„Cross Turismo“ – Porsche Taycan gewinnt an Höhe

Copyright Abbildung(en): Porsche

Der Porsche Taycan gewinnt an Höhe. Aktuell absolviert die deutlich robustere Version „Cross Turismo“ letzte Erprobungsfahrten. Fast eine Art Erholung, denn das bisherige Programm war mehr als hart: An seine Grenzen getrieben wurde das E-Auto auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings aber auch im süditalienischen Nardò und anderen Testzentren weltweit. Neben der Spur musste sich der Taycan Cross Turismo etwa in den Pyrenäen beweisen. Am Ende standen für die diversen Prototypen exakt 998.361 Testkilometer auf dem Tacho – das sind fast 25 Runden um den Globus.

Bei Porsche sind sie selbstverständlich angetan. Der Cross Turismo besitze alle Stärken der Taycan Sportlimousine wie überlegene Leistung und große Reichweite, heißt es. Dazu kämen nun aber deutlich mehr Kopffreiheit für die Passagiere im Fond und ein großes Ladevolumen unter der Heckklappe. Das Fahrwerk mit Allradantrieb und Luftfederung sei höhenverstellbar, um einen CUV (Cross Utility Vehicle)-spezifischen Fahrmodus zu ermöglichen.

Größte Herausforderung war es, die Anforderungen bezüglich Sportlichkeit mit den Fähigkeiten abseits befestigter Straßen unter einen Hut zu bekommen„, sagt Baureihen-Leiter Stefan Weckbach. Letzteres wurde auf dem „Safari-Kurs“ im Entwicklungszentrum Weissach simuliert.

„Der Cross Turismo soll einerseits auf der Rundstrecke Leistung bringen und andererseits auf Geröll, Matsch und Schotter funktionieren.“

Das Ergebnis bezeichnet Weckbach als „beeindruckend“. Der Cross Turismo sei aber kein Hardcore-Offroader, sondern auf unbefestigte Straßen und Feldwege spezialisiert – „eine Art Schweizer Taschenmesser auf bis zu 21 Zoll großen Rädern“.

Elektroautos müssten sich bei Porsche demselben harten Testprogramm unterziehen wie Sportwagen mit Verbrennungsmotor, so der Baureihen-Leiter. Neben überlegener Performance gehöre dazu immer auch die uneingeschränkte Alltagstauglichkeit unter allen klimatischen Bedingungen. Besonders anspruchsvolle Disziplinen wie das Laden der Batterie oder die Temperierung des Triebstrangs und des Innenraums bei extremen Temperaturen kämen bei den batterieelektrischen Modellen noch hinzu.

Das harte Testprogramm mit Schlechtwegestrecken und Fahrdynamik-Tests absolvierte auch der neuartige, von Porsche für dieses Modell konzipierte Fahrradheckträger. Er soll in puncto Handhabung, Ergonomie, Fahrsicherheit und Stabilität neue Maßstäbe setzen. Auf seinen breiten, mit großem Abstand montierten Schienen könnten mehrere E-Bikes transportiert werden, heißt es.

Der Taycan Cross Turismo kommt in Europa im Sommer 2021 auf den Markt. Aktuell befährt ein Prototyp in einer sechs Wochen dauernden Tour die fünf größten Märkte – USA, Großbritannien, Norwegen, die Niederlande und Deutschland. Gerade in Norwegen ist der aktuelle E-Renner besonders erfolgreich. Rund 70 Prozent aller verkauften Porsche-Modelle in Norwegen seien Taycan, heißt es aus Stuttgart. Anfang November 2020 sei dort bereits das eintausendste Exemplar ausgeliefert worden. Damit habe sich der Porsche-Absatz in Norwegen mehr als verdoppelt.

Quelle: Porsche – Pressemitteilung vom 24. Februar 2020

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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was ist den da Cross?
Das ist ein minimal angehobener Sportwagen
mit Stollenreifen.

WIeso kann man den häßlichen Heckscheibenwischer nicht einfach oben unterm Dachspoiler verstecken? Das war schon beim Smart 1er Generation so … und deutlich eleganter!

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