Roboter soll Brummis den Power-Strom bringen

Roboter soll Brummis den Power-Strom bringen

Copyright Abbildung(en): Rocsys

Der Robotik-Spezialist Rocsys kooperiert mit Grivix und VDL Enabling Transport Solutions, um eine Roboter-Ladelösung für das Hochleistungsladen von schweren Elektro-Nutzfahrzeugen zu entwickeln. Das Konsortium will noch in diesem Jahr mit Validierungstests beginnen, berichtet „electrive.net“.

Die gemeinsame Entwicklungsarbeit leistet das Trio demnach im Rahmen eines Eurostars-Projekts namens Autocharge. Ziel sei eine Lösung, die eine vollautomatische Schnellladung von E-Lkw oder E-Bussen über den CCS-Stecker oder sogar den angekündigten MCS-Stecker für Megawattladen erlaubt. Die Automatisierung sei dabei nur ein Anliegen. Dem Trio gehe es auch darum, eine möglichst hohe Ladeleistung mit aktiver thermischer Kontrolle zu erreichen.

Konkret sollen E-Nutzfahrzeuge künftig selbstständig eine Ladung anfordern können. Die Ladeabdeckung öffne und schließe dann automatisch und der Roboter sorge dafür, dass der Stecker sicher in das Fahrzeug eingesteckt wird. Neben den Themen Sicherheit und Unfallprävention führt Rocsys in einer Mitteilung auch potenzielle Kostensenkungen und Leistungssteigerungen als Vorteile der automatisierten Technik an. Der Hersteller wird mit den Worten zitiert: „Das gesamte System wird in der Lage sein, die in naher Zukunft erwarteten höheren MW+ Leistungen zu bewältigen.“

Abhängig von den Entwicklungen der Norm-Ausschüsse wird ab 2022 eine Lösung für das automatisierte Megawatt-Laden erwartet. In Deutschland hatten bereits vor gut einem Jahr  der Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE) bekannt gegeben, die Normung und Standardisierung für das Schnellladen schwerer Nutzfahrzeuge via CCS voranbringen zu wollen – auch international. Während VDA und VDE noch dabei sind, einen solchen Lade-Standard zu definieren, arbeitet die Industrie bereits an entsprechenden Lkw-Lösungen. Die Initiative CharIN – von deutschen Autobauern und Zulieferern gegründet und auf mehr als 150 internationale Mitglieder angewachsen – hat etwa einen Lkw-Ladestandard in Vorbereitung, der auf mindestens zwei Megawatt Ladeleistung ausgelegt ist.

Wie es weiter heißt, sei bei dem Autocharge-Projekt mit Rocsys ein Spezialist an Bord, der bereits Ende 2020 eine Kooperation mit Ebusco für Laderoboter an Bus-Depots verkündet hatte. Parallel wollen die Partner den Roboter dahingehend weiterentwicklen, dass er künftig mehrere Busse gleichzeitig bedienen kann. Außerdem soll die Kommunikation zwischen Fahrzeug, Lader, Roboter und übergeordneten Systemen weiter standardisiert werden.

Quelle: electrive.net – Roboterlösung zum Schnellladen von schweren E-Nutzfahrzeugen

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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natürlich auch wichtig, wenn der Bus autonom unterwegs ist.

Ja und woher soll dieser Roboter den Strom dann so schnell hernehmen. Selbst wenn nur mal 3 Brummis dort stehen. = 3x 1000 KW. (dies braucht eine Feuerwehrleitung mit Kabelkühlung).
Von Batteriespeichern, vom Sommer auf den Winter gespeichert.?
Dies würde wesentlich teurer als gleich alles mit Wasserstoff zu machen. Der eignet sich auch zum Speichern besser, und da chem. Reaktionen im Vergleich zu Windrädern und Battererien keinem Verschleiss unterliegen, sollte dies bei wirtschaftlichen Langzeitrechnungen nicht ausser Acht gelassen werden.

Der [H2] eignet sich auch zum Speichern besser, und da chem. Reaktionen im Vergleich zu Windrädern und Battererien keinem Verschleiss unterliegen …

Aha, also kein Verschleiß bei Brennstoffzellen: Geht’s noch …?

Und die Windkraft, die den Wasserstoff mit produzieren soll, verschleißt natürlich auch nicht 🙂

Schauen Sie mal nach, was AFC Energy erfolgreich produziert!
Wenn Ihnen dann die Haare senkrecht zu Berge stehen, machen Sie ein Selfie und zeigen es hier zur alkgemeinen Erheiterung.

Da man 3x mehr Windräder braucht um die gleiche Strecke mit H2 zu fahren, wäre der Verschleiß auch noch 3x größer.

Ein Kabel das in der Lage ist mit 200 kwh zu laden ist ja schon mal nicht wirklich schlank… Vermutlich sollen LKW in der Zukunft auch mit noch höheren „Strömen“ geladen werden können, dann macht der Roboter Einsatz Sinn. Was auch immer der LKW Fahrer in der Zwischenzeit macht, mit dem Ladevorgang müsste er sich dann nicht mehr rumärgern… (… da denke ich an meine Erlebnisse an ionity Ladestationen im letzten Jahr …)

Spricht für höhere Spannung, also zB 800V.

Bei höherer Spannung wird dann aber die Isolation ein Problem.

Klein Fritzchen, wann wirst Du gross?
In der Mechanik hat alles was sich dreht mehr Verschleiss als rein elektrische Geräte und Maschinen.In der Brennstoffzelle laufen chem. Prozesse ab . Da dreht sich rein gar nichts.
Ein Beispiel. Bei meinem E Bike ist nach 10 Jahre noch alles ohne Verschleiss, lediglich im Antriebsmotor drin, musste ein Lager ersetzt werden.

Wenn Du in 10 Jahren noch keine Ketten, Kettenblätter oder Kasetten gewechselt hast fährst du keine 150km pro Jahr???

Ein richtiges E Bike hat den Motor in einer der Radnaben, und belastet so die Fahrradkette nicht zusätzlich.Kettenblätter, vermutlich meinst Du da die Kettenräder, da gibt es nur zwei, die noch wie neu sind. Die Schaltung passiert wartungsfrei per Nabenschaltung.Wir sind ja keine Rennfahrer.
Rekorder mit Kasette hat man schon seit einem Jahrzehnt nicht mehr.
Falls Du die Batterie meinst, richtig die kommt jetzt dann nach 10 Jahren zum Austausch. Euro 250.- mit mehr Leistung im selben Gehäuse.Brennstoffzellen und Solarmodule halten aber länger als Windräder. Die Letztgenannten braucht man auch nur in Verbindung mit Wasserkraftwerken weil sie auch bei Nacht liefern , im Gegensatz zu PV-Anlagen die ebenfalls grünen Strom liefern.

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