Batterieknappheit: Produktionsrückgang beim elektrischen Fiat 500

Fiat-500-Elektroauto-Varianten

Copyright Abbildung(en): Fiat

Seit 13 Jahren ist der Fiat 500 ein nachgefragter Klassiker im neuen Gewand am Pkw-Markt. Bereits im März 2020 hat sich nochmal einiges getan. Der Fiat 500 ist elektrisch unterwegs, als Akku-Auto – und in neuem Kleid. Unser Redakteur Wolfgang konnte den Stromer bereits Probe fahren, fährt dieser wohl weniger häufig im Werk Mirafiori in Turin vom Band. Grund hierfür seien Probleme beim Batterie-Nachschub.

Ab nächster Woche Montag, dem 19.04.2021, wird der Stromer nur noch im Ein- statt wie bisher im Zweischichtbetrieb gefertigt. Dies wirkt sich auf die Produktionszahlen aus, welche hierdurch von 300 auf 210 Exemplare täglich herabsinken. Eine mangelnde Nachfrage nach dem E-Auto sei definitiv nicht der Grund hierfür, wie der italienische Metallarbeiterverband FIM (Federazione Italiana Metalmeccanici) in einer Mitteilung betont. Die Batterieknappheit sei der einzige Grund dafür, dass erst einmal weniger elektrische Fiat 500 gefertigt werden.

Worin genau die Probleme beim Batterienachschub bestehen wird nicht ganz klar kommuniziert. Es ist lediglich die Rede von „Schwierigkeiten bei der Batterieversorgung“. Ob dies nun daran liegt, dass Samsung SDI nicht genügend Zellen liefert oder dass nicht genügend Module und Batteriepacks aus diesen gefertigt werden können, steht offen. FIM sieht direkte Auswirkungen auf die Beschäftigten vor Ort als Gefahr. Ferdinando Uliano, Nationalsekretär des Fim Cisl, gab hierzu zu verstehen: „Der Produktionsstart des Elektro-500 zu Beginn des Jahres 2021 war nicht robust genug, um die Verlängerung der 160 Leiharbeiter mit einer Frist im Januar zu unterstützen und zu garantieren, die im vergangenen Oktober eingestellt worden waren.“

Die Nachfrage in Italien, nach dem beliebten Fahrzeug sei hoch. Für Deutschland kann man auch ein gewisses Interesse aus der Anzahl gestellter Umweltbonus-Anträge ableiten: 1.985 Anträge auf den Umweltbonus wurden bis Ende März 2021 gestellt – davon 1.069 Anträge für das Cabrio in verschiedenen Ausstattungen, 896 Anträge für den Dreitürer und 20 Anträge für die 3+1-Version. Laut KBA-Daten wurden im laufenden Jahr bisher 1.614 Fiat 500 als E-Auto zugelassen.

Quelle: Electrive.net – Fiat drosselt Produktion des elektrischen 500

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Der Flaschenhals Batterien wird alle BEV Hersteller in den nächsten Jahren mehr oder weniger beschäftigen – da freut sich (kurzfristig) jeder PHEV Hersteller (5:1) – vielleicht aber auch ein wenig zu früh 😉
Der Fiat hat bei „oben Ohne“ Freunden sicherlich beste Karten – da gibt es sonst ja (noch) nicht viel.

„Der Flaschenhals Batterien wird alle BEV Hersteller in den nächsten Jahren mehr oder weniger beschäftigen …“

Ja, da aber nun diese Meldung vom italienischen Metallarbeiterverband FIM in Hinblick auf mögliche Entlassungen initiiert wurde, halte ich es für durchaus möglich, dass dieser Grund in diesem Fall nur vorgeschoben wurde, weil so „notwendige“ Konsolidierungen im Stellantis-Konzern (FIAT+PSA) einfach etwas „medienverträglicher“ gestaltet werden … 🙁

Stellantis dürfte es bei E-Autos nicht eilig haben, und schon in 4 Jahren beginnt der US-Wahlkampf.

Ich glaube immer noch, dass etliche Autohersteller auf Trumps Wiederwahl und eine Rückkehr zum Verbrenner hoffen – unterstützt von der Erdöl-/Erdgas-Fracking-Industrie.

Beim E-Auto und dem Umweltschutz brauchen wir noch viele Jahre Unterstützung von Tesla, sonst ist die Rückfallgefahr zu groß. Zu glauben, dass Deutschland und VW es alleine schaffen, wäre naiv.

Möglich ist das schon, aber auf der andere Seite werden die BEV dringend benötigt um den Flotenverbrauch zu senken. Gerade Fiat hat da ja ein riesiges Problem. (Bedingt durch die vielen Camper).
Wird schon an den Batterien hängen.

da freut sich (kurzfristig) jeder PHEV Hersteller

Ich denke das da eigentlich allen Herstellern bewusst ist- dass dieser Spaß maximal 10 Jahre währt

Vielleicht reicht es ja dem ein oder anderen, um die Transformation ohne größeres „Blutbad“ unter den eigenen Verbrenneringenieuren hin zu bekommen – sonst muß der Deutsche Steuerzahler in einigen Jahren nicht nur den Strukturwandel in der Kohle stemmen.

Mehr stemmen als 6000 Euto pro Fahrzeug geht kaum. Die Deutschen sind einfach so grosszügig (oder dumm?), dass sie diesen Betrag auch ausländischen Firmen zahlen, die z.B. in China produzieren.

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