NIO nimmt 2. Generation der Batteriewechsel-Stationen in Betrieb

NIO nimmt 2. Generation der Batteriewechsel-Stationen in Betrieb

Copyright Abbildung(en): NIO

Im Gegensatz zu Branchenprimus Tesla setzt das chinesische Start-Up NIO bei seinen E-Modelle auf die Möglichkeiten des Akku-Tauschs an sogenannten Batteriewechselstationen. Über zwei Millionen Akku-Wechsel habe man bisweilen vorgenommen. Mitte April 2021 nimmt das Start-Up nun seine zweite Generation der Batteriewechsel-Stationen in Betrieb. Die NIO Power Swap Station 2.0 ermöglicht 312 Batteriewechsel pro Tag.

Laut Kurzbeschreibung werden die neuen Stationen mit 14 Batterieschächten ausgestattet sein – diese enthalten 13 Batteriepacks und einen leeren Schacht, um eine entladene Batterie aufzunehmen. Die Station ist vollautomatisch – einschließlich automatischem Parken – und kann bis zu 312 Batteriewechsel pro Tag durchführen – dreimal mehr als die vorherige Generation. Die erste NIO Power Swap Station 2.0 wurde in Peking in Betrieb genommen. Verbaut seien bis zu 239 Sensoren, welche mit vier zusammenarbeitenden Cloud-Computing-Systemen zusammenarbeitet, die in der Station untergebracht sind. Diese Kombination mache die Batteriewechsel-Station zu einer „softwaredefinierten intelligenten Lösung“.

Anfang Oktober 2020 hatte das Unternehmen rund 155 Batteriestationen in Betrieb. Im Januar 2021 sind es mehr als 170. Der aktualisierte Plan sieht vor, in China bis Ende 2021 ein Netz von 500 Stationen zu installieren. Ein aktueller Ausbau-Zwischenstand im März 2021 wurde nicht kommuniziert. Allerdings hat das Unternehmen mitgeteilt, dass die Nutzer der Batteriewechselstationen über 396 Millionen Kilometer Fahrstrecke zurückgelegt haben.

Aktuell ist davon auszugehen, dass das Netz an Batteriewechsel-Stationen eher noch schneller skaliert, als zunächst angenommen. Denn NIO verkündet eine Partnerschaft mit dem chinesischen Mineralölkonzern Sinopec, die verschiedene Bereiche der E-Mobilität umfassen soll. Das wichtigste Ziel der Kooperation sei der Aufbau eines Netzwerks von 5.000 Batterietausch-Stationen bis 2025. Mit der gemeinsamen Zusammenarbeit signalisiere Sinopec das Streben in die Ära der neuen Energiefahrzeuge. Sinopec wolle vom traditionellen Verkauf von Erdölprodukten hin zu einem „integrierten Energiedienstleister für Öl, Gas, Wasserstoff, Elektrizität und Nicht-Öl-Geschäfte entwickeln, der sich auf die Entwicklung neuer Dimensionen wie Batteriewechsel und Hochleistungs-DC-Schnellladung konzentriert“.

Als integraler Bestandteil von NIOs Battery-as-a-Service (BaaS)-Lösung mit aufladbaren, austauschbaren und aufrüstbaren Batterien dient Power Swap nicht nur als zeitsparende Lösung für die täglichen Bedürfnisse der Nutzer, sondern ermöglicht es ihnen auch, die Batterie aufzurüsten und kontinuierlich vom Fortschritt der Batterietechnologie zu profitieren. Hierzu ein kleiner Exkurs: Anfang November 2020 bot das Unternehmen 70 kWh- und 84 kWh-Batteriepakete anMitte November dann die Info, dass ein 100 kWh-Akku Einzug in das Angebot von NIO hält, um die maximale Reichweite der NIO-Fahrzeuge noch weiter zu steigern. Bereits Ende August konnten wir berichten, dass chinesische Elektroauto-Start-up die Akkus seiner Elektroautos ab sofort auch zur Miete anbietet. Mit dem Mietmodell können NIO-Kunden das finanzielle Risiko eines Akkudefekts oder -ausfalls ausschließen und profitieren von einem stetig wachsenden Netz an Akkutausch-Stationen.

Quelle: NIO – Per Mail

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ja… das klingt erstmal ja schon beeindruckend! – Ich bin gespannt was da noch so alles kommt.

Last edited 1 Jahr zuvor by Markus V.

Aus dem Artikel:

„Mit dem Mietmodell können NIO-Kunden das finanzielle Risiko eines Akkudefekts oder -ausfalls ausschließen …“

Renault-Mietakku-Kunden haben hingegen in zunehmender Zahl von erheblichem Ärger bei Betrieb und insbesondere auch von Problemen bei Verkauf der Autos geklagt – jedenfalls solange, bis Renault 2020 erklärt hat, künftig vom Mietmodel Abstand zu nehmen:

https://www.elektroauto-news.net/2020/renault-kuenftig-keine-batteriemiete-mehr-zoe-kangoo-ze#comments

Renault-Vorstand Martin Zimmermann bestätigte, dass das Mietmodell aus mehreren Gründen nicht mehr zeitgemäß sei: Die Akkus hätten sich im Alltagsbetrieb als deutlich standfester erweisen als zunächst angekommen [Fehler im Originaltext!] …

Das Konzept einer Wechselbatterie ist für Kunden extrem attraktiv, da das Auto mit der Batterie nicht mehr in einer Schicksalsgemeinschaft in Sachen Wert ist. Auch die Zusammenarbeit mit dem Tankstellenbetreiber ist enorm sinnvoll. Das Netz der Tankstellen existiert und die Tankstellen hätten so eine Zukunft als E-Wechsel-Station.
Ich finde es schade, dass die deutschen Autobauer konzeptionell nicht soweit sind.
Wenn NIO nach Europa kommt könnte das interessant werden.

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