Plug-In-Hybride scheinen in Europa Oberhand zu gewinnen

Plug-In-Hybride scheinen in Europa Oberhand zu gewinnen

Copyright Abbildung(en): Volvo

Geht es nach Autmobil-Analyst Matthias Schmidt aus Berlin werden reine Elektroautos 2021 die Grenze von einer Millionen-Zulassungen in Europa überschreiten. Vor allem aber werden Plug-In-Hybride den Markt in 2021 bestimmen. Dieses Bild zeichnet sich bei seiner letzten Marktbetrachtung im 1. Quartal 2021 deutlich ab. Denn erstmals seit 10 Quartalen waren die Zulassungen von Plug-In-Hybriden höher, als die von reinen Stromern.

Die kombinierte Plug-In-Hybrid-Prognose für 2021 sieht eine 15,5%ige Penetration eines 12,3 Mio. Marktes oder 1,91 Mio. Einheiten vor. Entsprechend zeigt sich dies an der Vorstellung diverser Premium-Teilzeitstromer aus dem deutschen Markt.  Zudem werden Bemühungen bei deutschen Herstellern wahrnehmbar, das rein elektrische fahren zu belohnen. Stichwort Geofencing. Was auch damit zusammenhängt, dass die Europäische Kommission seit Januar regelmäßig Daten über die realen CO2-Emissionen und den Energieverbrauch mit Hilfe der On-Board Verbrauchsmessgeräte sammelt. Ziel sei es hierbei die Lücke zwischen den im Labor getesteten Emissionen und den realen Emissionen zu füllen.

Schmidt geht davon aus, dass trotz diesem kritischen Blick auf reale Emissionen und hohe Fördersätze weiter einen Aufwärtstrend erfahren. Im weiteren Verlauf des Jahres werde dank der vorteilhaften Steuervorteile für PHEVs, harte Malus‘ und einem erweiterten Produktangebot für Teilzeitstromer der Absatz eher wachsen, als sinken. Rückblickend zeigt sich im ersten Quartal, dass Teilzeitstromer vor Elektroautos lagen. In Europa brachten es PHEV auf 248.058 Zulassungen, reine Stromer brachten es auf 198.833 Zulassungen.

Dies ist der dritte Monat in Folge, in dem PHEVs die reinen E-Autos in puncto Zulassungen überholen. Verantwortung für den Rückgang der E-Auto-Zulassungen kann man zumindest zum Teil beim VW-Konzern suchen. Es wird davon ausgegangen, dass ein Teil an Stromer zurückgehalten wurde, da erst noch bei deren Software ein Update erfolgen soll. In Deutschland führte der Aufschwung der Teilzeitstromer dazu, dass jedes fünfte zugelassene Auto bis Ende des ersten Quartals 2021 eine Elektrifizierung erfahren hat. Für die zweite Jahreshälfte wird von weiterhin steigendem Absatz ausgegangen. Interessant ist sicherlich auch die Tatsache, dass Deutschland Ende Q1/2021 für 142.731 der 446.891 elektrifizierten Fahrzeuge verantwortlich war.

Nachfolgend werfen wir noch einen Blick auf die Top-15 PHEV, nach Zulassungszahlen, welche bis Ende des ersten Quartals 2021 zugelassen wurden:

  • Volvo XC40 – 12.931 Zulassungen
  • BMW 3er-Serie – 10.350 Zulassungen
  • Peugeot 3008 – 9.278 Zulassungen
  • Mercedes GLC – 8.461 Zulassungen
  • BMW X1 – 8.431 Zulassungen
  • Renault Captur – 8.294 Zulassungen
  • Ford Kuga – 8.257 Zulassungen
  • Volvo XC60 – 8.186 Zulassungen
  • Mercedes A-Klasse – 7.723 Zulassungen
  • VW Golf – 7.408 Zulassungen
  • VW Passat – 6.331 Zulassungen
  • Mercedes GLE – 6.069 Zulassungen
  • Volvo V60 – 5.848 Zulassungen
  • BMW X5 – 5.507 Zulassungen
  • Seat Leon – 5.487 Zulassungen

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Report Edition 03.2021 Q1 March

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Tja bin gespannt was ende bzw. Anfang nächsten Jahres passiert wenn die Real Verbrauchswerte von der EU gesichtet werden.
Ich gehe davon aus das dann die Kommission empfehlen wird das Sponsoring von PHEV zu unterbinden.

Die Plugin Hybriden, so wie alle Hybriden, sind Verbrennerautos mit elektrischen Unterstützung. Von daher sollten die nicht weiter gefördert werden und sollten wie die Dinosaurier aussterben.

Dieser Umwelt- Unfug muss aufhören!! Unfassbar, dass das noch immer gefördert wird!

Wie sagte neulich der Verkaufleiter eines großen Autohauses zu mir? „PHEV sind subventionierter Steuerbetrug.“
Dem ist nichts hinzuzufügen. Er beobachtet in seinem Autohaus das gleiche Phänomen, das schon so häufig thematisiert wurde. Die meisten PHEV werden von Dienstwagenfahrern genutzt und – bis auf wenige Ausnahmen – nie elektrisch bewegt. Die wenigsten Privatkunden kaufen Plug-Ins, weil sie aufgrund der doppelten Technik einfach unverhältnismäßig teuer sind.
Der ‚Boom‘ der PHEV basiert ausschließlich auf Mitnahmeeffekten der staatlichen Förderung und der niedrigeren Dienstwagenbesteuerung und am Ende werden die Fahrzeuge ausschließlich per Verbrenner betrieben…
Hier ist die Politik ein weiteres Mal eine unheilige Allianz mit den Autoherstellern eingegangen um diesen durch die Förderung einer klimafeindlichen Technologie Vorrteile bei der CO2-Bilanz zu erkaufen.
Mein Fazit: Je schneller die Förderung von PHEV eingestellt wird, desto besser.

Nach „Diesel Gate“ jetzt „PHEV Gate“

das Problem ist weniger die einmalige Kaufprämie sondern die halbierte Dienstwagen Steuer.

für Mitarbeiter ist damit ein PHEV oft günstiger als ein reiner Verbrenner.
wer Geld sparen kann greift dann logischerweise zum PHEV auch dann, wenn er nicht zu Hause laden kann. Aber dann wird er halt auch nicht geladen. Wer stellt sich schon für 50km Reichweite regelmäßig an eine Ladesäule?

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