"StasHH": Suche nach Norm für Brennstoffzellen

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1677350401

„StasHH“: Suche nach Norm für Brennstoffzellen

Auf dem Wasserstoff-Sektor tut sich was: Gut zwei Dutzend führende Unternehmen und Organisationen haben sich unter dem Namen „StasHH“ zusammengeschlossen. Sie wollen erstmals eine europäische Norm für Brennstoffzellen-Module erarbeiten, die im Schwerlastverkehr zum Einsatz kommen sollen. Dem „StasHH“-Konsortium gehören laut einer Mitteilung Lieferanten von Brennstoffzellen, Autobauer sowie Forschungs- und Prüfinstitute an – unter anderem sind Toyota und Volvo dabei, Alstom (Bahntechnik), VDL (Busse), aber auch Zulieferer wie Freudenberg oder ElringKlinger.

Laut der Mitteilung des polnischen Busherstellers Solaris, der ebenfalls Teil des Konsortiums ist, wollen die Partner Abmessungen, Leistungsklassen, digitale Schnittstellen, Testprotokolle und Sicherheitsanforderungen für Brennstoffzellenmodule vereinheitlichen. Die Module sollen in Schwerlastfahrzeugen und -maschinen wie Gabelstapler, Busse, Lkw, Züge, Schiffe und Baumaschinen montiert oder integriert werden können. Parallel dazu will sich „StasHH“ dafür einsetzen, dass die Norm später weltweit verabschiedet werden kann.

Die Bezeichnungen für Batterie-Abmessungen haben sich im Laufe der Zeit zur „AA-Typ“-Nomenklatur entwickelt. Das StasHH-Konsortium plant eine ähnliche Vorgehensweise unter dem Namen „HH-Typ“ für Brennstoffzellen-Module einzuführen. Die Allianz erhält 7,5 Millionen Euro Fördermittel von der Europäischen Union im Rahmen des Gemeinsamen Unternehmens „Brennstoffzellen und Wasserstoff“. Das Gesamtbudget beträgt 15,2 Millionen Euro.

„StasHH ist die größte Chance Europas, um den Einsatz von Wasserstoff in der Schwerlastmobilität in Gang zu bringen“, sagt Konsortiums-Koordinator Federico Zenith. Es handele sich dabei um einen Sektor, der wegen des Gewichts, der Kosten und anderer Einschränkungen nicht so leicht über Batterien elektrifiziert werden könne. „Durch die Bündelung verschiedener Märkte und Ermöglichung von Wettbewerb, Massenproduktion und Automatisierung möchten wir einen entscheidenden Beitrag zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und Einsatz neuer Technologien für eine bessere Gesellschaft leisten.“

Quelle: electrive.net / solaris

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „„StasHH“: Suche nach Norm für Brennstoffzellen“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
10 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Europäische Norm für Brennstoffzellen – das gefällt mir ! Damit bekommt die Brennstoffzelle im Fahrzeugbau endlich den langersehnten Todessoß – wurde nach 20 Jahren auch wirklich Zeit !

(Todesstoß – sorry, war die Freude)

„Es handele sich dabei um einen Sektor, der wegen des Gewichts, der Kosten und anderer Einschränkungen nicht so leicht über Batterien elektrifiziert werden könne“.

Was für ein Schenkelklopfer. Als ob die Brennstoffzelle kostenmäßig auch nur in die Nähe einer Batterie kommen könnte. Was das Gewicht betrifft, sind die Vorteile jetzt nicht so dramatisch. Bei PKWs sieht es so aus: Mirai 1925 kg, Model 3 Long Range 1844 kg (plus Fahrer?). Vielleicht sieht es bei den LKW besser aus…

Was das Gewicht betrifft, sind die Vorteile jetzt nicht so dramatisch. Bei PKWs sieht es so aus: Mirai 1925 kg, Model 3 Long Range 1844 kg (plus Fahrer?).

Und jetzt gern nochmal ein Vergleich beider Fahrzeuge mit der möglichen Zuladung 🙂

Wie laufen die BEV eigentlich bei den Temperaturen? Kann man damit im Autobahnstau überleben?

