NIO: E-Limousine ET7 wird erstes Modell für Deutschland in 2022

NIO: E-Limousine ET7 wird erstes Modell für Deutschland in 2022

Copyright Abbildung(en): NIO

Seit der Vorstellung des NIO ET7 auf dem NIO Day Anfang des Jahres hat das chinesische Start-Up an verschiedenen Orten Tests durchgeführt, um die Massenproduktion voranzutreiben. Zuletzt haben wir über deren umfassenden Wintertest berichtet. Aber auch dieser wird gemeistert sein, wenn der ET7, als erstes Elektroauto der Marke, Ende 2022 seinen Weg nach Deutchland finden wird.

„Der Markteintritt in Deutschland ist unser Ziel. Das Interesse ist sehr groß und es gibt viele Anfragen von potenziellen Usern“, sagt William Li, Gründer und CEO von NIO. „Unser Ziel ist es, den NIO ET7 bis Ende 2022 in Deutschland zu haben.“ Im Zusammenhang mit Bekanntgabe dieser Zeitschiene gab NIO auch zu verstehen, dass das Unternehmen seine Aktivitäten in Europa ausbauen wird. Hierzu habe man mit Alex Schwarz als CEO für Europa verpflichtet. Schwarz selbst war zuvor für Airbnb, PayPal und Ebay tätig. Darüber hinaus sei man im Austausch mit Partnern in Europa, hinsichtlich einer lokalen Fertigung der eigenen Stromer.

Angetrieben wird der NIO ET7 durch die 2. Generation des NIO E-Antriebs, welcher als Allrad-System verbaut ist. Dieser bringt an der Vorderachse 180 kW (Permanent Magnet Motor) und an der Hinterachse 300 kW (Induktion Motor) Leistung. Die Systemleistung beträgt somit 480 kW, bei 850 Nm maximalen Drehmoment. Von 0 auf 100 km/h geht es damit in 3,9 Sekunden. Von 100 auf 0 km/h kommt das E-Auto nach 33,5 Meter Bremsweg, wie NIO zu verstehen gibt.

Hinsichtlich der Reichweite ist die Rede von über 500 km mit einer Ladung aus dem 70 kWh großen Akku. Mit dem aufpreispflichtigen 100 kWh-Akku seien über 700 km Reichweite drin. Mit dem 150 kWh-Akku sogar über 1.000 km Reichweite. Wohlgemerkt im NEFZ-Zyklus. Der Stromer bringt es auf eine Höhe von 1.505 mm, eine Gesamtlänge von 5.098 mm, sowie einem Radstand von 3.060 mm. Die Breite wird mit 1.987 mm angegeben.

NIO geht in der aktuellen Mitteilung auch darauf ein, dass man anhand der Elektro-Limousine sieht, dass die eigenen Designsprache Schritte nach vorne gemacht hat. Unter der Leitung von Kris Tomasson, Vice President of Design, hat NIO seine Designsprache weiterentwickelt und die größtmögliche Freiheit aus seiner rein elektrischen Architektur herausgeholt. Die schlanken Linien des 5.098 mm langen ET7 sind von den klaren Silhouetten der Autos aus den 70er Jahren inspiriert. Des Weiteren setzt das E-Auto auf rahmenlosen Türen mit flächenbündigen Türgriffen und Soft-Close-Funktion. Dies strahle, wenn es nach dem chinesischen Hersteller geht Reinheit und Qualität aus und bietet einen Luftwiderstandsbeiwert von nur 0,23.

Der chinesische Automobilhersteller gibt allerdings auch zu verstehen, dass der ET7 vor allem davon profitiere, dass dieser von Anfang an als Elektroauto konzipiert wurde, insbesondere durch die Maximierung des langen, niedrigen Radstands, um den Innenraum des Autos von morgen zu schaffen. Bei der Entwicklung der Limousine haben Tomasson und sein Team auf ihre Erfahrungen basierend auf der Entwicklung des Konzeptfahrzeugs NIO EVE zurückgegriffen.

„Die meisten Elektroautos sehen heute immer noch wie herkömmliche Verbrenner aus: Das liegt an den gängigen Strukturen. Der ET7 will das ändern und ein Design einführen, das Einfachheit mit Raffinesse verbindet. Das geht über die einfache Architektur hinaus. Wir haben mehr Platz geschaffen und Formen und Materialien sorgfältig ausgewählt, um unserem Bedürfnis nach Komfort und Sicherheit, aber auch nach Nachhaltigkeit gerecht zu werden.“ – Kris Tomasson, Vice President of Design bei NIO

Mit Hinblick auf das Wachstum des Unternehmens sei der ET7 zudem so konzipiert worden, dass er die strengen europäischen Sicherheitsstandards erfüllt. Seine Karosseriestruktur mit einer ultrahochfesten Stahl-Aluminium-Hybridkarosserie hat eine Torsionssteifigkeit von 37.100 Nm/Grad, um nur ein Beispiel für diese Ausrichtung aufzuzeigen.

