Polestar-Deutschlandchef „sehr zufrieden mit den Zulassungen“

Schwedische Wirtschaftszeitung stellt Rückruf für 2.200 Polestar 2 in Aussicht

Copyright Abbildung(en): Polestar

Polestars Deutschland-CEO Alexander Lutz sprach bereits kurz vor seinem Podcast-Interview mit Elektroauto-News mit dem Fachblatt Autohaus über die aktuellen Entwicklungen bei Volvos sportlichem E-Fahrzeug-Ableger, den erfolgreichen Marktstart des Polestar 2 in Deutschland und darüber, was das Besondere und Innovative an der Elektroauto-Marke sei.

Polestar sei „sehr zufrieden mit den Zulassungen“ in Deutschland. Das ursprüngliche Ziel, einen vierstelligen Wert zu erreichen, sei schon nach etwas mehr als vier Monaten erreicht worden, so Lutz. „In einem solchen Jahr einen erfolgreichen Marktstart hinzulegen ist eine Herausforderung“, so Polestars Deutschland-Chef, der auch eine Erklärung für den Erfolg der Marke hat: „Mit dem Polestar 2 liefern wir das richtige Produkt zu der absolut richtigen Zeit“. Europaweit gesehen habe Polestar im Pandemie-Jahr 2020 seine fünfstelligen Ziele erreicht sei „sehr zufrieden“.

Der typische Polestar-Kunde sei nicht per se zu definieren, erklärt Lutz: „Wir bauen kein Auto für eine bestimmte Marketingzielgruppe, sondern eines, das das derzeit beste Gesamtpaket auf dem Markt darstellt und viele Leute gleichermaßen begeistern kann“. Lutz spricht daher von einer sehr diversen Kundschaft, in der sich viele verschiedene Charaktere tummeln: „Vom Autoliebhaber, der sportliches Fahren liebt, zum Technologie-Fan, der sich auf das erste Auto mit Google Android Automotive freut, bis hin zu Familien, die das Platzangebot schätzen.“ Dann seien da auch noch „Senioren, die feststellen wie einfach die Bedienung ist, sowie E-Mobilisten, ebenso wie komplette Neulinge auf diesem Gebiet.“

„Ein Auto, das sofort Begeisterung weckt“

Gerade das mache den Polestar 2 „so spannend. Es ist ein Auto, das sofort Begeisterung weckt, weil es in so vielen Bereichen komplett durchdacht ist und Spaß beim Fahren macht“. Und genau das habe „im Markt derzeit noch gefehlt: Ein erwachsenes Fahrzeug im Premiumsegment, das von Beginn an durchdacht und kompromisslos elektrisch konzipiert wurde, und hohe Qualität beim Fahrzeugbau sowie im Service vereint“, so Lutz.

In Sachen Ladeinfrastruktur und Ladepartner arbeite Polestar derzeit mit nur Plugsurfing zusammen, „um eine europaweite Lösung anzubieten“, was vor allem „für Elektro-Neulinge relevant“ sei. Mittelfristig wolle Polestar aber weitere Kooperationspartner ins Boot holen, zudem stehe es Kunden von Polestar „natürlich frei, den Ladeanbieter ihrer Wahl zu nutzen. Unsere Fahrzeuge sind ja mit allen Ladesäulen kompatibel.“ Für Kunden, die bei sich zuhause eine Lademöglichkeit installieren wollen, arbeitet Polestar mit den Ladeexperten von The Mobility House als offiziellem Partner zusammen, damit diese „auch hier kompetent unterstützt werden“.

Für den gesamten Service seiner Fahrzeuge wiederum arbeitet Polestar mit Partnern des Volvo-Servicenetzwerks zusammen, „da wir somit die hohe Qualität und die jahrelange Erfahrung im Premiumsegment garantieren können“. Testfahrten können deutschlandweit bislang nur an sieben, sogenannten Testdrive Hubs gebucht werden. Bei deren Auswahl habe Polestar „anhand von Marktdaten und Recherchen die Standorte mit dem größten Potenzial für unsere Fahrzeuge gewählt“ und sei deshalb bislang vor allem in Großstädten präsent. In 2021 aber will Polestar „weitere Standorte für Testfahrten erschließen und die Abdeckung so kontinuierlich erhöhen“. Außerdem können Interessenten künftig den @Home-Service nutzen, um sich Fahrzeuge für Probefahrten direkt nach Hause liefern zu lassen.

