Sämtlicher Wind und Solarstrom wird ja heute bereits komplett aufgebraucht und deckt dabei noch nicht mal den Bedarf der festverdrathteten batterielosen Verbraucher in Deutschland. Und jetzt sollen alle Leute tonnenschwere Batterien mit Auto drum herum kaufen, die später Sondermüll sind und deren Ladestrom bei Flaute oder Nachts und nach 2022 nicht vorhanden ist, wenn gut 20 Gigawatt abgeschaltet werden?

Mal die Politiker fragen woher sie den Strom für den ganzen Wasserstoff und die E-Fuels nehmen wollen, deren Nutzung in Fahrzeugen von der Wasserstoff- und E-Fuels-Lobby so gelobt wird.

Zur Herstellung dieser beiden Stoffe wird das 3 bis 5-Fache an Strom gebraucht wie bei der direkten Speicherung des Stroms in Batterien und jetzt beklagen sich ausgerechnet die Wasserstoff- und E-Fuels-Lobbyisten, dass es gar nicht genug Ökostrom geben würde – diese durchschaubaren Heuchler.

Wer bremst denn den Stromtrassenausbau vom Norden in den Süden? Es sind gerade die, die den günstigen Ökostrom wollen. Es führen Autobahnen von Nord nach Süd, mit viel Lärm und Abgasen, hier könnte man kilometerweise Stromkabel im Erdreich verbuddeln und müsste dies nicht querfeldein tun.

Wer bremst den Windkraftanlagenbau an Land? Vor allem die Poltiker aus Bayern mit ihren Regeln, die fast alle Flächen für die Windkraftnutzung ausschliessen, aber massenhaft neue Gewerbegebiete ausweisen.

Die Politik lässt sich gerne für Umweltschutz feiern, aber hintenherum – mit Lobbyisteneinflüsterung – behindert sie den Umweltschutz oder stellt ihn auf den Kopf wie bei der Förderung von Plugin-Hybriden. Oder sie behindert den Neubau von Windkraftanlagen und belastet teilweise den eigengenutzten PV-Strom durch die EEG-Umlage.

Gerne werden auch Bürokratie-Monster ausgebaut, damit viele Leuten der Umweltschutz verleitet wird.

Wenn Schuldige für zu wenig Ökostrom gesucht werden – die sitzen im Berliner Reichstagsgebäude.

Korrektur:

Gerne werden auch Bürokratie-Monster ausgebaut, damit viele Leuten der Umweltschutz verleidet wird.

Nachtrag:

Es bedarf Millionen „kleiner Leute“, um den Umweltschutz voran zu bringen.

Von der deutschen Politik darf man da nur wenig erwarten, die reagieren nur, wenn „Die Grünen“ wieder einen Stimmenzuwachs bei den Wahlen bekommen oder wenn die EU mit Srafzahlungen der Wirtschaft kräftig Druck macht.

Bei VW haben wohl auch die 32 Mrd. Euro an bisherigen Strafen für den „Schummel-Diesel“ und die strengeren EU-Vorgaben bei den Abgase geholfen, damit der Konzern jetzt zum E-Auto wechselt.

Auch für die Batterien, die später übrigens tonnenschwerer Sondermüll sind, ist kein Strom da. Wobei H2 zu erzeugen nicht den dreifachen Energieaufwand erfordert. Sondern nur minimal weniger effizient ist. Der Wirkungsgrad der Elektrolyse reicht bis 85%. Also bitte keine Fake-News verbreiten.
Und in Bayern Windkraftanlagen aufzustellen ist wenig sinnvoll, da fast ganz Bayern eine Schwachwindregion ist. Hier weht es fast nie. Wenn ich an aufgestellten WKW vorbeifahre, stehen die meistens.
Daher muss der Strom im Norden erzeugt werden und per Stromtrassen transportiert werden.
Das die Trassen nicht parallel zu Autobahnen gebaut werden, verstehe ich auch nicht.
Das ganze Konzept ist nicht reif, um so einen Lärm zu machen und so eine Planwirtschaft darauf aufzubauen, dass wir jetzt alle tonnenschwere E-Autos fahren müssen. Ganz im Gegenteil wird der Schuß ganz gewaltig nach hinten losgehen.

