Neues Symbol soll EU-weites Laden vereinfachen

Neues Symbol soll EU-weites Laden vereinfachen

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Das Europäische Komitee für Normung (CEN) hat einen neuen Standard festgelegt, um das Laden von Elektroautos in ganz Europa zu erleichtern und eventuelle Sprachbarrerien abzubauen: Die bereits vor gut zwei Jahren genehmigte Norm EN 17186:2019 zur Identifizierung der Kompatibilität von Fahrzeugen und Infrastruktur bzw. der Kennzeichnung zur Stromversorgung von Elektrofahrzeugen, die am 20. März 2021 in Kraft tritt.

Ab diesem Tag müssen alle neuen Fahrzeuge und alle Ladesäulen sowie herkömmliche Benzin- und Dieselzapfsäulen gekennzeichnet werden, um es Fahrzeugnutzern in ganz Europa zu erleichtern, die für ihr Fahrzeug ordnungsgemäße Aufladeoption bzw. den richtigen Kraftstoff zu finden. Die Richtlinie regelt die europaweite Einführung eines neuen, einheitlichen und harmonisierten Satzes von Kennzeichnungen für Zapfsäulen und Ladepunkte.

Für Elektrofahrzeuge (Kleinkrafträder, Motorräder, Pkw, leichte und schwere Nutzfahrzeuge sowie Busse und Reisebusse) müssen diese Kennzeichnungen an folgenden Stellen zu sehen sein:

  • bei neu produzierten Fahrzeugen an allen Fahrzeug­-Ladevorrichtungen und auf jedem Ladestecker,
    an losen Ladekabeln,
  • in der Betriebsanleitung für den Fahrzeughalter bzw. im elektronischen Handbuch,
  • an Ladesäulen in der Nähe der Steckdose bzw. des Aufbewahrungsortes des Fahrzeuganschlusskabels, und
  • in Autohäusern, zur Information.

Die Größe der als regelmäßiges Sechseck ausgeführten Markierung muss mindestens 30 mm im Durchmesser (Breite) betragen, mit einer äußeren Linie in einer Stärke von mindestens 3,2 Punkt. Das Symbol besteht aus einem einzel­nen Buchstaben als Hinweis auf die Ladeoption, wie die folgenden Grafiken verdeutlichen.

Kennung-AC-Laden-Elektroauto
Fuel Identifiers
Kennung-DC-Laden-Elektroauto
Fuel Identifiers

Damit E-Fahrer im europäischen Ausland aufgrund von Sprachbarrieren nicht in Verwirrung geraten, wird die neue Kennzeichnung in allen EU-Mitglieds­staaten eingeführt, sowie in Island, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, Serbien, der Schweiz und der Türkei. Ob sich auch das ehemalige EU-Mitglied Großbritannien anschließt, ist noch nicht klar.

Quelle: European Committee for Standardization – New CEN standard: CEN adopted EN 17186:2019 on harmonised labels for electric car power supply / Fuel Identifiers – Kennzeichnung für elektrisch Wiederaufladbare Straßenfahrzeuge und Infrastruktur (PDF)

Über den Autor

Michael ist freier Journalist und schreibt seit 2012 fast ausschließlich über nachhaltige Mobilität, Elektro- und Hybridautos, Energiethemen sowie Umweltschutz.

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„Fuel Identifiers“ sagt doch alles oder?


»„Fuel Identifiers“ sagt doch alles oder?«


Ein intelligentes Übersetzungssystem (also nicht Google!) würde aber auch den Begriff Betriebsstoff-Kennzeichnung vorschlagen … 😛

Last edited 1 Monat zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Sollte Charge Identifiers heißen

Identifizierung der Kompatibilität…. Mann…. wenn man einfach weltweit einen einheitlichen Stecker mit Gleichstrom verwenden würde (weil alle regenerativen Energioequekken Gleichstrom liefern) und ohne, dass Daten da durch fließen, die das Auto und den Fahrer identifizieren und Aufenthaltsort auslesen und Bewegungsprofil erstellen erlauben.

Das Problem beim E-Laden ist übrigens nicht nur die fehlende Kompatibilität der Stecker sondern, dass man überhaupt nicht laden kann, weil eine Bezahlung UNMÖGLICH ist. Man müsste vorher, bevor man an der Ladesäule ist, Kunde sein oder sich vorher registrieren oder sofort tegistieren, alsso einen mobilen Internetzugang dabei haben oder man soll sein Handy benutzen, also sich identifizieren oder eine Kreditkarte haben und benutzen, also auch identifizieren, gegenüber dem Ladeanbieter, gegenüebr der Bank, gegenüber dem Staat. Was fehlt ist einfach Strom tanken, bar bezahlen, wie bei Benzin auch.

Obwohl ich schon in den 80ern unbedingt ein Elektroauto wollte und frohlockte, als 2018 endlich ein paar auf den Markt kamen, werde ich weiter Benzin fahren, bis ich irgendwo unterwegs Strom gegen Bargeld bekomme. Weil ohne Strom kein E-Auto.

Generatoren die von Wind, Wasser, Solar/Geothermie angetrieben werden liefern Wechselstrom. Der lässt sich einfach einspeisen, wandeln und transportieren und an jeder Steckdose entnehmen. Der Aufwand ein DC Netz im Haus auzubauen wäre dagegen enorm.

Was soll der Blödsinn?
Anstatt endlich dafür zu sorgen, dass man problemlos an jeder Ladesäule aufladen kann, erfindet man völlig nutzlose Symbole. Was soll dadurch einfacher werden? Den Stecker für meinen Stromer bringe ich nur in die steckdose, für die er vorgesehen ist. Zumindest mein Stromer lädt auch an jeder Ladestation, egal welchen Ladestrom die liefert. Eine Vereinheitlichung der Stecker wäre natürlich das einfachste. Aber warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht.

Wow, das ging aber schnell! Die ganze Laderei ist zwar noch ein riesiges Durcheinander an Vorschriften, Normen, Ladetarifen, technischen Mängeln usw. Aber Hurra! Wir haben jetzt zusätzlich noch einen Buchstaben Kennzeichnungs Salat zubereitet vom EU Komitee für Normen. Guten Appetit und gute Nacht!

》Ab diesem Tag (20. März 2021) müssen alle neuen Fahrzeuge und alle Ladesäulen sowie herkömmliche Benzin– und Dieselzapfsäulen gekennzeichnet werden, um es Fahrzeugnutzern in ganz Europa zu erleichtern, die für ihr Fahrzeug ordnungsgemäße Aufladeoption bzw. den richtigen Kraftstoff zu finden.《
Leider wird im weiteren Verlauf des Artikels vergessen, zu erläutern, welche Abziehbildchen die Tankstellenbesitzer innerhalb der nächsten 9(!!) Tage auf ihre Zapfsäulen kleben müssen!?
Wurden die schon informiert? EU-weit??!! Auch in Rumänien oder Bulgarien??

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