Peugeot startet Produktion des H2-Transporters e-Expert Hydrogen

Copyright Abbildung(en): Peugeot

Vor wenigen Tagen lief bei Peugeot das erste Wasserstoff-Fahrzeug vom Band: Ein e-Expert Hydrogen. Peugeot ist damit einer der ersten Hersteller, der neben Verbrennern und elektrifizierten Modellen auch eine Version mit Wasserstoff-Brennstoffzelle im Segment der leichten Nutzfahrzeuge anbietet.Mit dem Peugeot e-Expert Hydrogen übernimmt Peugeot die Führung in einer zukünftigen emissionslosen Technologie, die für den Markt der leichten Nutzfahrzeuge besonders relevant ist“, so Linda Jackson, Global CEO Peugeot.

Die Wasserstoff-Elektrotechnologie ermögliche Jackson zufolge einen intensiven täglichen Einsatz ohne Nachladen – ein entscheidender Vorteil für Berufstätige, die an einem Tag mehrere hundert Kilometer auf der Autobahn zurücklegen und anschließend in emissionsbeschränkte Stadtgebiete einfahren müssen. „Die von Stellantis entwickelte Wasserstofftechnologie, die in unserem Peugeot e-Expert Hydrogen zum Einsatz kommt, macht solche Einsätze möglich.“

Der Van von Peugeot zeichne sich durch die gute Integration des gesamten „Mid-Power-Plug-in-Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektro“-Systems in Motorraum und Unterboden aus. Das Ergebnis: keine Kompromisse beim Ladevolumen und ein niedriger Schwerpunkt, der Stabilität, Sicherheit und Agilität gewährleiste. Nun können die ersten Auslieferungen des Peugeot e-Expert Hydrogen (zum Zeitpunkt dieser Meldung noch nicht bestellbar) beginnen. Der erste Kunde, der noch vor dem Jahreswechsel beliefert wird, ist Watea by Michelin, eine junge Tochtergesellschaft der Michelin-Gruppe, die sich auf grüne Mobilitätslösungen spezialisiert hat.

Der Wasserstoff-Transporter ist das jüngste Symbol für die Extended Power of Choice-Strategie der Marke, die es Kundinnen und Kunden ermögliche, aus einer breiten Palette von Antrieben zu wählen, die ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen. Der e-Expert Hydrogen basiert auf dem batteriebetriebenen e-Expert. Er wird zunächst in Frankreich am Standort Hordain produziert und dann in Deutschland in Rüsselsheim auf den Produktionsstätten des Kompetenzzentrums Stellantis für Wasserstofftechnologie gebaut.

Peugeot e-Expert auch mit Brennstoffzelle
Groupe PSA

Der Peugeot e-Expert Hydrogen besteht aus folgenden Komponenten: Einer Brennstoffzelle, die mit Hilfe des im Tank befindlichen Wasserstoffs den für den Antrieb des Fahrzeugs erforderlichen Strom erzeugt, einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 10,5 kWh, die über das Stromnetz aufgeladen werden kann und die in bestimmten Fahrphasen den Elektromotor antreibt.

Innerhalb von drei Minuten kann genug Wasserstoff für weitere mehr als 400 Kilometer Strecke getankt werden, so der Hersteller. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h. Das Fahrzeug ist in zwei Längen erhältlich, mit den gleichen Ladevolumeneigenschaften wie die diesel- und batterieelektrischen Versionen: bis zu 6,1 Kubikmeter Ladevolumen, bis zu 1000 Kilogramm Nutzlast, bis zu 1.000 Kilogramm Anhängelast.

Mit der Ankündigung verschiedener internationaler Projekte wird Wasserstoff nun zu einem wichtigen Pfeiler der Energiewende, teilt Peugeot mit. Vor allem in Europa wächst das Ecosystem, und die Europäische Allianz für sauberen Wasserstoff investiert schätzungsweise 60 Milliarden Euro, um diese Lösung zu fördern.

Quelle: Peugeot – Pressemitteilung vom 15.12.2021

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die Karre geht als BEV bei 50.000€ los…

was kost dann erst die PHEV Variante -.-

wer will sich das leisten?
wenn dafür die anderes Hybride aus dem Sortiment genommen werden gerne, ansonsten wird sich das keiner leisten können.