„Der Wirkungsgrad der Elektrolyse reicht bis 85%.“

Aber nur unter ganz optimalen Bedingungen bei Versuchsanlagen – und in der Praxis?

Die Unternehmen aus dem Gas- / Wasserstoff-Bereich rechnen mit 55 kWh Strom pro kg Wasserstoff und was soll die Elektrolyse-Anlage mit der Abwärme im Sommer anfangen?

Es kommt normalerweise keiner auf die Idee die Batterien als Sondermüll zu entsorgen, die kommen erst als stationäre Batterien in die Zweitnutzung und dann ins Recycling, wo der Großteil des Materiels wiederverwendet wird. Von Sondermüll reden nur die E-Auto-Gegner.

Wenn in Bayern kaum Windkraftanlagen stehen, dann liegt es vor allem an der Politik, aber nicht am fehlenden Wind und Windkraftanlagen an Land produzieren den günstigeren Oköstrom.

Die Windkraftanlagen auf dem Meer werden vor allem deshalb gebraucht, weil auf dem Meer mehr Wind und weniger Flaute herrscht, auch wenn der kWh-Preis des Stromes höher ist.

„Wenn ich an aufgestellten WKW vorbeifahre, stehen die meistens.“

Hier kommen smarte Ladestationen, z.B. beim Arbeitgeber, oder die smarte Wallboxen zuhause ins Spiel, in beiden Fällen stehen dort die E-Autos längere Zeit. Wenn nun ein Stromüberangebot ist, dann muss die Windkraftanlage nicht abgeschaltet werden, sondern sie läuft weiter und füllt die Batterien der E-Autos – zuerst die, die mehr Kilometer am Tag fahren.

E-Autos müssten nicht tonnenschwer sein, hier sollte die Politik noch einen Größen- und Gewichtsfaktoren einführen – E-Autos bis Länge X, Gewicht Y und kWh Z geniessen viele Vorteile.

Die Vorteile der kleinen und leichten E-Autos könnten z.B. sein: Lebenslang keine Kfz-Steuer, keine Citymaut, keine Parkplatzgebühren auf öffentlichen Flächen und evtl. freies parken und laden vor Geschäfen in der Innenstadt. In Japan gibt es die Kei-Cars.

Als Kei-Car (jap. 軽自動車, keijidōsha wörtlich „Leichtautomobil“) werden in Japan Kleinstwagen bezeichnet, für die Hubraum– und Größenbeschränkungen gelten.

Sie bilden die mit Abstand beliebteste Fahrzeugklasse in Japan. Eine staatliche Förderung durch finanzielle Anreize bei Steuern, der Maut und Parkkosten sorgen neben der Befreiung zur Nachweispflicht eines eigenen PKW-Stellplatzes und der geringen Unterhalts- und Anschaffungskosten für eine hohe Nachfrage. 2020 waren 40 % der zugelassenen japanischen Autos Kei-Cars.

(Quelle: Wkipedia)

Sie scheinen informativ auch nicht über ihren alten Stammtischrand blicken zu können, Herr Doktor:.

Wenn wir aufhören, Öl zu raffinieren, haben wir alle Elektrizität, die wir brauchen, um elektrisch zu fahren. Zitat E. Musk,
der ist ein klein wenig besser informiert als Sie, denn die Ölindustrie ist einer der größten Stromverbraucher weltweit. Der Öldreck verpufft mit 20 % „Effizienz“ in der Atmosphäre – unrecycelt versteht sich!

Akkus werden in neuen Geschäftsfeldern zukunftsorientierter Unternehmen nahezu zu 100 recycelt, nach dem sie mit enorm langer Lebensdauer im 2.Live als stationäre Speicher eingesetzt wurden.
Neue Akkugenerationen halten mit 1 Mio. km. Die könnten dann sogar in anderen Fahrzeugen weiter gefahren werden.

Selten noch solch eine überholten, alten Stuss gelesen. Ach kommen Sie, so dumm können Sie doch bei dem Titel gar nicht sein. Da steckt vermutlich anderes dahinter..

Beste Grüße
B.

