Nach 1 Mio. km im Verbrenner – Benzinfreier Haushalt – Freude, Einsichten und Frust

Nach 1 Mio. km im Verbrenner - Benzinfreier Haushalt - Freude, Einsichten und Frust

Copyright Abbildung(en): North Monaco / Shutterstock.com

Seit etwa einem halben Jahr fahre ich nun rein elektrisch, nach 4 Jahren Golf Hybrid war klar, dass das auch funktionieren sollte. Natürlich gab es einige Bedenken. Über meine Erfahrungen möchte ich berichten, nicht ohne eine Kritik zur aktuellen Entwicklung der E-Mobilität.

Ich lasse mich bespitzeln

Es sei erwähnt, dass ich einen Telematik Sensor bestellt habe, der meinen Fahrstil beobachtet und meine Versicherungsprämie entsprechend anpasst, sei es zu meinem Vor- oder Nachteil. Das elektrische Fahren an sich ist äußerst entspannend und angenehm, so wie dies von allen anderen Fahrern auch dargestellt wird. Langsam fahren macht mir nichts mehr aus; und wenn doch ich einmal überholen möchte, dann ist das schnell und geräuschlos zu erledigen.

Verzicht muss nicht wehtun

Der Verzicht auf schnelles Fahren ist nicht so schmerzlich wie es anfangs schien, man wird ja belohnt mit sehr stressarmer Fortbewegung. Störend sind immer wieder die Schnellfahrer, die einen doch häufig zu etwas hektischen Manövern zwingen. Bei jedem Überholvorgang und auch beim schnelleren Fahren wird immer deutlich, wieviel Energie nötig ist, um 75 kg Lebendgewicht in einem 1,5 Tonnen schweren Gerät zu transportieren. Das schmerzt, auch wenn ein ordentlicher Teil des Fahrstromes aus der hauseigenen PV kommt. Viel dazu trägt eben bei, dass man beim elektrischen Fahren aufgrund der genauen Anzeige des aktuellen Stromflusses ein anderes Bewusstsein für den tatsächlichen Energieverbrauch entwickelt. Und dass man natürlich auch mit einer Akkuladung möglichst weit kommen möchte oder möglichst wenige Zwischenstopps haben will. Und so spart man unbewusst Energie…

Die Wahrnehmung ändert sich

Häufig beobachte ich im Angesicht einer roten Ampel, dass ich von einem Verbrennerpiloten noch schnell überholt werde, der dann – ohne jede Rekuperation – heftig bis zum Stillstand abbremst. Leider nervt es mich seit meinem Umstieg mehr, wenn mich schwere Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit überholen – ohne Rücksicht auf die schlechte Luft und die Verschwendung, die damit einher geht. Ich gestehe zu, dass man dabei immer grimmiger wird.

Eine gute Reiseplanung hilft

Das Problem der Ladepausen habe ich vorher wohl überbewertet: man kann diese Zeit sehr gut nutzen, um kurz auszuspannen, wieder Konzentration zu sammeln und einen Kaffee zu trinken oder zurückzubringen. Zugegebenermaßen hetze ich allerdings nicht von Termin zu Termin, sondern kann mir meine Reisezeiten selbst planen.

Aus dem Auspuff kommt gereinigte Luft….

Wenn ich als Radfahrer neben Autos herfahre, fällt mir immer wieder auf, wie schlecht die Luft dort ist und welche Mengen an übelriechenden Düften man einatmen muss. Kleider ist eben nur ein kleiner Teil der Fahrzeuge mit dem modernsten Abgasreinigungssystem ausgestattet. Und auch da kann gerade das Betriebsfenster gerade einmal verlassen worden sein.

Quo vadis, E- Mobilität?

Die Entwicklung im E-Automobilbau, die sich derzeit abzeichnet, bedaure ich sehr: im letzten AMS wurden viele neue E-Modelle präsentiert, die sich alle vor allem durch eines auszeichnen: Übermotorisierung im höchsten Maße! Ich frage mich, wozu diese Leistungen erforderlich sind, wo doch jeder von uns weiß, dass man mit 150 kW durchaus sehr komfortabel, schnell und sicher durch den Verkehr kommen kann. Wozu also Fahrzeuge mit 500 PS und mehr? Und ich komme wieder zu dem Ergebnis, dass derartige Fahrzeuge auf Rennstrecken gehören und nur dort hin.

