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Real Energy und Hyzon Motors bauen Wasserstoff-Infrastruktur in Australien auf

Die Pure Hydrogen Corporation, die Wasserstoff-Tochter des australischen Öl- und Gasunternehmens Real Energy Corporation, will in Zusammenarbeit mit Hyzon Motors aus den USA in Australien ein Netz an Wasserstofftankstellen aufbauen. Die Unternehmen haben dafür eine Absichtserklärung unterzeichnet. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen zudem Kunden in Australien Wasserstoff-Komplettlösungen wie etwa H2-Nutzfahrzeuge von Hyzon Motor und die für deren Betrieb notwendigen Tankstellen anbieten. Geplant ist eine Art Abo-Modell mit einem monatlichen Fixpreis.

Scott Brown zufolge, dem Geschäftsführer von Pure Hydrogen, will das Unternehmen im Rahmen seines wachsenden Geschäfts mit reinem Wasserstoff auch eine ganze Reihe weiterer H2-Initiativen auf den Weg bringen. Die australische Regierung treibt ebenfalls verschiedene Wasserstoffprojekte im Rahmen ihrer Nationalen Wasserstoffstrategie voran. Das Land zielt darauf ab, Wasserstoff als Mainstream-Technologie zu fördern und zu etablieren.

Wir sehen Australien als einen Schlüsselmarkt für die Integration der Wasserstofftechnologie in schwer zu dekarbonisierenden Sektoren wie dem Schwerverkehr“, sagt John Feenan, Direktor von Hyzon Motors Australia. Hyzon Motors ist ein US-amerikanisches Unternehmen, welches Betreibern schwerer Fahrzeuge den Wechsel zu kostengünstigen und emissionsfreien Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb erleichtern will, ohne dass sie Kompromisse bei Leistung und Komfort eingehen müssen. Mit ihrer Absichtserklärung ebnen Pure Hydrogen und Hyzon Motors den Weg, „die Wasserstoffinfrastruktur Australiens zu verbessern und die Flottenbetreiber des Landes in eine emissionsfreie Zukunft zu führen“, erklärt Feenan.

Hyzon Motors wurde, mit der Muttergesellschaft Horizon Fuel Cell Technologies im Rücken, erst 2020 gegründet hat in den Märkten in Asien, Europa und Australien bereits erhebliche kommerzielle Fortschritte erzielt. Das in New York ansässige Unternehmen liefert Nutzfahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb, darunter Busse für den ÖPNV, Reisebusse und schwere Lastkraftwagen.

Quelle: Hyzon Motors – Pressemitteilung vom 12.01.2021

Über den Autor

Michael ist freier Journalist und schreibt seit 2012 fast ausschließlich über nachhaltige Mobilität, Elektro- und Hybridautos, Energiethemen sowie Umweltschutz.

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Bin mal gespannt wie Australien emissionsfreien Wasserstoff herstellen will mit ihrem Kohlefetisch.

[…] wie Australien emissionsfreien Wasserstoff herstellen will […]

Im Artikel ist aber wohl nur von „Pure Hydrogen/reinem Wasserstoff“ die Rede, von CO2-emissionsfreiem Wasserstoff – soweit ich sehe – aber eben gerade nicht … 🙁

Wir sehen Australien als einen Schlüsselmarkt für die Integration der Wasserstofftechnologie in schwer zu dekarbonisierenden Sektoren wie dem Schwerverkehr
Klingt ja irgendwie nach „kein CO2“. Eins wird auf jeden Fall dabei verbrannt: Steuergelder 😉

Australien stellt massiv auf Erneuerbare um und wird schon in wenigen Jahren landesintern völlig umgestellt haben (die haben ja auch genug Land und Sonne). Dazu passend gibt es auch eine ganze Reihe von begonnenen oder geplanten Projekten zur CO2-freien Elektrolyse von Wasserstoff. Es ist daher klar, dass es bei diesem Projekt um CO2-freien Wasserstoff geht – auch wenn das all den Wasserstoff-Ignoranten in diesem Blog nicht passt. Man findet dazu zahlreiche Info auf dem Internet, u.a. bei https://www.pv-magazine-australia.com/ .
Das heuchlerische daran ist höchstens, dass der ganze Umstieg vorläufig noch durch Verkauf von Kohle an Indien und andere asiatische Länder finanziert wird. Ähnlich wie bei Norwegen, das seinen Umstieg auf Elektromobilität im Prinzip durch den Verkauf von Erdöl an andere Länder finanziert.

