NIO Batteriewechsel-Stationen verzeichnen zwei Millionsten Akku-Tauschvorgang

NIO Batteriewechsel-Stationen verzeichnen zwei Millionsten Akku-Tauschvorgang

Copyright Abbildung(en): NIO

Im Gegensatz zu Branchenprimus Tesla setzt das chinesische Start-Up NIO bei seinen E-Modelle auf die Möglichkeiten des Akku-Tauschs an sogenannten Batteriewechselstationen. Dass das Angebot gut angenommen wird, zeigt die Tatsache, dass NIO seinen 2.000.000sten NIO Power Swap im Suzhou Delivery Center, China, abgeschlossen hat.

Anfang Oktober 2020 hatte das Unternehmen rund 155 Batteriestationen in Betrieb. Im Januar 2021 sind es mehr als 170. Der aktualisierte Plan sieht vor, in China bis Ende 2021 ein Netz von 500 Stationen zu installieren. Ein aktueller Ausbau-Zwischenstand im März 2021 wurde nicht kommuniziert. Allerdings hat das Unternehmen mitgeteilt, dass die Nutzer der Batteriewechselstationen über 396 Millionen Kilometer Fahrstrecke zurückgelegt haben. Der häufigster Power-Swap-Nutzer hat über 654 Swaps durchgeführt, während der meistgereiste Power-Swap-Nutzer 67 Stationen im ganzen Land besucht hat. Harbin, Beijing, Chengdu, Haikou und Shenzhen sind die fünf Städte in China mit den höchsten Pro-Kopf-Swaps.

Als integraler Bestandteil von NIOs Battery-as-a-Service (BaaS)-Lösung mit aufladbaren, austauschbaren und aufrüstbaren Batterien dient Power Swap nicht nur als zeitsparende Lösung für die täglichen Bedürfnisse der Nutzer, sondern ermöglicht es ihnen auch, die Batterie aufzurüsten und kontinuierlich vom Fortschritt der Batterietechnologie zu profitieren. Hierzu ein kleiner Exkurs: Anfang November 2020 bot das Unternehmen 70 kWh- und 84 kWh-Batteriepakete anMitte November dann die Info, dass ein 100 kWh-Akku Einzug in das Angebot von NIO hält, um die maximale Reichweite der NIO-Fahrzeuge noch weiter zu steigern. Bereits Ende August konnten wir berichten, dass chinesische Elektroauto-Start-up die Akkus seiner Elektroautos ab sofort auch zur Miete anbietet.

Mit dem Mietmodell können NIO-Kunden das finanzielle Risiko eines Akkudefekts oder -ausfalls ausschließen und profitieren von einem stetig wachsenden Netz an Akkutausch-Stationen. Zudem profitieren sie von technischen Weiterentwicklungen, etwa wenn neue Batterie-Generationen auf den Markt kommen. Wie es beim 100 kWh-Akku-Pack der Fall ist. Auch im Fall des angekündigten 150 kWh-Akku profitieren NIO-Kunden erneut vom Akku-Tausch. Wie NIO zu verstehen gibt sei man bestrebt, den Einsatz der Ladelösungen weiter zu beschleunigen, um den Bedürfnissen der Nutzer gerecht zu werden und einen bequemeren Stromservice zu bieten. Ab April soll die zweite Generation der Batteriewechselstationen am Markt eingeführt werden.

Laut Kurzbeschreibung werden die neuen Stationen mit 14 Batterieschächten ausgestattet sein – diese enthalten 13 Batteriepacks und einen leeren Schacht, um eine entladene Batterie aufzunehmen. Die Station ist vollautomatisch – einschließlich automatischem Parken – und kann bis zu 312 Batteriewechsel pro Tag durchführen – dreimal mehr als die vorherige Generation.

Quelle: NIO – Pressemitteilung vom 25. März 2021

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„… verzeichnen zwei Millionsten zweimillionsten Akku-Tauschvorgang“
Ein IMHO für europäische Verhältnisse nicht sinnvolles System.
Im Einzelnen hier schon mal erläutert:
https://www.elektroauto-news.net/2021/nio-neue-batteriewechsel-station-akku-tausch-naechste-level#comment-124106

Wenn das wirklich alles so schön funktioniert wie es in der Theorie beschrieben ist, wäre das natürlich fantastisch – ich sehe da aber einige Probleme in der Praxis:

  1. bei 312 wechseln innerhalb von 24 Stunden (?) würde das bedeuten, dass ein Wechsel nicht einmal 5 Minuten dauern darf – ob das mit rein- und rausfahren plus Bezahlvorgang realistisch ist wird abzuwarten sein.
  2. Bei zwölf Akkus müsste ja bei 5 Minuten Wechselzeit und hohem Bedarf jeder Akku etwa in 1 Stunde wieder von null – x% im schlimmsten Fall auf 100 % aufgeladen sein – auch das ist sehr ambitioniert.
  3. Wenn Nio den neun 100 KW Akku bringt und den jeder haben möchte, was passiert dann mit den 70 und 80 KW Akkus? Schmeißt man die auf den Müll?
  4. Ob in jeden kleinere Nio auch wirklich ein 100 KW Akku reinpasst? – Und ist dann auch immer die richtige Akkugröße im angefahrenen Wechsler vorhanden?
  5. Wenn die Stationen jetzt auch noch verschiedene Möglichkeiten anbieten, was die Kapazität betrifft frage ich mich, ob auch immer genügend Akkus in der gewünschten Kapazität vorhanden sein werden.

Ich denke das könnte alles ziemlich kompliziert werden und wahrscheinlich hat sich Tesla aus diesen Gründen gegen das System entschieden – Time will tell

Wieviel kostet so ein Akkutausch?

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