NIO ET7: E-Limousine mit über 1.000 km Reichweite & Sprinter-Qualität

NIO ET7: E-Limousine mit über 1.000 km Reichweite & Sprinter-Qualität

Copyright Abbildung(en): NIO

Der NIO ET7 ist das neuste Modell des chinesischen Elektroauto-Start-Up NIO. Mit der Elektro-Limousine mit eingängigem Design will das Unternehmen noch stärker auf den Massenmarkt zugehen. Zudem kommt es neben dem rein elektrischen Antrieb ausgestattet für autonomes Fahren daher. Versteht es hierbei die Sensoren und notwendige Technologie dezent im Exterieur unterzubringen.

Das Start-Up selbst beschreibt das Design und Auftreten des E-Fahrzeugs als minimalistisch progressiv, reduziert auf das Notwendigste. Rahmenlose Fenster sowie sanft schließende Türen mit ausfahrbaren Türgriffen unterstreichen diesen Designansatz. Der Stromer, den man schon als „ET Preview“ Konzeptfahrzeug kennt, wird in Serie mit einem 1,9 m² großen Glasdach daherkommen, welches von außen ebenfalls sofort ins Auge springt.

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Auch im Innenraum setzt sich der minimalistische Ansatz fort. Zudem setzt NIO bewusst auf nachhaltige Materialien, welche im E-Auto zum Einsatz kommen. Licht spielt sowohl im Inneren, als auch Außen eine entscheidende Rolle und wirkt überzeugend. Dieser Design-Ansatz erscheint insofern entscheidend, da NIO nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein zweites Wohnzimmer für dessen Fahrer auf die Straße bringen möchte. Den richtigen Sound hierfür gibt es durch das „7.1.4 Immersive Sound-System“, dem ersten seiner Art in einem Auto.

Bis zu 1.000 km Reichweite Dank 150-kWh-Akku und echte Sprinter-Qualitäten

Nun aber zu den technischen Daten der E-Limousine, welche es auf einen cW-Wert von 0,23 bringt. Angetrieben wird der Stromer durch die 2. Generation des NIO E-Antriebs, welcher als Allrad-System verbaut ist. Dieser bringt an der Vorderachse 180 kW (Permanent Magnet Motor) und an der Hinterachse 300 kW (Induktion Motor) Leistung. Die Systemleistung beträgt somit 480 kW, bei 850 Nm maximalen Drehmoment. Von 0 auf 100 km/h geht es damit in 3,9 Sekunden. Von 100 auf 0 km/h kommt das E-Auto nach 33,5 Meter Bremsweg, wie NIO zu verstehen gibt.

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Hinsichtlich der Reichweite ist die Rede von über 500 km mit einer Ladung aus dem 70 kWh großen Akku. Mit dem aufpreispflichtigen 100 kWh-Akku seien über 700 km Reichweite drin. Mit dem 150 kWh-Akku sogar über 1.000 km Reichweite. Wohlgemerkt im NEFZ-Zyklus. Der Stromer bringt es auf eine Höhe von 1.505 mm, eine Gesamtlänge von 5.098 mm, sowie einem Radstand von 3.060 mm. Die Breite wird mit 1.987 mm angegeben.

NIO ET7 – Preise des Stromers – mit Batterie oder Batterie-Leasing

NIO unterscheidet beim NIO ET7 seine Preise hinsichtlich der Tatsache, ob man den Stromer direkt mit Batterie kauft oder diese auf monatlicher Basis mietet. Hierdurch ergibt sich folgende Preisgestaltung (vor Subventionen).