„Autos müssen erlebt werden“

Die Autos von Polestar sollen auch weiterhin ausschließlich im Online-Kauf zu haben sein, wie Lutz erklärt: „Der direkte, preistransparente Online-Vertrieb ist die moderne, zeitgemäße Art des Autohandels. Wir sind eine digitale Marke und gerade 2020 hat nicht zuletzt aufgrund der Pandemie sehr deutlich gemacht, dass das Konzept richtungsweisend für die Zukunft ist“, so Polestars Deutschland-Chef, der davon überzeugt ist, „dass die Transformation noch zusätzlich beschleunigt wird“. Dennoch seien die Verkaufspartner aus dem Handel der „Schlüssel zum Erfolg“. Die Autos „müssen erlebt werden“, sagt Lutz, was sich nicht per Website übertragen lasse. Außerdem schätzen Kunden „professionelle Beratung, die nur von erfahrenen und passionierten Mitarbeitern kommen“ könne.

Quelle: Autohaus – Polestar-Geschäftsführer Lutz: „Online-Vertrieb ist die moderne Art des Autohandels“

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Das hört sich für mich ein wenig nach „Pfeifen im Walde“ an. Gerade mal (leider) nur 1015 Zulassungen nach KBA in 2020 ist nicht sehr überzeugend. Da ist noch gewaltig Luft nach oben.

Das sicher tolle Auto ist zu teuer. Aber ich begreife die Zahlen dennoch nicht- bevor ich einen Tesla kaufen würde, wäre der Polestar allemal eine gute Alternative.

Die Zulassungszahlen könnten deutlich besser Ausfallen wenn Polestar ein funktionierendes Business Leasing anbieten würde. Aktuell scheint es unmöglich zu sein bei Polestar einen Firmenwagen zu leasen. Die Prozesse und Wartezeiten sind eine Katastrophe und ALD scheint entweder nicht willens oder zu unfähig zu sein Leasinganträge zu bearbeiten. Wenn man sich https://polestar.fans/t/business-leasing-via-ald/1903 ansieht, dann scheint meine negative Erfahrung leider alles andere als ein Einzelfall zu sein.

1035 in einem halben Jahr ist doch ein Erfolg? Die anderen Deutschen lassen einfach selber tausende Autos zu und rühmen sich dann mit dem Ergebnis. Nextmove hat gerade dazu ein gutes Video gezeigt. Ich denke Polestar hat gezeigt, dass sie ein gutes Produkt im Markt haben.

Wie definiert man denn Erfolg. Über Zulassungen alleine garantiert nicht. Polestar 2 ist ein tolles Auto und die haben im ersten jahr mehr Autos ausgeliefert als so einige etablierte Hersteller nach zehn. Die Entscheidung mit Mobility House zu arbeiten ist auch positiv.

Tolles Auto … schon probegefahren .

Mich stört:
Finanzierung nur über Internet und zu festen unflexiblen Konditionen. – so spart man Personal und der Kunde wird zur reinen eMailadresse.

Volvo Autohäuser dürfen weder den Wagen verkaufen noch reparieren -(ausser sie bekommen eine Konzession) – so gibt es in MV keine Reparaturwerkstatt. So spart man wiederum Geld.

Kein Schiebedach – nur ein Glasdach ohne Sonnenschutz. Schiebedach wichtig, weil ich so im Sommer auf das Klima verzichten kann und Sonnenschutz ist Blendschutz – die Sonnenlamellen sind in meinem I3 oft geschlossen – gerade bei flach stehender Sonne, wie jetzt im Winter.

Kein Handbuch …. könnte man bei 50 TEU schon erwarten- oder ?

Keine Bedienapp für Standort, Ladezustand, Tuerüberwachung, !

Na und dann das ungute Gefühl, dass alle meine Daten nun nicht nur in den USA, sondern auch in China landen.

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