Stellantis will erste Atlante-Schnelllader Anfang 2022 eröffnen

Stellantis-Atlante-E-Auto-Schnellladenetzwerk

Copyright Abbildung(en): Stellantis

Es gibt Neuigkeiten zum Schnellladenetz von Stellantis: Wie der Konzern mitteilt wurden die ersten 700 Standorte für das Atlante genannte Projekt identifiziert. Als Ziel gibt der Hersteller an, das größte Schnellladenetz in Italien, Frankreich, Spanien und Portugal aufbauen zu wollen. Desweiteren strebt Stellantis an, die Schnellladestandorte effizient in das Stromnetz zu integrieren und mit Energie aus erneuerbaren Quellen sowie stationären Speichersystemen zur Vermeidung von Lastspitzen zu betreiben. Atlante entsteht in einer Zusammenarbeit zwischen Stellantis, dem italienischen Energieunternehmen NHOA Group und Free2Move eSolutions.

Bis zum Jahr 2030 sollen an gut 9000 Standorten insgesamt 35.000 Schnellladepunkte aufgebaut werden. Als Zwischenziel nennt Stellantis 5000 Schnellladepunkte bis zum Jahr 2025. Von den aktuell bereits identifizierten 700 Standorten sollen 70 innerhalb der nächsten sechs Monate in Betrieb genommen werden.

Der Clou an dem Projekt: Die Projektpartner wollen ein zu 100 Prozent fahrzeugnetzintegriertes (VGI) Netz aufbauen, das mit erneuerbaren Energien betrieben und mit stationären Speichersystemen ausgestattet ist. NHOA verfügt über große Erfahrung auf diesem Gebiet und hat bereits mehr als 1 GWh an Kapazitäten ans Netz angeschlossen.

Stationäre Speichersysteme, oft auch mit Akkus im Second-Life bestückt, gelten als die technisch mit am besten geeignete Lösung, um die schwankende Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen zwischenzuspeichern und bei dann bei Bedarf wieder abzurufen. Je nach Stationsstandort sollen die Atlante-Ladestationen auch mit Dächern samt eingebauten Sonnenkollektoren und Speichersystemen mit Second-Life Batterien ausgestattet werden.

Die Leistung an den Atlante-Ladestationen soll von mindestens 100 kW bis maximal 175 kW variieren. Stellantis spricht davon, seinen Kunden – also Fahrern von E-Autos von beispielsweise Peugeot, Citroen, Fiat und Opel – Vorteile bieten zu wollen. Sprich: günstigere Strompreise als bei Nutzern konzernfremder Modelle. Ähnlich hat auch Ionity, das Schnellladenetzwerk von VW, Audi, Porsche, BMW, Mercedes-Benz, Ford, Hyundai und Kia, seine Preispolitik gestaltet.

Das Atlante-Projekt entsteht in Zusammenarbeit zwischen der NHOA-Gruppe – die als Eigentümer und Betreiber des Netzwerks entwickelt und investiert – und Free2Move eSolutions, dem NHOA-Joint Venture mit Stellantis, das wiederum die Ladetechnologie (Hardware und Software) liefert. Die Ladestationen sollen hauptsächlich in der Nähe wichtiger Autobahn- und Straßenknoten und in dicht besiedelten städtischen Gebieten installiert werden. Mit Atlante wollen die Projektpartner zu dem Ziel der EU beitragen, dass entlang der wichtigsten Fern- und Schnellstraßen künftig alle 60 Kilometer ein Schnellladestandort zu finden ist.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 15.11.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Stellantis kommt ein bisschen spät. Selbst in Frankreich haben Ionity (für alle offen) und TEsla (öffnet vielleicht für alle) Duftmarken hinterlassen und knüpfen ein immer dichteres netz.
VW macht parallel dazu in Zusammenarbeit mit Mineralölkonzernen Dampf.

Stellantis hat bislang kaum oder keine Fahrzeuge im Programm (und vor allem nicht verkauft!!), die sich als Reisefahrzeuge anbieten – also wenig Kundschaft für ein eigenen Ladenetz.
Jetzt zeigt sich, dass PSA u. Co das Pferd vielleicht von de verkehrten Seite her aufgezäumt haben. sie hätte auch mit leistungs- und reichweitenstärkere Modellen und parallel dazu einem HPC-Ladeangebot anfangen sollen.

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