NIO ET7 – Kaufpreis inklusive Batterie

  • ET7 mit 70 kWh-Akku – ungefähr 56.600 Euro
  • ET7 mit 100 kWh-Akku – ungefähr 63.900 Euro

NIO ET7 – Kaufpreis mit Batterie-Leasing

  • ET7 mit 70 kWh-Akku – ungefähr 47.750 Euro – Batteriekosten ca. 124 Euro/Monat
  • ET7 mit 100 kWh-Akku – ungefähr 47.750 Euro – Batteriekosten ca. 187 Euro/Monat

Die Preise der 150 kWh-Variante des ET7 wurden bei der Vorstellung im Rahmen des NIO Day 2020 nicht kommuniziert. Die beiden „kleineren“ Versionen des ET7 können ab heute vorbestellt werden.

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Ebenso eine „NIO ET7 Premier Edition“, diese kommt mit 100 kWh-Akku, Nappa Premium Interieur, 20 Zoll-Performance Reifen sowie NOMI Mate 2.0 daher. Für diese werden bei Kauf mit Batterie um die 66.500 Euro fällig, sollte man sich für die Premier Edition des ET7 mit Batterie-Leasing entscheiden beträgt der Preis um die 50.300 Euro, die Batteriekosten bewegen sich dann bei um die 187 Euro/Monat.

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Wer einen der Stromer für aktuell um die 632 Euro vorbestellt, spart 1.664 Euro am späteren Kaufpreis. Zudem gibt es weitere „Bonus-Vorbesteller-Angebote“ für NIO-Besitzer, welche sich je nach Status oder Fahrzeugmodell aufgliedern. Ausgeliefert werden die Fahrzeuge ab dem ersten Quartal 2022, gemäß Eingang der Vorbestellungen.

Weltpremiere des NIO ET7 im Bewegtbild

Nachfolgend habe ich euch die Weltpremiere des ET7 von NIO im Bewegtbild eingebettet. Hier bekommt ihr sämtliche Informationen, Details und Fakten zum neuen NIO Stromer mit englischen Untertitelen präsentiert.

NIO Autonomous Driving (NAD): Echte Alternative zu Teslas Autopilot

NIOs „NIO Autonomous Driving (NAD)“ rückt die E-Fahrzeuge des Unternehmens abermals einen Schritt näher an Tesla heran. Mit dem neu vorgestellten System soll voll autonomes Fahren möglich sein, wie im Rahmen des NIO Day 2020 berichtet wurde. Hierfür greift das Start-Up auf NIO Aquila zurück, welches die Bezeichnung für die erste hochauflösende Kamera (8 MP) ist, welche in einem Fahrzeug verbaut wird. Tesla greift im Vergleich hierzu auf eine 1,2 MP-Kamera zurück. Die höhere Auflösung und Darstellung ermöglicht es dem NIO ET7 Objekte und Hindernisse in größerer Entfernung zu erkennen und das System dementsprechend darauf reagieren zu lassen.

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NIO untermauert dies mit Zahlen, so sei das System in der Lage Fahrzeuge in 687 Meter Entfernung zu erkennen; Tesla in 229 Meter. Leitkegel würde man in 262 Meter Entfernung erkennen (Tesla 87 Meter) und Menschen auf eine Entfernung von 223 Meter (Tesla 74 Meter). Betrachtet man diese Zahlen wird ersichtlich, dass in der Tat eine frühere Reaktion des Systems einleuchtend erscheint.

Gemeinsam mit Innovusion habe man „Ultralong Range High Resolution LiDAR“-Sensoren entwickelt, die in einem Blickfeld von 120°, bis zu 500 Meter Entfernung sowie um eine deutlich bessere Sehfähigkeit als das menschliche Auge arbeiten. Hindernisse, welche somit der Kamera entgehen, werden durch den Sensor von NIO und Innovusion erfasst. Insgesamt seien 11 8 MP-Kameras, ein 1.550nm LiDAR-Sensor, fünf mmWaveRad, 12 USS sowie zwei GPS/IMU sowie jeweils ein V2X als auch ein ADMS Sensor im NIO ET7 verbaut.