Unsere staatlich finanzierten Straßen sollen der Fortbewegung dienen und nicht einem fragwürdigen Rennsport, der sich In der Hauptsache durch das unterschiedlich starke Treten des Gas- oder Strompedales und die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auszeichnet.

Muss Vernunft immer erst verordnet werden?

Der neue Begriff der Suffizienz muss endlich auch hier angewendet werden: wir sollten uns darauf beschränken, was wir sinnvollerweise zum Leben brauchen, ohne Ressourcen nur zu verschwenden. Leider ist diese Einsicht nicht jedem unserer Mitmensch*Innen gegeben, und so liegt es beim Gesetzgeber, hier erzieherisch etwas nachzuhelfen. Es sollte durchaus richtig teuer werden, wenn man unbedingt vergeuden möchte.

Der Weg stimmt

Bei aller Technologieoffenheit und Freude an Innnovationen: die Weiterentwicklung der Stromspeichertechnik wird zeigen, dass für den Großteil der Mobilität das Batterieauto die richtige Lösung ist.


Über den Autor: Rudi Flohrschütz – BJ 1949, ca. 1 Mio km, Dipl. Ing. (TU) Energie- und Kraftwerkstechnik, Leiter des Arbeitskreises Energie im VdI Süd, E-Smart und iD.3.

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Guter Bericht ich finde auch dass die förderung sich mehr auf dem Stromverbrauch ausgerichtet sein sollte und ausserdem sollte wie in China auch die Förderung nach unten gesenkt werden und regelmässig auch die Obergrenze der preise der E-fahrzeuge nach unten gehen damit die Hersteller auch zu Preissenkungen aminiert (schreibt man das so?) werden

Schlechter Bericht. Was genau stört Sie an 500 PS? Damit können Sie viel mehr Energie rekuperieren als mit 150 kW .
Warum werden Sie grimmig, wenn Sie überholt werden? Am besten alles verbieten, oder?
Fahren Sie noch ne Weile elektrisch und werden Sie entspannter.

„Damit können Sie viel mehr Energie rekuperieren als mit 150 kW .“ Inhaltlich mäßiges Argument, man sollte auch die C-Rate berücksichtigen und die Bremswirkung der zugehörigen Rekuperation. 500 PS sind 370kW. Aber verbieten sollte man dennoch erstmal nix.

Wir werden die Welt nicht damit retten, dass wir unsere jetzigen viel zu großen und zu stark motorisierten Benzinkarren gegen zukünftige viel zu große und zu stark motorisierte Elektrokarren eintauschen. Wir werden uns generell deutlich weniger energieintensiv und damit effizienter bewegen müssen. Und wer glaubt, dass man durch eine hohe Rekuperation eine Art Perpetuum Mobile erschaffen kann hat von Physik mal rein gar keine Ahnung.

Die Leistung eines Elektroautos kann man nicht 1:1 mit einem Benziner vergleichen. Die Formel mehr Leistung = mehr Verbrauch geht hier nicht auf. Der VW ID.3 verbraucht mit 150kW auch mehr als das Tesla Model 3 Performance mit über 350kW(die Leistungen können auch leicht anders sein, so genau weis ich es nicht). Es geht eher darum die Autos im Verbrauch zu bewerten, weil hier liegt das Potential. Alles andere ist mit der Moralkeule geschwungen.

Nein, der Bericht ist sehr gut! So beeindruckend 500 oder mehr PS sein mögen, die Autos werden schwerer und verbrauchen damit mehr …. und dieser Verbrauch ist eben nach wie vor Ressource. Wie haben es wohl die Generationen vor uns angestellt? Sind die nicht vielleicht mit 60, 75 oder 90 PS auch glücklich gewesen? Wahrscheinlich doch …..

Früher gab es nicht so hohe Sicherheits- und Umwelt – Standards.
Dadurch werden die Autos schwerer. Weiterhin sind auch die Autokäufer seit 1950 um ca. 3 cm gewachsen.