+1
Manche bekommen den North Stream, manche den Sun Cable (3700km Unterseekabel)nach Singapur, wow!

Hallo die waren bis jetzt Energielieferanten und werden es auch dann in Zukunft sein. Im Klartext die verschlafen nichts, wie zum Beispiel wir.

Mehrere deutsche Firmen könnten die passenden Elektrolyse-Grosssysteme dazu liefern, so z.B. Siemens oder thyssenkrupp.

Wer bei Google sucht findet Lobeshymnen auf den Ökostrom in Australien.

Laut GlobalData wird Australien den schnellsten Energiewechsel der Welt erleben, dank einer umfangreichen Projektpipeline für erneuerbare Energien und dem Ziel, bis 2040 94% der Energie aus erneuerbaren Energien zu erzeugen.

(Quelle: sonnenseite.com – August 2020)

Was mich stört ist, dass in der Pressemitteilung kein einziges Wort zum Strom für die Wasserstofferzeugung verloren wird, scheinbar wissen die Partner selber noch nicht woher der Strom kommen soll.

Hier könnte ein „australischer Trump“ den Kohle- Erdöl- und Erdgas-Kumpels zur Hilfe eilen …

Im Jahr 2019 belief sich die Kohleförderung in Australien auf rund 507 Millionen Tonnen.

Im Jahr 2019 beliefen sich die Erdölreserven in Australien auf rund 2,4 Milliarden Barrel.

Im Jahr 2019 verfügte Australien über Erdgasreserven von rund 2,4 Billionen Kubikmetern Gas.

(Quelle: de.statista.com)

… und die australischen Ökostrom-Träume für die nächsten Jahre (Jahrzehnte) begraben, zumal hier …

Die Pure Hydrogen Corporation, die Wasserstoff-Tochter des australischen Öl- und Gasunternehmens Real Energy Corporation, will in Zusammenarbeit mit Hyzon Motors aus den USA in Australien ein Netz an Wasserstofftankstellen aufbauen.

… evtl. der „Bock zum Gärtner gemacht“ wurde – warum sollten die Inhaber eines Öl- und Gasunternehmens die Solar- und Windkraftanlagenbetreiber unterstützen? – sozusagen die Konkurrenz.

Warum kauft sich Shell & co in die Ladeinfrastruktur ein?

Da gibt es 2 Möglichkeiten:

1) Unternehmen glaubt an die Idee, investiert Geld und unterstützt die Sache.

2) Unternehmen will die Idee verhindern, schliesst Allianz, kauft evtl. Patente und sabotiert die Sache.

Die Möglichkeit Nr.2 hat GM genutzt und zusammen mit Ford und Chrysler in den 1990er-Jahren das E-Auto verhindert. Es bleibt abzuwarten was das Öl- und Gasunternehmen wirkklich vor hat.

1) Ist typischerweise so, wenn ein Unternehmen Geld und Energie investiert.
2) Ist fast nie der Fall, aber die von den Verschwörungs-Gläubigen bevorzugte Variante.

Zu Ihrer Verschwörungstheorie mit dem E-Auto von Ford und Chrysler:
Wenn ja Tesla dermassen sensationelle Erfindungen bei Auto und Batterie machen musste, um schliesslich 2013 ein einigermassen brauchbares BEV zu haben (zahlbar war es noch nicht), dann ist es ja schlicht unmöglich, dass man schon in den 1990er-Jahren ein brauchbares und bezahlbares BEV hätte konstruieren und anbieten können, oder? Erste Lithium-Ionen-Akkus sah man hier in den 1990er-Jahren in den japanischen Videokameras, die waren aber noch unbezahlbar für ein Auto. Also habe GM, Ford und Chrysler einfach eingesehen, dass es noch nicht so weit war.

Schlagen Sie mal ‚Ockhams Rasiermesser‘ auf Wikipedia nach.

E-Autos waren auch in den 1990er-Jahren möglich, sogar in Deutschland, aber wegen Handarbeit und den Kleinserien noch sehr teuer.