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Die Kameras sind teils auf dem Dach der E-Limousine vorzufinden – jeweils in einer „Wachturm-Position“ – um ein möglichst großes Sichtfeld zu ermöglichen. „Blinde Flecken“ werden somit besser vermieden, als durch Kameras, welche beispielsweise an der B-Säule des Fahrzeugs verbaut sind (Tesla). Hinzu kommt eine mittig zentrierte Kamera, welche die Sicht nach vorne im Blick behält und in Summe zum 120°-Blickfeld des Systems von NIO beiträgt.

Bis zu acht Gigabyte Daten können pro Sekunde durch das NIO Aquila-System verarbeitet werden, wie NIO während des NIO Day 2020 zu verstehen gibt. Möglich wird dies allerdings nur dadurch, dass man mit dem ET7 einen Computer auf Räder geschaffen hat. „Adam“ spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Es handelt sich im Fall von NIO um ein „Ultrahigh Speed Backbone Network“, welches es gestattet die gesammelten Daten des Fahrzeugs zu verarbeiten.

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„Adam“ setzt sich aus vier NVIDIA Drive Orin SoCs, 48 A78 CPU-Kernen, 256 3rd Generation Tensor Cores sowie 8.096 CUDA Cores und 68 Milliarden Transistoren zusammen. Oder anders ausgedrückt: Adam bringt es auf 1.016 TFLOPS (Terra Floating Point Operationen / Sekunde) oder nochmal anders ausgedrückt auf eine vergleichbare Leistung von sieben Tesla Autopilot Systemen.

NIO Autonomous Driving (NAD) könne somit mehr Daten, viel schneller und wesentlich genauer verarbeiten als aktuell jedes andere vergleichbare System am Markt. Übrigens das System ist bereits in der Standard-Ausstattung des ET7 verbaut. Eine Ansage. Ähnlich dem Batterie-Abo-Modell gibt es auch NAD als ein zu buchbaren Service auf Monatsbasis. Hierfür rechnet NIO um die 86 Euro/Monat ab.

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Über NIO…

NIO wurde im November 2014 gegründet hat im Juni 2018 in China mit der Auslieferung des ES8 begonnen, einem 7-sitzigen Elektro-SUV. Vor einigen Monaten folgte das zweite Modell, der 5-sitzige SUV ES6. Noch in diesem Jahr soll das Crossover-Coupé EC6 in den Verkauf gehen. Nio-Modelle sollen in gut eineinhalb Jahren auch in Europa zu haben sein. Ob auch in Europa die Akkus zur Miete und im Wechselmodell zur Verfügung stehen, ist bislang allerdings noch nicht bekannt.

Quelle: NIO – Pressemitteilung / Live-Stream des NIO Day 2020

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Wahnsinn! Und das Beste! Das 150 kw Modell kostet gerade einmal 65.000 – 70.000 € voll ausgestattet! Ein BMW oder Mercedes mit diesen Stats kommt wohl eher auf 140-170.000€
Game Over!

Sind da die Steuern eigentlich schon drin?

Game Over?
Klingt nach Freude.
Für den drittgrößten Industriezweig!
Ihnen ist schon bewusst welch weitreichende Folgen das für jeden einzelnen Bürger hat?
Anscheinend nicht.
Die deutsche Automobilindustrie muss sich weiterentwickeln, Fakt.
Das diese nicht sterben darf, Fakt….
Der Akku ist dabei (meiner Meinung nach!) leider der falsche Weg.

Die deutsche Automobilindustrie hatte genügend Zeit (spätestens nach dem selbstverursachten Dieselskandal), Mitteln und (wahrscheinlich) Wissen wo sich die Mobilität hin entwickelt…
Die westlichen Nachbarn haben es wohl rechtzeitig begriffen, oder?
Die Straußvogel-Politik und permanente Ausweichmanöver in angesichts der Energiewende kann keinesfalls irgendwelche Früchte tragen!
Das Volk dankt dafür!

