Sono Motors stellt Halbjahresbericht aus dem Community-Beirat vor

Sono Motors stellt Halbjahresbericht aus dem Community-Beirat vor

Copyright Abbildung(en): Sono Motors

Vor gut einem halben Jahr hat das Solar-Elektroauto-Start-up Sono Motors beschlossen, seiner Community einen Platz im Beirat einzuräumen. Aufgrund von Corona und anderen Faktoren habe sich die vollständige Zusammensetzung des Beirats zwar verzögert, dennoch gaben die Münchner auch ohne formalen Beirat einen Einblick in das aktuelle Geschehen.

Die Position und Funktion des Community-Beirats ist neu, erklärt Sebastian Böttger seine Position. Zuerst musste Sono demnach Wege finden, wie man sinnvoll zusammenarbeiten kann. Recht schnell habe sich gezeigt, was pragmatisch Sinn macht. Ganz klassisch mit einer wöchentlichen Rücksprache, damit alle auf demselben Stand sind. Von dort gehe es dann in die Details, wie etwa das Einbringen der Community/Kunden-Perspektive in verschiedene Entscheidungen. Eine aktuelle Liste der der Community-Fragen ist hier zu finden, sie umfasst gut 50 Einträge.

Der Beirat sei eine Vertrauensposition, so Böttger weiter. Im Bezug auf den Stand der Entwicklung gebe es eigentlich keine Geheimnisse, schreibt er in einem aktuellen Blogbeitrag. Er könne zwar keine Details ausplaudern, ist aber der Meinung, dass seine Motivation und Begeisterung die Überzeugung ausdrücken, Projekt ein Erfolg wird.

Einige bei Sono fanden es demnach zu Beginn seltsam, dass auf einmal ein Vertreter der Reservierer hier und da dabei ist. Die Frage: „Was macht der da?”, stand ziemlich offensichtlich im Raum, erzählt Böttger. Sein Vorteil als Ingenieur sei, dass er zugleich als Experte für einige Fachthemen dienen kann, dadurch verschwimme das etwas. Inzwischen habe sich seine Position sehr gut etabliert, liefere einen echten Mehrwert und werde sogar aktiv nachgefragt, um gleich die Sicht der zukünftigen Kunden von Anfang an mit einzubeziehen.

Der Beirat und seine Rolle in der Matrix

Sono Motors verwende intern für viele Entscheidungen eine Matrix, bei der alle „Stakeholder“ ihre Meinung und eine Empfehlung von 1 bis 5 eintragen (1 = nicht machen, 5 = auf jeden Fall). Hier werde er als Community-Vertreter hin und wieder mit eingebunden als eine von insgesamt fünf bis zehn Stimmen. Andere Stimmen sind zum Beispiel die Geschäftsleitung, das Finanzressort, die beteiligten Fachabteilungen, das Marketing und Legal/Rechtsabteilung.

Ein kleines Beispiel für eine erfolgreiche Abstimmung sei die Rückkehr der Reservierungszahl auf der Homepage und die Reservierungsnummer für die Reservierer. Viele Reservierer lieben Böttger zufolge „ihre“ Reservierungsnummer, und bald sollen alle ihre Nummer mitgeteilt bekommen, auch die, die bisher noch keine haben. Die Zahl der Reservierungen habe es bereits zurück auf die Seite geschafft. Natürlich gabe es auch gewichtigere Themen, aber alles im Grunde positiv, so der Beirat.

Die Grundlagen für seine Antworten in der Matrix lege die Community in den Befragungen. Die Ergebnisse daraus seien für Böttger bindend und er halte sich auch daran. Zu 90 Prozent sei die Entscheidung leicht und zweifelsfrei, daher habe er auch ein gutes Gefühl, die Sono-Kunden hier gut zu vertreten. Böttger habe bislang nur einmal bei einem kleineren Thema im Namen der Community mit einem deutlichen „nein” stimmen müssen, was Diskussionen verursacht habe. Zur Arbeit mit der Matrix gehöre auch immer, die Bewertung zu begründen. Am Schluss sei ein guter Kompromiss gefunden worden, der das Ergebnis sogar verbessert habe.

