Opel: Die Akku-Retter von Rüsselsheim

Opel: Die Akku-Retter von Rüsselsheim

Copyright Abbildung(en): Opel

Opel macht dem Blitz im Markenzeichen Ehre. Und das nicht nur beim Verkauf von E-Autos. Parallel zur Elektro-Offensive bei den Händlern hat der deutsche Hersteller kontinuierlich eine Abteilung für Service und Instandsetzung von Hochvolt-Technologie aufgebaut, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Was für den Opel Ampera vor zehn Jahren begonne habe, sei nun in Rüsselsheim auf den modernsten Stand gebracht worden.

Im Batterie-Center am Opel-Stammsitz werden demnach jetzt neben Akkus der damaligen Modelle auch die Antriebe aller Opel-Modelle auf der eCMP-Plattform – aktuell Opel Corsa-e und Mokka‑e – sowie von Combo-e, Vivaro-e und Zafira-e Life getestet und wenn nötig repariert. Bis Ende dieses Jahres wird Opel nach eigenen Angaben mit neun Modellen elektrisch unterwegs sein und bis 2024 in jeder Baureihe eine elektrifizierte Variante anbieten.

Wir haben in Rüsselsheim über die Jahre viel Erfahrung mit Lithium-Ionen-Batterien gesammelt„, sagt Opel-Entwicklungschef Marcus Lott. Die Fehlerquote sei insgesamt sehr niedrig. „Wenn es jedoch zu einem Defekt kommt, sind Ursachenforschung und Reparatur häufig etwas für Spezialisten.“ Daher nutze das Unternehmen seine Kompetenz und sorge zentral für effiziente und schnelle Abhilfe.

Das so genannte „Battery Refurbishment Center“ wurde laut Opel deutlich erweitert und modernisiert. Alle Mitarbeiter seien nun für das Hochvolt-Level 5 geschult und damit echte Starkstrom-Experten. In Rüsselsheim betreuen die Techniker demnach jene Fälle, bei denen die Händler von Portugal bis Polen nicht weiterhelfen können. Im letzten Jahr seien rund hundert Defekte in einem bis zu zehn Jahre alten E-Auto-Bestand festgestellt worden.

Bei diesen Fehlern handelt es sich nach Angaben von Opel etwa um Steuergeräte, die nicht mehr richtig arbeiten oder – im schlimmsten Fall – um den Ausfall einzelner Batteriezellen. Werde dies festgestellt, erhalte der Kunde unverzüglich eine Austausch-Batterie als Ersatz und der gesamte Akku-Pack komme nach Rüsselsheim.

Dort schlägt dann die Stunde der Spezialisten, denn der fehlerhafte Akku darf ausschließlich im Batterie-Center geöffnet werden. Dafür, heißt es bei Opel, muss die verklebte Einheit aufgeschnitten werden. Anschließend wird die defekte Zelle getauscht – und die dann wieder voll leistungsfähige Batterie wandert als Austausch-Akku ins Lager.

Quelle: Opel – Pressemitteilung vom 23. März 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Interessant wäre die Anzahl der bis zu 10 Jahre alten Opels gewesen, die in Europa unterwegs sind. 100 Fälle hört sich nicht viel an. Bei 1000 Fahrzeugen im Bestand würde sich das relativieren. Aber gut, das nicht alle Akkus im Schrott(Recyclinghof), sondern repariert im Lager(Speicherfarm?) hoffentlich als Energie Speicher genutzt werden. Bis sie dann wieder in Auto zum Einsatz kommen.

Sehr gut OPEL— weiter so. Es wäre ja gelacht wenn die nicht schon durch ihre erste Amperaerfahrung mehr wüssen als andere.
Die Sicherheit zu haben, wie dies mit den 8 jährigen Akkus weitergehen kann, ist ein Verkaufsargument für OPEL.

Das H-Kennzeichen beim Ampera.Kein Problem,ich machs.Weiter so!!

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