Wohlstand macht träge…

Wenn jemand behauptet auf der Mittelspur bequem,konstant und entspannt weiter zu fahren wird sehr schnell links und rechts überholt…

Last edited 6 Monate zuvor by Tom62

Ich gebe ihnen Recht, aber mit ihrer Schlussfolgerung, der Akku ist der falsche Weg, muss ich folgern dass bei ihnen eine kognitive Dissonanz vorliegt.

da die deutschen Hersteller Batterieautos und KI fast links haben liegen lassen, sind Sie in diese Situation gekommen und nun sollen die Batterien der falsche Weg sein?
So nach dem Motto alle wollen Bitcoins, ich bin aber zu spät dran und erfinde nun den Mercoin und hoffe, dass das gut gehen wird.

nehmt doch wenigstens die richtigen Bilder

Die Daten klingen sehr vielversprechend und die Preise extrem konkurrenzfähig – bleibt abzuwarten was, wann und in welcher Menge das Auto dann im jeweiligen Markt lieferbar sein wird.
Amüsiert stelle ich denn immer wieder hergestellten Vergleich zu Tesla fest – höher, weiter, schneller.
Das ist irgendwie, wie bei Apple und Samsung.
Apple 12 Megapixel – Samsung 15 usw.
Das 15 nicht notwendigerweise auch das bessere Bild machen ist ja hinreichend bewiesen, da es eben nicht nur auf die Pixel ankommt.
Ich glaube mich daran erinnern zu können, dass Ingenieure von Nivida gesagt haben, sie könnten den Tesla FSD Chip in den nächsten Jahren nicht nachbauen?
Die Zukunft wird es zeigen – Hauptsache elektrisch

Natürlich ist Tesla nicht uneinholbar und der heilige Gral – aber die Konkurrenz wurde schon allzu oft angekündigt – bisher immer vergeblich
Siehe Ford Mustang Mach-e

Sagen wir es mal so. Mehr Pixel bringen was, wenn der Chip auch größer wird. Sie Empfindlichkeit hängt letztlich von der Größe der Pixel ab. Aber mehr Pixel heißt letztlich auch mehr Daten die verarbeitet werden müssen. Dass Tesla nicht uneinholbar ist, dürfte auch klar sein. NVidia & Co sind ja nun auch keine Amateure. Aber ist trotzdem Krass welche Rechenleistung man in ein Auto baut. Überraschend ist es nicht, wenn man bedenkt was ein Autopilot können muss.
Um die Reichweite wirklich vergleichbar zu haben, müsste man letztlich WLTP Werte angeben. Die kann man im Alltag wirklich auch erfahren. NEFZ ist ja nicht wirklich hilfreich, weil wirklich unrealistisch. Preise sind natürlich gut. Aber von den Reichweiten sieht es mir nach keinem Wunder aus bei den Akku Größen. Aus den Plänen mehrerer Hersteller ist ja ersichtlich, dass >100kWh bald mehr und mehr kommen, wenn auch keine Preise bekannt sind.
Man sieht, dass man halt mit ner nicht-SUV Form weiter kommt als mit den beliebten SUVs.

Meine Kristallkugel sagt: NIO breiter erst die Flügeln aus und kann in eine rosige Zukunft blicken…

Dafür wird die Regierung schon sorgen.. 😉

Wer es noch nicht {wußte|wissen wollte}:
Das Reichweitenargument resp. der Wasserstoff-PKW ist tot!

Wer hätte das gedacht?

Der Wasserstoff-Pkw ist auch ohne 1000 km Reichweite tot.

Wenn der Durchschnittautofahrer 1000 km im Monat fährt, dann könnte er auch 1x in der Woche für 250 km aufladen und 3/4 bei der Batterie sparen und der Kaufpreis würde kleiner.

Die vielen Kurzstreckenfahrer kämen auch mit 150 km Reichweite locker eine Woche aus und da Batterien auch mit den Jahren altern, wäre eine 1000-km-Batterie bei vielen E-Autos reine Resourcenverschwendung.