Richtig! Früher waren die Autos sehr unsicher, weil man kaum 70 PS zum Fahren brauchte. Der heutige Autofahrer ist nicht nur um 3 cm länger geworden, sondern um 40-60 Kg schwerer. 100 PFERDE braucht alleine der Bauch um einen kleinen Berg hoch zu kommen… Mit 500 KW wird anschließend rekuperiert damit die Bremsen nicht glühen…. Auch das gehört zu den modernen E-Boliden. Aber noch sicherer wäre es mit leerem Akku zu starten. Ob BE oder mit Verbrenner. Egal. Da kann am völlig technologieoffen sein.

Das ist doch noch alte Denkweise in Verbrennerlogik. Wenn ein normaler MB einen gewissen Preis kostet und das gleiche Auto als AMG gleich 30.000 € teurer ist, dann ist das halt so. Aber ob ein BEV 150 PS oder 500 PS hat macht deutlich weniger aus; keine 5000.- €. Und im Gewicht merkt man das auch nicht. Beispiel gefällig? Stattet man einen normalen KIA EV 6 mit Allrad und 325 PS genauso aus wie ein KIA GT mit 585 PS dann zahlt man für die Mehrleistung gerade eben ~ 5000 € mehr. Bei gleichem Gewicht. Und den kann man dann auch im ECO zu ähnlichen Verbräuchen bewegen wie den „normalen“ EV6. Man kann, aber muss nicht. Ich brauch es nicht, aber finde es auch nicht so schlimm, wie es bei den Verbrennern sich darstellt.

Ich vermute, das Elon Musk das Model S mit ordentlich PS auf den Markt gebracht hat um zu zeigen „E-Mobilität ist sexy!“. Trotz der immensen Leistung kann ein Model S mit einem Verbrauch von umgerechnet 2 Liter Diesel pro 100 km bewegt werden. Ich denke nur so konnten viele reiche Kunden dazu bewegt werden diese Startup Autos überhaupt zu kaufen.

Für mich ist das unnötig. Mein E-Up 61 kW beschleunigt für mich trotzdem schnell genug. Und es stört mich auf der Autobahn auch überhaupt nicht ob irgendwelche Leute schneller an mir vorbeifahren. Was mich tatsächlich inzwischen stört sind die Abgase. Ist man noch selber Verbrenner gefahren hat man die gar nicht so wahrgenommen. Inzwischen bin ich da sehr empfindlich geworden.

Farnsworth

Das ist ziemlich Quatsch. Die Maximalleistung macht bei Elektromotoren wenig Unterschied. Die Erfahrungen aus der Verbrennerwelt sind nicht mehr gültig.
Klar werden die etwas größer und schwerer, aber viel weniger als Verbrenner bei dem gleichen betracheten Leistungsunterschied.

Dazu kommt ja auch, dass E-Motoren bei geringer Leistungsabgabe auch nur wenig Leistung benötigen, also der Verlust ist über das gesamte Leistungsband fast gleich.
Oder einfacher ausgedrückt: Egal wie hoch die Maximalleistung eines E-Autos ist, bei gleicher Geschwindigkeit verbrauchen unterschiedliche E-Motoren des gleichen Modells etwa den gleichen Strom.
Der cw-Wert und die Windwiderstandfläche A (vereinfacht Höhe x Breite) sind viel entscheidender für den Verbrauch als die maximale Motorleistung.

Wenn Sie keine hohe Leistungen wünschen, können Sie auch ein Modell mit wenig Maximalleistung kaufen. Einen Dacia Spring z.B.

Niemand zwingt Sie z.B. das Tesla Model 3 Preformance zu kaufen., Sie können genauso die Variante Long Range oder Standard Range plus mit jeweis geringerer Maximalleistung wählen.

In den meisten E-Autos gibt es auch die Möglichkeit mit einem Sparmodus die Leistung elektronisch zu begrenzen.

Last edited 1 Monat zuvor by Silverbeard

Persönlich hatte ich nie das Bedürfnis eine abgasenden, stinkenden, lärmerzeugengende Kiste zu bewegen. Lange Zeit gab es keinen Ersatz, bis ein Startup das Gegenteil bewies und die alten verkrusteten Verbrenner zum Umdenken bewegte.
Die Technologie steht am Anfang, aber ich kauf mir nie wieder einen Verbrenner.
Ein Recht auf Verbrenner und Umweltverschmutzung gibt es nicht, auch nicht für Fahrzeuge,welche als Prestige und Lifestyle betrachtet werden, und vielleicht seit 100 Jahren gebaut werden.

