Stellantis will künftig ohne Hilfe von Tesla CO2-Ziele erreichen

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Wie Stellantis erstmals in einem Interview durch deren CEO Carlos Tavares und dem französischen Magazin Le Point enthüllte, benötigt das Unternehmen künftig nicht mehr die Hilfe von Tesla, um die eigenen CO2-Ziele zu erreichen. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der EU-Flotte könne nun aus eigener Kraft erreicht werden. Automobil Analyst Matthias Schmidt kann dies nun offiziell bestätigen, indem erEU-Daten präsentiert, die letzte Woche veröffentlicht wurden.

Tesla, der vollelektrische Pkw-Hersteller aus Kalifornien, der von Elon Musk geleitet wird, tritt für 2021 nur noch in einem offenen Pool mit Honda auf. FCA muss noch in einen gemeinsamen PSA/Opel/FCA-Stellantis-Pool aufgenommen werden, was wahrscheinlich nur noch eine Formalität ist. Anfang letzten Jahres, während einer Investoren-Telefonkonferenz, bevor Tavares das Le Point-Interview gab, sagte FCA, dass sie erwarten, 300 Millionen Dollar zu zahlen, um die globalen regulatorischen Emissionsziele im Jahr 2021 zu erfüllen, wobei ein Teil dieser Summe einen Pool mit Tesla in Europa bilden wird.

Wie der Berliner Analyst feststellt machen regulatorische Gutschriften laut Teslas eigenen Finanzdaten einen großen Teil der Quartalseinnahmen von Tesla aus. Allein gut 0,5 Milliarden Dollar entfielen im ersten Quartal 2021 auf globale regulatorische Gutschriften, die an die Kalifornier gezahlt wurden und 6 Prozent des gesamten Automobilumsatzes im selben Quartal ausmachten. Hierbei handelt es sich um die höchsten Einnahmen in diesem Bereich seit Aufzeichnung des CO2-Pooling durch Tesla. Dies bedeutet demnach auch, dass der Ausstieg von FCA aus dem europäischen Pool nur minimale Auswirkungen zu haben scheint auf Tesla. Zumindest wenn man davon ausgeht, dass die Ergebnisse des ersten Quartals nicht irgendeine Art von vertraglicher FCA-Ausstiegszahlungsklausel enthielten.

Der Volkswagen-Konzern hat gegenüber Schmidt Automotive Research bestätigt, dass er für die nächsten zwei Jahre (2021 und 2022) Emissionsgutschriften zahlen muss, um die US-amerikanischen und chinesischen Emissionsziele zu erfüllen. Das deutsche Unternehmen war jedoch nicht bereit, zu verraten, ob etwas davon an Tesla gezahlt wird, wie Gerüchte in der Szene zuletzt vermuten ließen. Laut exklusiven Informationen sei zudem MG Motors, welches zu Chinas SAIC Motors gehört, für den Zeitraum 2020 bis 2022 dem CO2-Pool des Volkswagen-Konzerns in der EU sowie der Marke SAIC Motors Europe BV beigetreten. Mit der eigenen Marke MG Motors unterstützt man Kooperationspartner VW beim Erreichen der CO2-Emissionsziele in Europa.

Quelle: Matthias Schmidt – FCA officially waves goodbye to its Tesla pool, latest EU data shows

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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dann schauen wir mal wie das Jahresergebnis ausschaut Ende 2021

es bleibt spannend

Würde VW nicht, würde man darob spotten. Wenn dem so ist, so kann mann Tesla nur einmal mehr applaudieren, alles richtig gemacht zu haben. Tesla verändert die Welt, VW auch, aber leider nicht im positiven Sinne.

Stellantis verkauft vorwiegend Verbrenner-Modelle und mittlerweile einige wenige E-Modelle. Wenn damit die Erfüllung der CO2 Zielvorgaben ohne Strafzahlung möglich ist, sind die Zielvorgaben ganz einfach viel zu tief angesetzt.

Also bitte, Tesla hat durch die CO2 Zahlungen nicht einen großen Teil der Quartalseinnahmen erzielt!
ein großer Teil des Quartalsgewinnes ja. Aber der Umsatz kommt schon von den Autos und gute 10% vom Energiegeschäft.

Es ist Stellantis zu wünschen, dass sie sich die Strafzahlungen ersparen und in ihre EMobilität investieren können.

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