Wenn wir aufhören, Öl zu raffinieren, haben wir alle Elektrizität, die wir brauchen, um elektrisch zu fahren. Zitat E. Musk„. Nicht schlecht. Woher soll denn die Elektrizität kommen? Und wann ist es so weit? Und wie viel ist es und wer macht alles mit?
Prinzipiell bin ich ein Fan der E-Mobilität und wir haben auch 6kWp auf dem Dach. Allerdings: ist in dem gesamten Konzept noch massiv der Wurm drin.
In Deutschland werden für die E-Flotte ca 200TWh pro Jahr gebraucht. Regenerativ werden gegenwärtig 125TWh erzeugt. Diese werden aber heute vollständig verbraucht, sind also schon verplant, ganz ohne riesige E-Flotte. Für die zukünftige E-Flotte müsste man die regenerativen Quellen also erst noch erschließen! Geschätzt 30000 neue WKA wären dafür erforderlich.
Und dann sind die festverdrahteten Verbraucher in Deutschland noch nicht mit eingerechnet. Denn 70% des Stroms werden von AKW und KoKW erzeugt und verbraucht. Diese wollen ja weiter versorgt werden und sie sind auch einfacher und billiger zu versorgen, weil sie keinen fetten Akku auf Rädern umherfahren müssen. Wobei sich die Frage stelle, warum man ausgerechnet mit dem kompliziertesten, kabellosen Verbraucher anfängt, dem Auto das 200-800kg Batterien schleppen soll.
Von den Konventionellen KW, die 2020 242TWH erzeugt haben (Wegen Lockdown sehr wenig, übrigens), sollen Ende 2022 gut 20GW = 175,2 TWh/a (Nennleistung) abgeschaltet werden, also Stand 2020 fast 70% (Wegen Corona-Ende wird das Verhältnis 2022 nicht mehr so krass sein).
Es soll also viel mehr als überhaupt an Windkraft bereitsteht abgeschaltet werden, bei gleichzeitig steigendem E-Flottenverbrauch, der gar nicht gedeckt ist, und wobei auch noch nicht mal der Strom für die Festverdrahteten, stationären Verbraucher regenerativ gedeckt ist. Ganz zu schweigen von Öl und Gas Heizungen, die einfach durch Wärmepumpen ohne Batterie ersetzt werden könnten….
Genaugenommen soll Ende 2022 die Energiemenge vom Netz genommen, die 71% der Energie entspricht, die letztes Jahr regenerativ erzeugt wurde (246TWh, https://strom-report.de/strom/). Ohne aber für einen entsprechenden Ausbau der Regenerativen zu sorgen.
Daher werden wir massiv Strom aus dem Ausland hinzukaufen müssen. Kohle und Atomstrom.

Daher bei aller Liebe zur Elektrifizierung als Elektroingenieur, würde ich bei der ganzen Sache gerne mal nach einem PLAN fragen, denn der ist überhaupt nicht zu erkennen, wie das alles funktionieren soll. Aber sowas von gar nicht.
Bzgl. dem wünschenswert hohem Anteil an tollen Batterierecyclings bin ich mal gespannt, wann es soweit sein wird. Denn momentan ist der Neubau aus geschürften Rohstoffen immer noch günstiger als das Recycling, so gut auch immer es auch in den Testanlagen klappt. Bis dahin werden die meisten Akkus einfach in den Hochofen geworfen.
Bitte mir nicht übelnehmen, dass ich das so nüchtern rechne, aber einfach so weiter machen wird uns in unzählige Blackouts führen, oder die E-Autos bekommen 2023 einfach keinen Strom mehr an den Ladestellen, weil die Industrie einfach Vorrang hat. Klasse ist es dann, wenn man mitten in der Pampa steht und eigentlich irgendwo hin weiter will. – Viel Spass beim Urlaub an der Ladestation, kann ich da nur wünschen.
Das muss man unbedingt verhindern, und das klappt bestimmt nicht mit der Abschaltung von 20GW Kraftwerkstleistung.
VlG.

Wie kommen Sie auf die 200TWh, welche die komplette E-Mobil Flotte in Deutschland in Zukunft brauchen wird?

Wieviele Tonnen Papier muss der grosse PLAN haben, bevor Sie als Elektroingenieur Hand an die Sache legen würden und wann schätzen Sie würde so ein grosser PLAN ausgearbeitet sein ?

Sie zeichnen ein Horroscenario an die Wand und stecken den Kopf in den Sand, ja sogar man soll es gar nicht erst versuchen und am Ende es muss unbedingt verhindert werden. Dann wird halt der Status Quo so bleiben wie er ist. Jeder get weiterhin mit seinem Verbrenner in die Ferien wie die letzten 50 Jahre schon. Schöne Aussicht für unsere Kinder.