Ein Recht auf Verbrenner und Umweltverschmutzung gibt es nicht …“
+1

Last edited 1 Monat zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Ein Recht die Umwelt mit der Kohleverstromung auch nicht. Gibt es etwa ein recht, E-Autos mit KOHLE-STAHL zu bauen? Millionenfach? Ich denke nicht!

Gibt es die Alternative zum Kohle-Stahl? Ja, H2-Stahl ist gerade in der Entwicklung.Bis dahin wird halt weiter gemacht, wie bisher. Das ist halt dass Hamsterrad aus dem man nicht rauskommt. Und wer von den BEV Fahrern weint eine Träne der Kohleverstromung hinterher?

Hätte Altmeier den EE-Ausbau nicht so behindert, oder Bayern mit seiner 10H Regel, hätten wir doch längst einen EE-Anteil von >54 Prozent, trotz des schwachen Winds am Anfang des Jahres und mehr Strombedarf. Während 2017 noch die Winderzeugerleistung von 46GW auf fast 51GW stieg, sind stand heute 56GW installiert. Wären stattdessen wie in den Jahren zuvor knapp 20% jährlicher Zuwachs beim Ausbau der Windenergie dazugekommen, hätten wir schon 81GW installiert. Politisches Versagen.

Farnsworth

Auch wenn die Geschichte jetzt immer mehr nur noch so erzählt wird, so stimmt es rein historisch einfach nicht, dass ein ‚Startup das Gegenteil bewies‘. Nebst den zahlreichen Pionieren der Elektromobilität boten dann auch mindestens GM (Chevrolet Volt) und Nissan (Leaf) zeitgleich mit Tesla einen Serien-BEV an. Der Nissan Leaf war mehrere Jahre das meistverkaufte BEV der Welt. Die Tesla-Modelle waren einfach protziger und ihr später eingekaufter Chef marktschreierischer, daher glauben heute die meisten Journalisten, dass E.M. das Elektroauto erfunden habe.

Richtig, für Deutschland hat die Weichen der „Nationale Aktionsplan Elektromobilität“ gestellt. 2009. Ziel: 1 Million Elektroautos bis 2020. Kann man überall nachlesen. Aber Tesla Fans versuchen jetzt schon die Geschichte umzudeuten. Der Verfasser fährt übrigens keinen Tesla, sondern deutsche Fahrzeuge. Gerade der ID.3 ist ein ausgezeichnetes Auto, das von bestimmten Kreisen schlecht geschrieben wird, aber seinen Weg macht.

Das stimmt, aber die Sache ins Rollen gebracht hat nun mal weder GM noch Nissan noch sonstwer. Es war nun mal Tesla mit EM als treibende Kraft. Auch wenn das einigen hier ganz offensichtlich nicht schmeckt. Von EM als Menschen kann man halten was immer man will. Ihm deshalb den Erfolg mit der Elektromobilität abzusprechen ist ganz einfach nichts als der blanke Neid und zudem nicht richtig.

Also Elektroautos gab es schon weit früher (Stichwort Lohner Porsche, oder der GM EV-1, Toyota RAV4). Und auch wenn Elon Musk Tesla nicht gegründet hat, war er es doch, der durch seinen radikalen Kurs alle aufgeschreckt hat. Oder hat jemand schonmal was von einem „Leaf-Fighter“ oder „Volt-Killer“(der übrigens nur ein Plugin war) gehört?

Man kann von dem Mann halten, was man will, aber er hat offensichtlich denn Händchen für sowas (PayPal, Tesla, Space X). Ich halte den Mann für völlig durchgeknallt, aber offenbar hilft es.