Statt Riesenbatterien sollte bei E-Autos mehr in günstig gelegene Ladestationen (z.B. beim Supermarkt und Arbeiteber) investiert werden, dann könnte die Mehrzahl der E-Autos viel leichter und billiger sein.

E-Autofahrer sollten keine Batterien horten wie in Corona-Zeiten das Clopapier – etwas mehr Vernunft wäre gut.

Appell an die Vernunft? Sinnlos bei homo sapiens. Hatte jahrelang einen 2001er Think! aus Norwegen mit allen Vernunftmerkmalen (970kg, kompakt, guter Kofferraum, 130km Reichweite) und wurde dafür nur belächelt / ausgelacht. Kaum sind E-SUV verfügbar und genügend Fördergelder drauf, entdecken die Menschen die E-Mobilität….

Mit nichten. Ich fahre jeden Tag 165 km hin und zurück zur Arbeit. Mein Hyundai Kona mit 204 PS fähret jeden Tag die Strecke. Aufgeladen wird er von der eigenen Solaranlage auf dem Carport und einem Batterie System mit 29 Kw. Kosten ca. 10.900 euro für die Anlage. Aber insgesamt jetzt 36.000 km gefahren und immer noch volle Batterieleistung.

Das mit der Batteriegrösse ist tatsächlich so ne Sache. Bei NIO kann man z.b. eine 70er Batterie kaufen und wenn man mal eine weite Strecke fahren muss/möchte, kann man dafür die Batterie „swapen“ und eine 100er oder eben bald eine 150er mieten.

So, und nun Ihr liebe H2-Fans….

H² in unbegrenzten Mengen produzierbar.
Mineralien für die Akkus (im Mengen für die GANZE Weltbevölkerung !) auch?
Abgesehen vom Umweltgedanken des Mineralienabbaus, bis wir ALLES vorhandene abgebaut haben und immer noch nicht alle mit Akkus versorgt sind, haben wir die halbe Welt umgegraben und die Wälder abgeholzt um dran zu kommen….
Es lebe der Akku…….

Erst informieren, dann kluge Ratschläge erteilen.
Und bitte nicht irgendwelche uralten, von der Verbrennerindustrie finanzierten Studien zitieren.
Der Wasserstoffantrieb hat noch so viele technische Probleme zu lösen, dass das im besten Fall noch Jahre dauert, das in die Masse zu bringen. Alles, wirklich alles ist besser als Öl und Gas zu verbrennen. Die Förderung und der Transport vernichtet schon ganze Länder, vom CO2 mal ganz zu schweigen.
Ein voll recyclebarer Akku ist da nicht die schlechteste Idee, zumal auch H2 Fahrzeuge nen Akku haben.
Wenn NIO das Wechselakku System mit nach Europa bringt und man die Akkugröße flexibel nach Bedarf an der Wechselstation ordert, ist das der Todesstoß für die Verbrenner und eine echte Chance für das Tankstellennetz. Schauen wir mal.

Wie ist das mit dem Platin für die Brennstoffzelle? und mit den Wäldern für die WE-anlagen und die Wälder? Und wo bauen wir die ganzen h2-Tanken hin (wenn die erste mal in D explodiert ist) und wo die ganzen Pipelines für die Verteilung und .. und .. und .. und ..

Das ist leider Blödsinn! Sobald die E- Mobilität in Schwung kommt, gibt es auch Firmen die mit Akku- Receycling Geld verdienen werden. Und die Mengen an Mineralen und Erden werden dann nicht mehr neu gebraucht, da ja auch in den immer besseren Akkus immer weniger davon gebraucht wird.

Und warum muss das Ding so Unsinnig viel Leistung haben? Wofür braucht ein PKW 850NM Drehmoment?

