Strom frei für ersten Schnell-Ladepark in Mannheim

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Strom frei für ersten Schnell-Ladepark in Mannheim

Das Energieunternehmen MVV schlägt ein neues Kapitel der Elektromobilität auf: In direkter Nähe des Hauptbahnhofs entsteht derzeit der erste Schnell-Ladepark für Elektroautos in Mannheim. Auf dem Parkplatz P4 (Keplerstraße/Ecke Galileistraße) nimmt MVV nun die erste von insgesamt fünf „High Power Charging“ (HPC) Ladesäulen in Betrieb. Diese verfügen über jeweils zwei Ladepunkte und machen ein Aufladen mit bis zu 300 Kilowatt möglich. Damit eignen sie sich ideal für die neue Generation von Elektroautos mit größeren Batteriekapazitäten und höheren Anforderungen an schnelles Laden. Mit dem HPC-Park geben MVV und die Stadt Mannheim zugleich den Startschuss für die dritte Ausbaustufe des Projekts MaLIS („Mannheimer Ladeinfrastruktur“).

„Für die Akzeptanz von Elektromobilität ist neben einem engmaschigen Netz an Ladestationen auch die Verkürzung des Ladevorgangs unabdingbar“, sagt Ralf Klöpfer, Vertriebsvorstand der MVV Energie AG. „Unser Ziel ist es, allen Mannheimer Bürgern eine Schnell-Ladestation für Elektroautos im Umkreis von wenigen Minuten von ihrem Zuhause zur Verfügung zu stellen.“ Geplant seien weitere Standorte im Stadtgebiet Mannheim, in der Region sowie an wichtigen Ein- und Ausfallstraßen in Autobahnnähe. Besonderes Augenmerk liege auf verkehrsgünstiger Lage oder nahe liegenden Einkaufsmöglichkeiten. Parallel dazu würden die Voraussetzungen im Stromnetz geschaffen, um den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur sicherzustellen, so Technik-Vorstand Dr. Hansjörg Roll.

Bürgermeister Christian Specht betonte, Mannheim wolle den Umstieg auf Elektromobilität so einfach und komfortabel wie möglich gestalten. „Im Optimalfall lädt man für eine Fahrtstrecke von 100 Kilometern sein Auto gerade mal rund 10 Minuten.“ Damit würden E-Autos noch attraktiver – gerade für Bewohner von Mehrfamilienhäusern, die keine eigene Säule oder eine Lademöglichkeit in der Firma haben.

Zugang zum neuen Schnell-Ladepark sowie die angeschlossenen Standort-Partner gibt es über die kostenlose App „MVV eMotion“. Beim Laden über diese App kostet die Kilowattstunde 45 Cent – hinzu kommen die vor Ort anfallenden Parkgebühren. Auch ein Direktladen per QR-Code auf der Ladesäule oder via Internetlink ist möglich – die Kosten dafür hängen vom jeweiligen Roaming-Anbieter ab.

Seit dem Jahr 2017 baut MVV in Abstimmung mit der Mannheimer Verwaltung die Ladeinfrastruktur für E-Autos kontinuierlich aus. Ziel ist dabei eine möglichst breite Verteilung der Säulen im gesamten Stadtgebiet. Im Zuge bereits abgeschlossener Projekte sind bereits 124 normale Ladepunkte (AC) sowie zwei Schnell-Ladepunkte (AC und DC) in Betrieb. In der aktuellen dritten Stufe setzen das Energieunternehmen und die Stadt einen Schwerpunkt auf DC-Schnell-Ladesäulen. Am Ende soll es in Mannheim und der Region insgesamt 176 Ladepunkte mit einer Gesamtleistung von mindestens 6755 Kilowatt geben.

Alle Ladesäulen sind in das regionale e-Mobilitätsnetzwerk TENK integriert, das MVV im September 2020 gemeinsam mit TWL und den Stadtwerken Heidelberg in Abstimmung mit den Städten Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg ins Leben gerufen hat. Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos, die über eines der drei Energieunternehmen einen Ladestromtarif beziehen, können an über 180 TENK-Punkten laden, ohne sich mit unterschiedlichen Zugangs- und Bezahlsystemen beschäftigen zu müssen.

Quelle: MVV – Pressemitteilung vom 21. Januar 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Parkgebühren beim Laden, das klingt nicht gerade attraktiv. Beim Tanken von Kraftstoff bezahlt niemand Parkgebühren. Deshalb laden am Supermarkt ist der richtige Weg.

Mit scheint, viele fahren im Kopf immer noch zur Ladestelle so wie zur Tankstelle. Laden am Supermarkt ist in der Tat viel sinnvoller, gerade für den häufig genannten Mieter ohne eigene Säule.

@ Horst
Natürlich ist das sinnvoller, die Supermärkte wollen aber nicht mehr als 2 Parkplätze dafür zur Verfügung stellen.

Ich finde das ein ganz tolles Gesamtkonzept, mein dickstes Lob dafür. 45c für HPC-Laden, das ist doch ein fantastischer Preis, da zahl ich die 2€ Parkgebühr gerne und wechsel auch den Stromanbieter. Die Frage ist natürlich, welche Kalkulation dahinter steckt, also ob sich dieser Preis halten lässt. Ein Vergleich mit den quersubventionierten Tesla-Chargern verbietet sich.

Rechne Dir das mal hoch was Dich dann 100km kosten 38c ohne Parkgebüren reicht aus.

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