Quelle: NIO – Pressemitteilung

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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„Die meisten Elektroautos sehen heute immer noch wie herkömmliche Verbrenner aus: Das liegt an den gängigen Strukturen….“

Ich denke der Bursche ist ein kleiner Scherzbold. Dieses Fahrzeug sieht exakt aus, als ob es ein Verbrenner wäre. Zudem ist es ein absolutes Standard Design, das Raum verschwendet, z.B. eine viel zu lange Frontpartie für die Technik eines elektrischen Fahrzeugs. Die kleine Schelmerei dürfte ihm vergehen, wenn er die ersten Verkaufszahlen in Europa sieht.

Denn wer soll den Wagen kaufen? Billig wird das Auto nicht werden, wenn man das Pricing anderer Fahrzeuge aus China in Europa ansieht. Vor allem mit großem Akku wird es richtig teuer werden. Geschäftsreisende könnten einen 150er Akku gut finden, die benötigen aber ne vernünftige Leasingrate und einen zuverlässigen Service. Zudem sind sie meist abhängig beschäftigt, was bedingt, dass die Fuhrparkleitung Nio gelistet hat. Passiert wohl eher selten. Und, wenn: Wer wird da statt EQE zum Nio greifen? Richtig, quasi niemand.

Der Service und Vertrieb ist das Thema, was mich auch skeptisch macht. Tesla kriegt das ja irgendwie PR mäßig immer noch unter den Tisch gekehrt (obwohl da Flottenkunden wohl auch meist die Finger von Tesla lassen), aber am Ende gehe ich mal davon auch der Großteil der Autofahrer gerne einen Händler in der näheren Umgebung hat. Ich persönlich sehe das auch so. Wenn es mal ein Problem gibt mit dem Auto, sei es ein Rückruf, Panne oder schlicht ein Unfall (kann nunmal immer passieren) will ich wen haben, dem ich Vor-Ort ansprechen kann und zur Not auch Druck machen kann, wenn was nicht funktioniert.

150kWh ist aber echt beeindrucken. Ich frage mich warum da nur 1000km im NEFZ rauskommen. Der EQS schafft ja schon mit 108kWh 700-800km im WLTP. Auch das Auto sieht schickt aus, innen wie außen. Habe es im Review bei Youtube gesehen und das ist schon ein schickes Teil.

Und ich gebe dir Recht: das sieht original aus wie ein Coupe/ Limousine. Die Klassische Limousinen-Form wird es ja nicht mehr geben wegen der besseren Aero-Dynamik der Coupe-Form am Heck.

@ Service: lies dir mal alleine die Strategie durch, die NIO in Norwegen gerade durchzieht:

Nio: E-Auto-Marke startet in Norwegen – mit Wechsel-Akku | AUTO MOTOR UND SPORT (auto-motor-und-sport.de)

„Nio denkt aber von Beginn an eine Nummer größer: Eigene Lade-Infrastruktur, aufwändige Niederlassungen, eigener Fahrzeugservice und die einzigartigen Batterie-Wechselstationen sind eine echte Ansage.

Nio sieht sich als Premium-Marke, die ihren Kunden maximalen Service bietet (eigene mobile Servicefahrzeuge, Hol- und Bring-Dienste). Dafür entsteht in Oslo ein vollwertiges Service- und Auslieferungszentrum. Kleinere Standorte sind in Bergen, Stavanger, Trondheim und Kristiansand geplant. Dort finden sich dann jeweils auch so genannte „Nio Spaces“, beziehungsweise in Oslo ein 2000 Quadratmeter großes „Nio House“. Dort können Kunden (und solche, die es werden wollen), tief in die Nio-Welt eintauchen.

 Batteriewechsel-Stationen auch in Europa.
Die entsprechende Typgenehmigung gilt für ganz Europa und umfasst auch die Batteriewechsel-Stationen. 4 davon sollen noch 2021 in Norwegen entstehen. Weitere Swap Stationen kommen 2022 hinzu, so dass in Norwegen ein Power-Netzwerk entstehen wird, welches unter anderem die fünf wichtigsten Städte und verkehrsreichsten Routen abdecken soll. Zusätzlich will Nio auch sein eigenes Supercharger-Netzwerk in Norwegen aufbauen.“

Deine Vorredner haben noch nicht wirklich verstanden, daß Service und Reparaturen künftig nicht mehr auf den „freundlichen Händler“ von nebenan angewiesen sind.

Wie oft waren wir während des Leasing unseres BMW i3 beim Händler?
Genau 1x beim Abholen und genau 1x beim Abgeben.
Und genau auf diese 2 „erfreulichen“ Erfahrungen werde ich bei Tesla künftig gerne verzichten.