Ganz einfach: a) die Motoren dienen beim Bremsen auch als Generatoren und müssen ca 100 kWh Bremsleistung darstellen. Im Umkehrschluss hat man diese Leistung dann auch als Motor zur Verfügung. Warum also nicht nutzen, wenn sie eh da ist?
b) im Gegensatz zum Verbrenner führt die theoretisch abrufbare Leistung nicht zu einem praktischen Mehrverbrauch. Beim eMotor ist nur die tatsächlich abgerufene Leistung relevant.

In einigen Jahren wundern wir uns vielleicht warum viele E-Autofahrer an Hauswände kleben oder sich um Bäumen wickeln. Das mehr an Power wird etliche Leute zu riskanten Überholmanöver verleiten, man hat ja massig Drehmoment und braucht weniger Zeit fürs Überholen.

100 mal gehts gut und die Leute riskieren immer mehr, aber einmal verschätzen sie sich oder ein anderer E-Autofahrer will auch noch kurz vor der Kurve schnell mal überholen – und aus der Traum.

Damit das je länger desto weniger gibt, gibt es je länger desto bessere asistenzsysteme.

Das ist leider nicht ganz richtig… ein E Motor hat einen perfekten Energieverbrauchsbereich siehe Porsche der 120kmh braucht um im Optimum zu sein.
Unter anderem Deswegen bauen immer mehr Hersteller 2,3 oder demnächst sogar 4 Motoren ein die dann über Getriebe jeweils angesteuert werden, nur so lässt sich der E Motor richtig nutzen.

Nun sind sie da, die Elektrofahrzeuge mit 1000 km Reichweite. Was macht nun der gemeine Dieselfahrer?

Ganz einfach, die ärgern sich wie ich beim Wiederkauf, dass die Luft für den Verkauf dünner wird und die Käufer verhaltener werden und Abstriche beim Kaufpreis verlangen. Alle anderen haben bereits vor zwei Jahren angefangen sich für keinen neuen Diesel mehr zu entscheiden.
Der Diesel ist tot, es lebe NIO & Co.

Kommt dann hoffentlich auch mit CCS

Interessant ist auch das Batterie Leasing, zwar war es beim Zoe nicht beliebt aber es eröffnet mehr Möglichkeiten, wie z.b es geht in den Urlaub einfach großen Akku wechseln. Wichtig ist auch, ein teures Bauteil was evtl kaputt gehen kann einfach Wechselbar ist. Achso die Qualität von Nio ist Premium, deswegen ist der Preis Mega.

Es gab vor ein paar Wochen einen Artikel hier, dass Renault das Batterie-Leasing zwar noch anbietet aber nicht mehr aktiv bewirbt. Also wird es in nem Jahr ganz rausfliegen. Der Akku hält umso länger je größer er ist. Neben der kalendarischen Alterung (für mich immer noch eine große Unbekannte) sind die Ladezyklen relevant. Je größer der Akku umso weniger wird er geladen. 1000 Zyklen sind praktisch Standard. In Zukunft wohl eher mehr. Wenn eine Ladung für auch nur real 500km reicht, ist die Diskussion über die Zyklen-bedingte Lebensdauer praktisch hinfällig. Dann sind das 500.000km. Dazu braucht der Normalbürger minimum 20 Jahre, eher mehr. Also kalendarische Alterung ist der limitierende Faktor. Da würde ich mir nebenbei mal einen Artikel drüber wünschen.

NIO ist eine überzeugende Marke mit viel Zukunftspotenzial. Danke Sebastian für Deine Berichtserstattung Anfang September, hat mir richtig viel Kohle eingebracht 🙂

2.Versuch, der erste Kommentar „ging verloren“

Ankündigungen ohne Leistungsnachweise, allerfeinste Komponenten Avisierung ohne Anwendungsnachweise, unvollständige Preise bzw. keine (Sonder-) Ausstattungsliste… ich finde das ist mindestens unseriös.
BG FS
P.S. vielleicht gelingt der Eintrag jetzt?!

