NIO mit starken Quartalszahlen und weiterhin auf Wachstumskurs

Copyright Abbildung(en): NIO

Das chinesische E-Auto-Start-up NIO hat seine aktuellen Quartalszahlen vorgelegt. Demnach hat NIO im zweiten Quartal 2021 insgesamt 21.896 Fahrzeuge ausgeliefert, davon 4433 Stück des siebensitzigen SUV ES8, 9935 Stück des fünfsitzigen SUV ES6 sowie 7528 Stück von dessen SUV-Coupé-Ableger EC6. Das entspreche einem Anstieg von insgesamt 112 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2020 und einem Anstieg von 9,2 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2021. Zum 31. Juli 2021 erreichten die kumulativen Auslieferungen von ES8, ES6 und EC6 125.528 Fahrzeuge.

Wir erreichten im zweiten Quartal 2021 eine Rekord-Quartalsauslieferung“, sagte William Bin Li, Gründer, Vorsitzender und Chief Executive Officer von NIO anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Geschäftszahlen. „Während die globale Lieferkette immer noch mit Unsicherheiten konfrontiert ist, haben wir eng mit unseren Partnern zusammengearbeitet, um die gesamte Produktionskapazität zu erhöhen“, so der NIO-Chef. Ermutigt durch die wachsende Nutzernachfrage setze sich der Hersteller zudem weiterhin dafür ein, sein Lade- und Batteriewechselnetz weiter auszubauen, seine Service- und Vertriebsabdeckung zu erhöhen und vor allem seine Produkt- und Technologieentwicklung zu beschleunigen.

Für das dritte Quartal 2021 erwartet das Unternehmen, zwischen 23.000 und 25.000 Fahrzeuge ausliefern zu können, was einem Anstieg von etwa 89 Prozent bis 105 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal 2020 und einem Anstieg von etwa 5 Prozent bis 14 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2021 entsprechen würde

Das Produktionsvolumen soll auf 240.000 steigen

Der Fahrzeugumsatz belief sich im zweiten Quartal 2021 auf umgerechnet 1,05 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 127 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2020 und einem Anstieg von 6,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2021 entspricht. Die Fahrzeugmarge betrug Nio zufolge 20,3 Prozent, verglichen mit 9,7 Prozent im zweiten Quartal 2020 und 21,2 Prozent im ersten Quartal 2021. Der Gesamtumsatz belief sich im zweiten Quartal 2021 auf umgerechnet 1,12 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 127 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2020 und einem Anstieg von 5,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2021 entspricht.

Den Bruttogewinn des zweiten Quartals beziffert NIO mit umgerechnet 208 Millionen Euro, was einem Anstieg von 403 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2020 und einem Anstieg von 1,2 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2021 entspricht. Die Bruttomarge betrug 18,6 Prozent, verglichen mit 8,4 Prozent im zweiten Quartal 2020 und 19,5 Prozent im ersten Quartal 2021. Der Verlust aus dem operativen Geschäft betrug demnach im zweiten Quartal 2021 umgerechnet 102 Millionen Euro, was einem Rückgang von 34 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2020 und einem Anstieg von 158 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2021 entspricht. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, begrenzte Barmittel und kurzfristige Investitionen beliefen sich zum 30. Juni 2021 auf umgerechnet 6,4 Milliarden Euro.

Im Mai 2021 erneuerte NIO mit der Jianghuai Automobile Group (JAC) sowie Jianglai Advanced Manufacturing Technology (Jianglai) seine Fertigungsvereinbarungen über die gemeinsame Produktion von NIO-Elektroautos. Gemäß den neuen Vereinbarungen fertigt JAC vom Mai 2021 bis Mai 2024 weiterhin die Modelle ES8, ES6 und EC6 sowie die Limousine ET7, die bis zu 1000 Kilometer Reichweite aufweisen und 2022 erscheinen soll. Außerdem kündigte NIO zwei weitere Modelle für das kommende Jahr an, die ebenfalls von JAC gefertigt werden sollen. JAC werde demnächst seine jährliche Produktionskapazität auf 240.000 Einheiten erweitern, um der wachsenden Nachfrage nach NIO-Fahrzeugen gerecht zu werden, heißt es weiter.