Farnsworth

Ich habe mir einen Tesla Modell Y gekauft. Ob ich die 500 Ps brauche weiß ich nicht ,aber Tesla hat die Elektroautos Revolutioniert. Und so bin ich ein Tesla Fan geworden und möchte nicht das Tesla stirbt . Der Tesla ist ein besonders gutes Elektroauto

Wo ist da diese Revolution? Akku größer, E-Motor auch… Start mit vielen Handyakkus! Eine wahre „Sensation“……

Exakt die flüssigkeitsgekühlten Akkuzellen war die Revolution. Vorher wurden E-Autos häufig noch mit luftgekühlten Bleiakkus betrieben.
Dazu kommt mMn. noch die Umstellung auf eine zentrale Steuereinheit, die nur noch von unwichtigen Steuerungen (Sitzverstellung etc.) unterstützt wird. Aber Antrieb und Laden wird von einem Computer gemanaged, den Tesla selbst programmiert.

Ob die Einsparungen in der Komplexität und der Fertigungsgeschwindigkeit eine Revolution sind, darüber kann man sich gerne streiten.

Mit Ihrem Post bestätigen Sie bloss das Sie von einem BEV und dem Aufbau einer weltumspannenden Organisation nicht den Hauch einer Ahnung haben. Aus Ihnen spricht der blanke Neid.

prima Bericht, nur geht der Umweltgedanke die nächsten 10-20 Jahre nicht auf. Der Verbrenner den ich heute fahre, der fährt auch die nächsten 10-20 Jahre weiter, nur von jemand anderem genutzt und ich habe für den neuen elektrischen zusätzlich ein Riesen CO2 Abdruck hinterlassen.

Und genau das ist zu kurz gedacht. Du musst 40 Jahre weiter denken. Dann ist der Verbrenner weg und dein Elektroauto in dritter oder vierter Hand.

Da bekommt ja sogar der David von mir einen grünen Daumen 😉

Diese E-Mobil hat einen Fussabdruck aus KOHLESTAHL!

Diese E-Mobil hat einen Fussabdruck aus KOHLESTAHL!

Ja, so wie jedes andere Auto auch!

Nur mit dem Unterschied, das bei Herstellung, Betrieb und Entsorgung etwa 69% weniger CO2 emittiert werden als bei vergleichbaren Verbrennern.

Sie müssen sich auf das Wesendliche konzentrieren, nicht auf Details, die in der Gesamtbetrachtung wenig bis keine Rolle spielen.

In den 8-10 Jahren Nutzung ist der reine Betriebs-Abdruck des Bestands-Verbrenners i.d.R. größer als der Neubau-Abdruck des BEV. Nach 10-13 Jahren ist es (inkl. BEV-Nutzung) pari-pari und nach 13-20Jahren liegt der Verbrenner deutlich im Nachteil.
Übrigens mit stetig freundlicher werdenden Zahlen für das BEV, d.h. in 5 Jahren ist das Verhältnis pro BEV noch größer. Und natürlich (siehe David) werden die BEV später auch von anderen weitergefahren.

Hoffenlich merk niemand, dass dieser Vorteil mit DIESELSCHIFF kommt. In 40 jahren werden die Fussabdrücke alle gelöscht. Das SYSTEM ERDE wird dann neu gestartet!

Was ist Ihr Problem? Fast alle BMW SUVs werden in Amerika gebaut und kommen mit dem ‚Dieselschiff‘! Genauso wie alle Grundstoffe und Halbzeuge, die für eine Produktion in Deutschland edit (egal für welches Produkt) benötigt werden.

Ich finde das auch nicht gut, aber welche Alternative sehen Sie?
Der Verbrenner ist keine Alternative, sondern noch viel schlimmer.

Last edited 1 Monat zuvor by Silverbeard

Nach 10-13 Jahren ist es (inkl. BEV-Nutzung) pari-pari und nach 13-20Jahren liegt der Verbrenner deutlich im Nachteil.

Inzwischen geht das noch schneller. Für ein E-Autos mit 50kWh Akku werden nur noch 60.000km Fahrleistung angesetzt, bevor ein Verbrenner unwiderbringlich schlechter bei der CO2 Emission ist.
Das ist bei deutschen Fahrleistungen in 5-10 Jahren erreicht.