Welch ein Unterschied im Denken zweier Ingenieure: Sie vs. Musk. Könnte unterschiedlicher wohl nicht sein.

Bruford und Daniel W. sehen Lösungen. Sie sehen überall immer nur Probleme.

Ja immer diese Ausagen. Der Eine euphorisch PRO und ein Anderer abwartend. Momentan lies tan von einem Rückrif von ca. 150.000 TESLA und man liest auch das: https://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/autobauer-ist-brutal-ueberbewertet-faire-bewertung-bei-tesla-nicht-mehr-in-diesem-jahrzehnt_id_12864133.html . Für mich ist es spannend zu erfahren, wie man die Rückrufaktion bewältigt. Ach ja, Pläne sind noch lange keine Lösungen, vor allem dann, wenn die Langzeiterfahrungen fehlen. Einer hat neue Rezepte, der Anderen nicht nur das, er hat dazu die ganze „Küche“ und ich bin der Meinung daruf kommt es an.

Interessant ist ja zu dem, dass unsere großen Stromkonzerne quasi unisono (div. Statements) überhaupt keine Probleme zur E-Mobilität sehen. Die werden somit doch alles dafür in die Wege leiten, dieses Geschäft der Ölmulits zu übernehmen.

Das ist auch nicht verwunderlich, denn lt. ‚US-Department of Energy‚ beträgt nach einer Neubewertung der Bereitstellungsvorketten für Kraftstoffe der Energieverbrauch pro Liter erzeugtem Diesel sage und schreibe 7 kWh! Die Herstellung von 6 Liter Diesel benötigt somit 42kWh. Damit fährt ein BEV ohne Abstriche an Komfort 200 km…

Ich vermute mal hinter dem Dok. jemand aus der unverbesserlichen Altherrenriege, die sich oft zur Zukunft der eigenen Enkel gedankenlos, man könnte auch sagen verantwortungslos verhalten, nur um lernunfähig und rechthaberisch ihren alten überholten Doktrinen hinter her zu argumentieren. Fremdschämend wird’s immer, wenn jemand es nötig hat, in solchen Kommentaren als „Dr.“ zu schreiben.
Wir sind hier im Büro 4 Wissenschaftler und konnten alle nur noch mit dem Kopf schütteln bei dem Aufwand an sinnlosem Geschreibsel.

Vielen Dank für Ihre interessanten Angaben sowohl in diesem als auch in den vorangehenden Beiträgen.
Ich wollte mich nicht so direkt ausdrücken, aber meine Gedanken gingen in dieselbe Richtung.

Die Welt verändert sich sehr schnell, für manche viel zu schnell. Auch ich muss freimütig zugeben, dass sie das auch mür mich immer öfter tut. Aber, wie leben in einer spannenden Zeit, die einen erneuten Technologieschub bringen wird.

Die Menschheit wird mit Ereignissen konfrontiert, ob selbst verschuldet oder nicht, die es immer öfter erfordern, Lösungen zu finden, für die wir keine Blaupause haben und für die wir ein agiles Verhalten an den Tag legen müssen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die aktuell Corona Pandemie. Für mich befinden wir uns in einer state of emergency. Da kann man geteilter Ansicht sein, ich empfinde so. Ich glaube, so richtig ist es den meisten von uns ab November 2020 bewusst geworden. Wir haben keine Zeit, um uns einen PLAN zurechtzulegen. Insbesondere dann nicht, wenn wir es mit einem Gegner zu tun haben, der sich höchst flexibel verhält, wie wir seit kurzem wissen. Dieses Ereignis zeigt für mich ganz deutlich, wie agil wir in der Zukunft unterwegs sein müssen, um die kommenden Herausforderungen meistern zu können. Eine davon wird das Klima sein.

In diesem Zusammenhang muss ich immer wieder auf den folgenden Satz hinweisen, ganz egal wer in formuliert hat, eigentlich ganz allgemein klingt, dennoch aber sehr gezielt einen Lösungsansatz aufzeigt, den wir sehr ernst nehmen sollten.

accelerate the World’s transition to sustainable energy

Nun, ich denke, dass Sie genau erkannt haben, worauf ich eigentlich hinaus wollte, als ich Herrn Keibel die Frage nach der von ihm genannten Grösse von 200 TWh (alleine für die ganze Fahrzeugflotte in Deutschland) gestellt habe.

