Porsche: neue E-Modelle sorgen für Beschäftigungszuwachs in Leipzig

Porsche: neue E-Modelle sorgen für Beschäftigungszuwachs in Leipzig

Copyright Abbildung(en): Porsche

Porsche überlegt offenbar, am Standort Leipzig neue Elektro-Modelle zu bauen, wie die Automobilwoche exklusiv berichtet. Die Produktion der beiden Modelle werde bis 2024 rund 150 neue Arbeitsplätze schaffen. Dabei wird auch von bereits vorliegenden Plänen abgegangen.

VW-Chef Herbert Diess hatte sich nach der jüngsten Planungsrunde des Konzerns noch bedeckt gehalten und nur bestätigt, dass „zwei Porsche-Modelle die Synergien des elektrischen PPE-Baukastens für den Premiumbereich“ heben sollen. Nach Informationen der Automobilwoche handelt es sich dabei um zwei komplett neue Elektro-Modelle, die zusätzlich zum Elektro-Macan, der Anfang 2023 in Serie geht, entstehen sollen: ein vollelektrischer Nachfolger des Panamera, der 2024 oder 2025 anlaufen soll, und ein weiteres Modell – intern K1 genannt -, bei dem es sich um jenes Modell handeln soll, dessen Montage eigentlich bei VW Nutzfahrzeuge in Hannover geplant war. Die Serienproduktion soll nun stattdessen ab 2026 in Leipzig erfolgen.

Wurde vorerst über einen Elektro-Cayenne spekuliert, verdichten sich die Informationen über einen Crossover in den Abmessungen des Panamera, mit dem sich das Modell die Plattform teilen soll. Porsche hat die PPE-Plattform des E-Macan dafür weiterentwickelt, die längere Variante PPE6 für größere Limousinen soll zum Einsatz kommen.

Die Artemis-Architektur, die gerade bei Audi entwickelt wird, ist für das neue Modell damit wohl vom Tisch. Porsche-Chef Oliver Blume hatte bereits zuvor erklärt, die Artemis-Architektur nie komplett übernehmen zu wollen, sondern sie als Baukasten zu sehen, aus dem man sich bedienen könne. Porsche hat sich aus dem Gemeinschaftsprojekt zurückgezogen und lässt das neue Modell daher auch nicht bei VW Nutzfahrzeuge in Hannover bauen, sondern in Leipzig. Die 4.300 Stammmitarbeiter in Leipzig werden aber nicht nur deshalb Verstärkung bekommen, sondern auch wegen einer jüngst angekündigten, stufenweisen Einführung der 35-Stunden-Woche bis 2025.

Zu den 150 Jobs für den Panamera und den K1 könnten dadurch nochmal gleich viele hinzukommen. Im Stammwerk in Stuttgart ist die 35-Stunden-Woche bereits gelebte Realität. Für beide Werke wurde überdies eine Beschäftigungsgarantie bis Ende Juli 2030 ausgesprochen. Nach dem Investment von mehr als 600 Millionen Euro seit 2019 in Karosseriebau und Montage wird das Werk in Leipzig nun endgültig zum konzerninternen Elektrostandort ausgebaut.

Quelle: Automobilwoche – EXKLUSIV – Zwei neue Elektromodelle: Porsche stockt Belegschaft in Leipzig auf

 

Über den Autor

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen.

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Mensch David,
jetzt spricht ja der Herr Bloch in der heutigen Ausgabe (YouTube) schon die Akkuprobleme beim Taycan an, denen man in einer gesonderten Ausgabe nachgehen will – langsam kommt die Wahrheit wohl ans Licht!
Erhelle uns hier im Forum doch diesbezüglich einmal – Du sitzt ja in der Quelle 😉

PPE61 und nicht PPE6

Puh, 35 Stundenwoche schon 2025! Sollte man das nicht noch mindestens 50 Jahre hinausziehen, um wirklich ganz sicher zu sein, dass das klappen könnte?

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