Aus dem Artikel:

„Der neue Begriff der Suffizienz muss endlich auch hier angewendet werden …“

https://www.dwds.de/wb/Suffizienz

»Zulänglichkeit, ausreichende Funktionstüchtigkeit, Leistungsfähigkeit«

Als technischer dipl. Ing. dürften Sie ja wohl wissen, woher die Übermotorisierung kommt. Ein Elektromotor mit blödsinnig viel Leistung ist einfach nicht viel teurer als ein vernünftiger; auch nicht viel schwerer und er konsumiert auch nicht einmal viel mehr Energie, wenn man ihn vernünftig fährt. Es ist also insgesamt die mit Abstand billigste Art, irgendwo ganz vorne mit dabei zu sein (‚low hanging fruit‘) – viel billiger als eine grössere Batterie oder eine gute, haltbare Konstruktion. Daher neigen insbesondere nicht so seriöse Unternehmen dazu, hier zu punkten.
Und in einem Land, in dem eine Tempolimite auf Autobahnen immer noch ein hochpolitisches Thema ist, funktionieren eben Höchstgeschwindigkeiten mit einer 2 vorne und Beschleunigungen mit einer 3 offenbar bestens, obwohl das kein vernünftiger Mensch braucht.

Vernünfige Menschen reisen mit Maglevs schnell und pünktlich! Bis ein Akku voll geladen ist, sind sie längst von M nach HH gereist…. Das ist der Sinn um weite Strecken zu bewältigen. Offenbar wollen manchen E-Mobilisten so schnell wie möglich zurück zum Pferd?

Da muss man schon mal bei so viel Quark fragen, ob sie intellektuell völlig überfordert sind?

Ich bin zu 100% bei Ihnen! Ich fahre zwar (noch) kein Elektroauto, aber bewege schon seit Jahren meinen Benziner so energieeffizient, wie es denn eben geht und mache dabei genau die gleichen Erfahrungen. Würden alle so fahren, wäre allein das schon eine enorme CO2 Einsparung, egal mit welchem Antrieb man unterwegs ist.

Allein durch zwei kleine, moderne Benziner kann man viel mehr UMWELT schützen, als mit einem fetten E-MOBIL.Diese Dinger verfeuern eine Menge KOHLE-STROM. Der Gag, die Kraftwerk laufen IMMER, sogar dann wenn gar Keiner BE fährt. Würde niemd BE fahren, könnte man viele Kohlekraftwerke still legen, die man zusätzlich braucht. SPAREN DURCH NOCH MEHR! TOLL!

Jetzt hören Sie mal auf Kohlestrom einfach dem Elektroauto aufbürden zu wollen. Genau so gut kann man das der Elektro Eisenbahn, den Haushalten, der Industrie ihrem verf.. Haarfön, dem Elektrischen Rolladen, dem elektrischen Garagentor, dem Elektostapler, der blödsinnigen Beleuchtung überall in Schaufenstern und Strassen zur Last legen.

Einfach gerade willkürlich demjenigen der einem gerade nicht passt. Das ist Blödsinn! Es ist die Summe aller Verbräuche die Kohlestrom nötig machen. Und eine total verfehlte Energiepolitik die es nicht fertigbringt die Erneuerbaren endlich nachhaltig zu fördern. Die stattdessen auch noch Dieselkraftstoffe subventionieren! Das ist der wahre Skandal und nicht Ihre reisserische Aussage über angeblich nur mit Kohlestrom fahrende Elektroautos.

Ich heize gerne mit meinem TM 3 SR+ über die Autobahn. Mir macht es Spaß und wenn der Verkehr dick wird der Akku leer, fahr ich auch gerne vernünftig.

„Leider ist diese Einsicht nicht jedem unserer Mitmensch*Innen gegeben, und so liegt es beim Gesetzgeber, hier erzieherisch etwas nachzuhelfen. Es sollte durchaus richtig teuer werden, wenn man unbedingt vergeuden möchte.“

Dem kann ich nur zustimmen.

Sehr gut(er Bericht)! So definiere ich Vernunft. Chapeau!

Sehr gut getroffen: „Unsere staatlich finanzierten Straßen dienen der Fortbewegung und nicht einem fragwürdigen Rennsport.“

Sorry, aber das ist nicht gut getroffen, sondern das ist Polemik.

P. S.
Kennen wir uns von MotorTalk oder ist der gleiche Benutzername Zufall?

Ich kenne Motor Talk nicht. Bleibt also nur der Zufall. Und die Polemik macht durchaus Sinn: Denn meine Freiheit hat da ihre Grenzen, wo die Grundrechte des Mitmenschen anfangen. Wer unbedingt seine 500 PS ausfahren möchte, kann sich eine abgezirkelte Rennstrecke mieten, ohne mich per Dauerblinke zwischen die Lkws zu scheuchen. So what?