Ja, das kann man. Ich stand letzten mit einem E-Auto mit Winz-Akku 3,5 Stunden in der Kälte (-6°C Scheegestöber). Für 18°C Innenraum hat der ca 1 kW gebraucht. Mit Decke hätte auch die Sitzheizung gereicht, dann braucht der unter 0,2 kW und man kann ewig stehen.

Alter e-up mit 15 kWh-Akku.

Last edited 26 Tage zuvor by libertador

Besser schön ruhig bleiben und einschneien lassen. Schnee isoliert.

Da werden wieder die H2 Hasser vor allem aus dem Tesla Lager + einige Daumen runter , ohne Meinung, aus dem Bus geklopft. Dass auch Lüning und der andere 80 jährige Oesterreicher jetzt dann zu Hochform auflaufen ist absehbar.
Die Letztgenannten verkennen, dass der Bauaufwand für Wasserstofffahrzeuge grundsätzlich ab bestimmtem Leistungsbedarf zum Speichern beim H2 geringer ist als mit einer Batterie. Speichermöglichkeit grösser und das Tanken in den Leistungsbereichen schneller als mit der reinen Akkutechnik. Lüning gibt zwar zu, dass der Wirkungsgrad bei den neuen Komplett – Produktions- und Speicheranlagen wie sie schon in 2 Familienhäusern vorkommen, im Wirkungsgrad gar nicht so schlecht seien, weil da bestimmte Wärmeverluste im Keller direkt verwendet werden um das Brauchwasser gratis zu erhitzen. Aber grundsätzlich fürchtet er sich von der laufenden Aktivität in dem Sektor, weil er seinen Whisky mit dem Semittrack ausliefern möchte.
Grundsätzlich geht es z. Zt. aber darum, alle Möglichkeiten um Co2 einzusparen in ihrer technischen Brauchbarkeit gegenüber zu stellen. Verluste, Wirkungsgrad und vor allem Wirtschaftlichkeit sind da noch gar kein Thema. Die Rentabilität kann sich sehr schnell ändern, vor allem wenn man die Kosten den Strafzahlungen für zu hohen Co2 Wert, gegenüber stellt . Da werden nicht nur die Firmen zur Kasse gebeten, nein auch die Halter solcher Grossfahrzeuge.
Aus heutiger Sicht scheiden, mit scharfem Griffel betrachtet, noch alle Speichermöglichkeiten vor allem Energie vom Sommer auf den Winter zu speichern im kleineren Wohnsektoren oder KMU Betrieb aus.

Bin im Moment daran die PV Anlage auf dem Dach zu verdoppeln. Schliesslich kennt man diese
erprobte Technik seit über 10 Jahren. Damit sofort durch einen Mietvertrag der neuen Dachfläche Bares hereinkommt, steht ein solcher Vertrag mit dem Energieverteiler zur Diskussion. Wir legen natürlich Wert darauf, dass sie den gesamten Strom abnehmen werden und im Winter einen Teil praktisch gratis oder zum vorher vergüteten Einspeisetarif wieder zurück geben.
Fazit: Das ist die momentane Lösung wo es besser ist noch sehr teure Strom-Speicherung den Energielieferanten zu überlassen. Wo dies dann mal erstellt wird, lassen wir offen.Das sollen die entscheiden die mehr Kapital haben, und froh sind regionale Stromerzeuger zu bekommen.

Nein, völlig unmöglich. Wer mit einem BEV in einen Winterstau gerät muss damit rechnen, dass er nach 2 bis 3 Stunden erfroren ist.
Wie kann man so ne blöde Frage stellen?

Quaster, lebst du noch in einer Alphütte? ohne Energie…. Da wirst Du wohl ein Feuer anzünden müssen im Wohnzimmer.
Im E Auto geht das sparsam per Strom. Die haben heute serienmässig eine Wärmpumpe an Bord.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Nio steigert Absatz und Umsatz deutlich
BMW fertigt Cockpit des Elektroautos iX mittels künstlicher Intelligenz
Banken-Lob für E-Plattform von VW
10
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).