Nio hat Tausende e Fahrzeuge verkauft die sehr überzeugend sind, genau so wie deren Konzept. Was für unseriös? Kundenzufriedenheit und Qualität ist Nio sehr wichtig, eine Premiummarke!

Auch hier, ihr Kommentar ist unseriös!
NIO verkauft und liefert Fahrzeuge aus!
Die Test auf youtube sind aussagekräftig!
Bitte erst informieren und dann posten!

„NIO verkauft und liefert Fahrzeuge aus!“.

Aber nicht bei uns – oder ist schon ein Händler bekannt?

Der ep9 war mal das schnellste auto auf dem nürnburgring. Es8 und es6 wurden schon ausführlich von deutschen autotestern beurteilt. Alle waren positiv überascht bis begeistert. Die beiträge gibt es auf youtube.

„Vor einigen Monaten folgte das zweite Modell, der 5-sitzige SUV ES6. Noch in diesem Jahr soll das Crossover-Coupé EC6 in den Verkauf gehen. Nio-Modelle sollen in gut eineinhalb Jahren auch in Europa zu haben sein.“

Nio ES 6: Testfahrt im chinesischen Elektro-SUV.

Manchmal kommt es anders, als man denkt. So wollte der chinesische Hersteller Nio seinen Elektro-SUV ES6 ursprünglich im Jahr 2020 oder 2021 auf den deutschen Markt bringen. Damit wird es erst einmal nichts. Begründung: Das Auto würde beim Euro NCAP Crashtest nicht sonderlich gut abschneiden. Also brauche man auf dem deutschen Markt nicht anzutreten, denn das bedeute, ziemlich chancenlos zu sein.

(Quelle ADAC – Oktober 2020)

Vor 3 Monaten hieß es über das Modell ES6:

Das Auto würde beim Euro NCAP Crashtest nicht sonderlich gut abschneiden.„.

Heisst das jetzt, dass die Autos 2022 beim Euro NCAP Crashtest besser sind oder ist das Ergebnis beim Crashtest dann egal, weil der Hersteller davon ausgeht, dass es keinen mehr interessiert?

Die chinesischen Autohersteller sind ja für preiswerte Luxusautos bekannt, aber mit der Sicherheit hapert es seit langem, deshalb sind die chinesischen Autos bei uns auch so selten zu finden..

Ist ja nett, dass der ADAC als Quelle für die NCAP zu nennen! Aber gibt’s auch ne echte Quelle mit den Ergebnissen des ES6, oder ein NIO Statement?
Auf der offiziellen Seite von Euro-NCAP gibt es nichts von NIO.

Bei chinesischen Crashtests wird der Seitenaufprall nicht getestet, wie hier zu lesen ist:

Zum Beispiel hat C-NCAP keinen Seitenpol-Crashtest, der nur im europäischen E-NCAP verfügbar ist. Während der Entwicklungsphase hat das NIO-Team dies getan, um das Fahrzeug den strengen Sicherheitsstandards zu entsprechen.

(Quelle: chinapev.com – englischer Textauszug übersetzt mit Google)

Scheinbar traut sich der chinesische Herseller aktuell das Bestehen des Euro NCAP Crashtests noch nicht zu und hat deshalb den Marktauftritt der NIO-Modelle bei uns bis 2022 verschoben.

Wo gibt’s den? Ich brauch noch was für meine Frau zum Einkaufen fahren.

Wie wärs den mit dem Citroen Ami für 6.900 Euro, dann ist noch genug Geld für ein Diamantcollier übrig.

Meine Meinung ist klar!

Bringen die Chinesen diese Art von E Fahrzeugen, mit dem Service, dem Preis und der Akkuwechselstruktur nach Europa, dann wird es verdammt eng für unsere Autodinos. Die Olmultis reißen ihre Tanken weg und bauen Wechselstationen, da gehört nix zu…..die Teile kommen aber alle aus Fernost. Nur noch der Strom, zusätzlich zum Erneuerbaren, wird mit Gas und Öl aus Russland in Deutschland produziert. Kohlestrom wird ja abgeschafft.
Da kann unsere Lobby nur noch mit gesetzlichen Verboten und Gegenpropaganda gegen vor gehen. Der Kunde nimmt das billigere und in diesem Fall sogar das bessere Produkt/Produktkonzept.
NIO sind übrigens nicht die Einzigen, mit solchen Konzepten.