Wenn man davon ausgehen würde, dass weiterhin ca. 50 Millionen Autos, in diesem Fall dann E-Autos, mit einer jährlichen Kilometerleistung von 20,000 km und einem Durchschnittsverbrauch von 20 kWh/100 km unterwegs wären, dann käme man genau auf diese 200 TWh Energieaufkommen, das dann nachhaltig erzeugt bereitstehen müsste. Ich hoffe, ich habe richtig gerechnet. Mit 20 kWh/100 km habe ich mal einen eher hohen Wert angenommen. Es gibt diverse Fahrzeuge, die bereits heute schon Werte von 14 kWh/100 km unterschreiten, und das auf das ganze Jahr hinweggesehen.

Ich behaupte jetzt einmal, dass in 10 Jahren eher weniger Autos auf unseren Strassen unterwegs sein werden.

Wieso sehe ich das so? Viel mehr Menschen sehen keine Notwendigkeit mehr ein Auto zu besitzen. Viele Menschen werden nur noch in Ausnahmefällen ein Auto benötigen, das sie dann entweder in einem Parkhaus, wo es genügend Ladestationen gibt in Empfang nehmen können oder ähnlich. Sie werden die Politik zwingen, die Städte weitgehend autofrei zu gestalten und eine andere nachhaltige Verkehrsmittel zur Verfügung stellen. Das basiert nicht auf meinem Wunschdenken, sondern das ist ein Trend, den ich in meiner Heimatstadt Zürich (grösste Stadt in der Schweiz) ganz klar erkennen kann. Wenn ich die Augen offen halte und den Leuten, mit denen ich zusammenarbeite, aufmerksam zuhöre, dann bin ich überzeugt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis so ein Zustand in jeder modernen Stadt eingestellt haben wird. Ganz einfach, weil sich dann eine genügend grosse Mehrheit dafür aussprechen wird.

Also, bevor wir Verbrauchswerte aufstellen, die möglicherweise nicht mehr den Bedürfnissen der Menschen entsprechen, sollten wir auf keinen Fall mit diesen Werten versuchen die Zukunft im Energiesektor zu definieren. Wie ich schon sagte: in einer pluralistisch, freiheitlichen Gesellschaft werden die Menschen sich immer wieder neu positionieren und klar zum Ausdruck bringen, was sie vom Leben erwarten und was sie nicht mehr haben wollen. Ich weiss, das führt vielleicht ein bisschen zu weit, ist aber meiner Meinung sehr wesentlich. Ich gehe davon aus, dass Energie ein erschwingliches aber dennoch kostbar bleiben muss, damit die Menschen nicht so verschwendungssüchtig damit umgehen werden, wie sie das mit dem Öl getan haben und ja noch immer tun.

Also wir sollten davon ausgehen, dass sich der Status Quo nicht halten wird und dass wir deshalb Leute brauchen, die sich nicht scheuen, diesen Status Quo in aller Deutlichkeit infrage zu stellen. Die keine Angst haben genau diese Dinge anzupacken, bei denen Andere immer sagen „geht nicht“ und tausend Ausflüchte suchen, wieso das nicht gehen soll, und dann eben in der Schlussfolgerung ein Szenario entwickeln, das dem Normalbürger eh als nicht durchführbar erscheinen muss.

Solche Leute sind keine Götter, auf keinen Fall. Weder Steve Jobs war es, noch Elon Musk ist es. Diese Leute versprühen einfach einen gewissen Spirit Dinge anzupacken und diese dann auch umsetzten. Dabei müssen wir uns aber immer Bewusst sein, dass niemandem Alles gelingen kann. Aber wer nicht zumindest versucht nach Lösungen zu suchen, hat vorher schon verloren.

Es ist dabei keine Schande zuzugeben, dass man nicht zu dieser Art von Personen angehört. Aber man sollte diese Leute, die so eine Gabe haben in jeder Hinsicht unterstützen, egal wer es dann auch immer sein mag und ganz wichtig: Es sollte uns nicht interessieren, ob wir diese Person leiden können oder nicht. Da kann man bei Elon Musk durchaus unterschiedlicher Ansicht sein. Fair game.

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