Unser, von Jederman subventionierten Strassen diesen der Bauwirtschaft, um Schlaglöcher zu flicken, alte Brücken abzureißen und neue zu bauen. Ihre Aufgaben sind also interdiziplinär.
Strassen werden z.B. auch in Taiwan gebraucht, damit WIR hier überhaupt E-Mobile bauen zu können. Warum?
Man braucht Dieselfahrzeuge um das sicher stellen zu können, wie das Bild hier zeigt:
„Taiwan und Klimaschutz Spannungen zwischen China und USA wachsen weiter an“Die Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_91065396/spannungen-zwischen-china-und-usa-wachsen-weiter-an.html

Dabei gibt es immer noch Leute, die nicht kapieren, dass man vergass, die volle Abhänigkeit vom Erdöl haben zu müssen, BEVOR man wirre Fantasien hat, wie E-Mobilität OHNE ERDÖLABHÄNGIGKEIT.
Papa XI möchte Mikrochips und hat viele Fahrzeuge mit Diesel und Benzin. Und was wollen unsere Akku-Autofans? Nur EBEV fahren und sofort Erdöl weg! Und Wasserstoff auch nicht!
Was passiert nun OHNE Erdöl?
Taiwan weg! Chips natürlich auch…. Der E-Mobilitätsfan kommt Taiwan sofort zu Hilfe, falls der Helfer Chips und Akkus hat… Er kommt etwas später. Er muss nur noch Akku nachladen. Natürlich mit Öko-Strom aus Steckdosen den man auch nicht hat. Nicht mal die langen Leitungen dazu. Keine Sorge, es gibt einen Messias, der rettet den Planeten mit neuen Akkus aus China….

Ich habe mit Verlaub langsam den Eindruck, dass Sie sich professionelle Hilfe holen sollten. Eine derartige Hasstriade die Sie hier von sich geben ist ein deutliches Zeichen dafür. Niemand plant hier der Menschheit die Elektromobilität aufzuzwingen. Es gibt keine Verschwörer die in dunklen Höhlen sitzen und böse Beschwörungen gegen das Erdöl ausstossen. Die Menschen merken von sich aus mit gesundem Menschenverstand was die Stunde geschlagen hat. Wir sind alles vernünftige, intelligente Wesen die durchaus imstande sind eigene Urteile zu bilden. Wir brauchen keine Schwurbler die sich in Verschwörungstheorien versteigen und dunkle Machenschaften an allen Ecken und Enden sehen. Ich wünsche Ihnen gute Besserung.

Guten Tag, ich möchte mich dann auch erst mal als Fahrer eines (ps-starken) Verbrenners outen, damit man meinen Kommentar einordnen kann. Aber mit Interesse an Elektro für meinen Zweitwagen (Der Verbrenner ist ein reines Sommerfahrzeug). Deswegen lese ich Artikel wie diesen.

Ich finde den Artikel inhaltlich leider auch nicht erbaulich.
Ich freue mich für Sie, dass Sie die Freude am leisen, entspannten und emissionsfreien Fahren entdeckt haben.
Und am langsamen Fahren, wenn ich Sie richtig verstanden habe, so langsam, dass Verbrennerpiloten Sie vor der Ampel noch schnell überholen.
Und hier sollten Sie sich fragen, warum das geschieht. Natürlich kenne ich die individuellen Situationen nicht, ich war nicht dabei, aber mir scheint es, dass sie in Ihrer entspannten Fahrweise als „Verkehrshindernis“ wahrgenommen werden und die Überholer die Gelegenheit nutzen wollen, Sie noch schnell „loszuwerden“. In der Tat provoziert dies energieintensive und vielleicht auch gefährliche Überholaktionen, aber der Verursacher sind leider Sie. Die Leute wollen Sie ja nicht einfach überholen, weil Sie ein „E“ auf dem Kennzeichen haben, sondern (so meine Vermutung/Unterstellung), weil Ihre Fortbewegungsweise als störend wahrgenommen wird. Und sorry, da liegt der Fehler nicht bei den übrigen Verkehrsteilnehmern.