Dass du bei Tesla auf Service verzichten musst, stimmt. Wenn man Fuhrparkverwalter ist, weiß man, wie wichtig eine umgehende Reparatur zu günstigem Preis ist. Denn wo viel gefahren wird, passiert viel. Genau darum sind in Leasing-Rahmenabkommen Ausfallzeiten ein Bestandteil. Hätte Tesla gute Konditionen, würde es als nächstes daran scheitern. Im Bodyshop stehen lädierte Tesla gerne wochenlang.

  1. Wie gut, daß die meisten Fahrzeuge in Deutschland nicht von Flotten, sondern immer noch privat gekauft werden (Ausnahme VW – die kaufen ihre Fahrzeuge mit Umweltbonus gerne selber 😉 )
  2. Wenn Du in meinen Tesla reinfährst bezahlt Deine Versicherung meinen Tesla Leihwagen – solange es eben dauert.
  3. Schau Dir mal die aktuellen Versicherungseinftufungen vom September an (Tesla M3 -30% 😉 )
  4. In meinen 30 Autofahrerjahren waren meine Fahrzeuge wegen Blechschäden genau 0 Tage in der Werkstatt

Ausser FUD also wieder wenig belastbare Fakten, die im echten Leben irgendeine Relevanz hätten.

😉

Da werden sich einige Hersteller künftig sehr warm anziehen müssen.
Mir hat Tesla mit ihrem technischen Vorsprung schon Angst und Bange gemacht, was die deutsche Automobilindustrie betrifft.
Jetzt kommen die Chinesen mit überragender Technik zu konkurrenzlosen Preisen.
Ja, da muß man sich die Spaltmaße und die Ziernähte schon „schönsaufen“ – „schönreden“ reicht da leider schon lange nicht mehr.

In den USA wird gerade unter Lobbyeinfluß ein Paket für die alten Verbrenner OEMs geschnürt, was die echten e-Pioniere wie Tesla nicht stärker benachteiligten könnte.
Gut, dann sägen sich die USA den Ast ab, auf dem sie und die Umwelt sitzen.
Hier darf sich VW dann einmal über wohl steigende Absätze in den USA freuen.

Zitat FDP: „Der Markt regelt das“

Aber klar – „der Markt regelt das immer“
vor allem die Verbrenner Lobbyisten in diesem „Markt“

Das ist ja Realsatire.

„Mir hat Tesla mit ihrem technischen Vorsprung schon Angst und Bange gemacht, was die deutsche Automobilindustrie betrifft. Jetzt kommen die Chinesen mit überragender Technik zu konkurrenzlosen Preisen.“

Teslas Vorsprung liegt im Maulheldentum. Zur Praxis schau dir bei Ove das letzte Video zu einem M3 nach noch nicht zwei Jahren an: Beule im Blech und Riss im Sitz ab Werk, sämtliche Karosserieteile fehleingepasst mit teilweise Folgeschäden, Fahrwerksbuchsen hinüber, Lenksäule locker. Degradation: 9,1% Ein typischer Tesla halt. Aber es kommt noch besser: Online wurde der wahre Verbrauch ohne Ladeverluste ermittelt: 22,1 kWh/100 km. Moderater Fahrer, da würde ich mal sagen, ist mancher Taycan sparsamer.

Konkurrenzlose Preise der Chinesen sind im Falle des ET7 56k mit 70er Akku und 66k mit 100er Akku. Wer verzichtet da auf seinen EQE? Wohl niemand. Zumal der als Firmenwagen mit charmanter Rate kommt. Wechselakkus, das weiß sogar Tesla indessen, will niemand, niemand, niemand.

Ja So lebt man halt in seiner Bubble – und sucht sich hier und da eine passende Aussage raus, die das eigene Narrativ stützt 😉
Ich würde mir für das gleiche Geld lieber 2,5x ein neues Model3 Performance kaufen, anstatt Deinen ach so tollen Taycan- aber jeder so wie er mag.

PS auf die Degradation von Porsche Akkus warten alle sehr gespannt;-)

Auf welches Ove Video beziehst Du Dich genau? Bitte verlinke das doch bitte zwecks Faktencheck 🙂

Und dann bitte auch gleich die diversen Videos zu den ganzen Problemen mit Oves ach so tollem Taycan sowie den katastrophalen Ionity Lade“Abenteuern“. Wer da nicht ins Grübeln kommt und sich trotzdem einen „Taycan“ kauft dem ist nicht mehr zu helfen.

Sehr ernst zu nehmendes Fahrzeug. Nio hat mehr IT Kompetenz als die meisten anderen Hersteller und wird bzgl Preis-/ Leistung (Reichweite, Ausstattung..) ganz vorne mitspielen.

ich fürchte, dass bspw. ein EQE blass aussehen wird gegen diese Wagen. Und dann löst sich das Premium Image von Daimler auf wie damals das überragende Image von Nokia.

hoffen wir, dass es nicht so kommt

Last edited 13 Tage zuvor by Nik

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