Die Automobilindustrie hätte mit Großserien und neuen Batterien, die durch das Batteriekartell von „The-Big-Three“ (GM, Ford und Chrysler) verhindert wurden, durchaus auch schon in den 1990er-Jahren E-Autos zu bezahlbaren Preisen auf den Markt bringen können.

Sehr wahrscheinlich wären es keine US-Riesenschlitten gewesen, sondern E-Autos der Golf-Klasse und vielleicht auch ein paar Tausender teuerer, aber viele Umweltschützer wären bereit gewesen dafür mehr zu bezahlen im Interesse einer sauberen Umwelt.

Das kalifornische Gesetz hat für gleiche Chancen unter den Autoherstellern gesorgt, da sich alle dort hätten daran halten müssen. Es war wohl die Erdölindustrie, die um den Absatz ihres Benzins gefürchtet hat und mit im Boot war, um das E-Auto in den 1990er-Jahren zu verhindern.

… Dankeschön! Die Frage war (natürlich) ironisch gemeint…. ;), Sorry..
Meines Erachtens: ( +pkt.3) die Ölmultis haben zurzeit einfach keine Zeit und vor allem keine Wahl mehr sich auf das Kerngeschäft zu versteifen. Klimawandel + Ressourcen Knappheit infolge Energie-Wende noch rechtzeitig erkannt, ähnlich wie vor 20-30 Jahren die Machthaber vom persischen Golf und investieren in eigene Zukunft…
Der Rubel muss rollen…

Zur Sicherheit wurden deshalb wohl alle BEVs in den USA wieder eingesammelt und vernichtet, weil die so wenig beliebt waren und sich nicht rechneten?

Übrigens: Was war denn da in der A-Klasse, bevor die mit dem Verbrennungsmotor verhunzt wurde?

Last edited 1 Monat zuvor by Silverbeard

Die meisten Länder, auch solche ohne Automobilproduktion, ohne Kohleerzeugung, und gesetztem Schlusspunkt der Kernkraftwerke, beginnen den Schwerverkehr mit H2 vom Oel weg zu kriegen. Nur weil GM die E Autos aufgegeben hatten, bedeutet nicht, dass sie jetzt nicht neidisch auf Toyota(Prius) und Tesla blicken müssen, die das erfolgreich weiter durchgestanden haben.
Nicht 1990, aber 2010 begann die E Mobilität in Gang zu kommen.Der Bau von E Autos wäre in Europa damals schon am Fliessband günstig machbar gewesen, aber man hatte, aus Verschlafen, das Know How noch nicht, geschweige denn einen heissen Draht zur Beschaffung und dem Bau eigener Batterien vor Ort. Dies passiert kein zweites Mal, vor allem nicht in Australien.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Wenn Erdöl-Konzerne im großen Stil Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energie kaufen, dann ist die Richtung wohl klar. Nur weil Daimler oder andere Hersteller noch schlafen, geht das Geschäft doch weiter, nur eben ohne Sie.

Wie auch immer das Konzept im Detail aussehen wird: So lange in Australien noch ein einziges Kohlekraftwerk läuft, ist es von der CO2-Bilanz immer günstiger, den Strom direkt zu verbrauchen, als Wasserstoff herzustellen.

Dann brauchts du aber eine lange Kabelrolle auf den LKW s.

Hier scheint eine Horde Diesel Fans zum Lästerhappening verabredet zu sein.
Australien kann mit seiner gigantischen Fläche und Sonnenpower sowie Windkraft ohne Ende
Co2 frei Wasserstoff bis zum Abwinken produzieren.
Auch Strom für BEV,s ist bis zur lückenlosen Umstellung hier kein Problem.
Wenn die sich das teilweise durch den Verkauf von Kohle finanzieren ist das OK.
Grossstaaten mit Milliardenbevölkerungen wie Indien und China lassen sich nicht so schnell
umstellen wobei auch hier die Bemühungen auf Hochtouren laufen.
Auch wenn nicht alles sofort perfekt läuft ist das tausendmal besser sich Stück für Stück aus der Umweltvergiftung rauszuarbeiten als einfach weiter
im alten Carbonemissionssmog leben und nur Hetzreden zu schwingen.
Zudem wird Niemandem etwas weggenommen ob man jetzt ein Verbrenner oder E-Auto fährt ist doch egal.
Ob man irgentwann zukünftig in einem Wasserstoff betriebenen Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff verreist auch.

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