Und die paar die so ein Fahrzeug kaufen, werden spätestens nach der ersten Inspektion allen anderen H2-Jüngern erzählen dass das zu teuer wird und sie das nie wieder tun werden.

es bleibt spannend

Es wäre schön, wenn die Hersteller endlich sagen würden was dieser Wasserstoff-Spaß kostet, aber die Hersteller schweigen oder bieten nur Leasing an oder sie machen mit jedem FCEV dicke Verluste.

Bei BEV wird aus den Batteriepreisen kein Geheimnis gemacht. Bei FCEV kann ich weder zu BZ-Anlagen noch zu den H2-Tanks irgendwelche Preise finden. Zudem ist der Preis an den H2-Tankstellen festgelegt und unterliegt nicht der Marktwirtschaft wie bei den Ladestationen – warum eigentlich?

Andere steigen vom Toten Pferd – Stellantis macht noch einen Sattel drauf!
haben die zuviel Geld?

Man lade dieses Autochen mal voll und fahre einen Berg rauf. Dann ist dieser niedliche Pufferakku leer und man muss stehen bleiben. Der wird dann gaaanz langsam von der Brennstoffzelle nachgeladen (ist das vorgesehen)
Und wo ist dann oben die h2-Tanke?? Beim BEV geht jede Steckdose ..

Zum Thema Wasserstoff in Fahrzeugen und allgemein gibt es auf Youtube etliche Videos.

Die Interviews mit Professor Dr. Maximilian Fichtner (Direktor Helmholtz-Institut Ulm), der sowohl Erfahrungen mit Wasserstoff wie auch Batterien hat, sind sehr aufschlussreich.

  • Es gibt auf absehbare Zeit gar nicht genug grünen Wasserstoff, um neben der Industrie, die ihn dringend für die Erreichung der CO2-Ziele braucht, auch noch Fahrzeuge damit zu betreiben.
  • Neben dem geringen Wirkungsgrad von FCEV gegenüber BEV und dem damit verbundenen hohen Ökostromverbrauch, sind es auch die hohen Wartungskosten, die FCEV teuer machen.
  • Bei Autos mit Wasserstofftanks muss alle 10.000 km eine Sicherheitsprüfung der Leitungen des Wasserstoffsystems durchgeführt, da Wasserstoff bei Undichtigkeit gefährlich werden kann.
  • Züge, die mit Brennstoffzellen betrieben werden, haben um 38% höhere Kosten gegenüber batteriebetriebenen Zügen, wenn man alles zusammen rechnet, also höherer Anschaffungpreis, Stromverbrauch und Wartungkosten sowie den vorzeitigen Tausch der Brennstoffzellen.
  • Tankzeiten beim FCEV sind nur dann kurz, wenn zuvor kein anderes FCEV getankt hat, sonst muss erst wieder über 1000 bar Druck aufgebaut und der Wasserstoff auf -40°C gekühlt werden.

Bei E-Fuels sieht es noch schlechter aus, hier bräuchte man die doppelte Menge an Ökostrom und damit auch die doppelte Zahl an PV- und Windkraftanlagen, um genau so weit zu kommen wie mit einem FCEV.

Bei Batterien geht es bei Volumen und Gewicht wie auch beim Preis deutlich nach unten, auf kritischen Stoffe wie Cobalt und wohl auch auf Lithium kann zunehmend verzichtet werden. Bei der Produktion wird immer öfter 100% Ökostrom genutzt, so dass der CO2-Rucksack bei Batterien gegen Null geht.

Die FCEV werden wohl eine teuere Erfahrung der Hersteller und vielleicht als kleine Nische bleiben.

H2 wäre hier oben in NF interessant, 3 Tanken vorhanden, 5 wohl in 2023 und bis Grenze DK nochmal 3 …das reicht für Lokalen Verkehr, außerdem touren hier schon mind. 3 H2 BUSSE.
Wenn Toyota mal billiger werden würde, für 60.000 würd ich reingehen – nur die mit Stecker mag ich nicht… Vielleicht gibt sich ja PEUGEOT auch noch mal nen Tritt und produziert VAN oder SUV damit, ich brauche Ladefläche.

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