SK Group investiert 1,3 Milliarden Euro in H2-Joint-Venture

SK Group investiert 1,3 Milliarden Euro in H2-Joint-Venture

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Die SK Group, Südkoreas größter Energieversorger, investiert 1,6 Milliarden US-Dollar (etwa 1,3 Milliarden Euro) in eine strategische Partnerschaft mit Plug Power Inc., einem führenden Anbieter von Wasserstoff-Brennstoffzellenlösungen für die Elektromobilität. Die Partnerschaft ist Teil eines langfristigen Milliarden-Dollar-Plans von SK, der dazu beitragen soll, den globalen Übergang zu einer Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben und bedeutende Fortschritte auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Energiesystem zu erzielen.

Die SK Group hat einer aktuellen Mitteilung zufolge die Bedeutung von Wasserstoff als saubere Alternative zu herkömmlichen Energiequellen erkannt und sich verstärkt auf den Aufbau der Infrastruktur und die Entwicklung der Technologie konzentriert, um Wasserstoff für die globalen Märkte Wirklichkeit werden zu lassen. SK Holdings, die Holdinggesellschaft der SK Group, hat ein Hydrogen Business Development Center eingerichtet, das die Leitung des langfristigen Wasserstoffprojekts der Gruppe übernimmt und sich aus Mitgliedern der Energieunternehmen von SK zusammensetzt, darunter SK Innovation und SK E&S.

Dieses neue Zentrum werde den Übergang der Unternehmen zur Produktion und Verteilung von Wasserstoffenergie leiten, einschließlich der Schaffung einer Massenproduktionsanlage und Investitionen in globale Geschäftsmöglichkeiten. Die Unternehmen der SK Group tätigen bereits strategische Investitionen in ihr bestehendes Energiegeschäft und sind Partnerschaften mit weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Wasserstoff-Energietechnologie eingegangen. Diese Aktionen umfassen:

  • Die SK Group schloss wie bereits eingangs erwähnt die Investition und strategische Partnerschaft mit Plug Power ab, einem US-Unternehmen mit Sitz in Latham, New York. Gemeinsam planen die beiden Partner, Wasserstoff-Brennstoffzellensysteme, Wasserstofftankstellen und Elektrolyseure für koreanische und andere asiatische Märkte bereitzustellen.
  • SK E&S hat ein Wasserstoffentwicklungsunternehmen gegründet, das sich verpflichtet, ab 2023 jedes Jahr 30.000 Tonnen Flüssigwasserstoff und ab 2025 250.000 Tonnen blauen Wasserstoff CO2-neutral zu produzieren. SK E&S plant, ein globales Ökoenergieunternehmen zu werden, das erneuerbare Energiequellen verstärkt nutzt, indem es sein Geschäft auf alle Bereiche des Wasserstoff-Ökosystems ausdehnt, einschließlich Produktion und Vertrieb. SK E&S will zudem die Tankstellen und Lkw-Parkplätze von SK Energy als Green Energy Hubs für die Wasserstoffverteilung nutzen.

SK geht davon aus, dass seine Investitionen in Wasserstoff bis 2025 einen Wert von 2,7 Milliarden US-Dollar (etwa 2,25 Milliarden Euro) schaffen können. In allen operativen Unternehmen und Partnerschaften ergreift SK Maßnahmen, um eine robuste Wasserstoffwirtschaft von Ende zu Ende zu unterstützen, wobei der Schwerpunkt auf allen wichtigen Phasen liege – der vorgelagerten Produktion von Rohstoffen, der Transport von Ressourcen und die Umwandlung in Energie, welche Kunden zur Stromversorgung ihrer Fahrzeuge, Häuser und Geschäfte verwenden.

„Die Notwendigkeit nachhaltiger und umweltfreundlicher Energielösungen ist von entscheidender Bedeutung, wenn wir uns der drohenden globalen Klimakrise stellen wollen.“ – Hyeongwook Choo, Leiter des Hydrogen Business Development Center von SK Holdings und President & CEO von SK E&S

Die Weiterentwicklung der Wasserstoffwirtschaft wird von Experten allgemein als wichtiger Bestandteil für die Bekämpfung des Klimawandels angesehen, da Wasserstoff eine saubere Energiequelle ist, die aus einer Vielzahl von Quellen wie Erdgas oder noch besser erneuerbaren Energien wie Solar- und Windkraft erzeugt werden kann. Wasserstoff kann in vielfältigen Bereichen Anwendung finden, vom Antrieb von Gabelstaplern bis hin zu ganzen Industriekomplexen. Das einzige direkte Nebenprodukt von Wasserstoff, wenn es von einer Brennstoffzelle in elektrischen Strom umgewandelt wird, ist Wasser.

Aus diesen Gründen stufte das Weltwirtschaftsforum grünen Wasserstoff – also Wasserstoff aus erneuerbaren Ressourcen – als eine der Top 10 aufstrebenden Technologien im Jahr 2020 ein. Allein im Verkehrssektor könnte der Einsatz von Wasserstoff und Brennstoffzellen die Treibhausgasemissionen bei Fahrzeugen senken – laut einer Analyse des US-Energieministeriums um 50 bis 90 Prozent oder sogar noch mehr im Vergleich zu heutigen Benzinfahrzeugen.

Quelle: SK – Pressemitteilung vom 25.02.2021

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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„SK E&S hat ein Wasserstoffentwicklungsunternehmen gegründet, das sich verpflichtet, ab 2023 jedes Jahr 30.000 Tonnen Flüssigwasserstoff und ab 2025 250.000 Tonnen blauen Wasserstoff CO2-neutral zu produzieren.“

Grauer Wasserstoff wird blau gefärbt, um ihn als „umweltfreundlich“ (Pseudo-Grün) zu verkaufen.

Blauer Wasserstoff ist grauer Wasserstoff, dessen CO2 bei der Entstehung jedoch abgeschieden und gespeichert wird (engl. Carbon Capture and Storage, CCS). Das bei der Wasserstoffproduktion erzeugte CO2 gelangt so nicht in die Atmosphäre und die Wasserstoffproduktion kann bilanziell als CO2-neutral betrachtet werden.

(Quelle: bmbf.de)

Erschreckend ist diese Grafik hier, bis 2030 sollen etwa 13 Mio. Tonnen Wasserstoff importiert werden. Und bis 2040 sogar 24 Mio. Tonnen sowie bis 2050 44 Mio. Tonnen Wasserstoff – womöglich Pseudo-Grün.

Grafik Wasserstoff-Import >> https://www.bmbf.de/de/eine-kleine-wasserstoff-farbenlehre-10879.html

Scheinbar erfolgreich hat die Wasserstoff-Lobby bei den Politikern getrommelt, um sich günstigen Wasserstoff zu beschaffen, der dann wohl per Zertifikat „grün“ eingefärbt aus dem Ausland importiert wird.

Und wer darf den günstigen „grünen“ Wasserstoff der Großindustrie zahlen? – vermutlich Bürger und kleinere Firmen, die neben EEG- wohl auch noch eine H2-Zulage zahlen dürfen, aber einen Vorteil dürften sie davon nicht haben, wie beim Strom wird dann vermutlich H2-Tanken und Stromladen teuerer.

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