NIO will weiterhin für die Fahrzeugentwicklung und -technik, das Lieferkettenmanagement, die Herstellungstechniken sowie das Qualitätsmanagement und die Qualitätssicherung verantwortlich sein. Jianglai wiederum verantwortet die Teilemontage und das Betriebsmanagement verantwortlich sein.

Quelle: NIO – Pressemitteilung vom 11.08.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Diese Zahlen müssten allen alten Verbrenner OEMs – nicht nur in Deutschland – die Tränen in die Augen treiben.
Greta würde wieder sagen „I want you to panic“
Aber jeder, der exponentielles Wachstum nicht wirklich verstanden hat glaubt noch an ein Zeitfenster bis 2030 – RIP 🙂

1+
Nicht nur Tesla legt das OEM-Verbrenner-Desaster bloß. die Asiaten drehen richtig auf.
Insbesondere China formiert sich zum Rundumschlag ihre unzähligen Hersteller in den nächsten Jahren auf den weltweiten Markt zu werfen.
Bei den Verbrennern hatten sie keine Chance, bei den BEVs sind sie meilenweit wie Tesla vorn, wo sich hier alle auf das elektrifizieren von 100 Jahre alten Verbrennern konzentrieren und die aberwitzigsten Statisken und wissenschaftlichen Aussagen gegen BEVs verfassen.
Was für eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen 🙂

Ich habe mal einen lustigen Gedanken an euch. Der Strom, den diese Fahrzeuge verkonsumieren kommt trotzdem meistens aus fossilen Brennstoffen, in den USA sogar noch viel mehr als in Deutschland. Deswegen gibt es nicht viele Gründe ein Elektro-Fahrzeug zu benutzen, wenn man noch einen Verbrenner in der Garage hat, glaube dem würde auch Greta zustimmen. 😉
Aber super Thorsten Powerall, dass du mehr Ahnung von exponentiellen Wachstum hast, als die Wirtschaftsspezialisten der OEM Verbrenner Hersteller, die werden ja sicher den ganzen Tag nur die Daumen drehen, richtig ? Ich bin übrigens kein Gegner von Nio / Elektroautos, aber immer nur auf die alten Generationen zu schimpfen ist nicht sonderlich sinnig.

„Ich habe mal einen lustigen Gedanken an euch. Der Strom, den diese Fahrzeuge verkonsumieren kommt trotzdem meistens aus fossilen Brennstoffen…“

Komisch, der Anteil am Strommix lag bei erneuerbaren Energien in Deutschland über 50% im Jahr 2020. Von daher ist die Aussage falsch.

Korrektur: 2021 Q1 lag der Strommix wirklich zugunsten der fossilen Energieträger. (Quelle: Fraunhofer Institut).

Hinzu muss aber auch gesagt werden, dass der Anteil erneuerbaren Energien in den letzten Jahren immer nur in eine Richtung zeigt und zwar nach oben. Ausnahme ist bisher hier nur das Q1 2021.

Der Torsten ist auch noch gar nicht darüber informiert, wie viele BEV Fahrer eine eigene PV Anlage auf dem Dach haben 😉

Tja
unsere BEV werden seit 2014 mit PV Strom geladen …
Aber der „Kolben Maschinen Fraktion“ ist der begriff PV sowieso ein
Fremdwort …

Ich empfehle Dir einmal ein Buch zu lesen:
“Noch haben wir die Wahl“ (erschienen 2021)
Autoren:
Luisa Neubauer
(24 Jahre jung: Fridays for future Deutschland)
&
Bernd Ulrich
(62 Jahre alt stellv. Chefredakteur der „ZEIT“

Danach liest Du dir Deinen Kommentar noch einmal durch und setzt Dich mit rotem Kopf wieder hin 😉