Ihre mehrfachen Kommentare über die übelriechenden Abgase (die sie zuvor selbst jahrelang erzeugt haben) und das Wettern gegen hohe Motorisierung und das Gutheißen gesetzlicher Reglementierung, erweckt in mir den Eindruck, dass der Elektroantrieb Sie zum „Schleicher aus Überzeugung“ verwandelt hat.
Ich entschuldige mich an dieser Stelle noch einmal, ich möchte Ihnen mit diesem Begriff keinesfalls zu nahe treten, und auch nicht mit dem nachfolgenden Bezug auf Ihr Alter (ich selbst bin nur 20 Jahre jünger)
Vielleicht können Sie Sich das als Pensionär auch (zeitlich) leisten und wahrscheinlich (sorry nochmals!) kommen diese Fahrweise und diese Ansichten auch ihren durch das Alter reduzierten fahrerischen Fähigkeiten (ui, das ist heikel, zumal unterstellend, nochmals Entschuldigung, aber jetzt ziehe ich das durch) entgegen.
Aber mir, als 52jährigem, der einerseits Spaß am fahren hat und es andererseits privat und beruflich auch gelegentlich schon mal eilig hat, dem macht das Angst. Ihr Artikel macht mir Angst vor Elektromobilität.
Nicht nur, weil sie meinen heutigen Anforderungen/Vorlieben nicht gerecht zu werden scheint, sondern weil ich Angst habe, dass sie mich ebenfalls zu einem Typ Verkehrsteilnehmer verwandelt, über den ich heute noch gelegentlich ärgere: Der „Schleicher“, am dem man über lange km nicht vorbei kommt, während einem selbst die Zeit davon rennt.
Die Welt, sowohl beruflich als auch privat, wird immer hektischer, schneller. Gefällt mir auch nicht unbedingt, ist aber so und wird bestimmt auf absehbare Zeit nicht besser. Eine Mobilität, die sich genau andersherum entwickelt, passt überhaupt nicht dazu, und Sie nehmen diese Unverträglichkeit ja laut Ihren Schilderungen schon selbst wahr.

Das war’s. Ich hoffe, ich habe Sie mit meiner Unverblümtheit und ja, stellenweise mangels näherer Informationen auch mit Unterstellungen, nicht verärgert.

Viele Grüße
Celsi

Wenn ich Schleicher auf der Autobahn vor mir hatte, die mit knapp 100 kmh am Lkw vorbeikrochen, waren das bis jetzt Verbrenner, deren Leistung durchaus 130 kmh erlaubten.
Und wenn Ihnen beim Fahren die Zeit davonrinnt, gibt es ein hilfreiches Gegenmittel: Vorausplanung einschließlich Einplanung möglicher Verzögerungen.
Ein BMW-Fahrer erzählte mir mal das: Seine Tochter tuckerte mit 100 kmh von Bielefeld ins Ruhrgebiet, er selbst fuhr die Strecke 10 Minuten später los, heizte mit Tempo 160 und erreichte sie am Kamener Kreuz. Wo ist der Schaden?

Das sind aber gerade sehr viele heikle Unterstellungen die Sie sich hier leisten. Bei der Elektromobilität geht es eben gerade nicht darum Menschen umzuerziehen.

Es geht im wesentlichen um den Versuch den heutigen Verbrennerfahrern Alternativen anzubieten die sie eben möglichst nicht einschränken. Dabei aber weniger Inpakt auf die Umwelt erzeugen.

Es ist ein völlig falsches Bild vom schleichenden E- Autofahrer ü60 das Sie da im Kopf haben. Ein Elektroauto kann man durchaus auch schneller bewegen. Ich versichere Ihnen an meinem Model 3 Performance kommen Sie kaum vorbei wenn ich es darauf anlege.

Aber darum gehts nicht bei der Elektromobilität. Es geht um einen möglichst effizienten Umgang mit Rohstoffen und mit der nötigen Energie. Es geht auch nicht darum mit Elektroautos die Welt retten zu können. Da braucht es noch viele andere Massnahmen.

Aber es ist die momentan beste Alternative zum Verbrenner ohne auf die heilige Kuh Mobilität verzichten zu müssen. Selbst die unsinnige Raserei auf deutschen Autobahnen ist damit möglich.

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