Der Beirat an sich werde jetzt bald formal ins Leben gerufen. Es sollen insgesamt sechs Personen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen dabei sein. Mit einigen sei Böttger bereits intensiver im Austausch, er spricht von intelligenten, sehr aktiven und erfolgreichen Persönlichkeiten. Jedes Mal entstehen neue, innovative Ideen, aber auch konkrete Maßnahmen, erzählt er. Sono werde, sobald spruchreif, Details aus diesen Gesprächen bekanntgeben.

Quelle: Sono Motors – Blogpost vom 01.06.2021

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Ein vielsagendes Bild – Blick in den Abgrund und die Frage: wie bzw. wo geht es weiter mit dem Sion?

Schöne Idee, aber in Details verfangen. Leider haben Sie das gleiche Problem wie e-Go. Sie haben im falschen Marktsegment begonnen. In einem preissensiblen Segment für die Masse startet man nicht. Immer in der Oberklasse starten. Denn nur mit Speck fängt man Mäuse.

Wenn der „Reiche“ was Exklusives kaufen kann, was ein Alleinstellungsmerkmal hat, dann ist es ihm egal, ob es überteuert ist. Im preissensiblen Segment sieht das anders aus. Wenn Dein Produkt zu teuer ist und zu viele Einschränkungen hat, kaufen es nur sehr wenige.

Farnsworth

Zitat: „Er könne zwar keine Details ausplaudern, ist aber der Meinung, dass seine Motivation und Begeisterung die Überzeugung ausdrücken, Projekt ein Erfolg wird.“

Wie ich solche nichtssagenden und selbstverliebten Bemerkungen liebe.
„Ach Gabi, die Bohnen am Kaffeeautomaten sind gerade alle. Könntest Du mal recherchieren, wie wir das Einkaufsbudget dafür optimieren könnten.“
„Hi Peter, ich habe heute Nacht darüber nachgedacht, ob die Räder wirklich immer rund sein müssen, Vielleicht kann man die auch 64-eckig gestalten. Googelst Du mal, ob es schon ein Konzept dafür bei einem Reifenhersteller gegeben hat.“

Wir haben zwar noch keinen richtigen Plan, aber fangen morgen schon mal damit an.
Wenn Sono so weitermacht, haben die 2025 noch kein einziges Serienauto auf die Straße gebracht.

Jetzt kommen hier sicher wieder ganz viele Kommentare von risikoscheuen Erbsenzählern und Besserwissern, die das schnelle Ende von Sono prophezeien. Nur: das interessiert niemanden ;-)

Last edited 11 Monate zuvor by Niko

Was nicht wenige „Nichtswisser“ immer noch besser wissen wollen, ist mir ein Rätzel! Solche Streitgeister muss Sono Motors Ignorieren. Weiterhin gutes gelingen Liebes Sono Motors Team.

Wann kommt den Sion mal in die puschen
wenn die Jungs so weitermachen ist der e Markt gesättigt

Die Solarzellen auf der Karosserie sind eine gute Idee, vielleicht verkaufen sie Lizenzen dafür und die anderen Hersteller bestücken damit ihre E-Autos, die somit die Hälfte des Strombedarfs selber erzeugen.

Ansonsten braucht den Rest des Autos eigentlich keiner mehr, da die Konkurrenz die eine oder andere nützlichen Idee sicherlich übernehmen wird oder schon hat – auch hier gilt: „Wer zu spät kommt …“.

Ich bleib dabei, es war von Anfang an das Ziel, die „Idee“ möglichst schnell meistbietend zu verbimmeln. Hat nicht geklappt und nun muss man sich so lang wie möglich mit der „Umsetzung“ rumschlagen. Vegane Häppchen für alle…

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