SK Innovation baut drittes Batteriewerk in Ungarn

SK-Innovation-Zellfabrik

Copyright Abbildung(en): SK Innovation

Der südkoreanische Batteriehersteller SK Innovation hat den Bau seiner dritten europäischen Batteriefabrik angekündigt. Dieses sei, wie auch die ersten beiden Fabriken, in Ungarn angesiedelt. Das Werk, welches noch in diesem Jahr seinen Spatenstich feiern und im Jahr 2028 fertiggestellt sein soll, verfüge im Endausbau über eine Produktionskapazität von 30 GWh, also gut doppelt so viel wie die beiden anderen Werke zusammen. Damit können dem Hersteller zufolge gut 430.000 Elektroautos mit einem 70 kWh fassenden Akku ausgestattet werden. In den neuen, gut 700.000 Quadratmeter (98 Fußballfelder) großen Standort sollen gut 1,9 Milliarden Euro investiert werden, so SK Innovation in einer aktuellen Mitteilung.

Mit dem neuen Werk, welches voraussichtlich in Iváncsa gut 50 Kilometer südlich von Budapest entstehen soll, nähere sich der südkoreanische Batteriehersteller seinem Ziel einer globalen Produktionskapazität von 125 GWh pro Jahr bis 2025 an. SK Innovation rechne damit, dass der Batteriebedarf in Europa von aktuell 41 auf 256 GWh im Jahr 2025 steigen wird. Das erste und das zweite europäische Werk von SK Innovation befinden sich ebenfalls in Ungarn, in Komárom an der Grenze zur Slowakei. Der Standort Iváncsa habe den Vorteil, über eine gut ausgebaute Logistik-Infrastruktur per Straße und Schiene zu verfügen.

SK-Innovation-Batteriezelle-Fabrik

Das Top-Management von SK Innovation hielt Ende Januar eine Videokonferenz mit der ungarischen Regierung ab, um diese Investition zu formalisieren. Szijjártó Péter (Minister für auswärtige Angelegenheiten und Handel), Ésik Róbert (Leiter der ungarischen Agentur für Investitionsförderung) und Kim Jun (CEO von SK Innovation) und Jee Dong-seob (Präsident des Batteriegeschäfts von SK Innovation) waren an dem Gespräch beteiligt.

„Die Geschäftsbedingungen sind aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht günstig, wir haben trotzdem eine mutige Investitionsentscheidung getroffen, um das Geschäft mit grüner Mobilität auszubauen. Mit der Investition in Ungarn kann das Batteriegeschäft dazu beitragen, einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfungskette von SK Innovation zu leisten und ein weltweit führendes Unternehmen in der globalen EV-Branche zu werden.“ – Kim Jun, CEO von SK Innovation

Quelle: SK Innovation – Pressemitteilung vom 29.01.2021

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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