Ja, der Preis ist Super und man bekommt auch enorm viel Auto aber man sollte bitte nicht aus den Augen verlieren das solche Firmen, gerade aus China, nicht ausschließlich über den Preis Geld verdienen. Wenn es einem nichts ausmacht das in Zukunft, dank dieser super schnellen Chips in Autos, alles aber auch wirklich alles an Daten von einem gespeicherten und nach China geschickt werden ! Diese Daten sind viel Mehrwert als Geld. Klar wem das nichts ausmacht bekommt viel Auto für sein Geld.
Ich möchte nicht das wirklich alle Daten von mir nach China gesendet werden denn wenn man sich mal anschaut wie jeder Bürger in China bewertet wird dann erkennt man was alles an solchen Daten dran hängt. Da bekommen Menschen vielleicht keinen Kredit mehr weil sie vielleicht 2 mal über eine Rote Ampel gegangen sind oder sich Negativ über den Staat geäußert haben. Ich denke hier wird das nicht so schnell passieren aber unsere Daten sind das Wertvollste was wir haben.
Ich möchte NIO nicht schlecht machen denn das Wechselakku System finde ich toll und die Autos sind auch sehr gut verarbeitet, das ist schon Europäisches Niveau. Leider gefällt mir das Design des ET 7 nicht so gut, das Heck und die Seite erinnert mich zu sehr an einen Audi A7 mit geändertem Leuchten, die Felgen sind mehr Audi etron als eigenständiges Design, diese Türgriffe finde ich schon am Tesla hässlich, lediglich die Front ist eigenständig . Dies ist Natürlich nur meine Bescheidene Meinung und mein Geschmack.

Hallo,
gibt es auch schon einen Bericht zum NIO Day 2021?

NIo Day 2021 wird erst in einem jahr kommen. Die chinesen orientieren sich am mondkalender. Daher wechseln sie erst am 12 februar in das jahr 2021.

Über 5 Meter lang, viel Spaß damit in den deutschen Parkhäusern, sowas ist völlig verrückt. Zumal ein Batterie Auto von vornherein mehr Platz bietet

Nuhn ja, für mich ein bisschen viel Vorschusslorbeeren. In einem anderen Bericht habe ich gelesen, die üblichen Fahrassistenten müssten für über 1.000€ im Jahr zusätzlich abonniert werden.
Das relativiert die Preise ein bisschen…

Last edited 6 Monate zuvor by Silverbeard

Ich kann für NIO nur hoffen das man hier nicht Zuviel Verspricht , es wundert mich schon das man hier in 6 Jahren das erreicht haben will wofür Tesla 12 Jahre und noch weitere braucht.
Ob man Nio hier verzeihen würde wie Tesla bin ich mir nicht so sicher…

Da gebe ich dir Recht. Wir reden hier über ein Chinesisches Unternehmen das zur Zeit ausschließlich in China auf dem Markt ist. Aber was hat NIO denn erreicht ? An die Reichweite gepaart mit Performance und Verbrauch kommt kein anders Unternehmen auch nur annähernd an Tesla heran. Ich bin kein Tesla Fan aber es ist so. Wenn man sich die Fahrdaten von einem NIO ES6 anschaut dann sieht man das die Karre ab 130 km/h über 31kwh mindestens bei Normalen Temperaturen verbraucht, und das ist leider nicht gut! Wenn man in einen neuen Tesla einen 150 kWh Akku bauen würde dann wäre die Reichweite um einiges höher, aber man wird sehen was die Zukunft bringt, ich bin gespannt.

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