Selbst wenn der Strom aus Kohle, Benzin oder Gas hergestellt werden muss, ist dieser Strom immer/meistens viel sauberer als das Abgas aus ineffizienten Verbrennern auf den Straßen in Wohnvierteln zu verteilen.
Allein der Vorteil lokaler abgasfreier Mobilität ist volkswirtschaftlich völlig unterbewertet.
Lieber schimpfen alle über die schlechte Luft, als darüber nachzudenken, wodurch sie verursacht wird.
Verbrenner müssen raus aus den Städten, am besten erst gar nicht mehr zugelassen.
In jeder Stadt hängen grüne Punkte, in manchen Städten sind manche Fahrzeugklassen erst gar nicht mehr zugelassen. Stromer haben dieses Problem nicht, die stinken nicht und machen zudem viel weniger Lärm, und färben ihre Umwelt nicht rußschwarz.
Die Befürworter von Verbrenner kommen immer mit den gleichen Argumenten, wie Strom ist schmutziger und es gibt nicht genug davon, Kinderarbeit, Recyclingprobleme, Haltbarkeit, bla bla bla, der Stammtisch vor 40 Jahren lässt grüßen.
Ansonsten hat aber keiner mehr eine Gasbeleuchtung zu Hause, kocht nicht mit Benzin oder Kohle, wäscht seine Wäsche per Hand, etc, etc.. Da haben sie alle Strom auf einmal.
Dazu gibt es immer die gleichen Studien, wo sich Leute tatsächlich Gedanken machen, welche Autos für wen in Frage kommen. Ergebnis: Mutti bringt ihre Gören mit dem SUV oder T5 die 1000m in den Kindergarten/Schule, oder fährt zur Arbeit.
Abgas in die Luft blasen ist einfach nur ein Kavaliersdelikt, selbst wenn der TDI zum Himmel qualmt sei der BEV dagegen ein Umweltsünder.
Morgens im Stau in der Stadt kann jeder miterleben, wie trüb die einmal frische Luft werden kann. Darin leben die meisten Menschen bereits die meiste Zeit ihres Lebens.
Mein Ziel: Weg mit den Abgasschleudern, zu Boden, in der Luft und auf Wasser.
Für eine saubere Umwelt, Klimaschutz und frische Luft.

Einfach richtig was er sagt.
Im Gegensatz zu den „schlauen Stammtisch Gesprächen“ …

Und selbst mit dem Strommix ist das E-Auto noch umweltfreundlicher. Aber: der Strommix kann immer sauberer werden. Bei Verbrennern wird das schwierig.

Farnsworth

Wer nicht weiß, dass exponentielles Wachstum oft schnell wieder ein Ende haben kann, der sei auf die Impfquote bei Corona dieser Zeit verwiesen.
Leider.

Ein wunderschönes Fahrzeug und sicherlich auch technologisch den Europäern voraus, aber: gebaut in einer staatskapitalistischen, kommunistischen Diktatur, die Menschenrechte mit Füßen tritt, sich die Ressourcen fremder Länder aneignet, indem sie diese in ökonomische Abhängigkeit zwingt und in übelster kolonialistischer Manier die Weltherrschaft anstrebt. Dann kaufe ich doch lieber ein E-Fahrzeug, das in einem demokratischen Land hergestellt wurde – wohlwissend um die leider gegebenen globalen Lieferketten, die sich leider derzeit noch einen Dreck um die Zustände in den Herkunftsländern kümmert! So wie es zukünftig bei Importen eine Rolle spielen muss, ob Waren klimaneutral hergestellt wurden (sonst müssen sie mit entsprechenden Klima-Zöllen belegt werden) muss auch die Wahrung der Menschenrechte eine Rolle spielen! Ansonsten müssen solche Länder aller Profitgier zum Trotz vom Handel innerhalb der zivilisierten Länder ausgeschlossen werden! Es wäre zu schön, wenn ich das noch erleben dürfte…

Sehr wahr, leider.

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